HDE: Verbraucherstimmung stabilisiert sich

Nach einem deutlichen Dämpfer im Mai hat sich die Verbraucherstimmung in Deutschland stabilisiert und ist besser als noch im schwachen ersten Quartal 2019, wie das aktuelle HDE-Konsumbarometer im Juni zeigt. Im Vorjahresvergleich ist das HDE-Konsumbarometer jedoch gesunken. Angesichts des sich abschwächenden Arbeitsmarktes fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) deshalb die richtigen Signale der Politik, um die Binnenkonjunktur weiterhin stabil zu halten.

„Die gute wirtschaftliche Lage fußt vor allem auf den positiven Beschäftigtenzahlen. Doch der Stellen-Boom scheint ins Stottern zu geraten. Die Bundesregierung muss deshalb dringend Signale für die Stabilisierung der Binnenkonjunktur senden“, kommentierte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth, der für seine Appelle an die Politik bekannt ist, in einer Mitteilung von heute.

Anschaffungsneigung steigt, stabilisiert Konsumbarometer im Juni

Konkret fordern er und der HDE eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen, sowie mehr finanziellen Handlungsspielraum für die Unternehmen, damit diese weiterhin Arbeitsplätze schaffen können.

Vor allem die steigende Anschaffungsneigung trägt zur Stabilisierung des HDE-Konsumbarometers im Juni bei, was den Rückgang aus dem Mai zum Teil kompensieren konnte. Bei der Betrachtung der Teilindikatoren sind unterschiedliche Einschätzungen der gesamtwirtschaftlichen Erwartung und der eigenen Situation zu erkennen: Erstere schätzen die Befragten als schlecht ein; die persönliche Situation wird dagegen positiver beurteilt als zuletzt.

Vor dem Hintergrund einer anhaltend hohen Einkommenserwartung steigt die Anschaffungsneigung und die Sparneigung geht zurück. „Damit dürfte der private Konsum zumindest in den kommenden Monaten die zentrale Stütze der deutschen Konjunktur bleiben“, so der HDE.

Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 2.000 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und anderen konsumrelevanten Faktoren. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

Foto: N.W. / pixelio.de

 

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