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„Massive Einschränkungen“: Ludwig Beck erleidet Umsatzschwund im ersten Halbjahr

Von Jan Schroder

22. Juli 2021

Business

Foto: Ludwig Beck AG

Der Münchener Einzelhändler Ludwig Beck AG hatte auch in den vergangenen Monaten unter den Auswirkungen der Corona-Krise zu leiden. „Die erneut massiven Einschränkungen in der ersten Jahreshälfte aufgrund der Covid-19-Pandemie haben sich deutlich auf die Umsatzentwicklung des Stammhauses am Marienplatz ausgewirkt“, räumte das Unternehmen am Donnerstag in seinem aktuellen Zwischenbericht ein. So sei das Kaufhaus, in dem Ludwig Beck den Großteil seiner Erlöse erwirtschaftet, im ersten Quartal „an 54 Verkaufstagen aufgrund behördlicher Vorgaben geschlossen“ gewesen.

Insgesamt lag der Bruttoumsatz des Unternehmens in den Monaten Januar bis Juni bei 20,2 Millionen Euro und damit um 18,5 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Die Nettoerlöse sanken um 19,1 Prozent auf 16,9 Millionen Euro. Ein Plus von 43,0 Prozent im zweiten Vierteljahr reichte nicht annähernd aus, um die im Auftaktquartal erlittenen Einbußen auszugleichen.

Trotz des erhebliche Umsatzrückgangs konnte Ludwig Beck den Verlust verringern. Der Fehlbetrag nach Steuern sank im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres von 3,3 auf 1,5 Millionen Euro. Das verdankte der Einzelhändler allerdings staatlicher Unterstützung: Im Berichtszeitraum sei „eine erste Zahlung der Überbrückungshilfe III in Höhe von 4,2 Millionen Euro“ verbucht worden, erklärte das Unternehmen. Zudem sei „aufgrund des harten Lockdowns und der anschließenden massiven Beschränkungen für den Einzelhandel“ Kurzarbeit angemeldet worden, was sich „entlastend auf die Ertragslage“ ausgewirkt habe.

Der Ausblick auf die kommenden Monate fiel eher verhalten aus: „Auch wenn sich aktuell eine deutliche Entspannung in der Covid-19-Pandemie eingestellt hat und ein steigendes Konsumverhalten der Verbraucher zu spüren ist, muss weiterhin mit einem unwägbarem Infektionsgeschehen und den negativen Folgen daraus gerechnet werden“, erklärte das Unternehmen. Zudem seien „die erneute Absage des Oktoberfestes und die damit verbundenen Umsatzausfälle“ eine der „großen Herausforderungen für den Standort München aber auch für Ludwig Beck als Trachtenhändler“.