Esprit: Umsatzrückgang setzt sich im ersten Quartal fort

Der Bekleidungskonzern Esprit Holdings Limited hat seinen Abwärtstrend auch im neuen Geschäftsjahr fortgesetzt. Im ersten Quartal 2018/19 musste das Unternehmen erneut einen empfindlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Auch auf dem deutschen Markt seien die Erlöse deutlich geschrumpft, erklärte Esprit am Freitag. Das seit langem kriselnde Unternehmen bereitet nun weitere „Korrekturmaßnahmen“ vor: Ein neuer „strategischer Plan“ soll am 26. November auf einer Investorenkonferenz vorgestellt werden.

In den Monaten Juli bis September belief sich der Konzernumsatz auf 3,33 Milliarden Hongkong-Dollar (374 Millionen Euro). Damit lag er um 16,8 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Bereinigt um Wechselkursveränderungen gingen die Erlöse um 16,2 Prozent zurück. Das Unternehmen begründete die „anhaltende Umsatzschwäche“ mit „weiter sinkenden Kundenfrequenzen“ und den „warmen Temperaturen in Europa, die den Verkauf der Herbstware beeinflussten“.

Im Rahmen des laufenden Rationalisierungsprogramms hatte Esprit seine Verkaufsflächen innerhalb der vergangenen zwölf Monate um 10,6 Prozent verkleinert. Zudem sanken die Erlöse in den eigenen Läden auf vergleichbarer Fläche währungsbereinigt um 14,1 Prozent und im Online-Store um 14,9 Prozent. Der Großhandelsumsatz schrumpfte um 15,5 Prozent.

In Deutschland sinken die Erlöse um rund 17 Prozent

Weiter rasant abwärts ging es auch in Deutschland, wo Esprit rund die Hälfte seines Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Hierzulande sank der Quartalsumsatz um 17,2 Prozent (währungsbereinigt -16,8 Prozent) auf 1,69 Milliarden Hongkong-Dollar (189 Millionen Euro). Dazu trug neben einer Flächenreduzierung um 8,8 Prozent auch die schwache Nachfrage in den vergangenen Monaten bei. Die Einzelhandelserlöse in den stationären Stores schrumpften um 19,9 Prozent (währungsbereinigt -19,6 Prozent) auf 543 Millionen Hongkong-Dollar, der Großhandelsumsatz ging um 16,7 Prozent (währungsbereinigt -16,1 Prozent) auf 626 Millionen Hongkong-Dollar zurück. Im Online-Shop sank der Umsatz um 15,0 Prozent (währungsbereinigt -14,7 Prozent) auf 512 Millionen Hongkong-Dollar.

Auch in den übrigen Marktregionen verfehlten die Erlöse das Vorjahresniveau klar: Im restlichen Europa sanken sie um 15,3 Prozent (währungsbereinigt -14,5 Prozent) auf 1,33 Milliarden Hongkong-Dollar, im asiatisch-pazifischen Raum gingen sie um 20,8 Prozent (währungsbereinigt -20,0 Prozent) auf 314 Millionen Hongkong-Dollar zurück. Dort machte sich der Rückzug aus Australien und Neuseeland deutlich bemerkbar. Auf vergleichbarer Fläche stiegen die Einzelhandelsumsätze in der Region währungsbereinigt immerhin um 0,3 Prozent – allerdings nur aufgrund von Rabattaktionen.

Fotos: Esprit Facebook-Page
 

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