Tapestry startet solide ins neue Geschäftsjahr

Der US-amerikanische Modekonzern Tapestry Inc. hat am Dienstag gute Zahlen für das erste Quartal 2018/19 vorgelegt. Die Unternehmensgruppe, zu der die Marken Coach, Kate Spade und Stuart Weitzman gehören, erfüllte die eigenen Vorgaben und konnte die Erwartungen der Analysten sogar leicht übertreffen. „Unsere Resultate im ersten Quartal und die Fortschritte, die wir bisher bei unseren strategischen Prioritäten gemacht haben, geben uns Zuversicht, dass wir in der Lage sein werden, unsere Ziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen“, erklärte CEO Victor Luis in einer Mitteilung.

In den Monaten Juli bis September erwirtschaftete Tapestry einen Umsatz in Höhe von 1,38 Milliarden US-Dollar (1,22 Milliarden Euro). Damit wurde das entsprechende Vorjahresniveau um sieben Prozent übertroffen. Die Erlöse der Marke Kate Spade waren im vergangenen Jahr allerdings erst nach dem Vollzug der Übernahme am 11. Juli 2017 in der Konzernbilanz verbucht worden.

Der Umsatz des Labels Coach wächst um vier Prozent

Die Kernmarke Coach steigerte ihren Umsatz um vier Prozent auf 961 Millionen US-Dollar. Dazu trug ein flächenbereinigtes Wachstum um vier Prozent im eigenen Einzelhandel bei, das vor allem aufgrund des starken Online-Geschäfts erreicht wurde. Die Erlöse des Labels Kate Spade stiegen um 21 Prozent auf 325 Millionen US-Dollar, was vor allem daran lag, dass im Vorjahr aufgrund des Übernahmetermins nur ein Teil des Quartalsumsatzes berücksichtigt worden war. Auf vergleichbarer Fläche schrumpften die Retail-Erlöse der Marke um fünf Prozent. Das Schuhlabel Stuart Weitzman musste einen leichten Umsatzrückgang (-1 Prozent) hinnehmen und kam auf 95 Millionen US-Dollar.

Beim Ergebnis konnte sich der Konzern deutlich verbessern: Unter dem Strich stand ein Nettogewinn in Höhe von 122 Millionen US-Dollar (107 Millionen Euro). Im Vorjahresquartal hatte Tapestry noch einen Verlust von 18 Millionen US-Dollar ausweisen müssen. Allerdings hatten hohe Sonderbelastungen im Zuge der Übernahme und Integration von Kate Spade seinerzeit das Ergebnis beeinflusst. Bereinigt um Einmaleffekte stieg der Quartalsüberschuss nach Angaben des Unternehmens von 120 auf 142 Millionen US-Dollar (+18 Prozent).

Angesichts der vorgelegten Zahlen sah die Konzernführung keinen Anlass, ihre Jahresprognosen zu ändern. Sie rechnet damit für 2018/19 weiterhin mit einem Umsatzplus „im mittleren einstelligen Prozentbereich“ auf 6,1 bis 6,2 Milliarden US-Dollar. Beim operativen Gewinn wird eine höhere Wachstumsrate erwartet. Dazu sollen organische Verbesserungen, aber auch Synergieeffekte im Zuge der Integration von Kate Spade beitragen. Der Konzern bezifferte die daraus resultierende Kosteneinsparungen auf 100 bis 115 Millionen US-Dollar.

Foto: Coach Facebook-Page
 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN