Handelsverband sieht weitere Verbesserung der Kauflaune

Nach Erkenntnissen des Handelsverbands Deutschland (HDE) setzt sich die Erholung der Verbraucherstimmung hierzulande fort. „Nach dem ersten Höhepunkt der Coronakrise und dem damit verbundenen historischen Absinken der Verbraucherstimmung steigt das HDE-Konsumbarometer im August weiter langsam an“, erklärte die Branchenorganisation am Montag in einer Mitteilung. Der monatlich ermittelte Index liege aber „noch immer deutlich unter dem entsprechenden Vorjahreswert“. Zudem habe die „Dynamik des Erholungsprozesses“ gegenüber dem Juli „spürbar“ nachgelassen.

Insgesamt lag das HDE-Konsumbarometer, das auf der Befragung von etwa 2.000 repräsentativ ausgewählten Haushalten beruht, für den August bei 98,14 Punkten. Im Vormonat hatte der Index lediglich 96,34 Punkte erreicht. „Die Stimmung der Verbraucher hellt sich im August weiter auf, und es hat den Anschein, dass die Konsumenten die Corona-bedingten Krisenmonate März bis Mai zunehmend hinter sich gelassen haben“, teilte der HDE mit.

Ein Grund ist die gewachsene Zuversicht in die gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Die Befragten seien überzeugt, „dass die konjunkturelle Erholung in Deutschland bis auf Weiteres anhalten wird“, erklärten die Studienverfasser. Allerdings sank der Index für die individuelle Einkommenserwartung aufgrund der „zunehmenden Anspannung auf dem Arbeitsmarkt“ und der daraus resultierenden „Sorge um den eigenen Arbeitsplatz“ gegenüber dem Vorjahresmonat leicht.

Trotzdem stieg die Anschaffungsneigung erneut – wenn auch nicht so stark wie im Juli. Angesichts der nachlassenden „Erholungsgeschwindigkeit“ erklärten die Marktforscher, dass von der temporären Senkung der Mehrwertsteuer zu Beginn des vergangenen Monats bislang kein „großer Impuls“ für den privaten Konsum ausgegangen sei. „Es ist allerdings gut möglich, dass es einen größeren Effekt zum Ende des Jahres geben wird, wenn die bis zum 31. Dezember befristete Senkung der Mehrwertsteuer ausläuft“, betonten die Verfasser.

Foto: David Visnjic/Andolu Agency via AFP

 

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