Sports Direct legt im Übernahmepoker um Debenhams nach

Das Ringen um den angeschlagenen britischen Einzelhändler Debenhams geht weiter. Am Mittwoch konkretisierte der Konkurrent Sports Direct International Plc seine Übernahmepläne. Demnach erwägt Sports Direct, fünf Pence für jede Debenhams-Aktie zu zahlen. Der gesamte Börsenwert des Handelskonzerns wird damit auf 61,4 Millionen Britische Pfund taxiert. Sports Direct hält bereits 29,9 Prozent der Anteile. Eine Bedingung für die komplette Übernahme ist, dass Mike Ashley, der CEO von Sports Direct, auch den Chefsessel bei Debenhams übernehmen wird.

Hintergrund der Bestrebungen sind die laufenden Refinanzierungsbemühungen von Debenhams. Der hoch verschuldete Einzelhändler hatte vor wenigen Tagen ein Rettungskonzept vorgestellt, das dringend benötigte Kredite im Umfang von bis zu 200 Millionen Britischen Pfund sichern und den Gläubigern die volle Kontrolle über das Unternehmen einräumen würde – zuungunsten der Anteilseigner.

Großaktionär Sports Direct hatte die Pläne scharf kritisiert, den Rücktritt der Führungsmannschaft gefordert und unter anderem ein Angebot für die dänische Debenhams-Tochter Magasin du Nord vorgelegt. Debenhams wies bislang alle Avancen des Konkurrenten zurück.

Sports Direct hatte bereits im vergangenen Jahr die finanziellen Probleme eines anderen britischen Traditionseinzelhändlers genutzt. Im August übernahm der Konzern die insolvente Warenhauskette House of Fraser für neunzig Millionen Britische Pfund .

Foto: Sports Direct
 

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