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Physisch oder digital: So finden Modewochen und Messen im Sommer statt

Von Ole Spötter

12. Mai 2021

Mode

Physische Modeveranstaltungem zu den die globale Modebranche reist, mit Streetstyle-Fotografie und Afterpartys, gibt es die eigentlich noch? Scheinbar schon – nach mehr als einem digitalen Pandemie-Jahr machen immer mehr Modewochen und Messen in den vergangenen Tagen Hoffnung auf einen Sommer vor Ort und in Person.

Erst am Dienstag teilte der französische Modeverband Fédération de la Haute Couture et de la Mode mit, dass die Haute-Couture-Woche im Juli physische Schauen und Präsentationen beinhalten wird.

FashionUnited hat zusammengefasst, welche Modewochen und -messen nach aktuellem Stand wie stattfinden.

London setzt auf Digital-First-Event

Der British Fashion Council hat die Termine für die kommenden London Fashion Weeks bekanntgegeben: die nächste Ausgabe soll vom 12. bis 14. Juni als Digital-First-Event stattfinden und die September-Ausgabe vom 17. bis 21. September als hybrides Konzept.

Pariser Haute Couture und Männermodewoche

In Paris sollen physische Veranstaltungen Gäste empfangen können – abhängig von der Pandemie-Entwicklung, mit einem spezifischen Gesundheitsprotokoll und unter Berücksichtigung behördlich festgelegter Maßnahmen, so der französische Modeverband. Die Haute-Couture-Woche soll vom 5. bis zum 8. Juli stattfinden.

Bereits eine Woche davor soll die Pariser Männermodewoche vom 22. bis 27. Juni unter den gleichen Bestimmungen wie die Haute Couture Woche abgehalten werden, wie die Fédération de la Haute Couture et de la Mode am Montag mitteilte. Beide Modewochen sollen auch weiterhin auf der digitalen Plattform des Modeverbands gestreamt werden.

Auch interessant: Der französische Modeverband und die Messe Tranoï vereinen ihr Know-how im Dienste der Modehauptstadt Paris

Mailand: physisch oder doch digital?

In Mailand soll die Männermodewoche nach aktuellem Stand im Juni “fast vollständig digital” stattfinden, wie die Camera Nazionale della Moda Italiana gegenüber FashionUnited bestätigte. In einer Mitteilung von Ende April schien der italienische Modeverband noch zuversichtlicher über eine hybride Veranstaltung zu sein. „Nach der Bestätigung durch die italienische Regierung, dass Veranstaltungen und Messen ab dem 15. Juni in physischer Form abgehalten werden dürfen, freuen wir uns auf eine Fashion Week, die sowohl digitale als auch physische Veranstaltungen mit Publikum beinhaltet”, hieß es damals.

Die “fast komplett digitale” Milan Fashion Week der Herren soll vom 18. bis zum 22. Juni stattfinden. Für September ist in Mailand allerdings eine physische Modewoche vom 21. bis 27. September geplant.

Kopenhagen zuversichtlich

Auch das Nordlicht Kopenhagen macht Hoffnungen für die Saison. Die Copenhagen Fashion Week gab am Mittwoch bekannt, dass die Modewoche im August physisch stattfinden soll. Neben der Fashion Week für SS22 vom 10. bis 12. August sind auch die Messen Revolver und CIFF vom 11. bis zum 13. August geplant.

„Wir freuen uns sehr darauf, alle wieder auf einer physischen Modewoche begrüßen zu dürfen, auf der wir natürlich auch die vielen digitalen Initiativen des letzten Jahres fortsetzen werden”, sagte Cecilie Thorsmark, CEO der Copenhagen Fashion Week. „Aber der Wert, sich wieder zu treffen und unsere wunderbare Stadt mit kreativem Ausdruck zu füllen, ist etwas, auf das wir uns alle sehr freuen."

Zur Sicherheit hat sich die CIFF aber auch mit der Amsterdamer Modemesse Modefabriek und der B2B-Plattform Fashioncloud für eine digitale, europäische Messe vom 29. Juni bis 1. Juli zusammengetan.

Physisch oder digital, wie finden die Modemessen statt?

Die dänischen Messen sind mit ihren Sommerplänen allerdings nicht alleine. Bereits Ende April gab der italienische Messeveranstalter Pitti Immagine seine Termine für physische Veranstaltungen bekannt. So findet die Garnmesse Pitti Filati vom 28. Juni bis zum 30. Juni statt. Darauf folgen die Herrenmodemesse Pitti Uomo und die Kindermodemesse Pitti Bimbo, die gleichzeitig vom 30. Juni bis zum 2. Juli in Florenz abgehalten werden.

„Da wir die Ersten sind, die zum physischen Messeformat zurückkehren, sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber dem gesamten Modesektor und den Institutionen (...)bewusst, die großes Vertrauen in und Rücksicht auf unsere Arbeit gezeigt haben”, sagte Claudio Marenzi, Präsident von Pitti Immagine, in einer Mitteilung von Ende April.

Auch die Orderwoche Düsseldorf Fashion Days plant nach aktuellem Stand für den Zeitraum vom 21. bis 28. Juli eine physische Veranstaltung, bei dem sogar ein Tag dem lokalen Einzelhandel gewidmet werden soll.

Am Main haben sich die Veranstalter der Frankfurt Fashion Week allerdings dafür entschieden die erste Veranstaltung im Sommer nicht physisch stattfinden zu lassen und wegen der andauernden Covid-19-Situation in Deutschland und fehlender Planbarkeit ein digitales Konzept zu lancieren.

Dieser Beitrag wurde am 17. Mai mit den Daten des British Fashion Council ergänzt.

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Fotos: Nick Leuze