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HDE: Verbraucherstimmung hellt sich im Juni weiter auf

Von Jan Schroder

7. Juni 2021

Einzelhandel

Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht die Stimmung der hiesigen Verbraucher auch im vierten Monat hintereinander im Aufwind. Im Juni sei das HDE-Konsumbarometer weiter gestiegen, teilte die Branchenorganisation am Montag mit. Der monatlich ermittelte Index beruht auf der Befragung von 2.000 repräsentativ ausgewählten Personen zu konsumrelevanten Themen.

Aufgrund von „rückläufigem Infektionsgeschehen und ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen“ blickten die Konsumenten insgesamt zuversichtlicher in die kommenden Monate, erklärte der Verband. Die individuelle Kauflaune konnten die positiveren Aussichten aber vorerst nicht beflügeln.

Das HDE-Konsumbarometer für den Juni erreichte demnach einen Stand von 97,65 Punkten. Damit lag es geringfügig über dem Vormonatsniveau von 97,34 Punkten. Hauptgrund für das kleine Plus war nach Angaben der Marktforscher, dass die Konjunkturerwartungen der Befragten gegenüber dem Mai „markant angestiegen“ seien.

Weniger dynamisch entwickelten sich allerdings die übrigen Indikatoren, aus denen das Barometer errechnet wird. So beurteilen die befragten Verbraucher trotz der größeren Zuversicht hinsichtlich der Gesamtkonjunktur ihre eigene Einkommensentwicklung vorsichtiger als im vergangenen Monat – und ließen die Marktforscher damit ratlos zurück: „Einen erkennbaren Auslöser für diese leichte Eintrübung der Einkommenserwartung gibt es nicht“, räumten die Studienverfasser ein. Auch die Anschaffungsneigung ging gegenüber dem Mai leicht zurück, während die Sparneigung etwas zulegte.

Angesichts der zunehmenden Konsummöglichkeiten aufgrund der schrittweisen Aufhebung vieler Corona-Schutzmaßnahmen zeigte sich der HDE aber insgesamt zuversichtlich: „Wenn auch in den Planungen der Verbraucher für die nächsten Wochen die Konsumdynamik geringfügig nachlässt, so geschieht dies auf einem hohen Niveau. Insofern ist davon auszugehen, dass parallel zu weiteren Öffnungsschritten der private Konsum zunehmen wird“, betonten die Marktforscher. Dieser Prozess werde aber „sicher nicht sprunghaft verlaufen“.

Foto: Tim Douglas / Pexels