Next steigert Halbjahresgewinn und leidet unter hohen Temperaturen

Der britische Bekleidungshändler Next plc. hat seinen Gewinn in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 gesteigert. Der Start in die zweite Jahreshälfte habe bislang allerdings Wünsche offengelassen, räumte das Unternehmen am Donnerstag ein. Das lag allerdings nicht an den politischen Querelen in der Heimat, sondern am Wetter.

Bereinigt um die Effekte des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 erwirtschaftete der Einzelhändler in den Monaten Februar bis Juli einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 319,6 Millionen Britischen Pfund und übertraf das entsprechende Vorjahresniveau damit um 2,7 Prozent. Der entsprechend angepasste Halbjahresüberschuss erreichte 260,5 Millionen Britische Pfund, was eine Steigerung um 2,5 Prozent bedeutete. Der ausgewiesene Nettogewinn unter IFRS 16 lag bei 266,9 Millionen Britischen Pfund (300,7 Millionen Euro) und damit um 3,7 Prozent über dem Vorjahreswert.

Über die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr hatte das Unternehmen bereits Ende Juli informiert. Demnach stieg der Konzernumsatz um 3,7 Prozent auf 2,06 Milliarden Britische Pfund (2,32 Millionen Euro). Während die Erlöse in den stationären Stores um 5,5 Prozent auf 874,3 Millionen Britische Pfund abrutschten, legten sie im Online-Geschäft um 12,6 Prozent auf 1,0 Milliarden Britische Pfund zu. Die Einnahmen aus unternehmenseigenen Finanzdienstleistungen stiegen um 9,9 Prozent auf 134,0 Millionen Britische Pfund.

Zu Beginn des zweiten Halbjahres verliefen die Geschäfte allerdings wenig erfreulich: Die ersten Wochen der Herbstsaison seien „enttäuschend“ gewesen, räumte das Unternehmen ein. Die anhaltenden Unsicherheiten über den möglichen Brexit mochte Next dafür aber nicht verantwortlich machen. „Wir glauben, dass der warme Beginn des Septembers die Erlöse viel mehr belastet hat als die politischen Temperaturen“, heißt es im Geschäftsbericht.

Der Bekleidungshändler rechnet aber damit, die aktuelle Umsatzdelle im vierten Quartal wieder ausgleichen zu können. Dementsprechend wurden die Jahresprognosen nicht angetastet. Erwartet wird somit weiterhin, dass die Umsätze mit nicht preisreduzierten Produkten im laufenden Geschäftsjahr um 3,6 Prozent steigen werden. Der Gewinn vor Steuern soll 725 Millionen Britische Pfund erreichen und damit um 0,3 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen.

Foto: Next plc.

 

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