Gerry Weber treibt Digitalisierung voran

Die Coronakrise hat Modemarken und -einzelhändlern unter anderem gezeigt, dass eine gute Website mit Webshop oder eine reine E-Commerce-Site unerlässlich ist - Kunden wollen heute alles gleichzeitig: im Laden und in den sozialen Medien schauen, bevor sie online einkaufen. Und wenn die Läden mal zu sind, dann geht es auch ohne sie, aber ein gut funktionierender Online-Auftritt wird immer unerlässlicher.

Das hat auch die Gerry-Weber-Gruppe erkannt und treibt deshalb ihre Digitalisierung konsequent voran. In allen 182 Geschäften in Deutschland können Kundinnen und Kunden seit diesem Herbst deshalb die digitale Technik des „Instore-Orderings“ in Anspruch nehmen, also das Bestellen direkt vom Geschäft aus und die Lieferung in die Filiale oder nach Hause. Dieser Service erstreckt sich auf alle drei Marken - Gerry Weber, Taifun und Samoon, was häufig zu Outfitkomplettierungen und Zusatzverkäufen und somit mehr Umsatz führt.

„Die Kundin bekommt eine direkte Zusage über Verfügbarkeit und Versand ihres Artikels. Die Lieferzeit wird auf circa zwei Tage verkürzt und das Einkaufserlebnis ist für die Kundin wesentlich zufriedenstellender“, erläutert die Projektverantwortliche Eileen Kliemchen bei Gerry Weber in einer Pressemitteilung. „Gestartet sind wir mit der Pilotphase des Projektes bereits im Dezember 2017. Das Feedback, das wir hier im Rahmen von Kundenumfragen bekommen haben, war durchweg positiv”, fügt sie hinzu.

App verbindet online und offline

Verbunden wird die Schnittstelle zwischen stationärem Handel und E-Commerce über eine App des Anbieters Caperwhite auf den in jeder Filiale vorhandenen IPads. Als zusätzliche Benefits der App besteht auch die Möglichkeit der Digitalisierung der Kundenkarte, die Auswertung von Kundendaten sowie unterstützende Funktionen für die zukünftigen Click & Collect- und Click & Reserve-Prozesse. Im Rahmen von zwei Rollout-Phasen im Dezember 2019 (84 Filialen live) und August 2020 (184 Filialen live) wurde außerdem flächendeckend W-LAN in allen Filialen installiert.

„Die Implementierung des Instore-Ordering bedeutet für uns einen großen Schritt Richtung Omnichannel-Vertrieb, der in unserer Strategie fest verankert ist. Von Januar bis Oktober dieses Jahres – also noch in der Rollout-Phase, haben wir bereits rund 12.000 Artikel über das Tool verkauft und sind damit sehr zufrieden“, kommentiert Gerry-Weber-CEO Alexander Gedat.

Die nächsten Schritte, um die Verknüpfung von on- und offline weiter voranzutreiben, sind in Deutschland die Umsetzung von Click & Collect sowie Click & Reserve beziehungsweise in den Niederlanden und Österreich die ersten zehn/fünf Pilotfilialen mit Instore-Ordering.

Die Gerry Weber International AG mit Sitz in Halle/Westfalen hatte bereits vor der Coronakrise eine turbulente Zeit durchgemacht: Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens im letzten Jahr stellte Gerry Weber das Unternehmen neu auf und während der Ordertage in Düsseldorf seine erste Kollektion vor. Im Mai dieses Jahres gab das Unternehmen dann bekannt, aufgrund der Krise 200 Stellen streichen zu müssen, konnte aber bereits im August bekannt geben, den Halbjahresverlust deutlich verringert zu haben. Jetzt schreibt die Gerry Weber International AG bereits schwarze Zahlen und steht wieder vor der Rückkehr an die Börse.

Bild: Gerry Weber

 

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