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Südostasien: Bekleidungsindustrie und Onlinehandel boomen

Südostasien boomt, und das nicht erst seit kurzem. Länder wie Vietnam, Indonesien, Thailand, Myanmar und Kambodscha machen sich gerade in der Textil- und Bekleidungsindustrie einen Namen, aber auch was den Onlinehandel angeht, können sich die Vorhersagen sehen lassen: Laut Business of Fashion soll er noch in diesem Jahr ein Volumen von 50 Milliarden US-Dollar ereichen und sich bis 2025 vervierfachen.

Davon kann Europa nur träumen. „Das tatsächliche Wachstumspotential liegt in den relativ unerschlossenen Märkten Bangladesch, Kambodscha, Laos, Myanmar, Nepal, Pakistan und Sri Lanka," bestätigt auch Hanno Stegmann, Geschäftsführer der Asia-Pacific Internet Group aus Singapur. Kein Wunder also, dass sich das Augenmerk (und die Hoffnungen) vieler Marken und Einzelhändler aus dem Westen derzeit gen Osten richtet. FashionUnited hat die begünstigenden Faktoren und weiterführende Artikel zusammengestellt, um das Thema zu beleuchten.

Geholfen hat dem phänomenalen Wachstum Südostasiens ein Anstieg an Smartphone-Benutzern, die ihr Gerät rege für den Zugang zum Internet und Onlinetransaktionen nutzen. Bis Ende des Jahres soll Südostasien 330 Millionen Internetbenutzer vorweisen können, was die Region laut einer Einschätzung von Tech Crunch zu einer der größten der Welt macht. Auch wenn Online-Reisebuchungen noch die größten Ausgaben ausmachen, sah der E-Commerce das größte Wachstum in diesem Jahrmit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 41 Prozent und einem Volumen von 10 Milliarden US-Dollar.

Junge Internet-Start-ups tragen entscheidend zum Wachstum bei: Sie haben seit 2016 mehr als 12 Milliarden US-Dollar an Kapital investiert; 9 Milliarden davon von Start-ups mit einem Marktwert von über 1 Milliarde US-Dollar.

Geringe Mindestlöhne, ein Reichtum an Rohstoffen und eine junge Bevölkerung, die sich mit dem Internet und Onlinehandel auskennt, werden die Schwellenländer Südostasiens auch weiterhin ganz oben auf den Radarschirm nicht nur der Modebranche bringen. Man darf gespannt auf die weitere Entwicklung sein.

Foto: CIA World Factbook via Wikimedia