Under Armour: Auslandsgeschäft lässt Quartalsumsatz steigen

Hohe Zuwächse im Ausland haben dem US-amerikanischen Sportartikelanbieter Under Armour Inc. auch im dritten Quartal 2018 ein kleines Umsatzplus beschwert. Weil niedrigere Restrukturierungskosten anfielen als im Vorjahr, konnte das Unternehmen seinen Gewinn deutlich verbessern. Zudem hob das Management die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an.

Im zurückliegenden Quartal, das am 30. September endete, belief sich der Umsatz von Under Armour auf 1,44 Milliarden US-Dollar (1,27 Milliarden Euro). Damit lag er um 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bereinigt um Wechselkursveränderungen erreichte die Wachstumsrate 2,9 Prozent. In Nordamerika, wo das Unternehmen in den vergangenen Jahren gegenüber Konkurrenten wie Nike und Adidas in Hintertreffen geraten war, sank der Umsatz weiter. Er schrumpfte um 1,6 Prozent (währungsbereinigt -1,4 Prozent) auf 1,06 Milliarden US-Dollar.

Deutlich zulegen konnte Under Armour hingegen erneut in den übrigen Märkten: In der Region EMEA, die Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst, stiegen die Erlöse um 15,4 Prozent (währungsbereinigt +15,5 Prozent) auf 147,6 Millionen US-Dollar, im asiatisch-pazifischen Raum wuchsen sie um 14,6 Prozent (währungsbereinigt +15,5 Prozent) auf 149,4 Millionen US-Dollar und in Lateinamerika um 15,8 Prozent (währungsbereinigt +23,4 Prozent) auf 54,3 Millionen US-Dollar. Insgesamt stieg der Umsatz außerhalb Nordamerikas damit um 15,1 Prozent (währungsbereinigt +16,7 Prozent), sein Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens wuchs auf 24 Prozent. Die weltweiten Erlöse der Connected-Fitness-Sparte legten um 20,2 Prozent auf 32,2 Millionen US-Dollar zu.

Der Quartalsgewinn steigt um fast 39 Prozent

Kostensenkungen und die Einschränkung von Rabattaktionen ließen die Bruttomarge steigen. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten wuchsen allerdings aufgrund höherer Ausgaben für die Expansion im Ausland und gestiegener Investitionen in die Schuh-Sparte. Dass Under Armour einen deutlich höheren Quartalsgewinn ausweisen konnte als im Vorjahresquartal, lag vor allem an niedrigeren Restrukturierungskosten. Hatte das Unternehmen im Vorjahreszeitraum noch entsprechende Sonderbelastungen in Höhe von 85,0 Millionen US-Dollar verbuchen müssen, waren es nun nur noch 18,6 Millionen US-Dollar. Der operative Gewinn stieg daher um 91,3 Prozent auf 119,0 Millionen US-Dollar. Aufgrund höherer Steuerbelastungen wuchs der Quartalsüberschuss nur um 38,8 Prozent auf 75,3 Millionen US-Dollar (66,2 Millionen Euro).

Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Under Armour nun mit einem Umsatzwachstum um drei bis vier Prozent. Der erwartete Rückgang um einen „niedrigen einstelligen“ Prozentsatz in Nordamerika soll durch ein Plus von etwa 25 Prozent in den übrigen Märkten mehr als ausgeglichen werden.

Beim Ergebnis wurde die Prognose etwas angehoben: Hatte das Unternehmen bisher einen operativen Verlust in Höhe von sechzig Millionen US-Dollar erwartet, rechnet es jetzt nur noch mit einem Fehlbetrag von 50 bis 55 Millionen US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte soll der Betriebsgewinn 150 bis 165 Millionen US-Dollar erreichen. Zuvor hatte der Zielkorridor bei 140 bis 160 Millionen US-Dollar gelegen.

Under Armour, 3. Quartal 2018
Umsatz 1,44 Milliarden $
Nettogewinn 75,3 Millionen $

Foto: Under Armour Facebook-Page
 

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