Düsseldorfer Handelskonzern Peek & Cloppenburg präsentiert Zahlen und Zukunftspläne

Der Einzelhändler Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, hat am Donnerstag ein Resümee des Geschäftsjahres 2017 gezogen. Gleichzeitig erklärte das Unternehmen, mit welchen Maßnahmen es sich in Zukunft angesichts der allgemein schwierigen Rahmenbedingungen in der Branche behaupten will. Die Strategie sieht Reformen im stationären Einzelhandel und den Ausbau der digitalen Kapazitäten und Angebote vor.

Im Geschäftsjahr 2017 konnte Peek & Cloppenburg vor allem im Ausland überzeugen. Die von der zweiten Konzernzentrale in Wien aus gesteuerten Geschäftsfelder verbuchten ein Umsatzwachstum um rund 13 Prozent auf 735 Millionen Euro. „Dies ist insbesondere auf das sehr gut laufende Geschäft in Osteuropa zurückzuführen“, erklärte das Unternehmen. In der Heimat stagnierten die Erlöse allerdings: Die Konzernzentrale in Düsseldorf meldete einen Umsatz, der mit 1,49 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau lag. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte 86 Millionen Euro bei einer Marge von 5,8 Prozent. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen „ähnliche Zahlen wie 2017“.

Der Einzelhändler reagiert auf schwache Zahlen in seinen "großen Häusern"

Der stationäre Handel soll für das Traditionsunternehmen auch zukünftig „das Fundament seines Geschäftes“ bleiben. Schon zuletzt wurden Filialen neu eröffnet oder modernisiert, für die kommenden beiden Jahren sind Neueröffnungen in Deutschland, dem Baltikum, Ost- und Südosteuropa geplant. „Peek & Cloppenburg betrachtet den stationären Handel als unverzichtbar für die Verbraucher, da sich ein persönlicher und kompetenter Service durch nichts ersetzen lässt“, erklärte das Unternehmen.

Allerdings hält der Einzelhändler angesichts der jüngsten Entwicklungen Veränderungen für nötig: „Insbesondere in den großen Häusern sind die Umsatzentwicklungen hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, räumte Peek & Cloppenburg ein. Darauf will das Unternehmen nun reagieren: „Neben Verkleinerungen stehen auch Untervermietungen und segmentübergreifende Pop-up-Flächen zur Debatte, um den Platz produktiver zu nutzen.“

Peek & Cloppenburg will die Digitalisierung vorantreiben und einen Online-Shop in den Niederlanden eröffnen

Neben dem Stationärgeschäft spielt natürlich auch bei Peek & Cloppenburg die Digitalisierung eine entscheidende Rolle in den Zukunftsplänen. So soll die Reichweite im E-Commerce vergrößert werden: Zusätzlich zu den bestehenden Online-Shops in Deutschland, Österreich und Polen ist „für die nahe Zukunft“ ein eigener Webshop für die Niederlande geplant. Zudem werde der Online-Shop des zum Konzern gehörende Herrenausstatter Anson’s „überarbeitet“. Darüber hinaus will das Unternehmen sein Online-Marketing weiter intensivieren.

Auch intern soll die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden. „Bis voraussichtlich Ende 2019 wird vor allem der Bereich IT ausgebaut“, erklärte das Unternehmen. Peek & Cloppenburg hat bereits eine „zentrale Kommunikationsplattform“ eingeführt, mit der „alle weltweit eingekauften Waren ohne Medienbrüche gesteuert sowie die weltweiten Beschaffungsprozesse transparent und flexibel gestaltet werden“. Außerdem setzt das Unternehmen auf eine „mehr und mehr digitalisierten Prozesskette“, in der auch 3D-Technik zum Einsatz kommt, um mit den eigenen Marken schneller auf aktuelle Modetrends reagieren zu können.

 

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