Im August hatte der britische Konzern Sports Direct International Plc die insolvente Handelskette House of Fraser für neunzig Millionen Britische Pfund übernommen. Nun nahm der neue Eigentümer einen radikalen personellen Schnitt vor: Am Montag verkündete Sports Direct in einer knappen Mitteilung die Entlassung der kompletten Geschäftsführung und der bisherigen Board-Mitglieder von House of Fraser. Hintergrund sei der öffentlich geäußerte Wunsch nach einer „Untersuchung des Zusammenbruchs“ des Traditionsunternehmens.

Unstimmigkeiten über die Zukunft des Einzelhändlers hatte es schon kurz nach der Übernahme gegeben. So verwarf Sports Direct das Sanierungskonzept der alten Geschäftsführung und schaffte es, zahlreiche House-of-Fraser-Filialen zu erhalten, die nach dem ursprünglich Plan eigentlich aufgegeben werden sollten. Zudem kam es zu finanziellen Disputen zwischen Sports Direct und zahlreichen Zulieferern sowie einem wichtigen Logistikpartner von House of Fraser, woraufhin der Online-Shop des Bekleidungshändlers zwischenzeitlich geschlossen werden musste.

 

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