International Woolmark Prize geht an Edward Crutchley und Colovos

Am Samstag wurde im Rahmen der London Fashion Week der diesjährige International Woolmark Prize verliehen. Die Gewinner kamen aus Großbritannien und den USA. Gleich zweimal freuen durfte sich der britische Designer Edward Crutchley. Er wurde in der Kategorie Menswear ausgezeichnet und erhielt zudem den Innovation Award. Der Preis für Womenswear ging an das in New York beheimatete Label Colovos.

Crutchley hatte die Jury um Stardesigner Alber Elbaz mit einer Unisex-Kollektion überzeugt, die eine Vielzahl historischer Referenzen mit zeitgenössischen Elementen verschmolz. „Es spricht Bände, dass es in diesem Jahr einen so klaren Konsens beim Gewinner in den Kategorien Menswear und Innovation gab“, erklärte Jury-Mitglied Tim Blanks in einer Mitteilung. „Ich glaube, dass es noch nie einen Designer wie Edward Crutchley in diesem Wettbewerb gegeben hat.“ Der Preisträger zeigte sich von den Auszeichnungen begeistert: „Dieser Sieg bedeutet mir alles“, sagte er. „Er hat mein Leben für immer verändert und wird auch die Art und Weise, wie ich entwerfe und an alles herangehe.“

International Woolmark Prize geht an Edward Crutchley und Colovos

Das Ehepaar Michael und Nicole Colovos siegte in der Damenmode-Kategorie mit Entwürfen, die klassische Sports- und Workwear mit neuen Silhouetten und innovativen Wollmaterialien aktualisierten. Zudem lobte die Jury das konsequente Bekenntnis des Duos zu nachhaltigen Produktionsmethoden.

International Woolmark Prize geht an Edward Crutchley und Colovos

Mehr als 300 Designer nahmen am aktuellen Wettbewerb teil

Insgesamt hatten mehr als 300 Designer aus aller Welt am diesjährigen Wettbewerb teilgenommen. Zwölf Finalisten durften ihre Entwürfe in London vorstellen. „Ich liebe am International Woolmark Prize für aufstrebende Designer, dass er ein Gefühl von Stabilität und Unterstützung gibt – und die Idee, Designern dabei zu helfen, ihre Karriere voranzutreiben, ist viel zu selten in der Modebranche“, sagte Schauspielerin Gwendoline Christie, die selbst in der Jury saß.

Der International Woolmark Prize wurde 1953 vom Verband der australischen Wollproduzenten ins Leben gerufen. Prämiert werden Kollektionen, die sich durch den besonders innovativen und ästhetisch überzeugenden Einsatz von Merino-Wolle auszeichnen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen namhafte Designer wie Karl Lagerfeld, Yves Saint Laurent und Christian Wijnants. Seit 2015 wird ein eigener Preis für Menswear vergeben, vor einem Jahr kam die Kategorie Innovation hinzu. Die beiden Hauptpreise sind aktuell mit jeweils 200.000 Australischen Dollar – umgerechnet rund 124.000 Euro – dotiert, der Gewinner des Innovationspreises erhält 100.000 Australische Dollar. Außerdem können alle Teilnehmer von einem Mentorenprogramm profitieren.

Fotos: Mitchell Oakley Smith (Australian Wool)
 

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