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Next kann Jahresgewinn mehr als verdoppeln – Ukraine-Krieg dämpft Aussichten

Von Jan Schroder

24. März 2022

Business

Foto: Next Plc

Der britische Bekleidungshändler Next Plc hat das Geschäftsjahr 2021/22 mit einem kräftigen Umsatzplus abgeschlossen und seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen weitere Zuwächse, kappte aber am Donnerstag aufgrund der absehbaren wirtschaftlichen Folgen der russischen Invasion in die Ukraine seine Prognosen.

Im Ende Januar abgeschlossenen Geschäftsjahr belief sich der ausgewiesene Konzernumsatz auf 4,63 Milliarden Britische Pfund (5,56 Milliarden Euro). Damit lag er um 30,9 Prozent über dem Niveau des von den Folgen der Covid-19-Pandemie geprägten Vorjahres. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019/20 stieg der Umsatz um 8,4 Prozent. Die Gesamterlöse des Bekleidungshändlers, die auch Kommissionsgeschäfte einschließen, wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 34,1 Prozent auf 4,86 Milliarden Britische Pfund.

Sein Ergebnis konnte der Konzern im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Der Nettogewinn sprang um 136,3 Prozent auf 677,5 Millionen Britische Pfund (814,2 Millionen Euro). Das Niveau von 2019/20 wurde damit um 11,0 Prozent übertroffen.

Im aktuellen Geschäftsjahr peilt das Management weitere Zuwächse an. Angesichts der zu erwartenden Folgen des Krieges in der Ukraine und schwächerer Aussichten in einigen anderen Auslandsmärkten senkte der Bekleidungsanbieter allerdings seine Prognosen. Allein aufgrund der vorläufigen Einstellung des Onlinegeschäfts in Russland und der Ukraine, sei mit Umsatzeinbußen in einer Größenordnung von etwa 65 Millionen Britischen Pfund zu rechnen, erklärte das Unternehmen.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun nur noch mit einem Wachstum des mit nicht preisreduzierten Waren erzielten Umsatzes um fünf Prozent. Zuvor war ein Plus von sieben Prozent in Aussicht gestellt worden. Die Prognose für den Gewinn vor Steuern wurde um zehn Millionen Britische Pfund auf 850 Millionen Britische Pfund gesenkt. Damit erwartet Next jetzt nur noch eine Steigerung um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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