Kambodscha: mögliche EU-Handelssanktionen gefährden Jobs von 90.000 Näherinnen
Etwa 90.000 kambodschanische Bekleidungs- und Textilarbeiter könnten arbeitslos sein, sollten die von der Europäischen Union vorgeschlagenen Handelssanktionen dazu führen, dass Modemarken in anderen Ländern fertigen lassen. Dies befürchten zumindest Arbeitnehmerrechtsgruppen und die Betroffenen selbst. Derzeit profitiert Kambodscha von dem 2001 eingeführten "Everything but Arms"-System (EBA), das 49 der ärmsten Länder der Welt im Rahmen des umfassenderen Allgemeinen Präferenzsystems (APS) der EU zollfreien Zugang zu EU-Märkten gewährt. Die EU hat jedoch am 11. Februar dieses Jahres angekündigt, dass Kambodscha seinen Status wegen Verstößen gegen grundlegende EU-Standards verlieren könnte. Bemängelt wird etwa der harte politische Kurs von Premierminister Hun Sen, der das Land auf den Weg zum Einparteienstaat bringt, aber auch die weit verbreitete Korruption.
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