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PVH hofft nach Krisenjahr auf kräftige Erholung

Von Jan Schroder

31. März 2021

Business

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern PVH Corporation hat das Geschäftsjahr 2020/21 mit empfindlichen Umsatzeinbußen und einem hohen Verlust abgeschlossen. Als Grund nannte das Unternehmen, zu dem unter anderem die Marken Calvin Klein und Tommy Hilfiger gehören, am Dienstagabend vor allem die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Im laufenden Jahr will PVH nun wieder kräftige Zuwächse erzielen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 31. Januar endete, belief sich der Konzernumsatz auf 7,13 Milliarden US-Dollar (6,08 Milliarden Euro). Damit lag er um 28 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bereinigt um Wechselkursveränderungen schrumpften die Erlöse um 29 Prozent. Ein Plus von 69 Prozent im eigenen E-Commerce konnte die Einbußen in den übrigen Vertriebskanälen nicht annähernd kompensieren.

Der Jahresumsatz des Labels Tommy Hilfiger sank um 23 Prozent auf 3,64 Milliarden US-Dollar. Dabei gingen die Erlöse in Nordamerika um 41 Prozent und im Auslandsgeschäft um 13 Prozent zurück. Calvin Klein musste einen Umsatzschwund um 28 Prozent auf 2,64 Milliarden US-Dollar hinnehmen, weil die Erlöse in Nordamerika um 43 Prozent und im internationalen Geschäft um 16 Prozent schrumpften. Die Umsätze der im Segment Heritage Brands geführten kleineren Konzernmarken sanken um 44 Prozent auf insgesamt 857,9 Millionen US-Dollar. Neben den Folgen der Corona-Krise trug der Verkauf des Nordamerika-Geschäfts der Marke Speedo zum deutlichen Rückgang bei.

Im Geschäftsjahr 2020/21 musste der Konzern einen Milliardenverlust verbuchen

Die Umsatzeinbußen und hohe Einmalbelastungen drückten den Konzern tief in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand ein auf die Anteilseigner entfallender Nettofehlbetrag in Höhe von 1,14 Milliarden US-Dollar (968,2 Millionen Euro). Der verwässerte Verlust pro Aktie belief sich auf 15,96 US-Dollar. Im Vorjahr hatte PVH noch einen Überschuss von 417,3 Millionen US-Dollar erzielt.

Zum hohen Verlust trugen Wertberichtigungen im Umfang von 1,02 Milliarden US-Dollar bei, die nach Angaben von PVH „vor allem aus den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Geschäfte des Unternehmens“ resultierten. Bereinigt um alle Sondereffekte lag der Nettoverlust im Geschäftsjahr 2020/21 bei 139,9 Millionen US-Dollar.

Im laufenden Jahr erwartet das Management eine kräftige Erholung: Es prognostiziert ein Umsatzwachstum um 22 bis 24 Prozent (währungsbereinigt 19 bis 21 Prozent). Zudem rechnet der Konzern mit einer Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Erwartet wird ein Gewinn pro Aktie in Höhe von etwa 5,00 US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte soll er etwa 6,00 US-Dollar erreichen.