S.Oliver bekommt neuen Geschäftsführer und Museum zum 50. Jubiläum

Mit mehr als 2000 Gästen hat der Rottendorfer Modekonzern S.Oliver seinen 50. Geburtstag am Freitag gefeiert. Auch einen neuen Geschäftsführer soll der Konzern in diesem Jahr bekommen.

Anfang der siebziger Jahre begann die Geschichte von S.Oliver als Gründer Bernd Freier tausende Hemden im farbenfrohen Madras Stil importierte. Es folgten ganze Kollektionen, verschiedene Marken und seit 2007 setzt der Konzern mehr als 1 Milliarde Euro um. Heute beschäftigt die S.Oliver Group weltweit 6400 Mitarbeiter und betreibt 9.000 Verkaufsflächen. „Ich hatte keinen Masterplan. Ich habe Gelegenheiten genutzt, und ich hatte Glück, zur richtigen Zeit die richtigen Leute zu haben”, sagte Bernd Freier bei der Feier, laut einer Mitteilung von Montag. Im Kreise von Mitarbeitern sowie Prominenten und Modegrößen wie Altkanzler Gerhard Schröder, dem Katag-Vorsitzenden Daniel Terberger und Ex-Box-Weltmeister Wladimir Klitschko soll er dabei auch die baldige Ankunft eines neuen Geschäftsführers verkündet haben.

S.Oliver bekommt neuen Geschäftsführer und Museum zum 50. Jubiläum

Neuer Geschäftsführer kommt am 4. November

Die Personalie wurde von einer Unternehmenssprecherin bestätigt. Der neue Geschäftsführer soll seinen Posten am 4. November antreten, mehr wird offiziell noch nicht verraten. Dann könnte sich Bernd Freier wieder aus der Geschäftsführung zurückziehen – den Chefposten hatte er seit Oktober wieder selbst übernommen. Der letzte Geschäftsführer Gernot Lenz blieb bloß 10 Monate im Amt. Angesichts der vielen Wechsel im Chefsessel der S.Oliver Group, wird es spannend bleiben, wie der Nachfolger den Konzern durch die Umbrüche in der Modewelt lenken wird. Laut Informationen der Textilwirtschaft soll es sich beim neuen Geschäftsführer um den ehemaligen Hugo-Boss Vorstandvorsitzenden Claus Dietrich Lahrs handeln, der im September die Marke Bottega Veneta des französischen Luxuskonzerns Kering verlassen wird. Nach einem früheren Bericht des Manager Magazins erscheint Lahrs als einer der Wunschkandidaten Freiers. Obwohl sie miteinander sprächen, galt es damals noch unwahrscheinlich, dass er komme.

Zum 50. Geburtstag eröffnete S.Oliver auch ein Museum am Hauptsitz in Rottendorf, das seit Montag Exponate aus Produkt- und Marketing aus der Unternehmensgeschichte zeigt.

Bild: S.Oliver

 

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