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Kontoor Brands erzielt 2019 weniger Umsatz und Gewinn

Von Jan Schroder

9. März 2020

Business

Der US-amerikanische Bekleidungsanbieter Kontoor Brands Inc. hat am Donnerstag seine ersten Jahresresultate vorgelegt. Der Denim-Spezialist, zu dem die Marken Wrangler, Lee und Rock & Republic gehören, ist aus der früheren Jeans-Sparte des US-Konzerns VF Corporation hervorgegangen. Dieser hatte das Segment abgespalten und im Mai 2019 als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht. Die Folgen der Trennung und die neue Strategie von Kontoor Brands prägten dementsprechend die aktuellen Zahlen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Kontoor Brands einen Umsatz in Höhe von 2,55 Milliarden US-Dollar (2,23 Milliarden Euro). Im Vergleich zu 2018, als die zugehörigen Geschäftsbereiche noch zu VF gehörten, bedeutete das einen Rückgang um acht Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen sanken die Erlöse um sechs Prozent.

Beeinflusst wurden die Resultate durch die strategische Zielsetzung, den Vertrieb in bestimmten Märken und Vertriebskanälen einzuschränken, sowie weitere Änderungen am Geschäftsmodell. Zudem belastete nach Angaben des Unternehmens die Insolvent eines wichtigen Handelspartners in den USA die Umsatzentwicklung.

Bei den Hauptmarken Wrangler und Lee schrumpfen die Erlöse

Beide Hauptmarken mussten rückläufige Erlöse hinnehmen. Bei Wrangler schrumpfte der Umsatz um fünf Prozent (währungsbereinigt -4 Prozent) auf 1,52 Milliarden US-Dollar, bei Lee sank er um acht Prozent (währungsbereinigt -6 Prozent) auf 882 Millionen US-Dollar.

Höhere Kosten, die teilweise aus trennungsbedingten Transformationsprozessen resultierten, belasteten das Ergebnis. Zudem musste der Konzern Abschreibungen vornehmen. So ging der operative Gewinn um 49 Prozent auf 168,3 Millionen US-Dollar zurück. Gestiegene Zinsaufwendungen sorgten dafür, dass der Jahresüberschuss trotz niedrigerer Steuerbelastungen sogar um 63 Prozent auf 96,7 Millionen US-Dollar (84,6 Millionen Euro) absackte.

Für 2020 rechnet das Management mit einem in etwa stabilen Umsatz. Demnach werden die eingeleiteten strategischen Maßnahmen in den ersten sechs Monaten noch zu einem weiteren Rückgang führen, der durch erwartete Zuwächse in der zweiten Jahreshälfte kompensiert werden soll.

Foto: Wrangler Facebook-Page