<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"><channel><title>fashionunited.de</title><description>The independent fashion news platform and article database, including retail news, news on fashion business, culture, fashion people and industry fairs.</description><link>https://fashionunited.de</link><atom:link rel="self" type="application/rss+xml" href="https://fashionunited.de/rss/news?local_newsboard=de&amp;category_ids=10"></atom:link><language>de-DE</language><generator>FashionUnited</generator><copyright>Copyright 2020 FashionUnited</copyright><managingEditor>news@fashionunited.com (FashionUnited Editorial Department)</managingEditor><webMaster>news@fashionunited.com (FashionUnited Editorial Department)</webMaster><image><url>https://media.fashionunited.com/media/favicon/dark/apple-touch-icon-144x144.png</url><title>fashionunited.de</title><link>https://fashionunited.de</link><description>fashionunited.de</description><width>144</width><height>144</height></image><lastBuildDate>Mon, 08 Jun 2026 09:20:31 +0000</lastBuildDate><pubDate>Mon, 08 Jun 2026 09:10:01 +0000</pubDate><ttl>60</ttl><item><title>Fallende Ölpreise und Tankrabatt: Inflation sinkt deutlich</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/fallende-olpreise-und-tankrabatt-inflation-sinkt-deutlich/2026063067440</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/fallende-olpreise-und-tankrabatt-inflation-sinkt-deutlich/2026063067440</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 30 Jun 2026 13:17:42 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption>Innenstadt in Delmenhorst <em>Credits: Ole Spötter für FashionUnited</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Verbraucher:innenpreise in Deutschland sind im Juni mit dem Tankrabatt und fallenden Ölpreisen nicht mehr so schnell gestiegen. Die Inflationsrate beträgt im Vergleich zum Vorjahresmonat 2,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage vorläufiger Daten berichtet. Der Preisdruck auf Verbraucher:innen hat damit nachgelassen. Im Mai waren die Verbraucher:innenpreise noch um 2,6 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen und im April sogar um 2,9 Prozent – die höchste Rate seit Januar 2024.</p>
<p>Insbesondere Tanken war mit dem Ölpreisschock wegen des Iran-Kriegs sprunghaft teurer geworden. Im Juni kosteten Haushaltsenergie und Sprit 3,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, so die Statistiker. Im Mai hatten die Energiepreise aber noch um gut 6,6 Prozent angezogen, im April waren es rund zehn Prozent. Insgesamt ließen die Verbraucher:innenpreise von Mai auf Juni um 0,3 Prozent nach.</p>
<h2>Inflationsschock ebbt ab</h2>
<p>„Die Inflation ist im Juni vor allem wegen des gesunkenen Ölpreises zurückgegangen“, sagte Commerzbank <de000cbk1001>-Chefvolkswirt Jörg Krämer. „Im Juli sollte sie aber wieder steigen, weil der Tankrabatt wegfällt.“ Mit der Beruhigung im Nahen Osten ebbe der Inflationsschock ab, sagte Stephanie Schoenwald, Ökonomin bei KfW Research. Die Lage im Persischen Golf bleibe jedoch fragil.</de000cbk1001></p>
<p>Mit Entspannungssignalen im Iran-Krieg sind die Ölpreise deutlich gefallen. Mit rund 74 Dollar je Barrel Brent-Öl war Rohöl zuletzt ungefähr so teuer wie vor den Kämpfen im Nahen Osten, die die Ölpreise zeitweise auf mehr als 110 Dollar getrieben hatten.</p>
<h2>Tankrabatt dämpft Inflation</h2>
<p>Silke Tober, Ökonomin am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, ist optimistisch: „Hält die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran an, dürfte sich sogar das Ende des Tankrabatts im Juli wegen der nun geringeren Rohölpreise nur wenig auf die Inflation auswirken.“</p>
<p>Um Verbraucher:innen und Unternehmen bei den Spritkosten zu entlasten, hatte die Bundesregierung im Mai einen Tankrabatt eingeführt, mit der die Energiesteuer auf Diesel und Benzin um rund 17 Cent je Liter sank. Die Subvention, die an diesem Dienstag ausläuft, dämpft nach Einschätzung der Bundesbank die Inflation um etwa einen viertel Prozentpunkt und hatte schon im Mai die Teuerungsrate deutlich gedrückt.</p>
<p>Im Juni lagen die Spritpreise deutlich unter dem Niveau von Mai, zeigen Daten des ADAC. In den ersten 29 Tagen des Monats war Superbenzin der Sorte E10 im Schnitt knapp 6 Prozent günstiger als im Mai und Diesel sogar knapp 9 Prozent. Dahinter steckt allerdings nicht nur der Tankrabatt, der nach einer Ifo-Analyse gerade bei Diesel nur begrenzt an Verbraucher:innen weitergegeben wurde, sondern auch der Rückgang der Ölpreise.</p>
<h2>Lebensmittel minimal teurer</h2>
<p>An anderer Stelle stiegen die Preise für Verbraucher:innen. Für Nahrungsmittel mussten die Menschen im Juni laut Statistik 0,4 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor – ebenso wie im Mai. Dienstleistungen, zu denen Restaurantbesuche und Reisen zählen, verteuerten sich im Juni wie im Vormonat um 3,1 Prozent.</p>
<p>KfW-Volkswirtin Schoenwald warnt, dass es mit der sehr günstigen Lebensmittelpreisentwicklung auch wegen negativer Klimafolgen bald vorbei sein könnte. „Die hohen Düngerpreise der letzten Wochen und der sich abzeichnende gravierende El Niño dürften Wirkung zeigen.“</p>
<p>Volkswirte fürchten, dass Unternehmen zeitverzögert höhere Energie- und Transportkosten an Kund:innen weitergeben und die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen weiter steigen. Auch die Importpreise haben angezogen, sie stiegen im Mai so stark wie seit Ende 2022 nicht mehr. Immerhin: Mit Hoffnung im Iran-Krieg planen nach Ifo-Daten weniger Firmen Preiserhöhungen.</p>
<h2>Krieg bringt Preisdruck auf Verbraucher:innen</h2>
<p>Der Krieg im Iran verunsichert Verbraucher:innen und bremst den privaten Konsum, der eine wichtige Stütze für die Konjunktur ist. Der Sachverständigenrat (Wirtschaftsweise) erwartet dieses Jahr einen deutlichen Anstieg der Inflation auf im Schnitt 3,0 Prozent – nach moderaten 2,2 Prozent 2025.</p>
<p>Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft der Verbrauchenden: Sie können sich dann für einen Euro weniger leisten. Nach der Preiswelle infolge des Ukraine-Krieges ebbte die Teuerung ab, viele Preise sind aber dauerhaft erhöht.</p>
<h2>Weitere Zinserhöhung die EZB erwartet</h2>
<p>Mit dem Iran-Krieg ist auch der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) gestiegen. Da die Inflation in der Eurozone mit dem Ölpreisschock stark anzog, hat sie die Leitzinsen im Juni erstmals seit fast drei Jahren erhöht. Die Notenbank erwartet, dass sie ihr Preisziel von 2 Prozent erst 2028 wieder erreicht. EZB-Direktorin Isabel Schnabel stellte zuletzt weitere Zinserhöhungen in Aussicht.</p>
<p>Die EZB steht dabei vor einer Gratwanderung: Höhere Zinsen verteuern Kredite, was die Nachfrage bremsen und die Teuerung dämpfen kann. Allerdings sind höhere Zinsen eine Bürde für die ohnehin schwache Wirtschaft im Euroraum.</p>
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  <figcaption>Bei seinem Pilotprojekt „Trag Gutes Weiter“ arbeitet Tchibo mit Repair Rebels und Bridge&amp;Tunnel gestartet  <em>Bild: Tchibo GmbH</em></figcaption>
</figure>
<p>Der Hamburger Einzelhändler Tchibo GmbH testet derzeit einen neuen Textil-Reparaturservice. Das Pilotprojekt namens „Trag Gutes Weiter“ ist auf sechs Monate angelegt und auf den deutschen Markt beschränkt. Es bietet Kund:innen die Möglichkeit, beschädigte Tchibo-Produkte aus verschiedenen Kategorien wie Hosen, Jacken, Röcke, Kleider, Rucksäcke und Ski- und Kinderbekleidung online zu registrieren und einzusenden. Diese erhalten sie dann professionell repariert zurück.</p>
<p>Die Bearbeitungszeit beträgt nach Angaben des Unternehmens rund zwei Wochen, die Preisspannen richten sich nach dem Produkt und der Reparaturart. Nach Angaben von Tchibo liegen sie beispielsweise bei Hosen zwischen 14,99 und 29,99 Euro und bei Rucksäcken zwischen 22,99 und 26,99 Euro.</p>
<p>Für das Projekt hat sich das Unternehmen zwei spezialisierte Partnerfirmen ins Boot geholt. „Das Düsseldorfer Startup Repair Rebels übernimmt die Organisation und Steuerung des gesamten Prozesses, die Upcycling-Manufaktur Bridge&amp;Tunnel führt die Reparaturen aus“, teilte Tchibo mit. Gemeinsam bündelten die Partner „digitale Stärke, Reparaturkompetenz und den Anspruch, Circular Economy im Alltag erlebbar zu machen“.</p>
<p>Mit dem neuen Service ergänzt der Einzelhändler nach eigenen Angaben seine bestehenden Reparatur-Angebote, die bisher schon für Produkte wie Kaffeemaschinen und Möbel verfügbar sind. „Der neue Textilreparatur-Service erweitert diesen Ansatz nun um einen zusätzlichen, kundennahen Baustein“, erklärte das Unternehmen.</p>
<p>Kristina Kölling, die Head of Environment &amp; Circularity bei Tchibo, erläuterte das Pilotprojekt. „Reparatur ist für Tchibo grundsätzlich kein neues Thema, sondern Teil unseres Verständnisses von Circular Economy“, betonte sie in einem Statement. „Völlig neu ist für uns allerdings die Anwendung im Textilbereich – eine Erfahrung, durch die wir mit diesem Partner-Projekt unseren Ansatz konsequent weiterentwickeln.“</p>
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  <figcaption>Ein Store von Mustang  <em>Bild: Mustang</em></figcaption>
</figure>
<p>Der deutsche Denim-Spezialist Mustang hat nun auch die finanziellen Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie hinter sich gelassen. Am Montag teilte das Unternehmen mit, dass es ein Hilfsdarlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 14 Millionen Euro vollständig zurückgezahlt habe.</p>
<p>Das Darlehen sei „während der Pandemie ein zentraler Baustein zur Sicherung von Liquidität und Arbeitsplätzen in einer für die Modebranche außergewöhnlich herausfordernden Zeit“ gewesen, erklärte der Bekleidungsanbieter. Mit der nun erfolgten Rückzahlung sei die „pandemiebedingte Sonderfinanzierung“ abgeschlossen. Sie unterstreiche zudem „die wirtschaftliche Stabilität und operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens“, stärke die „finanzielle Eigenständigkeit“ und schaffe „zusätzliche Handlungsspielräume für die weitere Entwicklung“, heißt es in einer Mitteilung.</p>
<p>CEO Andreas Baur hob die Bedeutung des Schritts hervor. „Die vollständige Rückzahlung des KfW-Darlehens markiert für Mustang mehr als einen finanziellen Meilenstein. Sie steht auch für den Abschluss einer intensiven Transformationsphase, in der wir das Unternehmen Schritt für Schritt stabilisiert, neu ausgerichtet und wirtschaftlich auf eine belastbare Basis gestellt haben“, erklärte er in einem Statement.</p>
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  <figcaption>Luxusartikel.  <em>Bild: Amari Shutters via Unsplash</em></figcaption>
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<p>Die globale Luxusindustrie hat ihren explosiven post-pandemischen ‚Superzyklus‘ offiziell hinter sich gelassen. Das Segment soll laut einem aktuellen Bericht zu einem Markt geworden sein, der grundlegend „schrumpft und zersplittert“.</p>
<p>Der Bericht ‘The State of Fashion: Face to Face with Luxury Clients’, der in Zusammenarbeit von der Unternehmensberatung McKinsey und dem Fachmagazins Business of Fashion (BoF) entstanden ist, basiert auf einer Umfrage unter mehr als 2.000 Kund:innen und Dutzenden von Interviews in den USA und China. Er zeigt, wie die Branche einen mehrjährigen Übergang zu normalisiertem Wachstum bewältigt. Dieses wird bis 2030 auf bescheidenere vier bis sechs Prozent jährlich prognostiziert.</p>
<p>Die jüngste Strategie der Branche mit aggressiver Preisgestaltung ist nach hinten losgegangen. Die durchschnittlichen Verkaufspreise für Luxusgüter stiegen zwischen 2019 und 2025 um erstaunliche 61 Prozent, was die traditionellen aufstrebenden Käufer:innen verprellte.</p>
<p>„Luxusmarken haben sich in den letzten Jahren auf die Kund:innen konzentriert, die am wenigsten von wirtschaftlichem Gegenwind betroffen waren“, kommentiert BoF-Gründer Imran Amed.
„Dabei haben sie den Kontakt zu allen anderen verloren.“</p>
<p>Das eigentliche Schlachtfeld für die Zukunft der Branche liegt im unterschiedlichen Verhalten ihrer beiden stärksten geografischen Anker: den Vereinigten Staaten und China. Obwohl beide Nationen das Luxus-Comeback anführen, tun sie dies unter völlig anderen Voraussetzungen.</p>
<h2>Die Retail-Landschaft: Ladeninspiration versus Ladenmüdigkeit</h2>
<p>Eine der größten Kluften zwischen US-amerikanischen und chinesischen Luxuskund:innen ist ihre Sichtweise und Interaktion mit dem physischen Einzelhandel. Während in Festlandchina die physische Boutique ein immersiver Raum bleibt, erleben  US-Luxuskäufer:innen eine erhebliche ‚Brick-and-Mortar‘-Müdigkeit.</p>
<p>Über alle Ausgabenkategorien hinweg stufen chinesische Konsument:innen das stationäre Geschäft als ihre wichtigste Inspirationsquelle beim Einkaufen ein. Luxushäuser haben darauf reagiert, indem sie aggressiv in leistungsstarke ‚Experience Hubs‘ in großen chinesischen Städten investiert haben. Sie verwandeln traditionelle Ladenfronten in hyperlokalisierte, sensorische Räume, die Kunst, Gemeinschaft und Gastfreundschaft verbinden.</p>
<p>In den USA haben aufdringliche Verkaufstaktiken, transaktionale Umgebungen und starre Warteschlangen die Konsument:innen vom persönlichen Einkauf abgeschreckt. US-amerikanische Kund:innen fordern eine reibungslose, nahtlose digitale Integration. Wenn sie sich doch für den Besuch einer Boutique entscheiden, wünschen sie sich einen sanfteren, beziehungsorientierten Ansatz.</p>
<p>„Ein Geschäft muss viele Dinge gleichzeitig leisten. Wir haben Kund:innen, die dreimal pro Woche kommen, und andere, die einmal im Jahr zu Besuch sind. Sie wollen sich umsehen und entdecken; sie wollen aber auch Privatsphäre und Diskretion“, erklärt Bruno Pavlovsky, President der Modesparte des französischen Luxusmodehauses Chanel, in dem Bericht.</p>
<h2>Markentreue und die Nachfrage nach Erlebnissen</h2>
<p>Moderne Luxuskund:innen weltweit suchen nach weit mehr als nur einem schön gefertigten Statussymbol. Bei zusätzlichem verfügbaren Einkommen gaben fast 30 Prozent der Kund:innen in beiden Märkten an, dass sie Reisen und Wellness gegenüber materiellen Gütern bevorzugen würden. Wie sie den Markenwert definieren, unterscheidet sich jedoch je nach Region stark.</p>
<p>Angesichts der wirtschaftlichen Veränderungen im eigenen Land tendieren US-amerikanische Luxuskonsument:innen zu zeitlosen, traditionsreichen Artikeln, die ihren Wert behalten. Dies führt zu einem massiven Anstieg auf dem Secondhand-Luxusmarkt. Sowohl etablierte als auch aufstrebende chinesische Konsument:innen legen heute mehr Wert auf eine emotionale Verbindung zu einer Marke als auf deren Tradition, Logo-Wiedererkennung oder reine Handwerkskunst. Sie suchen nach ‚Creator Energy‘ und Marken, die mit ihren persönlichen Werten übereinstimmen.</p>
<h2>Die digitale Grenze: Unauffällige Technologie und KI-Einführung</h2>
<p>Technologie ist im Luxusbereich kein Gimmick mehr; sie ist der unsichtbare Motor, der die Kundschaftsbindung vorantreibt. Interessanterweise verlassen sich sowohl etablierte US-amerikanische als auch chinesische Luxuskund:innen stark auf Künstliche Intelligenz (KI), um ihre Einkaufsentscheidungen zu steuern.</p>
<p>Den Daten zufolge nutzen 46 Prozent der etablierten Luxuskund:innen in beiden Märkten KI zur Designinspiration und Trendfindung. 54 Prozent nutzen sie zur Bewertung von Marken. In hochtechnischen Kategorien wie Hartwaren – Uhren und edler Schmuck steigt dieser Wert auf 57 Prozent.</p>
<h2>Ausblick</h2>
<p>Für Führungskräfte im Luxusbereich besteht der Weg nach vorn darin, das riesige Potenzial der unterversorgten „etablierten“ Luxuskund:innen zu erschließen. Dieses wird auf 70 bis 90 Milliarden US-Dollar geschätzt. Diese Gruppe gibt jährlich zwischen 5.000 und 50.000 US-Dollar aus. Um sie zu gewinnen, müssen Modehäuser die Illusion künstlicher Knappheit und marketinggesteuerter Wartelisten aufgeben. Die Zukunft des Luxus gehört den Marken, die in Peking authentische emotionale Resonanz liefern und gleichzeitig in New York ein nahtloses, reibungsloses Clienteling perfektionieren.</p>
<p>Marken sollten marktübergreifend bedenken, dass der weltweite Luxusumsatz von vier Faktoren angetrieben wird: Begehrlichkeit; Exklusivität; Luxuserlebnisse und Entdeckungen, die über die markeneigenen Kanäle hinausgehen.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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  <figcaption>Store von Mister Spex am Berliner Kurfürstendamm  <em>Bild: Mister Spex</em></figcaption>
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<p>Der Berliner Brillenhändler Mister Spex SE setzt auf ein neues Logistikkonzept. Am Dienstag teilte das Unternehmen mit, dass es die entsprechenden Aktivitäten schrittweise an den Lieferketten-Dienstleister Arvato abgeben wird. Der neue Partner übernimmt demnach „unter anderem Inbound- und Outbound-Logistik, Warehousing sowie das Retourenmanagement“.</p>
<p>Der eigene Logistikstandort von Mister Spex in Berlin-Spandau soll im Zuge der Reform Ende des Jahres geschlossen werden. Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens etwa 125 Mitarbeiter:innen. Für diese werde nun „ein umfassendes Unterstützungspaket vorbereitet, das sowohl die finanzielle Absicherung während der Übergangsphase als auch die berufliche Neuorientierung unterstützt“, heißt es in einer Mitteilung.</p>
<p>„Mit dem Schritt entwickelt das Unternehmen sein Operating Model in Richtung einer Asset-Light Struktur weiter und erwartet positive Effekte auf Profitabilität und Kostenflexibilität“, erklärte Mister Spex.</p>
<h2>Das Unternehmen setzt auf eine „Asset-Light-Struktur“</h2>
<p>Zudem verkündete das Unternehmen, seine bestehende Produktionspartnerschaft mit dem Brillenhersteller Rodenstock auszuweiten. Bereits heute arbeite Mister Spex „bei Teilen seines Premium-Glasportfolios eng mit Rodenstock zusammen“, heißt es in einer Mitteilung. Künftig übernehme Rodenstock nun „die vollständige Produktion verkaufsfertiger Brillen und Sonnenbrillen mit Sehstärke.“</p>
<p>CEO Tobias Krauss erläuterte die Hintergründe der Entscheidungen: „In den vergangenen Jahren haben wir Mister Spex konsequent weiterentwickelt und unsere Organisation deutlich effizienter aufgestellt. Unser Ziel ist ein datengetriebenes Omnichannel-Modell mit einer Asset-Light-Struktur, das profitabel wächst“, erklärte er in einem Statement. „Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern ist dafür ein wichtiger Baustein. Wir wachsen, ohne dass Infrastruktur und Ressourcen in gleichem Maße mitwachsen müssen. Gleichzeitig können wir unsere Ressourcen noch gezielter auf die Bereiche konzentrieren, in denen wir den größten Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden schaffen.“ Dazu zählte Krauss „insbesondere unsere augenoptische Expertise, die Weiterentwicklung unseres Sortiments, innovative Services rund um die Augengesundheit sowie ein nahtloses Omnichannel-Erlebnis“.</p>
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  <figcaption>Passant:innen in einer Einkaufsstraße <em>Bild: FashionUnited</em></figcaption>
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<p>Der Umsatz im deutschen Einzelhandel hat im Mai überraschend zugelegt. Das Statistische Bundesamt meldete am Dienstag in Wiesbaden ein um Kalender-, Preis- und Saisoneffekte bereinigtes Plus (real) von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat.</p>
<p>Expert:innen hatten mit einer Stagnation gerechnet. Für April revidierte das Bundesamt den gemeldeten leichten Rückgang beim Umsatz im Einzelhandel etwas nach unten. Der Wert beträgt nun minus 0,4 Prozent.</p>
<p>Infolge des Kriegs im Nahen Osten und der politischen Gegenmaßnahmen in Deutschland (Tankrabatt vom 1. Mai bis 30. Juni 2026) stiegen die Umsätze der Tankstellen demnach zwar im Mai real um 3,5 Prozent gegenüber April. Nominal, also nicht preisbereinigt, aber fielen sie um 1,8 Prozent.</p>
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  <figcaption>Ein Store von Saks Fifth Avenue in Beverly Hills <i>Bild: Saks Global</i></figcaption>
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<p>Der US-amerikanische Handelskonzern Saks Global hat seinen Restrukturierungsprozesses erfolgreich abgeschlossen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, verlässt es das Chapter-11-Verfahren unter neuer Eigentümerschaft und firmiert nun unter dem Namen Exemplar Luxury Group (ELG). Der Kaufhausbetreiber erklärte, seine Schulden um 75 Prozent reduziert und eine ausreichende Liquidität gesichert zu haben. Zudem habe er die volle Unterstützung seiner Kapitalpartner und anderer Interessengruppen.</p>
<p>Die neue Gruppe strebt nun langfristiges Wachstum an. Sie verfüge nach dem Abschluss des Verfahrens über eine „solide finanzielle Grundlage mit einer passenden Kapitalstruktur und der notwendigen Liquidität“, heißt es in einer Pressemitteilung.</p>
<p>Zuvor hatte die Kaufhauskette vom zuständigen Insolvenzgericht grünes Licht für ihren Reorganisationsplan erhalten hat. Zur Gruppe gehören die Luxus-Einzelhändler Neiman Marcus, Saks Fifth Avenue und Bergdorf Goodman.</p>
<h2>Exemplar Luxury Group schließt Restrukturierung ab und reduziert Schulden um 75 Prozent</h2>
<p>„Dieser entscheidende Moment unterstreicht die anhaltende Stärke unseres Unternehmens, unserer Luxusmarken und unseres Teams, während wir voller Zuversicht in eine vielversprechende Zukunft blicken, geleitet von unserem unermüdlichen Engagement für unsere Kund:innen“, erklärte CEO Geoffroy van Raemdonck in einem Statement.</p>
<p>„Unser weiterer Weg als Exemplar Luxury Group spiegelt die gemeinsamen Ideale wider, die jedem unserer Formate zugrunde liegen, sowie unser Engagement, für alle drei den Maßstab für Exzellenz im Luxuseinzelhandel zu setzen“, so van Raemdonck. „Als Tor zum US-amerikanischen Luxusmarkt vereinen wir begehrte Marken mit unvergleichlichen Erlebnissen für die Kund:innen, um das Wachstum der Exemplar Luxury Group und des gesamten Luxus-Ökosystems voranzutreiben. Wir sind unseren Kund:innen, Markenpartnern, Kapitalpartnern und Kolleg:innen zutiefst dankbar. Ihre Loyalität und Unterstützung haben dies möglich gemacht.“</p>
<p>Auch nach der Restrukturierung wird ELG weiterhin auf sein integriertes Einzelhandelsmodell setzen. Dieses kombiniert eine optimierte Ladenfläche mit E-Commerce-Plattformen und Remote-Verkaufsdiensten.</p>
<h2>Neuer Vorstand für Exemplar Luxury Group ernannt</h2>
<p>Im Zuge der Umfirmierung hat die neue Gruppe auch ihren Verwaltungsrat neu besetzt. Pentwater Capital Management und Bracebridge Capital, die Investmentfirmen, die die Kaufhauskette während des Restrukturierungsprozesses begleitet haben, werden jeweils zwei Vertreter:innen in dem siebenköpfigen Gremium stellen.</p>
<p>Zudem wurden Dave Kimbell und Philippe Schaus zu unabhängigen Direktoren ernannt. Kimbell ist der ehemalige CEO von Ulta Beauty, dem größten US-amerikanischen Kosmetikeinzelhändler. Schaus ist der ehemalige Präsident und globale CEO von Moët Hennessy.</p>
<p>„Wir schätzen das Engagement unserer neuen Eigentümer sehr. Sie verstehen den Wert unserer Marken und die Wachstumschancen für die Exemplar Luxury Group“, erklärte van Raemdonck. „Es ist ein neuer Tag für ELG. Wir konzentrieren uns darauf, unseren Geschäftsplan diszipliniert umzusetzen und in die Erlebnisse zu investieren, die unseren Kund:innen am wichtigsten sind. Neiman Marcus, Saks Fifth Avenue und Bergdorf Goodman setzen seit langem den Standard für den Luxuseinzelhandel in den USA. Wir sind entschlossen, auf diesem Erbe aufzubauen.“</p>
<p>Der Restrukturierungsplan umfasste eine umfassende Überarbeitung des Filialnetzes. Das Unternehmen betreibt nun 49 Kaufhäuser, darunter 33 Filialen von Neiman Marcus, 15 von Saks Fifth Avenue und eine von Bergdorf Goodman. Im Rahmen des Plans strebt ELG nun an, bis zum Geschäftsjahr 2029/2030 einen Bruttowarenwert (GMV) von neun Milliarden US-Dollar zu erreichen. Zudem wird ein zweistelliges bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) angepeilt.</p>
<p>In den letzten fünf Monaten hat sich die Gruppe darauf konzentriert, ihre Finanzlage zu stärken. Sie optimierte zudem ihr Filialnetz und die Lieferketten. Ein Großteil des Off-Price-Geschäfts wurde zurückgefahren, um sich auf den Luxus- und Vollpreiseinzelhandel zu konzentrieren.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/vCTwvzWzlfh8o78Re7o1tqq586y4k75UpFB57_TyqKc/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDUvMDUvc2Frcy1wNWpzMzh4ei0yMDI2LTA1LTA1LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Sizing-Intelligenz wird zur strategischen Priorität für Marken im KI-gesteuerten Handel</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/sizing-intelligenz-wird-zur-strategischen-prioritat-fur-marken-im-ki-gesteuerten-handel/2026063067424</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/sizing-intelligenz-wird-zur-strategischen-prioritat-fur-marken-im-ki-gesteuerten-handel/2026063067424</guid><author>news@fashionunited.com (Partner)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 30 Jun 2026 06:29:24 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/lpGM_n7ISP9RQADB09Iyx2bMxmdm5Lkll4yRpLiQJpY/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMzAvaGVhZGVyLXF3NG5rZHNjLTIwMjYtMDYtMzAucG5n" srcset="https://r.fashionunited.com/EoX4rd-drle39Y6jnEQgm8hNYQ3dZQWtGyakTUaauQo/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMzAvaGVhZGVyLXF3NG5rZHNjLTIwMjYtMDYtMzAucG5n 720w, https://r.fashionunited.com/lpGM_n7ISP9RQADB09Iyx2bMxmdm5Lkll4yRpLiQJpY/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMzAvaGVhZGVyLXF3NG5rZHNjLTIwMjYtMDYtMzAucG5n 1080w" sizes="100vw" alt="Bild: Alvanon" title="Bild: Alvanon"/>
  <figcaption><em>Bild: Alvanon</em></figcaption>
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<p>Ein neuer Bericht von Coresight Research mit dem Titel ‘Shifting the Size and Fit Paradigm: A three-pillar framework to reduce returns and future-proof for agentic commerce’ vom Mai 2026 identifiziert die verbraucher:innenspezifischen, technologischen und marktbezogenen Kräfte, welche die Modelandschaft neu gestalten. Er gibt Ratschläge, wie sich Marken und Händler:innen auf diese tiefgreifenden Veränderungen vorbereiten und erfolgreich sein können. In diesem Artikel fasst das auf Größentechnologie spezialisierte Unternehmen Alvanon, ein Partner des Berichts, einige wichtige Erkenntnisse und umsetzbare Empfehlungen zusammen.</p>
<p>Größe und Passform sind nicht nur ein technisches Problem der Produktentwicklung, sondern ein strategisches Thema der Business Intelligence. Dies geht aus einer neuen Studie von Coresight Research in Zusammenarbeit mit dem auf Bekleidungstechnologie spezialisierten Unternehmen Alvanon hervor. Der Bericht zeigt, dass Marken stärkere Rahmenbedingungen für „Sizing-Intelligenz“ schaffen müssen. So können sie Retouren reduzieren, die Bestandsplanung verbessern und sich auf den Vormarsch des KI-gestützten Einkaufens vorbereiten.</p>
<p>Da Online-Retouren von Bekleidung den Sektor weiterhin belasten, schätzt Coresight, dass die durchschnittliche Online-Retourenquote für Bekleidung in den USA im Jahr 2025 23,4 Prozent erreichte. Basierend auf einem Online-Markt für Bekleidung und Schuhe im Wert von 201,1 Milliarden US-Dollar entspricht dies retournierter Ware im Wert von etwa 47,1 Milliarden US-Dollar.</p>
<p>Fast 70 Prozent der Käufer:innen, die online gekaufte Kleidung zurückgaben, nannten Größe und Passform als Grund. Der Bericht beschreibt dies als eine bedeutende Chance für Händler:innen, Retouren zu reduzieren und das Vertrauen der Verbraucher:innen zu stärken.</p>
<h2>KI-Shopping-Agenten erhöhen den Einsatz</h2>
<p>Da KI-Agenten die Verbraucher:innen zunehmend bei Produktempfehlungen und Kaufentscheidungen unterstützen, laufen Marken mit uneinheitlichen oder unvollständigen Größendaten Gefahr, an Sichtbarkeit zu verlieren. KI-Systeme sind auf strukturierte, maschinenlesbare Produktinformationen angewiesen, um Produkte präzise zu vergleichen und zu empfehlen. Ungenauigkeiten oder unzureichende Größendaten führen zu einer geringeren Verlässlichkeit der Empfehlungen und zu Fehlern, die sich in großem Umfang wiederholen. Marken werden mit der Zeit an Priorität verlieren, wenn hohe Retourenquoten negative Leistungssignale erzeugen.</p>
<p>Der Wandel ist bereits im Gange. Eine Coresight-Umfrage vom Dezember 2025 ergab, dass 58 Prozent der US-Verbraucher:innen, die mit KI vertraut sind, KI-Tools zum Einkaufen genutzt haben oder dies beabsichtigen. Gleichzeitig gaben 29 Prozent an, dass sie eher auf Websites einkaufen würden, die KI-Agenten zur Verbesserung des Kund:innenservice anbieten.</p>
<h2>Vorausschauende Größentools sind auf verlässliche Daten angewiesen</h2>
<p>Händler:innen setzen zunehmend auf vorausschauende Größentechnologien, um Online-Kund:innen bei der Wahl der richtigen Größe zu helfen. Der Bericht betont jedoch, dass diese Tools nur so effektiv sind wie die Daten, auf denen sie basieren.</p>
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<p>„Die Qualität der Empfehlungen ist daher ein direktes Spiegelbild der Sizing-Intelligenz, aus der sie schöpfen.“</p>
</div>
<p>Strukturierte Informationen wie Maße von Kleidungsstücken, Gradierregeln und Stoffeigenschaften müssen in einheitlichen Größenstandards verankert sein. Dies ermöglicht präzise Empfehlungen, auch für neue Produkte ohne historische Verkaufsdaten.</p>
<h2>GLP-1-Nutzer:innen treiben die Nachfrage nach klareren Passforminformationen voran</h2>
<p>Die zunehmende Verwendung von GLP-1-Medikamenten zur Gewichtsreduktion beeinflusst auch die Nachfrage nach Bekleidung. Laut einer Coresight-Umfrage vom November 2025 und März 2026 gaben 70 Prozent der US-amerikanischen GLP-1-Nutzer:innen an, mindestens eine Kleidergröße abgenommen zu haben.</p>
<p>Da die Verbraucher:innen häufigere Körperveränderungen und Garderoben-Updates erleben, stehen Marken unter wachsendem Druck. Sie müssen klarere Passformhinweise und zuverlässigere sowie beständigere Größenempfehlungen geben.</p>
<h2>Ein Drei-Säulen-Modell</h2>
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  <figcaption>Bild: Copyright © 2026 Coresight Research. Alle Rechte vorbehalten.</figcaption>
</figure>
<p>Coresight schlägt ein zentrales Drei-Säulen-Modell vor, um Größen- und Passformstrategien zukunftssicher zu machen.</p>
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<p>„Ein disziplinierter Ansatz bei Größen- und Passformstandards bildet die Grundlage für alle Bemühungen, das Vertrauen der Kund:innen zu stärken und Retouren zu reduzieren.“</p>
</div>
<p>Die erste Säule konzentriert sich auf die Etablierung einheitlicher Größen- und Passformstandards über alle Kategorien hinweg. Dazu gehören klare Körpermaße, Größendefinitionen und Gradierregeln.</p>
<p>Die zweite Säule konzentriert sich auf das Produktinformationsmanagement (PIM). Dieses wandelt Passformstrategien in strukturierte Datenattribute wie Maße pro Größe und Dehnbarkeitseigenschaften von Stoffen um. Effektive PIM-Systeme liefern zudem Erkenntnisse, die zur kontinuierlichen Verfeinerung von Größenempfehlungen genutzt werden können.</p>
<p>Die dritte Säule ist die Produktdetailseite (PDP), die der Bericht als letzten Prüfpunkt vor dem Kauf beschreibt. Rund 40 Prozent der US-amerikanischen Käufer:innen gaben an, einen Online-Kauf von Kleidung wegen verwirrender oder fehlender Produktinformationen abgebrochen zu haben.</p>
<p>Um die Konversionsrate zu verbessern und Retouren zu reduzieren, sollten Größeninformationen auf den PDPs spezifisch, klar und umsetzbar sein.</p>
<h2>Sizing als Business Intelligence</h2>
<p>Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass Sizing als eine Business-Intelligence-Strategie betrachtet werden sollte, die über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg geteilt wird.</p>
<p>Genaue Körper- und Passformdaten können in Design-, Merchandising- und Sortimentsplanungsentscheidungen einfließen. Sie helfen Händler:innen, den Lagerbestand zu optimieren, Abfall zu reduzieren und die Nachfrage effektiver zu prognostizieren.</p>
<p>Da die Körperprofile der Verbraucher:innen immer vielfältiger und dynamischer werden, sind Marken im Vorteil, die ihre Größenstrategien auf echten Kund:innendaten aufbauen. Sie sind besser positioniert, um die Kundenbindung zu stärken und sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.</p>
<p>„Traditionelle Einheitsgrößen-Annahmen sind nicht mehr wirksam“, schließt der Bericht. Er argumentiert, dass Sizing-Intelligenz jetzt unerlässlich ist, da die Branche in das Zeitalter des KI-gestützten Handels eintritt.</p>
<p>Den vollständigen Bericht finden Sie <a rel="noopener noreferrer" href="https://s3.alvanon.com/attachments/2adac6dd-81b6-4aec-a3da-272295fb9b4e_Shifting_the_Size_and_Fit_Paradigm--Coresight_Research.pdf?utm_source=fashionunited">hier</a>.</p>
<p><i>Dieser Bericht wird Nicht-Abonnent:innen von Coresight Research durch das Sponsoring des auf Größentechnologie spezialisierten Unternehmens Alvanon zur Verfügung gestellt.</i></p>
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  <header>ÜBER Alvanon</header>
  <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.com/companies/alvanon">Lesen Sie mehr über Alvanon auf der Unternehmensseite</a>
</div>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/LmyNzxm5QWKygrYWaVuIZGjJsFd436sGDIeeSh72-EA/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMzAvaGVhZGVyLXF3NG5rZHNjLTIwMjYtMDYtMzAucG5n" medium="image"></media:content></item><item><title>Frankreich beschließt Werbeverbot für Ultra-Fast-Fashion</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/frankreich-beschliesst-werbeverbot-fur-ultra-fast-fashion/2026062967423</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/frankreich-beschliesst-werbeverbot-fur-ultra-fast-fashion/2026062967423</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 29 Jun 2026 15:05:33 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/JmTy1qU35jEY2yawVL63DCindvy1u2-7skgkFLLr0SY/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDMvMjYvYWZwLTIwMjUwNTI5LWhsLWpsYnVsY2FvLTI3ODM5NjEtdjEtaGlnaHJlcy1mcmFuY2Vzb2NpZXR5c2hlaW5pbGx1c3RyYXRpb24teDJsNWhxNXQtMjAyNi0wMy0yNi5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/KK8Hm9xvOrtNkk-lcv_VSJkn2UGjagKL4PNMQTTvFbk/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDMvMjYvYWZwLTIwMjUwNTI5LWhsLWpsYnVsY2FvLTI3ODM5NjEtdjEtaGlnaHJlcy1mcmFuY2Vzb2NpZXR5c2hlaW5pbGx1c3RyYXRpb24teDJsNWhxNXQtMjAyNi0wMy0yNi5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/JmTy1qU35jEY2yawVL63DCindvy1u2-7skgkFLLr0SY/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDMvMjYvYWZwLTIwMjUwNTI5LWhsLWpsYnVsY2FvLTI3ODM5NjEtdjEtaGlnaHJlcy1mcmFuY2Vzb2NpZXR5c2hlaW5pbGx1c3RyYXRpb24teDJsNWhxNXQtMjAyNi0wMy0yNi5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Credits:  Joao Luiz Bulcao / Hans Lucas  / Hans Lucas via AFP" title="Credits:  Joao Luiz Bulcao / Hans Lucas  / Hans Lucas via AFP"/>
  <figcaption><em>Credits:  Joao Luiz Bulcao / Hans Lucas  / Hans Lucas via AFP</em></figcaption>
</figure>
<p>Mit Werbung für Fast-Fashion-Plattformen wie
Shein, Temu und Aliexpress soll in Frankreich bald Schluss ein. Der
Senat stimmte als zweite Parlamentskammer für ein entsprechendes
Gesetz, das Ultra-Fast-Fashion ausbremsen will. Konkret sieht das
Gesetz ein Werbeverbot zum Jahreswechsel vor. Auch Influencer sollen
keine Werbung mehr machen dürfen, sonst droht eine Strafzahlung.</p>
<p>Während ursprünglich vorgesehen war, die ganze
Fast-Fashion-Branche in den Blick zu nehmen, richten sich die
Maßnahmen nun gezielt gegen &quot;Ultra-Express-Plattformen&quot;, wie es im
Gesetzesvorschlag heißt. Gemeint sind damit Firmen, die besonders
viele Produkte auf den Markt bringen, die so wenig kosten, dass
Verbraucherinnen und Verbraucher kaum einen Anreiz haben, abgenutzte
Ware zu reparieren. Französische und europäische Marken sind dabei
wohl nicht mehr anvisiert, sondern die Riesen Shein, Temu und
Aliexpress. Eine genaue Definition für die genannten Kriterien steht
aber noch aus.</p>
<p>Frankreich will die Plattformen außerdem verpflichten, basierend
auf Umweltstandards pro Produkt einen steigenden finanziellen
Umweltbeitrag zu leisten. Auch sollen die Seiten mit Nachrichten dazu
ermuntern, zu reparieren, wiederzuverwenden und sich beim Kaufen
zurückzuhalten.</p>
<p>In Frankreich sind 2024 mehr als 885.000 Tonnen Kleidung,
Hauswäsche und Schuhe auf den Markt gekommen. Einem Text des Senats
zufolge ist die Menge der angebotenen Kleidung in den vergangenen
Jahren deutlich gestiegen. Fast-Fashion-Produkte werden zu niedrigen
Preisen verkauft und bestehen häufig aus Materialien, die nicht lange
halten.</p>
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  <figcaption><em>Bild: New Yorker </em></figcaption>
</figure>
<p>Der Braunschweiger Bekleidungsanbieter New Yorker SE hat im Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein zweistelliges Umsatzplus erzielt und seinen Gewinn kräftig gesteigert. Das geht aus einem aktuellen Geschäftsbericht hervor, der vor wenigen Tagen im Unternehmensregister des Bundesanzeigers veröffentlicht wurde.</p>
<p>Der Konzernumsatz erreichte demnach im vergangenen Jahr eine Höhe von knapp 3,6 Milliarden Euro und übertraf das Vorjahresniveau um 13 Prozent. Damit habe er sich „deutlich dynamischer als der europäische Modemarkt insgesamt“ entwickelt, erklärte das Unternehmen. Obwohl einzelne Läden geschlossen wurden, um „das Filialportfolio zu optimieren“, erhöhte sich die Gesamtzahl der Standorte im Laufe des Jahres um 38 und belief sich Ende Dezember auf 1.335 Stores in 48 Ländern.</p>
<p>Dank des kräftigen Umsatzwachstums und höherer Margen konnte das Unternehmen seinen Jahresüberschuss mehr als verdoppeln. Nachdem er 2024 bei 252,6 Millionen Euro gelegen hatte, erreichte er im vergangenen Jahr eine Höhe von 679,6 Millionen Euro.</p>
<h2>„Sehr schwierige“ Bedingungen: Das Management rechnet für 2026 mit einem Ergebnisrückgang</h2>
<p>Für 2026 gab sich die Geschäftsführung zurückhaltend. Der Vorstand rechne „mit nachhaltig sehr schwierigen Markt- und Umfeldbedingungen, die stark durch politische Unsicherheiten und globale Spannungen belastet sein werden und eine verlässliche Prognose hemmen“, heißt es im Geschäftsbericht. Trotzdem sei das Management „überzeugt, dass NY auch unter diesen Bedingungen aufgrund seiner starken Marktposition und Leistungsfähigkeit weiterhin erfolgreich agieren kann“.</p>
<p>Insgesamt sei für das laufende Jahr „ein moderater Ausbau des Filialnetzes vorgesehen, begleitet von einem leichten Umsatzanstieg“, erklärte das Unternehmen. Gleichzeitig werde mit einem „moderaten“ Rückgang der Handelsmarge gerechnet. Zu erwarten sei daher „ein ausgeprägt niedrigeres Ergebnis vor Steuern sowie eine entsprechend sinkende Vorsteuerrendite“.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/kBBBShG3bj_f9r8NpolnCrDaVxGUmtV4gS4rldW371g/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjIvMTEvMjIvbnktaW1hZ2Utb25saW5lLXNiZThmcGEwLTIwMjItMTEtMjIuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Lager 157 steigert Jahresumsatz um ein Viertel</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/lager-157-steigert-jahresumsatz-um-ein-viertel/2026062967418</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/lager-157-steigert-jahresumsatz-um-ein-viertel/2026062967418</guid><author>news@fashionunited.com (Jan Schroder)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 29 Jun 2026 13:12:26 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/TKM4dBTupzt4seVGMK3Rdwh8Hoi-07vbLi-bCl_wLSs/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMTMvbGFnZXItMTU3LXFlcnR3NWhtLTIwMjYtMDQtMTMuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/Sxu10szykTFTAlczTwTyEVuC901sAkMDdf20uyA0OPY/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMTMvbGFnZXItMTU3LXFlcnR3NWhtLTIwMjYtMDQtMTMuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/TKM4dBTupzt4seVGMK3Rdwh8Hoi-07vbLi-bCl_wLSs/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMTMvbGFnZXItMTU3LXFlcnR3NWhtLTIwMjYtMDQtMTMuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Eine Filiale von Lager 157" title="Eine Filiale von Lager 157"/>
  <figcaption>Eine Filiale von Lager 157 <em>Bild: Lager 157</em></figcaption>
</figure>
<p>Der schwedische Bekleidungsanbieter Lager 157 konnte auch im Geschäftsjahr 2025 kräftig wachsen. Das verdankte das Unternehmen nicht zuletzt der Expansion in Deutschland.</p>
<p>Laut einer am Montag veröffentlichten Mitteilung erzielte Lager 157 im abgelaufenen Jahr einen Konzernumsatz in Höhe von 4,37 Milliarden Schwedischen Kronen (385 Millionen Euro). Das entsprach einem Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.</p>
<p>Noch deutlich dynamischer entwickelte sich die deutsche Tochtergesellschaft Lager 157 GmbH, deren Umsatz von 8,5 auf 71,2 Millionen Schwedische Kronen stieg und damit „das stärkste Wachstum innerhalb der Gruppe“ erzielte. Ende 2024 hatte das Unternehmen in Bremen seinen ersten Store hierzulande eröffnet, nach der <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/strategischer-expansionsschritt-lager-157-kundigt-neueroffnung-in-hanau-an/2026041366251">jüngsten Neueröffnung in Hanau</a>, die in der vergangenen Woche erfolgte, verfügt es inzwischen über fünf Standorte in Deutschland. Der nächste Schritt steht bereits fest: Am 20. August soll in Essen der bislang größte deutsche Laden in Betrieb gehen.</p>
<p>Auch beim Gewinn konnte der Bekleidungsanbieter im vergangenen Jahr kräftig zulegen. Das Betriebsergebnis, das 2024 bei 456 Millionen Schwedischen Kronen gelegen hatte, stieg dank des Umsatzwachstums und einer höheren operativen Marge auf 768 Millionen Schwedische Kronen. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 618 Millionen Schwedischen Kronen (54 Millionen Euro), nachdem im vorangegangen Jahr ein Überschuss von 379 Millionen Schwedischen Kronen verbucht worden war.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/th7UNomN1AO4R8NDnbs_4xmFD2nmbGTtXgjpwdQUu-U/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMTMvbGFnZXItMTU3LXFlcnR3NWhtLTIwMjYtMDQtMTMuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Mehr Leichtigkeit, mehr Markt: DIGELs Ambitionen für den Sommer 2027</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/mehr-leichtigkeit-mehr-markt-digels-ambitionen-fur-den-sommer-2027/2026062967403</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/mehr-leichtigkeit-mehr-markt-digels-ambitionen-fur-den-sommer-2027/2026062967403</guid><author>news@fashionunited.com (FashionUnited Media)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 29 Jun 2026 07:46:46 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/9XA0J0x10fWPe16TcuoJKFH2PlmLwGhYzfIyFEl2pNA/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjkvMjYwNTE5LWRpZ2VsLWRheS0yLTA5LTA4NS1maW5hbC1jZW50NzZiei0yMDI2LTA2LTI5LmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/RklEcCn6A26KBxXkOnRTRnR4EgUbb-y1S8_jaYr02cs/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjkvMjYwNTE5LWRpZ2VsLWRheS0yLTA5LTA4NS1maW5hbC1jZW50NzZiei0yMDI2LTA2LTI5LmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/9XA0J0x10fWPe16TcuoJKFH2PlmLwGhYzfIyFEl2pNA/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjkvMjYwNTE5LWRpZ2VsLWRheS0yLTA5LTA4NS1maW5hbC1jZW50NzZiei0yMDI2LTA2LTI5LmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="SS27." title="SS27."/>
  <figcaption>SS27. <em>Credits: DIGEL</em></figcaption>
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<p>Leichtigkeit als Leitmotiv, eine neue Passform für sportliche Figuren und eine Palette sanfter Pastelltöne: Mit der <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/press/mode/digel-trendreport-fruhjahr-sommer-2027/2026061967277"><u>Frühjahr/Sommer 2027-Saison</u></a> schärft das Nagolder Herrenmodehaus DIGEL seine zeitgemäße Interpretation der Formalwear konsequent weiter und baut zugleich seine internationale Marktposition sowie sein Sortiment aus. „Komfort ist aus der Menswear nicht mehr wegzudenken. Es gibt kein Zurück, sondern nur eine Weiterentwicklung“, bringt Kreativdirektor Ralf Kammerer die Ausrichtung der Kollektion auf den Punkt.</p>
<h2>Pastelltöne, Leinen und neue Proportionen</h2>
<p>Farblich verlassen die etablierten Sommertöne ihre Komfortzone. Neben Navy und Weiß schaffen sandige Braun- und Beigeabstufungen Tiefe, während ‘Blue Fog’, ‘Woodrose’ und ‘Pastell Yellow’ als maskuline Pastelle modische Spannung erzeugen. Bei den Materialien dominiert das Streben nach Leichtigkeit: ausgebaute ‘Cool Linen’-Qualitäten, weiche Mischungen aus Tencel, Leinen und Baumwolle sowie die Waschtechnik ‚Garment Washed‘ verleihen Sakkos und Hosen mühelosen Tragekomfort. Hybride Hemdjacken lösen steifes Tailoring ab, Beinformen gewinnen an Weite. Erstmals führt DIGEL die Passform ‘Athletic Fit’ ein, die den Körperformen einer jüngeren Zielgruppe gerecht wird.</p>
<h2>Produktwelten unter einem Dach</h2>
<p>Parallel schärft die urbane Linie <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/press/mode/digel-move-trendreport-fruhjahr-sommer-2027/2026061967281"><u>‘DIGEL Move’</u></a> ihr Profil mit kantigen Silhouetten, körperfernen Outfits und einer mutigen Palette von ‘Aurora Rot’ bis ‘Burnt Olive’. Hauchdünne Stoffe unterstreichen den sportiven Anspruch. „Eine der Nylon-Qualitäten wiegt gerade mal 80 Gramm pro Meter. Damit entsteht ein ganz neues Tragegefühl“, erläutert Thomas Beller, Head of Design Sportswear.</p>
<p>Wie die Sortimente ineinandergreifen, illustriert Philipp Tausch, Director Marketing &amp; PR, an einem speziellen Anlass: „Bei der Hochzeit trägt der Bräutigam ‘DIGEL Ceremony’, während der Trauzeuge im DIGEL-Anzug kommt. So wird am Ende wieder eine Welt daraus.“ Die Anlasslinie ‘Ceremony’ bleibt eigenständig und deckt von der Trauung bis zur Gala das gesamte festliche Spektrum ab. Die einzelnen Linien werden zudem von eigenen Produktmanager:innen entwickelt, was die klare Markentrennung zusätzlich unterstreicht.</p>
<figure>
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  <figcaption>SS27. <em>Credits: DIGEL Move</em></figcaption>
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<h2>Vom Showroom bis zum Point of Sale</h2>
<p>Den Saisonauftakt markierte die italienische Männermodenmesse Pitti Uomo, für Tausch „die wichtigste Messe-Plattform überhaupt“. In Florenz trifft das Unternehmen seine internationalen Schlüsselkund:innen und gibt die Trendrichtung der kommenden Saison vor. Bewusst tritt die Marke dort seit mehreren Saisons mit ‘DIGEL Move’ an und schickt die contemporary-ausgerichtete Linie als Botschafter voran.</p>
<p>Direkt im Anschluss bringt ein internationales Showroom-Netz die Order-Phase nah an die rund 3.000 Kund:innen weltweit, vom klassischen Fachhandel über regionale Platzhirsche bis zu Department Stores. Pünktlich zur Orderrunde für Frühjahr/Sommer 2027 wächst dieses Netz um zwei neue Premium-Showrooms in Düsseldorf und München, in denen DIGEL und DIGEL Move gemeinsam inszeniert werden. Am Verkaufsort setzt das Haus auf Flächenpartnerschaften mit rund 200 europäischen Händler:innen, themenbezogene Mini-Pop-ups und die viel genutzte ‘DIGEL Academy’, die Verkäufer:innen digital wie live schult.</p>
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  <figcaption>SS27. <em>Credits: DIGEL</em></figcaption>
</figure>
<h2>Auf Wachstumskurs</h2>
<p>Strategisch bleibt die Internationalisierung Antrieb Nummer eins. „Wenn wir es machen, dann richtig“, fasst Tausch das Credo zusammen und verweist auf eigene Tochtergesellschaften in Frankreich und der Schweiz sowie den rasanten Aufstieg in Italien. Nachhaltigkeit verantwortet ein eigenes Team, das CO2-Emissionen systematisch erfasst und einen Teil des Energiebedarfs über eine Photovoltaikanlage für etwa 160 Haushalte deckt.</p>
<p>Auch das Sortiment wächst weiter, etwa mit der erfolgreichen DIGEL Footwear-Kollektion, die vom Business-Schuh bis zum Sneaker reicht, und einem starken Never-out-of-Stock-Programm. So fügt sich der Sommer 2027 in ein größeres Bild: ein Haus, das Tradition und Tempo gekonnt verbindet.</p>
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  <header>ÜBER DIE MARKE</header>
  <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.com/companies/digel">Lesen Sie mehr über DIGEL auf der Unternehmensseite
</a>
</div>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/ZovVC58Qh04Mnl3mqMLWnAN51a1W4znujEaNq-1_Yho/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjkvMjYwNTE5LWRpZ2VsLWRheS0yLTA5LTA4NS1maW5hbC1jZW50NzZiei0yMDI2LTA2LTI5LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Labor: Manche Kleidung bei Shein mit Chemikalien belastet</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/labor-manche-kleidung-bei-shein-mit-chemikalien-belastet/2026062967401</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/labor-manche-kleidung-bei-shein-mit-chemikalien-belastet/2026062967401</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 29 Jun 2026 06:28:50 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/bHUaNa2sCxFQqsJa_S3Iq-jj04wpdz3h4mR5R-c0x04/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDMvMTAvc2hlaW4tdDY1Mjd1NzQtMjAyNS0wMy0xMC5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/42j-U2LqvCIrTvRr7wPzWUJBIvsoK2hbPNQpq4B-z3c/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDMvMTAvc2hlaW4tdDY1Mjd1NzQtMjAyNS0wMy0xMC5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/bHUaNa2sCxFQqsJa_S3Iq-jj04wpdz3h4mR5R-c0x04/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDMvMTAvc2hlaW4tdDY1Mjd1NzQtMjAyNS0wMy0xMC5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Eine Niederlassung von Shein in Singapur" title="Eine Niederlassung von Shein in Singapur"/>
  <figcaption>Eine Niederlassung von Shein in Singapur  <em>Bild: Shein</em></figcaption>
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<p>Auf der Online-Plattform Shein verkaufte Kleidung ist zum Teil stark mit Chemikalien belastet – und reißt damit europäische Grenzwerte. Das geht aus Untersuchungen des Bremer Umweltinstituts im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor. Die Testergebnisse liegen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 7 von 18 getesteten Kleidungsstücken verstießen demnach gegen EU-Grenzwerte.</p>
<h2>Shein will Produkte vorerst aus Sortiment nehmen</h2>
<p>„Wir nehmen die von der DUH vorgebrachten Vorwürfe sehr ernst“, erklärte Shein auf dpa-Anfrage. Man prüfe den Sachverhalt nun. „Bis die Untersuchung abgeschlossen ist, nehmen wir die betroffenen Produkte, entsprechend unseren Produktsicherheitsrichtlinien weltweit aus dem Angebot. Gleichzeitig führen wir eine unsere gesamte Seite umspannende Prüfung vergleichbarer Produkte durch.“</p>
<p>Nicht nur Shein fällt bei Tests von Verbraucherschützern negativ auf. Das betrifft auch andere Online-Billigplattformen wie Temu. Die EU-Kommission brummte Temu zuletzt eine Strafe in Höhe von 200 Millionen Euro auf, unter anderem wegen Sicherheitsbedenken bei Ladegeräten und zu viel Chemikalien in Kinderspielzeug. Temu kritisierte die Strafe in einem Statement als unproportional. Zudem beziehe sich die Entscheidung auf die Risikoabwägung von 2024 und spiegele nicht den aktuellen Stand der Systeme wider.</p>
<p>„Wir haben in letzter Zeit häufig Grenzwertüberschreitungen, auch gerade was die PFAS angeht“, sagt Ulrike Siemers, Co-Geschäftsführerin des Umweltinstituts. „Häufig auch bei Plattformen, wo man die Textilien und die Produkte eben auch online bestellen kann.“</p>
<h2>„Bunter Cocktail an Chemikalien“</h2>
<p>Bei den aktuellen Labor-Untersuchungen der Shein-Produkte wurden laut Labor teils erhebliche Überschreitungen von Grenzwerten festgestellt. „Wir haben in den Produkten eine Vielzahl von verschiedenen Chemikalien gefunden, von den Schwermetallen über die Weichmacher, über einige PFAS“, so Siemers. „Das ist ein bunter Cocktail an Chemikalien, auch welche, die eben vielleicht nicht unbedingt reglementiert sind, aber trotzdem eben auch ein gesundheitsgefährdendes Potenzial aufweisen können.“</p>
<p>So wurde in einer getesteten Kinderjacke ein Grenzwert für eine Chemikalie aus der PFAS-Gruppe um mehr als das 1.100-Fache überschritten, in einer für Teenager:innen angebotenen Jacke sogar um mehr als das 12.000-Fache. PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Diese Stoffe werden eingesetzt, um unter anderem Kleidung wasser-, fett- und schmutzabweisend zu machen.</p>
<h2>Massive Überschreitungen von Grenzwerten</h2>
<p>Als sogenannte Ewigkeitschemikalien reichern sich PFAS in Mensch und Umwelt an. Manche PFAS können laut Umweltbundesamt Effekte auf Stoffwechsel, Hormonhaushalt und Immunsystem haben, manche stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.</p>
<p>In einem Paar Damen-Schnürstiefel wiederum wurde eine Konzentration von 179.000 Milligramm pro Kilogramm des Weichmachers DEHP gefunden. Erlaubt wären allenfalls Werte von unter 1.000 Milligramm. Die Stiefel enthalten also das 179-Fache des zugelassenen Wertes.</p>
<h2>Was Phthalate auslösen können</h2>
<p>Sogenannte Phthalate – dazu gehört DEHP – haben hormonähnliche Eigenschaften und können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Insgesamt verstießen von 18 untersuchten Produkten 7 gegen EU-Grenzwerte. Shein vertreibt sowohl eigene Produkte als auch Waren von anderen Anbietern. Alle getesteten Kleidungsstücke sind nach Angaben der DUH Shein-Produkte.</p>
<p>Shein betonte, Händler und Lieferanten seien verpflichtet, sich an interne Produktsicherheitsstandards sowie die jeweils geltenden Produktsicherheitsstandards zu halten. Zudem arbeite man mit international anerkannten Prüf- und Inspektionsunternehmen zusammen, darunter der TÜV Süd.</p>
<h2>Umwelthilfe schickt Abmahnung an Shein</h2>
<p>Die Deutsche Umwelthilfe hat Shein nun eine Abmahnung geschickt. „Das bedeutet erstens, dass wir eine Unterlassungserklärung einfordern, also diese ganzen gefährlichen Chemikalien und Produkte müssen vom Markt, und zwar weltweit“, sagt Viola Wohlgemuth, Textilexpertin von der DUH. Zudem werde man der EU-Kommission die Testergebnisse zur Verfügung stellen.</p>
<p>Hintergrund ist ein Verfahren, das die EU-Kommission im Februar gegen Shein einleitete. Die Brüsseler Behörde verdächtigt das Unternehmen, nicht genug gegen den Vertrieb illegaler Produkte auf seiner Plattform zu tun und den Verbraucherschutz zu vernachlässigen.</p>
<h2>EU-Untersuchung läuft</h2>
<p>Für Aufsehen hatte der Verkauf kindlich aussehender Sexpuppen gesorgt, auch genehmigungspflichtige Waffen sowie Medikamente konnte man auf dem Online-Marktplatz erwerben. Das Unternehmen hatte die Angebote nach Kritik selbst von seiner Seite genommen.</p>
<p>Grundlage für das Verfahren der EU-Kommission ist das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA). Große Online-Plattformen müssen sich wegen des DSA an deutlich strengere Vorschriften halten, die vor allem die Internetnutzer:innen in der EU schützen sollen.</p>
<p>Die Verfahren ziehen sich oft über Jahre. Gegen Shein laufen die Ermittlungen noch. Im nächsten Schritt würde die EU-Kommission vorläufige Ergebnisse präsentieren und erst danach – sollte Shein nicht einlenken und sich bessern – würde Brüssel eine Strafe verhängen.</p>
<h2>Privatpersonen und Organisationen können auf Missstände hinweisen</h2>
<p>Umweltaspekte stehen zwar nicht direkt im Fokus des DSA. Der Verkauf von Produkten, die nicht dem EU-Recht oder dem nationalen Recht eines Mitgliedslandes entsprechen, aber schon. Als illegal können also auch Produkte verstanden werden, die gegen Umweltvorschriften verstoßen.</p>
<p>Das Gesetz sieht dabei explizit auch vor, dass Privatpersonen oder zivilgesellschaftliche Organisationen die EU-Kommission auf Missstände hinweisen können. Die Bremer Laborergebnisse will die Umwelthilfe nun der EU-Kommission für ihr weiteres Vorgehen gegen Shein als eben ein solches Beweismittel an die Hand geben.</p>
<h2>Verbraucherschützer:innen haben immer wieder etwas zu bemängeln</h2>
<p>Auch Stiftung Warentest stellte bei Tests von Spielzeug, Schmuck und elektronischen Geräten, die bei Temu und Shein verkauft wurden, fest, dass 110 von 162 Produkten EU-Standards nicht erfüllten. Oekotest fand bei Tests von über Shein verkaufter Kleidung bedenkliche Chemikalien. Die Arbeiterkammer Oberösterreich kam bei von Temu und Shein verkaufter Kleidung zu ähnlichen Ergebnissen.</p>
<p>Auch Tests, die die Verwaltung der südkoreanischen Hauptstadt Seoul in Auftrag gab, fanden fragwürdige Substanzen bei Produkten, die unter anderem über Temu und Shein vertrieben wurden. Zu all diesen Tests äußerte sich Shein in seiner Antwort an die dpa nicht.</p>
<h2>Was Expert:innen raten</h2>
<p>Online-Shopper:innen rät die Verbraucherzentrale Niedersachsen zu besonderer Vorsicht beim Einkaufen auf Online-Marktplätzen, auf denen vor allem chinesische Händler Produkte anbieten. Bei sicherheitsrelevanten Waren wie Spielzeug, Elektrogeräten und Kosmetika raten die Expert:innen zum Kauf in der EU. Zudem solle man auf komplette Angaben zu Hersteller, Importeur und Sicherheitskennzeichen wie das CE-Zeichen achten. Bei extrem günstigen Angeboten könnten schlechte Qualität oder mangelnde Sicherheit dahinterstecken.</p>
<p>Die Umwelthilfe wünscht sich generell ein stärkeres Vorgehen gegen Fast Fashion, also gegen sehr günstige Mode mit extrem schnell wechselnden Kollektionen. Bei der anstehenden Reform des Textilgesetzes sollten Umweltkriterien eine Rolle spielen. Nach den bisher bekannten Plänen von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) sollen sich Hersteller künftig an Organisationen für Herstellerverantwortung beteiligen, die sich aus Beiträgen der Hersteller finanzieren und um Sammlung und Verwertung von Alttextilien kümmern sollen.</p>
<p>„Wenn Unternehmen giftige, kurzlebige und schwer recycelbare Fast-Fashion-Produkte auf den Markt bringen, dann sollten diese drastisch höhere Beiträge zahlen müssen als Hersteller langlebiger, schadstoffarmer und kreislauffähiger Textilien“, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/UMHYl06MO-KUUF3fiBZg-XnGxgRUjgz6jcpLay6Dbww/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDMvMTAvc2hlaW4tdDY1Mjd1NzQtMjAyNS0wMy0xMC5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Galerias Millionenkredit und Hitzewelle in Paris  – was die Woche bewegte</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/galerias-millionenkredit-und-hitzewelle-in-paris-was-die-woche-bewegte/2026062767399</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/galerias-millionenkredit-und-hitzewelle-in-paris-was-die-woche-bewegte/2026062767399</guid><author>news@fashionunited.com (FashionUnited)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Sat, 27 Jun 2026 06:00:00 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/cpPFkKvVreGDEZkbbA3QDtPvx-vNfq_2EWBvMkB10ts/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjYvdnVpdHRvbi1tLXMyNy0wODgtMHJwZWw0ejktMjAyNi0wNi0yNi5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/1z73oOOfWfMzwXIFtyG1AQ-bAwb-hZrKh-Uhk6Qcq1A/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjYvdnVpdHRvbi1tLXMyNy0wODgtMHJwZWw0ejktMjAyNi0wNi0yNi5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/cpPFkKvVreGDEZkbbA3QDtPvx-vNfq_2EWBvMkB10ts/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjYvdnVpdHRvbi1tLXMyNy0wODgtMHJwZWw0ejktMjAyNi0wNi0yNi5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Kulisse bei der Louis Vuitton Show für SS27 in Paris" title="Kulisse bei der Louis Vuitton Show für SS27 in Paris"/>
  <figcaption>Kulisse bei der Louis Vuitton Show für SS27 in Paris <em>Credits:  ©Launchmetrics/spotlight </em></figcaption>
</figure>
<p>Sanierung, Bilanzprüfung und Übernahmepoker bestimmten die Wirtschaftswoche: Galeria sicherte sich einen Kredit von bis zu 160 Millionen Euro, die Finanzaufsicht Bafin prüft den Konzernabschluss von Zalando, und die Frasers Group hält an ihrem Angebot für Hugo Boss fest. In Paris zwang eine Hitzewelle Häuser wie Dior und Rick Owens, ihre Herrenschauen für Frühjahr/Sommer 2027 in die Morgenstunden zu verlegen. Personell trennten sich Versace und Geschäftsführer Emmanuel Gintzburger, während bei Moschino die Sunnei-Gründer die Kreativdirektion übernahmen.</p>
<h2>Business</h2>
<p><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/millionenkredit-fur-galeria-schliessungen-geplant/2026062567383">Galeria</a> sichert sich frisches Kapital: Die angeschlagene Warenhauskette erhält von der US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers eine Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro, an die ein auf drei Jahre angelegter Sanierungsplan mit weiteren Filialschließungen geknüpft ist. Von den derzeit 83 Warenhäusern gelten rund 30 als Wackelkandidaten. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/kommt-galeria-aus-der-krise-so-bewerten-fachleute-die-lage/2026062667393">Fachleute</a> bewerten die Lage zwiespältig: Während ein Teil von gewonnener Zeit spricht, sehen andere im Kredit allein noch kein tragfähiges Geschäftsmodell.</p>
<p>Das schwache Konsumklima drückte auf die Zahlen mehrerer Modeunternehmen. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/modehandler-h-m-enttauscht-auch-im-zweiten-quartal/2026062567370">H&amp;M</a> verfehlte auch im zweiten Quartal die Erwartungen: Der Umsatz sank um drei Prozent auf 54,8 Milliarden schwedische Kronen (rund 4,95 Milliarden Euro), während die operative Marge auf 10,8 Prozent zulegte. Passend dazu verharrt die Verbraucher:innenstimmung in Deutschland laut <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/deutschland-verbraucher-innenstimmung-stabil-auf-niedrigem-niveau/2026062567368">GfK und NIM</a> auf niedrigem Niveau; das Konsumklima stieg für Juli nur leicht auf minus 29,2 Punkte. Auch die Luxusbranche schwächelt. Einer Studie von <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/luxus-schwachelt-vor-allem-in-europa/2026062567378">Bain</a> und Altagamma zufolge sanken die weltweiten Umsätze im ersten Quartal um drei bis fünf Prozent, wobei vor allem Europa nachgibt, während Amerika zulegt.</p>
<p>Die <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/anwr-group-richtet-sich-auf-den-strukturwandel-im-handel-aus/2026062667391">ANWR Group</a> trotzte dem schwierigen Umfeld mit einem Umsatz von 626 Millionen Euro und einem Ergebnis vor Steuern von 7,1 Millionen Euro; die Mitglieder beschlossen eine Dividende von 15 Prozent. Vorstandschef Frank Schuffelen wertet die Lage als Ausdruck eines strukturellen Wandels im Handel und will den Kurs in Digitalisierung, Datenkompetenz und Künstliche Intelligenz fortsetzen. Der Schuhfachhandel bleibt mit einem Minus von 5,8 Prozent im ersten Halbjahr unter Druck, während die Sporttochter Sport 2000 deutlich zulegte.</p>
<p>Im Übernahmepoker um Hugo Boss bleibt die <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/frasers-group-bleibt-bei-ubernahmeangebot-fur-hugo-boss-stur/2026062567376">Frasers Group</a> hart: Das Einzelhandelskonglomerat des Unternehmers Mike Ashley will sein freiwilliges Angebot von 38 Euro je Aktie nicht erhöhen. Die Hugo-Boss-Aktie notierte zuletzt mit 37,72 Euro unter dem Angebotspreis; Frasers ist bereits mit gut 26 Prozent beteiligt. Für das laufende Jahr erwartet Hugo Boss einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.</p>
<p>Die Finanzaufsicht Bafin prüft den Konzernabschluss von <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/finanzaufsichtsbehorde-bafin-pruft-zalando-abschluss-wegen-moglicher-verstosse/2026062667384">Zalando</a> wegen möglicher Verstöße gegen Rechnungslegungsvorschriften im Kontext der About-You-Übernahme; die Aktie verlor daraufhin rund fünf Prozent auf 25,29 Euro. Das Unternehmen bezeichnet den Punkt als rein formell und materiell unwesentlich. Auf juristischem Terrain bewegt sich auch <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/swatch-verklagt-samsung-auf-170-millionen-us-dollar-wegen-kopierter-uhrendesigns/2026062667394">Swatch</a>: Der Schweizer Konzern verklagt Samsung vor dem High Court in London auf 170 Millionen US-Dollar, weil digitale Zifferblatt-Anwendungen die Designs von Marken wie Omega, Tissot und Breguet imitiert haben sollen.</p>
<p><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/seidensticker-konkretisiert-plane-fur-wholesale-comeback-der-womenswear/2026062367346">Seidensticker</a> bringt seine Damenmode ab der kommenden Ordersaison zurück in den Großhandel. Der Bielefelder Blusenspezialist setzt dabei laut Chefin Silvia Bentzinger auf eine fokussiertere Kollektion mit rund 60 Optionen und eine selektive Strategie; die Rückkehr ist für Frühjahr 2027 geplant. Die Damenmode macht derzeit etwa 30 Prozent des Umsatzes aus, ein Anstieg auf 40 Prozent gilt als realistisch.</p>
<p>Der europäische <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/studie-europaischer-e-commerce-wachst-trotz-des-schwierigen-konsumklimas/2026062267311">E-Commerce</a> wächst trotz des schwierigen Konsumklimas: Laut einer McKinsey-Studie legt der digitale Handel bis 2029 um jährlich sechs Prozent zu, getrieben von Künstlicher Intelligenz. Bereits 38 Prozent der Europäer:innen nutzen KI bei der Kaufrecherche; bis 2030 könnten weltweit drei bis fünf Billionen US-Dollar über agentenbasierten Handel entstehen. Otto-Chef Boris Ewenstein bezeichnet KI als nächsten Paradigmenwechsel im Handel.</p>
<p>Mit einem Video von Mario Götze und einem Banner in New Jersey deutet <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/gotze-video-banner-in-usa-nike-deutet-neues-dfb-trikot-an/2026062667385">Nike</a> das erste DFB-Trikot aus eigener Produktion an. Ab 2027 stattet der US-Konzern die deutschen Nationalmannschaften aus und löst damit den langjährigen Ausrüster Adidas ab.</p>
<h2>Mode</h2>
<p><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/mehr-haut-als-hype-mailands-herrenmode-kampft-um-relevanz/2026062367349">Mailands Herrenmode</a> kämpft um Relevanz: Die Saison für Frühjahr/Sommer 2027 fiel so dünn aus, dass sich die Aufmerksamkeit der Branche schon vor dem offiziellen Ende nach Paris verlagerte. Mit Thom Brownes Mailand-Debüt und der Rückkehr von Ralph Lauren zog die Stadt zwar namhafte Marken an, doch Prada bleibt die einzige heimische Konstante mit echter Strahlkraft. In den Kollektionen zeichnete sich eine klare Verschiebung ab – die Rückkehr des Körpers, von muskulösen Silhouetten bei Dolce &amp; Gabbana bis zur schlanken Linie bei Prada.</p>
<p>In Paris bestimmte die Hitzewelle den Auftakt der Herrenschauen für Frühjahr/Sommer 2027. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/louis-vuitton-bringt-eine-ode-an-das-surfen-und-den-ozean-nach-paris/2026062467356">Louis Vuitton</a> eröffnete den ersten Tag mit Pharrell Williams’ Hommage an das Surfen und den Ozean – einer Show mit den Füßen im Sand vor einer riesigen Welle, begleitet von Orchester und Gospelchor. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/wie-jonathan-anderson-die-mannliche-raffinesse-bei-dior-neu-definiert/2026062467358">Jonathan Anderson</a> verlegte seine dritte Dior-Kollektion auf den frühen Morgen und zeigte dekonstruierte, fast transparente Anzüge mit festlichen Pailletten-Akzenten. Auch <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/trainingsjacke-wird-klimaanlage-rick-owens-und-adidas-trotzen-der-pariser-hitze/2026062667397">Rick Owens</a> zog seine Schau vor und präsentierte gemeinsam mit Adidas aufgeplusterte Trainingsjacken mit integrierten Ventilatoren, die auf der für die Fußball-Weltmeisterschaft entwickelten Climacool-Technologie beruhen.</p>
<p>Bei eben jener Weltmeisterschaft verkaufen sich die DFB-Trikots so gut wie nie. Adidas-Vorstandschef <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/adidas-chef-deutschland-trikots-begehrt-wie-nie/2026062567367">Björn Gulden</a> rechnet mit mehr als drei Millionen verkauften Deutschland-Jerseys – dreimal so viel wie bei der Weltmeisterschaft 2022 und ein Rekordwert. Weltweit führen die Trikots Mexikos die Verkaufsliste an, gefolgt von Argentinien und Deutschland.</p>
<p>Welche Männermode-Trends vom Laufsteg in den Warenkorb wandern, zeigt eine Auswertung der Suchplattform <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/diese-mannermode-trends-haben-es-vom-laufsteg-in-den-warenkorb-geschafft/2026062567363">Lyst</a>. Die Nachfrage nach Slim- und Röhrenhosen stieg zuletzt um 25 Prozent monatlich, nach Bundfaltenhosen sogar um 110 Prozent seit 2025; intensives Rosa avanciert zur Sommerfarbe. Einen Ausblick weiter wagt Trendforscherin <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/christine-boland-uber-die-mode-fur-herbst-winter-2027-kein-eskapismus-aber-was-dann/2026062267295">Christine Boland</a>, die für Herbst/Winter 2027 unter dem Schlagwort „Regrounding“ bodenständigere, handwerklich geprägte Mode prognostiziert – ergänzt um dramatische, betont selbstbewusste Statement-Looks.</p>
<p>Auf der Kollaborationsseite stellte H&amp;M eine Capsule-Kollektion mit dem New Yorker Label <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/h-m-stellt-kollaboration-mit-wardrobe-nyc-vor/2026062367344">Wardrobe.NYC</a> vor, das für zeitlose, kombinierbare Essentials steht; die Linie erscheint am 6. August. Beim Teleshopping-Sender QVC Deutschland bringt Laufsteg-Coach <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/qvc-deutschland-launcht-damenkollektion-mit-bruce-darnell/2026062467353">Bruce Darnell</a> eine eigene Damenkollektion heraus – mit Preisen zwischen 39,99 und 499,99 Euro und einem ersten Fernsehauftritt am 2. August.</p>
<h2>Personalien</h2>
<p>Bewegung gab es in den Kreativabteilungen gleich mehrerer Häuser. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/rabanne-creative-director-julien-dossena-geht-nach-13-jahren/2026062467357">Julien Dossena</a> verlässt Rabanne nach 13 Jahren; eine Nachfolge ist noch offen. Bei Moschino übernehmen die Sunnei-Gründer <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/moschino-sunnei-grunder-ubernehmen-creative-direction/2026062167302">Loris Messina und Simone Rizzo</a> mit sofortiger Wirkung die Kreativdirektion und folgen auf Adrian Appiolaza; ihr Debüt geben sie im September während der Mailänder Modewoche.</p>
<p>Versace und Geschäftsführer <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/versace-ohne-ceo-emmanuel-gintzburger/2026062467364">Emmanuel Gintzburger</a> gehen nach fast vier Jahren getrennte Wege. Der Abgang fällt in die Übergangsphase nach der Übernahme durch die Prada Group für 1,25 Milliarden Euro, in deren Zuge Pieter Mulier zum 1. Juli die kreative Leitung übernimmt.</p>
<p>Bei Mango verlässt Vertriebschef <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/mango-retail-chef-geht-und-bereich-wird-aufgeteilt/2026062467361">César de Vicente</a> das Unternehmen nach sechs Jahren; eine direkte Nachfolge ist nicht vorgesehen. Stattdessen richtet der spanische Konzern seine Einzelhandelsstruktur dezentral aus und stützt sie künftig auf acht Regionalleitungen, wobei Europa in eine nördliche und eine südliche Region geteilt wird.</p>
<p>Nike beruft <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/nike-beruft-neuen-finanzchef/2026062467350">David Denton</a> zum Finanzvorstand; der bisherige Pfizer-Manager tritt seinen Posten am 17. August an und soll die Turnaround-Strategie „Win Now“ stützen. Bei Marc Cain hat <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/patric-spethmann-der-ceo-der-marc-cain-in-die-zukunft-fuhrt/2026062367313">Patric Spethmann</a> Anfang Juni den Geschäftsführerposten übernommen, nachdem er sieben Jahre lang die operative Leitung bei Marc O’Polo verantwortet hatte.</p>
<h2>Einzelhandel</h2>
<p>Die Münsteraner Damenmode-Marke <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/villa-sophie-label-eroffnet-store-in-stuttgart/2026062367343">Villa Sophie Label</a> setzt ihre stationäre Expansion fort und eröffnete in der Stuttgarter Calwer Straße ihren sechsten Store. Das Ladenkonzept setzt auf helle Materialien, eine reduzierte Formsprache und eine integrierte Kaffeebar.</p>
<p>Die Rockband <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/system-of-a-down-eroffnet-fan-stores-von-stockholm-bis-dusseldorf/2026062367339">System of a Down</a> eröffnet entlang ihrer Europatournee Pop-up-Stores in fünf Städten von Stockholm bis Düsseldorf. Das Sortiment umfasst exklusives Merchandise sowie Fußballtrikots aus einer Kollaboration mit dem dänischen Sportartikler Hummel.</p>
<p>In Mailand bündelt <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/mode-kulinarik-und-kultur-die-neue-prada-galleria-in-mailand/2026062267321">Prada</a> Mode, Kulinarik und Kultur in der neuen Prada Galleria in der Galleria Vittorio Emanuele II. Der mehrstöckige Erlebnisraum mit Boutiquen, der Konditorei Marchesi 1824 und der Ausstellung „Pradasphere“ wird ab September für die Öffentlichkeit zugänglich sein.</p>
<h2>Messen</h2>
<p>Die <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/messen/pitti-bimbo-in-florenz-beweist-dass-ein-intimes-format-von-vorteil-ist/2026062667396">Pitti Bimbo</a> in Florenz zeigte in ihrer 103. Ausgabe, dass ein kleineres Format Vorteile haben kann. Statt einst mehr als 500 Aussteller:innen präsentierten sich rund 120 sorgfältig kuratierte Marken. Einkäufer:innen wie die der französischen Plattform Smallable lobten die Dynamik und entdeckten Neuheiten wie das chinesische Label Poco Blush.</p>
<p>Auf der Pariser Technologiemesse <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/messen/vivatech-2026-wie-generative-ki-von-modeexpert-innen-genutzt-wird/2026062267318">VivaTech</a> führten Unternehmen konkrete Anwendungen generativer Künstlicher Intelligenz in Mode und Kosmetik vor. Das Start-up Rebuilder AI generiert für Asics produktionsreife Schuhdesigns binnen Stunden statt Wochen, Sephora verknüpft die Beratung mit Sprachmodellen wie ChatGPT, und Dior entwickelt einen KI-Agenten zur Vorbereitung von Boutique-Besuchen.</p>
<h2>Kultur</h2>
<p>Zum 75-jährigen Jubiläum feiert sich <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/kultur/marimekko-feiert-75-jahriges-jubilaum-mit-ausstellung-in-japan/2026062267316">Marimekko</a> mit einer Ausstellung in Japan. Die finnische Marke zeigt ab 4. Juli in Tokio, Hiroshima und Nagasaki rund 70 ikonische Kleider, interaktive Installationen und eine neue Zusammenarbeit mit dem japanischen Designer Akira Minagawa.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/4cTHHBpdfK4GXKZR7hytWTQPkFORCRdtWj9mTLGCMbo/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjYvdnVpdHRvbi1tLXMyNy0wODgtMHJwZWw0ejktMjAyNi0wNi0yNi5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title> Kommt Galeria aus der Krise? So bewerten Fachleute die Lage</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/kommt-galeria-aus-der-krise-so-bewerten-fachleute-die-lage/2026062667393</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/kommt-galeria-aus-der-krise-so-bewerten-fachleute-die-lage/2026062667393</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 10:01:56 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/DYaLhFkebKiGKFm3AdJVPJNn-HxaJeL-n7HMCbKgSs4/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzAvaW1hZ2UtMjAyNDAxMjctMTEyODQwLTc0Ny12MzZ3MTV4Yi0yMDI0LTAxLTMwLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/RLjeBU0Uug8jWT5MP4mwGd06Chfh6W0MtpsRZtg_GQo/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzAvaW1hZ2UtMjAyNDAxMjctMTEyODQwLTc0Ny12MzZ3MTV4Yi0yMDI0LTAxLTMwLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/DYaLhFkebKiGKFm3AdJVPJNn-HxaJeL-n7HMCbKgSs4/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzAvaW1hZ2UtMjAyNDAxMjctMTEyODQwLTc0Ny12MzZ3MTV4Yi0yMDI0LTAxLTMwLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Galeria in Düsseldorf" title="Galeria in Düsseldorf"/>
  <figcaption>Galeria in Düsseldorf <em>Credits: FashionUnited</em></figcaption>
</figure>
<p>Nach wochenlangen Verhandlungen meldete Galeria am Donnerstag Vollzug: Die angeschlagene Warenhauskette bekommt einen <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/millionenkredit-fur-galeria-schliessungen-geplant/2026062567383">neuen Millionenkredit</a>. Im Gegenzug muss Galeria sich ein weiteres Mal sanieren - diesmal außerhalb einer Insolvenz. Geplant sind im Zuge dessen auch weitere Filialschließungen. Gelingt dem Unternehmen die Kehrtwende? Expert:innen beurteilen die Lage zwiespältig.</p>
<p>Die neue Kreditlinie entschärfe die existenzbedrohende Krise,
sagte Carsten Kortum, Handelsprofessor der Dualen Hochschule
Baden-Württemberg in Heilbronn. „Galeria gewinnt einige Monate Zeit.“</p>
<p>Ein großer Teil des Geldes werde jedoch nicht in die Zukunft des
Unternehmens fließen, sondern nur bestehende Verpflichtungen
bedienen, wie die Ablösung bisheriger Kredite. Damit blieben keine
Finanzmittel für echte Investitionen in Filialen oder Digitalisierung
übrig.</p>
<p>Kortum kritisierte zudem die Eigentümer. Nötige Mittel seien
nicht zur Verfügung gestellt worden. „Die letzten und derzeitigen
Eigentümer hatten alle ihre eigene Agenda, aber nie die des
Unternehmens im Blick. Damit setzt sich die jahrelange Misere fort.“</p>
<h2>Etwa 30 Filialen gelten als Wackelkandidaten</h2>
<p>Die neue Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro stellt die
US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers bereit. Laut Galeria
verschafft sie dem Unternehmen den Spielraum für die notwendige
Transformation. Das Geld ist an einen Sanierungsplan geknüpft, der
weitere Einschnitte vorsieht. Ziel ist ein optimiertes und
profitables Warenhausnetz, teilte der Konzern mit.</p>
<p>Dazu will Galeria mit Vermieter:innen über die Mietkonditionen
verhandeln. Wie viele Filialen weiterbetrieben werden, ist noch
offen. Nach Informationen der dpa gelten etwa 30 der 83 Warenhäuser
als Wackelkandidaten und sollen besonders gründlich geprüft werden.</p>
<p>Entscheidend sei die Konzentration auf tragfähige Standorte,
sagte Johannes Berentzen von der Handelsberatung BBE. Galeria
kündigte auch eine strategische Neuausrichtung an. Ein Kriterium für
eine erfolgreiche Zukunft sei die Schärfung des Sortiments auf
Kernkategorien, die die Kund:innenfrequenz erhöhten. „Wenn das gelingt,
hat das Warenhaus als Format durchaus eine Zukunft“, so Berentzen.</p>
<h2>Experte: Bedeutung des Warenhauses hat stark abgenommen</h2>
<p>Boris Hedde, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts IFH
Köln, äußerte Zweifel. Von einer Rettung will er nicht sprechen. Eine
Kreditlinie ergebe noch kein belastbares Geschäftsmodell. „Die
Bedeutung des Warenhauses als Einkaufstätte für Konsument:innen hat in
Deutschland über die Jahrzehnte deutlich abgenommen.&quot; Hinzu komme die
starke Kaufzurückhaltung der Verbraucher:innen. Die Aussichten blieben
daher gedämpft.</p>
<p>Marcel Schäuble, Landesfachbereichsleiter Handel bei Verdi
Hessen, bezeichnete den Kredit als gute Nachricht. Damit sei der
Fortbestand des Unternehmens finanziell abgesichert. Die Ursachen der
Krise seien jedoch nicht behoben, es gebe nach wie vor kein
tragfähiges Zukunftskonzept. Leidtragende seien erneut die
Beschäftigten, die um ihren Arbeitsplatz bangen müssten.</p>
<p>Verdi-Vorstandsmitglied Silke Zimmer erklärte: „Für die
Beschäftigten ist das eine extreme Belastung, ständig neue Gerüchte
über Schließungen und Jobabbau hören und lesen zu müssen.“ Das
Management müsse für Klarheit sorgen und rasch Antworten geben.</p>
<h2>Beetz: &quot;Ich glaube an Galeria&quot;</h2>
<p>Die Galeria-Geschäftsführer Tilo Hellenbock und Norman Krotten
richteten sich am Donnerstagabend in einer E-Mail an die Belegschaft.
„Wir danken euch für eure Treue und den zweifellos starken Einsatz in
den vergangenen Wochen und Monaten für Galeria und für unsere
Kundinnen und Kunden“, schrieben sie. In der kommenden Woche sollen
die Führungskräfte auf einer Tagung über die Neuausrichtung
informiert werden. Eine Anfrage an den Gesamtbetriebsrat blieb
zunächst unbeantwortet.</p>
<p>Auch Bernd Beetz, Mit-Eigentümer der Warenhauskette, meldete sich
am Donnerstag zu Wort. „Sass es für Galeria weitergeht, erleichtert
mich.“ Die Beschäftigten und ihre Familien hätten in den vergangenen
Monaten wieder mit großen Unsicherheiten umgehen müssen. Die Lage
bleibe weiter angespannt. Dennoch betonte er: „Ich glaube an
Galeria.“</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/DkshXEaBzPtjXVfB1yAv7G6gtSDZGSg7OOdpcKcw2po/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzAvaW1hZ2UtMjAyNDAxMjctMTEyODQwLTc0Ny12MzZ3MTV4Yi0yMDI0LTAxLTMwLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Swatch verklagt Samsung auf 170 Millionen US-Dollar wegen kopierter Uhrendesigns</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/swatch-verklagt-samsung-auf-170-millionen-us-dollar-wegen-kopierter-uhrendesigns/2026062667394</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/swatch-verklagt-samsung-auf-170-millionen-us-dollar-wegen-kopierter-uhrendesigns/2026062667394</guid><author>news@fashionunited.com (Alicia Reyes Sarmiento)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 09:38:58 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/VbZ3Xy1oAqp5s6fXz7E1PTlsr6bB1AleGnrD7NUNciU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDMvMjQvdW5uYW1lZC01OC1paXYzcXFlYS0yMDI1LTAzLTI0LmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/PFR98qN1fwpPZ2jPEue9nnPbUxvx6ouTbIN9QT-jlSo/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDMvMjQvdW5uYW1lZC01OC1paXYzcXFlYS0yMDI1LTAzLTI0LmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/VbZ3Xy1oAqp5s6fXz7E1PTlsr6bB1AleGnrD7NUNciU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDMvMjQvdW5uYW1lZC01OC1paXYzcXFlYS0yMDI1LTAzLTI0LmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Bild: Swatch" title="Bild: Swatch"/>
  <figcaption><em>Bild: Swatch</em></figcaption>
</figure>
<p>Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch hat vor dem High Court in London ein Gerichtsverfahren gegen Samsung eingeleitet. Das Unternehmen fordert eine Entschädigung von 170 Millionen US-Dollar für den Vertrieb von 26 digitalen Zifferblatt-Anwendungen. Laut Swatch sollen diese die Designs seiner bekanntesten Marken unerlaubt reproduziert haben.</p>
<p>Die betreffenden Anwendungen standen im Galaxy App Store von Samsung zum Download bereit. Sie imitierten das visuelle Erscheinungsbild von Uhren der Marken Omega, Tissot und Breguet, die alle zum Schweizer Konzern gehören. Swatch schätzt, dass die Anwendungen im Vereinigten Königreich und in der Europäischen Union etwa 160.000 Mal heruntergeladen wurden. Der strittige Zeitraum erstreckt sich von Oktober 2015 bis Februar 2019.</p>
<h2>Vorherige Verurteilung und Bemessung des Schadensersatzes</h2>
<p>Das Londoner Gericht hatte bereits 2022 entschieden, dass Samsung für die Markenrechtsverletzungen verantwortlich ist, obwohl die Anwendungen von Dritten entwickelt wurden. Das Urteil stellte fest, dass der südkoreanische Konzern den Überprüfungs- und Vermarktungsprozess der Apps in seinem Store kontrollierte und ihn somit direkt verantwortlich machte. Samsung legte gegen diese Entscheidung Berufung ein, doch das Berufungsgericht bestätigte das Urteil Ende 2023.</p>
<p>Im aktuellen Verfahren geht es um die Festlegung der Entschädigungssumme. Da die Klage vor dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union eingereicht wurde, wird das Urteil Auswirkungen auf den gesamten EU-Markt haben. Parallel dazu wurden auch in den Vereinigten Staaten Verfahren eingeleitet, die jedoch bis zur Entscheidung in London ausgesetzt sind.</p>
<h2>Samsung weist die geforderte Summe zurück</h2>
<p>Die Anwält:innen von Samsung bezeichneten die Forderung als „übertrieben“ und „realitätsfern“. Sie argumentierten, Swatch habe keine tatsächlichen Verluste erlitten und das südkoreanische Unternehmen habe keinen nennenswerten Gewinn aus der Angelegenheit gezogen. Der:die Richter:in wird zu einem späteren Zeitpunkt über die Entschädigung entscheiden.</p>
<p>Der Rechtsstreit kommt für Swatch zu einem heiklen Zeitpunkt. Der Schweizer Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen Rückgang des Nettogewinns um 88,6 Prozent auf 25 Millionen Schweizer Franken, verglichen mit 219 Millionen im Jahr 2024. Das Jahr war von Zöllen und einer schwachen globalen Nachfrage geprägt.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/nrmt2tc4NxlQL-W_2HOEisw-_q7Y_V1YOsvdQSsvOg0/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDMvMjQvdW5uYW1lZC01OC1paXYzcXFlYS0yMDI1LTAzLTI0LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>ANWR Group richtet sich auf den Strukturwandel im Handel aus</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/anwr-group-richtet-sich-auf-den-strukturwandel-im-handel-aus/2026062667391</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/anwr-group-richtet-sich-auf-den-strukturwandel-im-handel-aus/2026062667391</guid><author>news@fashionunited.com (Jule Scott)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 08:18:42 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption>Gebäude der ANWR Group in Mainhausen <em>Credits: ANWR Group </em></figcaption>
</figure>
<p>Die ANWR Group hat das <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/anwr-group-meldet-kleines-plus-beim-geschaftsvolumen/2026051266706">Geschäftsjahr 2025</a> trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.</p>
<p>Der Konzern erzielte 2025 Umsatzerlöse von 626 Millionen Euro, teilte die in Mainhausen ansässige Verbundgruppe am Freitag mit. Das Zentralregulierungsgeschäft, wichtigste Ertragsquelle der Unternehmensgruppe, wuchs um zwei Prozent auf 226 Millionen Euro. Das gesamte Abrechnungsvolumen erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 7,1 Millionen Euro über den eigenen Erwartungen. Mehr als 13 Millionen Euro investierte die ANWR Group nach eigenen Angaben in Digitalisierung, Immobilien und Infrastruktur. Auch die Genossenschaft selbst schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von 3,1 Millionen Euro ab.</p>
<p>Die Mitglieder der Verbundgruppe beschlossen auf der Generalversammlung in Mainhausen eine Dividende von 15 Prozent auf ihre Geschäftsguthaben. „Dieser Vorschlag unterstreicht unsere Einschätzung zur Solidität der ANWR GROUP und unsere Zuversicht, die anstehenden Herausforderungen gemeinsam mit unseren Mitgliedern zu lösen“, sagte CEO Frank Schuffelen zur beschlossenen Dividende. Gleichzeitig kündigte die Unternehmensgruppe an, ihren Investitionskurs in Digitalisierung, Datenkompetenz und Künstliche Intelligenz fortzusetzen.</p>
<h2>Schuhhandel bleibt das Sorgenkind</h2>
<p>Während die Finanzkennzahlen Stabilität signalisieren, bleibt die Lage im Handel angespannt. Besonders der Schuhfachhandel steht weiterhin unter Druck. Nach einem flächenbereinigten Umsatzrückgang von 4,6 Prozent im Jahr 2025 lagen die Umsätze im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben der ANWR Group weitere 5,8 Prozent unter Vorjahr. Vor allem im Frühjahr habe eine ausgeprägte Kaufzurückhaltung den Markt belastet.</p>
<p>Ein anderes Bild zeigt sich im Sportfachhandel. Die ANWR-Tochter Sport 2000 entwickelte sich 2025 nach Unternehmensangaben überdurchschnittlich. Das Zentralregulierungsvolumen stieg in Deutschland um 15 Prozent, international um 9,1 Prozent. Als Gründe nannte CCO Tobias Eichmeier unter anderem höhere Margen, effizientere Prozesse und eine klare Positionierung der Händler:innen.</p>
<h2>Wandel erfordert neue Unterstützung</h2>
<p>Für Schuffelen sind die aktuellen Herausforderungen Ausdruck eines grundlegenden Strukturwandels im Handel. „Die Rahmenbedingungen haben sich nicht nur vorübergehend verändert – sie verändern sich strukturell, grundlegend und nachhaltig“, sagte er. Geopolitische Unsicherheiten, eine schwache Konsumstimmung, steigende Kosten sowie ein verändertes Kaufverhalten verlangten neue Antworten.</p>
<p>Diese sieht die Gruppe vor allem im Ausbau ihrer Service- und Technologieangebote. Händler:innen sollen verstärkt mit Datenanalysen, digitalen Plattformen, Finanzierungsleistungen und Beratung unterstützt werden. Ziel sei es, die Erfahrungen der rund 4.500 angeschlossenen Handelsunternehmen besser zu vernetzen und nutzbar zu machen.</p>
<p>Ein Schwerpunkt liegt dabei auf digitalen Lösungen. Mit dem KI-Assistenten „Anni“ stellt die Verbundgruppe ihren Mitgliedern ein Werkzeug für Informationen und Analysen in Echtzeit zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch die digitale Lernplattform Retail Beats Academy.</p>
<p>Parallel wurde die Datenbasis für die betriebswirtschaftliche Beratung erweitert und die Organisation der ANWR Media neu ausgerichtet. „Wir denken Prozesse zunehmend vom Anfang bis zum Ende – ohne Silos und ohne Insellösungen. Das ist eine zentrale Voraussetzung dafür, künftig schneller, effizienter und einfacher arbeiten zu können“, sagte CDO Martona Novotny.
Verhaltener Ausblick auf 2026</p>
<p>Für das laufende Jahr rechnet die Verbundgruppe weiterhin mit anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Während sich die Geschäftsfelder Sport und Lederwaren positiv entwickeln, bleibt der Schuhmarkt nach Unternehmensangaben deutlich unter Vorjahresniveau. Den eingeschlagenen Investitionskurs will die Unternehmensgruppe dennoch fortsetzen. „Stillstand ist heute das größte Risiko. Deshalb investieren wir konsequent in die Zukunftsfähigkeit unserer Mitglieder und unserer Genossenschaft“, sagte Schuffelen.</p>
<p>Im Rahmen der Generalversammlung bestätigten die Mitglieder zudem Christian Bode, Britta Goertz, Franz Herrlein und Claude Steinmetz für eine weitere Amtszeit von drei Jahren im Aufsichtsrat.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/c0nO6C-033uNGhaI_BMpMKMEfluUlDTU4uthmXuQglw/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDcvMTIvYW53ci1ncm91cC1tYWluaGF1c2VuLTA4LTIwMTEtMS0xLW1lZGl1bS1sdGttNWJicy0yMDIzLTA3LTEyLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Götze-Video, Banner in USA: Nike deutet neues DFB-Trikot an</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/gotze-video-banner-in-usa-nike-deutet-neues-dfb-trikot-an/2026062667385</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/gotze-video-banner-in-usa-nike-deutet-neues-dfb-trikot-an/2026062667385</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 06:44:59 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/uWUqBWQmEzpVHOZYGBxPqs_UIICDQ5ITq-y6lXnsGOU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMDcvbmlrZS1iZXJsaW4tbnFmYTd6NDYtMjAyNi0wNC0wNy5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/damKMt39JQsJsbJzOPkRBG5JRHgql40a7CWK1lKETkU/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMDcvbmlrZS1iZXJsaW4tbnFmYTd6NDYtMjAyNi0wNC0wNy5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/uWUqBWQmEzpVHOZYGBxPqs_UIICDQ5ITq-y6lXnsGOU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMDcvbmlrZS1iZXJsaW4tbnFmYTd6NDYtMjAyNi0wNC0wNy5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Der Flagship-Store von Nike an der Berliner Tauentzienstraße" title="Der Flagship-Store von Nike an der Berliner Tauentzienstraße"/>
  <figcaption>Der Flagship-Store von Nike an der Berliner Tauentzienstraße  <em>Credits: Nike</em></figcaption>
</figure>
<p>Zwei Botschaften, viele Pixel, ein Verdacht: Gibt Nike schon einen Vorgeschmack aufs neue Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft? Mit einem Video von Mario Götze und einem Banner in New Jersey hat der US-Konzern Andeutungen auf das erste Nike-Trikot für den DFB gemacht. Der WM-Finaltorschütze von 2014, der bei Nike unter Vertrag steht, packte in einer
Instagram-Story ein Paket mit Nike-Emblem aus und zeigte dann ein weißes Trikot mit schwarzem Kragen, das allerdings stark verpixelt und damit nicht richtig zu erkennen war.</p>
<h2>&quot;Hello New Jersey&quot; heißt auch &quot;Hallo neues Trikot&quot;</h2>
<p>Ab 2027 werden die deutschen Nationalteams von Nike ausgestattet.
Die &quot;Bild&quot; zeigte darüber hinaus ein Foto von einem Banner in New
Jersey, das DFB-Star Jamal Musiala mit einem ebenfalls stark
verpixelten weißen Trikot mit schwarzem Kragen zeigte. Der Titel des
Banners, der den Angaben zufolge am Donnerstag von einem Boot gezogen
wurde und auch den Nike-Swoosh enthielt: &quot;Hello New Jersey&quot;,
übersetzt also nicht nur ein Gruß an New Jersey, sondern auch ein
&quot;Hallo neues Trikot&quot;.</p>
<p>Bei dieser WM stattet zum vorerst letzten Mal Adidas nach jahrzehntelanger Partnerschaft die deutsche Nationalmannschaft mit Trikots aus - sie waren auch bei diesem Turnier ein Verkaufsschlager. Er schätze, dass in Summe mehr als drei Millionen Deutschland-Jerseys verkauft würden, sagte Adidas-Vorstandschef Björn Gulden bei einer Medienrunde in New York. Man verkaufe dreimal so viele DFB-Trikots wie noch bei der WM in Katar vor vier Jahren. Das sei ein Rekordwert.</p>
<p>Bei künftigen Turnieren will dann Nike mit seinen DFB-Trikots ähnliche Verkaufserfolge erzielen.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/TeaVcGiOsdU-FM8EkdzrL3pN44atNdLnkXNDLOuxW48/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMDcvbmlrZS1iZXJsaW4tbnFmYTd6NDYtMjAyNi0wNC0wNy5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Finanzaufsichtsbehörde Bafin prüft Zalando-Abschluss wegen möglicher Verstöße</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/finanzaufsichtsbehorde-bafin-pruft-zalando-abschluss-wegen-moglicher-verstosse/2026062667384</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/finanzaufsichtsbehorde-bafin-pruft-zalando-abschluss-wegen-moglicher-verstosse/2026062667384</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 06:42:20 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/-GO1RNZI4ZIyhWWVdeIj40aFmco8S_piWKl_v8sICDI/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDkvMjUvemFsYW5kby1ocS1iN3RsM2w5ay0yMDI0LTA5LTI1LmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/37r40q8WyS0eqKmPN7qyzzc9Jl3cZ4MqMuuUiz7QL0I/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDkvMjUvemFsYW5kby1ocS1iN3RsM2w5ay0yMDI0LTA5LTI1LmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/-GO1RNZI4ZIyhWWVdeIj40aFmco8S_piWKl_v8sICDI/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDkvMjUvemFsYW5kby1ocS1iN3RsM2w5ay0yMDI0LTA5LTI1LmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Die Firmenzentrale von Zalando in Berlin" title="Die Firmenzentrale von Zalando in Berlin"/>
  <figcaption>Die Firmenzentrale von Zalando in Berlin <em>Credits: Zalando SE</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat bei Zalando eine Prüfung des Konzernabschlusses und des zugehörigen Lageberichts eingeleitet. Es liegen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Dax-Konzern gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Freitag in Bonn und Frankfurt mitteilte. Bei der Aktie sorgte dies am Morgen für einen deutlichen Kursrutsch.</p>
<p>Die möglichen Verstöße stehen den Angaben zufolge im Kontext der
About-You-Übernahme. Zalando habe im Anhang des Konzernabschlusses
Angaben zu einer Transaktion mit einem nahestehenden Unternehmen im
Rahmen des Erwerbs der Modeplattform About You möglicherweise
fehlerhaft unterlassen.</p>
<p>Zalando steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit der
Bafin. Der Online-Modehändler teilte mit: &quot;Nach Einschätzung der
Zalando SE handelt es sich um einen rein formellen, aber materiell
unwesentlichen Aspekt in den Anhangsangaben.&quot; Alle relevanten
Informationen zum Erwerb der About-You-Anteile seien vollständig
öffentlich zugänglich gewesen.</p>
<p>An der Börse kam die Bafin-Untersuchung nicht gut an. Für die
Zalando-Aktie ging es zuletzt um rund fünf Prozent abwärts auf 25,29
Euro. Damit notierte sie auf dem letzten Platz im Dax. Der gute Lauf
der Aktie dürfte nun zunächst beendet sein. Vom Tief von Mitte Mai
hatten sich die Papiere um mehr als 40 Prozent erholt und am Vortag
den höchsten Stand seit Mitte Oktober erreicht.</p>
<p>Für Analyst Andrew Ross von der britische Investmentbank Barclays
hat die Bafin mit ihrer Prüfung der Konzernbilanz eine wenig
hilfreiche Schlagzeile geliefert. Basisszenario bleibe, dass es sich
um ein lösbares Problem handle. Bis zum Ergebnis der Prüfung bleibe
sie aber eine Belastung für die Aktien.</p>
<p>Richard Edwards von Goldman Sachs wies darauf hin, dass der
Onlinehändler die Bilanzprüfung als rein formell bezeichnet habe, und
keine Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung erwarte.</p>
<p>Zalando hatte About You im Sommer 2025 übernommen. Durch die
Integration will das Management 2026 Synergien von 40 Millionen Euro
erzielen. 2028 sollen sie sich dann auf 100 Millionen Euro pro Jahr
belaufen. Mit About You will Zalando stärker Modetrends aufgreifen
und dabei verstärkt auf Influencer setzen.</p>
<p>Anfang Januar hatte Zalando die Schließung seines
Logistikzentrums in Erfurt mit 2.700 Beschäftigten angekündigt. Es
ist eines von vier Logistikzentren in Europa, die im Zuge der
Übernahme von About You geschlossen werden sollen. Die Schließung in
Erfurt wurde von der Thüringer Landespolitik kritisiert.</p>
<p>Für 2026 peilt Zalando ein Wachstum des Bruttowarenvolumens (GMV)
und der Erlöse um 12 bis 17 Prozent an. Beim bereinigten operativen
Gewinn (Ebit) wird ein Anstieg auf 660 bis 740 Millionen Euro
erwartet. 2025 verbuchte Zalando einen Umsatz von 12,3 Milliarden
Euro. Das Bruttowarenvolumen lag bei 17,6 Milliarden Euro. Operativ
wurden bereinigt 591 Millionen Euro verdient.</p>
<p>Mittelfristig strebt der Online-Händler für 2028 eine
durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 8 bis 13 Prozent
für Bruttowarenvolumen und Umsatz an sowie eine bereinigte operative
Marge von 6 bis 8 Prozent.</p>
<p><em>Anm. d. Red.: Dieser Artikel wurde am 26. Juni um 11.11 Uhr mit weiteren Informationen aktualisiert. </em></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/OySCcI8LA-HDN4ZloJOtWfY2VqhXofo64caVKJFWNsU/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDkvMjUvemFsYW5kby1ocS1iN3RsM2w5ay0yMDI0LTA5LTI1LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Millionenkredit für Galeria – Schließungen geplant</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/millionenkredit-fur-galeria-schliessungen-geplant/2026062567383</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/millionenkredit-fur-galeria-schliessungen-geplant/2026062567383</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 25 Jun 2026 18:18:51 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/yoKYMKbDanLY2G3XnBQpnFc4NsAA7qIbuxS7IlI-oPk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTAvMjEvdGVtcGltYWdla2pyZHllLWZ6bXg1ZnAyLTIwMjQtMDQtMTctOW9nenpzZ2gtMjAyNS0xMC0yMS5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/aCyf0szovb8oGue1E2SgJT8CEbfnN7nA96VuCzy5Xcc/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTAvMjEvdGVtcGltYWdla2pyZHllLWZ6bXg1ZnAyLTIwMjQtMDQtMTctOW9nenpzZ2gtMjAyNS0xMC0yMS5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/yoKYMKbDanLY2G3XnBQpnFc4NsAA7qIbuxS7IlI-oPk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTAvMjEvdGVtcGltYWdla2pyZHllLWZ6bXg1ZnAyLTIwMjQtMDQtMTctOW9nenpzZ2gtMjAyNS0xMC0yMS5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Galeria-Store in Hannover" title="Galeria-Store in Hannover"/>
  <figcaption>Galeria-Store in Hannover  <em>Credits: Ole Spötter für FashionUnited</em></figcaption>
</figure>
<p>Galeria verschafft sich Luft: Die angeschlagene Warenhauskette erhält eine neue Kreditfinanzierung von
bis zu 160 Millionen Euro. Das sagte eine Sprecherin am Donnerstag
der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Nach dpa-Informationen
sind zugleich weitere Filialschließungen vorgesehen.</p>
<p>Die Kreditlinie stellt die US-Investmentgesellschaft Gordon
Brothers bereit, abgesichert durch die Ware von Galeria. Die
Verhandlungen zogen sich über Wochen hin. Voraussetzung für die
Zusage war ein von der Unternehmensberatung AlixPartners erstelltes
Gutachten zur wirtschaftlichen Lage von Galeria. Zuvor hatten auch
das &quot;Handelsblatt&quot; und die &quot;Wirtschaftswoche&quot; über den neuen Kredit
berichtet.</p>
<p>Das Geld ist an einen auf drei Jahre angelegten Sanierungsplan
geknüpft, der jetzt umgesetzt werden soll. Der Einzelhändler will
dabei unter anderem prüfen, welche Standorte rentabel sind, und mit
Vermietern über Mietsenkungen sowie flexiblere Konditionen
verhandeln. &quot;Wir durchleuchten das gesamte Filialnetz, denn jedes
Haus soll künftig wirtschaftlich tragfähig sein&quot;, sagt
Galeria-Geschäftsführer Tilo Hellenbock. Als Grund für die Maßnahmen
nennt das Unternehmen unter anderem das anhaltend schwache
Konsumklima im stationären Einzelhandel.</p>
<h2>Bestehender Kredit soll abgelöst werden</h2>
<p>Etwa 30 der derzeit 83 Warenhäuser gelten als Wackelkandidaten
und sollen besonders gründlich in den Blick genommen werden. Galeria
dürfte in drei Jahren ein deutlich kleineres Filialnetz haben - das
sagten Beteiligte, die über die Pläne informiert sind, der dpa.
Hellenbock zufolge wird allerdings auch in Betracht gezogen, an
früheren Standorten wieder Filialen zu eröffnen.</p>
<p>Unklar ist, wie viel von dem neuen Geld für Investitionen, zum
Beispiel in die Filialen, übrig bleibt. Zunächst soll ein Kredit des
Minderheitsgesellschafters Bain Capital abgelöst werden. Dem
Vernehmen nach geht es dabei um etwa 80 Millionen Euro.</p>
<p>Hinzu kommen noch ausstehende Mietzahlungen. Mehrere Vermieter
hatten zuletzt beklagt, dass Mieten von Galeria gar nicht oder nur
teilweise gezahlt wurden. Das Unternehmen begründete dies mit
Liquiditätsschwankungen und räumte ein, die Vermieter um eine
Stundung gebeten zu haben. Ein Eigentümer sagte der dpa, die offenen
Positionen seien inzwischen beglichen. Andernorts hieß es hingegen,
noch zwei Monatsmieten seien offen.</p>
<p>Zudem wird Geld benötigt, um Ware für die Herbst- und
Wintersaison zu bestellen. Zuletzt bemühte sich Galeria mit großen
Rabattaktionen darum, die Umsätze anzukurbeln.</p>
<h2>Drei Insolvenzen innerhalb von vier Jahren</h2>
<p>Weitere Filialschließungen könnten erhebliche zusätzliche Kosten
verursachen, etwa für Sozialpläne und Abfindungen für Beschäftigte
sowie Entschädigungszahlungen an Vermieter. Bereits im März hatte die
Handelskette angekündigt, die Mietverträge von acht Filialen neu
verhandeln zu wollen. Schließungen seien nicht ausgeschlossen, hieß
es schon damals.</p>
<p>Galeria beschäftigt rund 12.000 Menschen. Anfang 2024 hatte der
Konzern zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz
angemeldet. Grund dafür war unter anderem die finanzielle Schieflage
des Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden neun Standorte
geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft
NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz. Nach
Verhandlungen mit den Vermietern konnte die Kette ihre Mietbelastung
deutlich senken.</p>
<p>Beetz sagte, für Galeria könne es &quot;nach der Kreditzusage zunächst
einmal weitergehen, doch die Lage bleibt weiter angespannt&quot;. Die
Rahmenbedingungen seien für die Warenhauskette im vergangenen Jahr
&quot;besonders ungünstig&quot; gewesen. &quot;Wir haben jetzt den kurzfristigen
Fortbestand gesichert, aber wir wollen auch eine langfristige und
belastbare Zukunftsperspektive schaffen&quot;, fügt der Miteigentümer
hinzu.</p>
<p>Gordon Brothers ist im Kosmos des Unternehmens kein unbekannter
Name. Der Investor organisierte vor Jahren den Abverkauf in Kaufhof-
und Karstadt-Filialen vor deren Schließung</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/J765IhsORRGU5UoDqqKoAAKBmHUegqptxIbKAyuIyRQ/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTAvMjEvdGVtcGltYWdla2pyZHllLWZ6bXg1ZnAyLTIwMjQtMDQtMTctOW9nenpzZ2gtMjAyNS0xMC0yMS5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Luxus schwächelt – vor allem in Europa</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/luxus-schwachelt-vor-allem-in-europa/2026062567378</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/luxus-schwachelt-vor-allem-in-europa/2026062567378</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 25 Jun 2026 12:04:54 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption>Ein Passant steht vor einem Store der Luxusmarke Louis Vuitton.  <em>Credits: Dyana Wing So / Unsplash</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Luxusgüterindustrie hat einen schwachen Start ins Jahr erwischt.</p>
<p>Die weltweiten Umsätze im ersten Quartal sanken um 3 bis 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie aus
einer Studie der Unternehmensberatung Bain zusammen mit dem
italienischen Luxusgüterverband Fondazione Altagamma hervorgeht.</p>
<p>Schon 2025 war der Markt für persönliche Luxusgüter leicht auf 358
Milliarden Euro geschrumpft. Es war der zweite Rückgang in Folge.
2026 rechnet die Studie trotz des schwachen Starts aber mit einem
Wachstum auf 365 bis 373 Milliarden Euro. Nimmt man den weiter
gefassten Begriff der Luxusausgaben, zu denen auch Reisen oder
Erlebnisse zählen, geht es sogar um 1,44 bis 1,47 Billionen Euro. Im
Vergleich zu 2025 würde dies eine Stagnation oder ein leichtes
Wachstum bedeuten.</p>
<p>Der Luxus-Markt entwickelt sich derzeit allerdings je nach Region
sehr unterschiedlich. Während es in Amerika einen deutlichen Anstieg
gibt, zeigt China eine vorsichtige Erholung. Europa wiederum
schwächelt – auch deswegen, weil in den ersten Monaten des Jahres
deutlich weniger zahlungskräftige Kunden aus dem Ausland,
insbesondere aus dem Nahen Osten, kamen. Hier gibt es aber Anzeichen
für eine Verbesserung.</p>
<p>Gut läuft zurzeit Schmuck. Kosmetik, Lederprodukte und Schuhe stehen
dagegen unter Druck.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/ipzWZFv2NmyyOrtuRtMqz0Q_lcuDJDQ0OmgtO4yZDpM/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZHlhbmEtd2luZy1zby1wYWZtNWZxMWRyay11bnNwbGFzaC14cm1wdWEzbi0yMDI2LTA2LTIyLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Tausende Tonnen Textilmüll illegal in Türkei gebracht</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/tausende-tonnen-textilmull-illegal-in-turkei-gebracht/2026062567377</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/tausende-tonnen-textilmull-illegal-in-turkei-gebracht/2026062567377</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 25 Jun 2026 12:02:56 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/IlTPm4zu9eNigZ28kCQNuSa3DXonG4u3saE9EmPFZVE/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDgvMDgvcmVzaWR1b3MtdGV4aXRsZXMtY2hpbGUtcG0zOWNrd3ktMjAyNC0wOC0wOC5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/DBq5DUIZKorjuTYKKFi0_ciLG8txngoV_6i0GcHC9Jc/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDgvMDgvcmVzaWR1b3MtdGV4aXRsZXMtY2hpbGUtcG0zOWNrd3ktMjAyNC0wOC0wOC5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/IlTPm4zu9eNigZ28kCQNuSa3DXonG4u3saE9EmPFZVE/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDgvMDgvcmVzaWR1b3MtdGV4aXRsZXMtY2hpbGUtcG0zOWNrd3ktMjAyNC0wOC0wOC5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Bild zur Visualisierung" title="Bild zur Visualisierung"/>
  <figcaption>Bild zur Visualisierung  <em>Credits: Martin Bernetti / AFP.</em></figcaption>
</figure>
<p>Ermittler:innen haben einen groß angelegten illegalen Export von Textilabfällen von Italien in die Türkei aufgedeckt.</p>
<p>Nach Angaben des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung (Olaf) mit Sitz
in Brüssel wurden mehrere tausend Tonnen Textilmüll sichergestellt.
In Italien beschlagnahmten die Behörden zudem Vermögenswerte in Höhe
von rund zwölf Millionen Euro.</p>
<p>Bei den Abfällen handelt es sich nach Angaben der EU-Behörde um
schwer recycelbare Textilien mit hohem Anteil an Acrylfasern, die
nicht biologisch abbaubar sind und bis zu 200 Jahre in der Umwelt
verbleiben können. Um teure Recycling- und Umweltauflagen zu umgehen,
sollen die Lieferungen fälschlicherweise als wiederverwertbares
Material deklariert worden sein.</p>
<p>Die Lieferungen in die Türkei sollen Teil eines deutlich größeren
Systems gewesen sein. Nach Angaben der italienischen Carabinieri
steht dahinter ein mutmaßliches Netzwerk, das insgesamt mehr als
26.000 Tonnen Textilabfälle illegal entsorgt und gelagert haben soll.
Gegen 20 Personen wird ermittelt.</p>
<p>Gemeinsam mit italienischen Carabinieri und türkischen Behörden
identifizierte die Olaf-Behörde verdächtige Transporte anhand von
Handels- und Zolldaten. In der Türkei wurden daraufhin mehrere
Lieferungen kontrolliert. Nach Angaben der Behörde wurden dabei rund
4.200 Tonnen Textilabfälle sichergestellt.</p>
<p>Der Fall betrifft einen Bereich, der in der EU zunehmend im Fokus
steht. Nach Angaben der EU-Behörde fallen Millionen Tonnen
Textilabfälle an, von denen aber nur ein Teil recycelt wird. Seit
Ende 2025 gelten strengere Regeln für die Behandlung und den Export
von Textilien. Damit soll verhindert werden, dass Abfall als
wiederverwertbare Ware deklariert und ins Ausland geschafft wird.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/Dq-skUQvlpRdxIVWs-LqOs_pXCZBaCZxlEB6y1WWgPA/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDgvMDgvcmVzaWR1b3MtdGV4aXRsZXMtY2hpbGUtcG0zOWNrd3ktMjAyNC0wOC0wOC5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Frasers Group bleibt bei Übernahmeangebot für Hugo Boss stur</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/frasers-group-bleibt-bei-ubernahmeangebot-fur-hugo-boss-stur/2026062567376</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/frasers-group-bleibt-bei-ubernahmeangebot-fur-hugo-boss-stur/2026062567376</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 25 Jun 2026 12:00:13 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/O05PnmVndR95ooazaXo7Sx1g51auNp8PSNN8sVUDCx0/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMTYvaHVnby1ib3NzLXNob3dyb29tcy1tZXR6aW5nZW4tbTBkdzhjaXgtMjAyNS0xMi0xNi5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/RpjIvduUZM0hThMSqQZzNmp8bAIzqJk7p-88jnDMbB8/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMTYvaHVnby1ib3NzLXNob3dyb29tcy1tZXR6aW5nZW4tbTBkdzhjaXgtMjAyNS0xMi0xNi5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/O05PnmVndR95ooazaXo7Sx1g51auNp8PSNN8sVUDCx0/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMTYvaHVnby1ib3NzLXNob3dyb29tcy1tZXR6aW5nZW4tbTBkdzhjaXgtMjAyNS0xMi0xNi5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Showroom von Hugo Boss in Metzingen" title="Showroom von Hugo Boss in Metzingen"/>
  <figcaption>Showroom von Hugo Boss in Metzingen <em>Credits: Hugo Boss AG</em></figcaption>
</figure>
<p>Im Übernahmepoker um Hugo Boss wird der Großaktionär Frasers Group sein Angebot nicht erhöhen. Das teilte das Unternehmen in London mit. Die Briten
versuchen seit Mitte Juni, im Zuge eines freiwilligen öffentlichen
Angebots das Ruder bei den Schwaben zu übernehmen. Sie bieten <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/frasers-kundigt-ubernahmeangebot-fur-hugo-boss-in-hohe-von-2-milliarden-euro-an/2026061067143">38 Euro
je Anteilsschein</a>. Frasers ist ein Einzelhandelskonglomerat, hinter
dem der Unternehmer Mike Ashley steckt. An Hugo Boss ist die Gruppe
früheren Angaben zufolge mit gut 26 Prozent direkt beteiligt. Die
Aktie von Hugo Boss reagierte kaum auf die Aussage und notiert am
Donnerstagmittag mit 37,72 Euro unter dem Angebotspreis.</p>
<p>Hugo Boss war über den Vorstoß des Großaktionärs Mitte Juni nach
eigenen Angaben nicht informiert worden. Das Management um Chef
Daniel Grieder ging daraufhin erst einmal bewusst in Deckung. Das
Angebot kommt nicht von ungefähr: Hätte Frasers die
30-Prozent-Schwelle überschritten, wäre ein Pflichtangebot an die
übrigen Aktionäre fällig geworden. Das ist vorgeschrieben. Man habe
sich für ein freiwilliges Angebot entschieden, um das Investment in
Hugo Boss zu festigen, hieß es.</p>
<p>Der Konzern hat weltweit 20.000 Beschäftigte, davon mehr als
4.400 in Deutschland. Die zuständige Gewerkschaft IG Metall hält sich
mit einer Bewertung des Übernahmeversuchs zunächst zurück. Die
Bezirksleiterin für Baden-Württemberg, Barbara Resch, sagte: &quot;Die IG
Metall nimmt die Übernahmepläne der Frasers Group zur Kenntnis und
wird die Entwicklungen rund um Hugo Boss aufmerksam verfolgen. Wir
erwarten, dass die Interessen der Beschäftigten vor Ort dabei zu
jeder Zeit gewahrt bleiben.&quot;</p>
<p>Der Modekonzern hat aktuell mit der mauen Kauflaune seiner
Kundinnen und Kunden zu kämpfen. Für das laufende Jahr erwartet das
Management einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im mittleren bis
hohen einstelligen Prozentbereich. Das Ergebnis vor Zinsen und
Steuern soll 300 bis 350 Millionen Euro erreichen. 2025 wurde ein
Umsatz von rund 4,3 Milliarden Euro bei einem operativen Ergebnis von
391 Millionen Euro verbucht.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/n9fObZAd33neVc3TmnCAG-AxX64Sjoqjk7ye38vnyyI/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMTYvaHVnby1ib3NzLXNob3dyb29tcy1tZXR6aW5nZW4tbTBkdzhjaXgtMjAyNS0xMi0xNi5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>EU-Staaten billigen Umsetzung des US-Zolldeals</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/eu-staaten-billigen-umsetzung-des-us-zolldeals/2026062567373</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/eu-staaten-billigen-umsetzung-des-us-zolldeals/2026062567373</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 25 Jun 2026 08:21:51 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/o_kaWm2KCAplei6R0J_jF5o4RZoLQRCH0yZPAdDRPgI/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDEvMTIvbmVkZXJsYW5kc2UtZWNvbm9taWUtZWVyc3RlLWt3YXJ0YWFsLTIwMjItajU2aGx4ZGUtMjAyMi0wNS0xNy1yN2t6bTR1eS0yMDIzLTAxLTEyLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/MkAuuPWyLJqJbGkZ_raItTU2ZD1lgFWC5Ujo0HEOqDI/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDEvMTIvbmVkZXJsYW5kc2UtZWNvbm9taWUtZWVyc3RlLWt3YXJ0YWFsLTIwMjItajU2aGx4ZGUtMjAyMi0wNS0xNy1yN2t6bTR1eS0yMDIzLTAxLTEyLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/o_kaWm2KCAplei6R0J_jF5o4RZoLQRCH0yZPAdDRPgI/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDEvMTIvbmVkZXJsYW5kc2UtZWNvbm9taWUtZWVyc3RlLWt3YXJ0YWFsLTIwMjItajU2aGx4ZGUtMjAyMi0wNS0xNy1yN2t6bTR1eS0yMDIzLTAxLTEyLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Bild zur Visualisierung" title="Bild zur Visualisierung"/>
  <figcaption>Bild zur Visualisierung  <em>Credits: Pexels</em></figcaption>
</figure>
<p>Das Handelsabkommen zwischen EU und USA kann bald vollständig umgesetzt werden. Die EU-Länder gaben in Luxemburg das finale grüne Licht dafür, die Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und US-Meeresfrüchten sowie
Agrarprodukten einen besseren Marktzugang zu gewähren. Ein Sicherheitsnetz soll aber dafür sorgen, dass die Vorteile nur dann gelten, wenn auch die USA ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen vollständig umsetzen. Darauf hatten sich das Europaparlament und die Staaten nach langem Ringen geeinigt.</p>
<p>Die Zustimmung aller EU-Länder fiel nun gut eine Woche, bevor
sich der Unabhängigkeitstag der USA am 4. Juli zum 250. Mal jährt.
US-Präsident Donald Trump hatte den Tag vor einigen Wochen als Frist
für die Umsetzung der Handelsvereinbarung ins Spiel gebracht. Die
Regeln werden als Nächstes im Amtsblatt der EU veröffentlicht und
treten am Tag danach in Kraft.</p>
<h2>EU stellt Bedingungen</h2>
<p>Unter anderem ist vorgesehen, dass die EU-Zollzugeständnisse bei
Verstößen der USA gegen Absprachen wieder ausgesetzt werden können.
Dies könnten etwa erneute Zollerhöhungen sein. Zudem sollen die USA
bis Jahresende Zölle auf Waschmaschinen und andere Produkte mit
Stahlanteil auf höchstens 15 Prozent reduzieren. Wenn dies nicht
geschieht, will die EU ebenfalls solche Zölle prüfen.</p>
<p>Darüber hinaus ist unter anderem ein festes Ablaufdatum
vorgesehen, der 31. Dezember 2029. Bis zum 30. Juni 2029 muss die
EU-Kommission umfassend bewerten, welche Folgen die Änderungen
hatten. Sie kann dann auch vorschlagen, die Zollgeständnisse zu
verlängern.</p>
<h2>Wichtiger Handelspartner</h2>
<p>Die EU-Kommission wollte mit dem Abkommen im vergangenen Sommer
nach Drohungen der US-Seite einen Handelskrieg abwehren. Die EU und
die Vereinigten Staaten unterhalten umfassende bilaterale Handels-
und Investitionsbeziehungen. EU-Zahlen zufolge geht es um fast 30
Prozent des weltweiten Handels mit Waren und Dienstleistungen und um
43 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.</p>
<p>2024 belief sich der Handel mit Waren und Dienstleistungen zwischen der EU und den USA auf ein Volumen von rund 1,7 Billionen Euro.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/Eq008TmgC5EZdzAScB6B2nbsalOTDlfZsUOHpo25hyQ/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDEvMTIvbmVkZXJsYW5kc2UtZWNvbm9taWUtZWVyc3RlLWt3YXJ0YWFsLTIwMjItajU2aGx4ZGUtMjAyMi0wNS0xNy1yN2t6bTR1eS0yMDIzLTAxLTEyLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>DPPs Are Coming: Is Your Brand Ready?  (Webinar)</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/dpps-are-coming-is-your-brand-ready-webinar/2026062567217</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/dpps-are-coming-is-your-brand-ready-webinar/2026062567217</guid><author>news@fashionunited.com (Partner)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 25 Jun 2026 08:00:00 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/gXxE2h1Ca8pmewaRIsMOlshkXip8v9nsJFrJRBnzSaQ/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvc3VzdGFpbmFiaWxpdHktbm8tZmlsdGVyLWRwcHMtYXJlLWNvbWluZy1pcy15b3VyLWJyYW5kLXJlYWR5LWZhc2hpb24tdW5pdGVkLWJhbm5lci1nZmptcThxaC0yMDI2LTA2LTE2LnBuZw" srcset="https://r.fashionunited.com/bksfgoG4M05i3KnpXcDENCnWHIIrj68nfFWk4XxPVyc/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvc3VzdGFpbmFiaWxpdHktbm8tZmlsdGVyLWRwcHMtYXJlLWNvbWluZy1pcy15b3VyLWJyYW5kLXJlYWR5LWZhc2hpb24tdW5pdGVkLWJhbm5lci1nZmptcThxaC0yMDI2LTA2LTE2LnBuZw 720w, https://r.fashionunited.com/gXxE2h1Ca8pmewaRIsMOlshkXip8v9nsJFrJRBnzSaQ/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvc3VzdGFpbmFiaWxpdHktbm8tZmlsdGVyLWRwcHMtYXJlLWNvbWluZy1pcy15b3VyLWJyYW5kLXJlYWR5LWZhc2hpb24tdW5pdGVkLWJhbm5lci1nZmptcThxaC0yMDI2LTA2LTE2LnBuZw 1080w" sizes="100vw" alt="Credits: Future Snoops." title="Credits: Future Snoops."/>
  <figcaption><em>Credits: Future Snoops.</em></figcaption>
</figure>
<p>Join us for a special edition of Sustainability: No Filter. This one-hour session, in partnership with GreenStitch, will unpack our dedicated report on Digital Product Passports. We&#39;ll discuss what’s changing, what brands are missing, and how to build a DPP strategy that creates commercial value—not just compliance readiness.</p>
<p>July 2 · 11am EDT / 5pm CEST</p>
<p>Join our Director of Sustainability, Emma Grace Bailey, and GreenStitch&#39;s CEO, Narendra Makwana, to have your DPP questions answered.</p>
<h3>ACCESS THE REPORT</h3>
<p>In partnership with GreenStitch, our new 45-page report unpacks the EU’s upcoming Digital Product Passport (DPP) regulation—what it means, how it’s being implemented, and why it matters now. While many companies still view DPPs as a future compliance issue, Future Snoops and GreenStitch argue they are actually the foundation of fashion’s next commercial ecosystem—powering resale, repair, authentication, customer loyalty, and circular business models. With anti-greenwashing laws arriving in 2026 and mandatory DPP enforcement expected by 2029, the report positions DPPs as fashion’s biggest operational transformation in decades.</p>
<p><a rel="noopener noreferrer" href="https://fs.futuresnoops.com/greenstitch-read-the-report-press?utm_source=fashionunited">Download your free Executive Summary now.</a></p>
<h3>Speakers</h3>
<p>
Emma Grace Bailey · Director of Sustainability, Future Snoops<br/>
Narendra Makwana · CEO, GreenStitch<br/>
Ashish Kumar · CEO, Sutlej Textiles<br/>
Siân Thomas . Head of Design, Calida </p>
<p><a rel="noopener noreferrer" href="https://events.zoom.us/ev/AnopIKlRm1JLwQT3zwxgSDLGfroO6XWHseF_8OrnkOTV_0x6jt4X%7EAoNcy4jMv-o1cDMl5YxupvrZsAtXofZ2HKhLOu5bUPO47fH3zHpbJtokC5som5S5QFuPyNqMi2upxRXxoVrRLqh1Nw?utm_source=fashionunited">Register here.</a></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/NMGQU0EewKf2rHZD2Hu2OVZpf7RMKg2WPhcCfGyoGv4/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvc3VzdGFpbmFiaWxpdHktbm8tZmlsdGVyLWRwcHMtYXJlLWNvbWluZy1pcy15b3VyLWJyYW5kLXJlYWR5LWZhc2hpb24tdW5pdGVkLWJhbm5lci1nZmptcThxaC0yMDI2LTA2LTE2LnBuZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Modehändler H&amp;M enttäuscht auch im zweiten Quartal</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/modehandler-h-m-enttauscht-auch-im-zweiten-quartal/2026062567370</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/modehandler-h-m-enttauscht-auch-im-zweiten-quartal/2026062567370</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 25 Jun 2026 07:36:58 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption>Ein Geschäft von H&amp;M <em>Credits: H&amp;M</em></figcaption>
</figure>
<p>Der Modekonzern H&amp;M hat auch im zweiten Geschäftsquartal das schwache Konsumklima zu spüren
bekommen. In den drei Monaten bis Ende Mai sank der Umsatz um 3 Prozent auf 54,8 Milliarden schwedische Kronen (rund 4,95 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analyst:innen hatten hingegen mit einem geringeren Rückgang der Erlöse gerechnet.</p>
<p>Belastet wurde das Geschäft erneut auch von negativen Währungseffekten. Die
Gewinnentwicklung der Schweden enttäuschte ebenfalls. Die Aktie
reagierte zuletzt mit einem Minus von rund 2,5 Prozent auf die
Zahlenvorlage.</p>
<p>H&amp;M konnte zwar sein operatives Ergebnis trotz Restrukturierungskosten mit gut 5,9 Milliarden Kronen nahezu stabil halten, von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten waren jedoch im Schnitt von einem Anstieg auf 6,35 Milliarden ausgegangen. Unter dem Strich lag der Gewinn mit 3,96 Milliarden Kronen hauchdünn über dem Vorjahresniveau.</p>
<h2>Gemischtes Quartal</h2>
<p>Konzernchef Daniel Ervér zeichnete ein gemischtes Bild des
Jahresviertels. Die Verkäufe hätten sich zwar etwas schlechter
entwickelt als ursprünglich geplant, erklärte er laut Mitteilung,
andererseits komme H&amp;M bei seinen Bemühungen um eine höhere
Profitabilität weiter voran. Die operative Marge war im zweiten
Quartal auf 10,8 Prozent gestiegen, nach 10,4 Prozent im
Vorjahresquartal.</p>
<p>Zugleich räumte der Manager Probleme im Warenmanagement ein. So
habe der seit geraumer Zeit betriebene Abbau der Lagerbestände in
einigen Fällen dazu geführt, dass Kundenwünsche nicht bedient werden
konnten, so der Manager. Hier müsse H&amp;M in Zukunft besser werden und
Angebot und Nachfrage stärker ausbalancieren.</p>
<p>H&amp;M steht im Konkurrenzkampf mit Billiganbietern wie Shein und
Primark stark unter Druck und hatte zuletzt auch im
direkten Wettbewerb mit dem Zara-Eigentümer Inditex  das Nachsehen.</p>
<p>Seit seinem Amtsantritt 2024 arbeitet Ervér daran, das
Produktangebot zu verbessern, die Preisgestaltung zu schärfen und die
Lieferzeiten zu verkürzen. Zugleich verkleinerte der Konzern auch im
zweiten Quartal sein Filialnetz weiter. Diese Maßnahmen haben zur
Erholung der Margen beigetragen, doch die Nachfrage bleibt in
mehreren wichtigen Märkten fragil. So rechnet H&amp;M auch für Juni
lediglich mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau.</p>
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  <figcaption>Einkaufsstraße in Deutschland <em>Credits: FashionUnited</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Kauflaune in Deutschland bleibt in Zeiten internationaler Krisen und schwacher Konjunktur auf niedrigem Niveau.</p>
<p>Für den Juli prognostizieren die Konsumforschungsinstitute GfK und NIM nur eine geringfügige Aufwärtsbewegung. Die Einkommenserwartungen, die bereits im vergangenen Monat angestiegen waren, legten erneut leicht zu.</p>
<p>Laut einer am Donnerstag in Nürnberg veröffentlichten Studie der
Konsumforschungsinstitute ist der Indikator für das Konsumklima
insgesamt im Juli auf minus 29,2 Punkte gestiegen, von zuvor
revidiert minus 29,7 Punkten. Analyst:innen hatten mit einer stärkeren
Erholung der Konsumlaune gerechnet und waren im Schnitt von einem
Wert von minus 28,0 Punkten ausgegangen.</p>
<h2>Aufschwung zeichnet sich noch nicht ab</h2>
<p>„Die Anschaffungsneigung verharrt im pessimistischen Bereich und
auch die Sparneigung geht nicht zurück“, sagte NIM-Konsumexperte Rolf
Bürkl. „Ein Aufwind in Richtung Vorkriegsniveau zeichnet sich daher
noch nicht ab.“ Jedoch würden die Friedensverhandlungen für den
Konflikt im Nahen Osten und der Rückgang der Rohölpreise die
Inflationssorgen der Verbraucher mildern und die
Konjunkturerwartungen wieder etwas aufhellen.</p>
<p>Weiterhin hoch ist die Sparneigung der Deutschen. Der seit Anfang
des Jahres beobachtete leichte Rückgang sei damit zum Stillstand
gekommen.</p>
<p>Für die Studie haben die Nürnberger Konsumforscher:innen zwischen 4.
und 15. Juni 2.000 Menschen befragt. Auftraggeber für die Erhebung
ist die EU-Kommission.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/szuSbW29sCxd7s7rIP6n_viXTp9DQxnu8LK_0Ya7XQc/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzEvaW1hZ2UtMjAyNDAxMzAtMDkzOTI3LTYwOC0zeXBnOWhydy0yMDI0LTAxLTMwLXVueXpzNmt5LTIwMjQtMDEtMzEuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title> Golden Goose bekommt neue Mehrheitseigentümerin</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/golden-goose-bekommt-neue-mehrheitseigentumerin/2026062467366</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/golden-goose-bekommt-neue-mehrheitseigentumerin/2026062467366</guid><author>news@fashionunited.com (Isabella Naef)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Wed, 24 Jun 2026 18:06:16 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/Of9MXiRcOuXn3fh90MLomlZ1tLwT-rS32l6wyws92nc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTEvMTEvZ2ctZmlyZW56ZS0wMjczLWNvcGlhLTEtczVkZjRuY2ItMjAyNS0xMS0xMS5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/pcsPiy0U_3urVl2UywKjbHlyJD4BzTIh5tDIq3Ah16U/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTEvMTEvZ2ctZmlyZW56ZS0wMjczLWNvcGlhLTEtczVkZjRuY2ItMjAyNS0xMS0xMS5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/Of9MXiRcOuXn3fh90MLomlZ1tLwT-rS32l6wyws92nc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTEvMTEvZ2ctZmlyZW56ZS0wMjczLWNvcGlhLTEtczVkZjRuY2ItMjAyNS0xMS0xMS5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Der Store in Florenz" title="Der Store in Florenz"/>
  <figcaption>Der Store in Florenz <i>Credits: Golden Goose</i></figcaption>
</figure>
<p>Hsg wird Mehrheitsgesellschafterin der Golden Goose Group.</p>
<p>Das internationale Venture-Capital- und Private-Equity-Unternehmen hat die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an dem italienischen Luxusmodeunternehmen  abgeschlossen. Die finanziellen Bedingungen der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.</p>
<p>Die globale Investmentgesellschaft Temasek und True Light Capital, ein von Temasek vollständig kontrollierter Vermögensverwalter, haben ihre Investition als Minderheitsgesellschafterinnen abgeschlossen. Permira wird als strategische  Minderheitsinhaberin im Kapital verbleiben.</p>
<p>„Die Investitionen von Hsg und Temasek basieren auf einer starken strategischen und kulturellen Affinität. Sie stellen einen neuen Meilenstein auf dem globalen Wachstumspfad von Golden Goose dar“, heißt es in einer Mitteilung.</p>
<p>Golden Goose verzeichnete ein stetiges und profitables Wachstum. Die Einnahmen stiegen von 266 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2020 auf 734 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025. Zuletzt meldete die Gruppe für das erste Quartal einen Umsatzanstieg von zehn Prozent im Jahresvergleich auf 173,2 Millionen. Dies wurde durch eine starke Leistung in allen geografischen Gebieten unterstützt.</p>
<h2>Silvio Campara bleibt CEO</h2>
<p>„Heute beginnt ein neues, aufregendes Kapitel für Golden Goose“, betonte der CEO Silvio Campara, der das Unternehmen weiterhin leiten wird. „Wir freuen uns, dass Hsg und Temasek offiziell als strategische Partner:innen Teil unserer Reise werden. Wir freuen uns darauf, von ihrer umfassenden Erfahrung in der internationalen Entwicklung von Luxusmarken und der Beschleunigung von Innovationen zu profitieren. Gleichzeitig stärken wir unsere globalen Ambitionen und bringen Golden Goose zu immer mehr ‘Dreamers’ auf der ganzen Welt.“</p>
<p>„Durch die Nutzung der globalen Präsenz von Hsg und Temasek und ihrer jeweiligen Erfolgsbilanzen bei der globalen Entwicklung von Verbraucher:innenmarken und Innovationsplattformen wird die Gruppe ihre internationale Expansion und ihre Innovationsplattform weiter beschleunigen. Sie wird ihr unverwechselbares Direct-to-Consumer-Modell und die globale Resonanz der Marke an der Schnittstelle von Luxus, Lifestyle und Sportswear stärken. Dabei werden die ‘Made in Italy’-Wurzeln von Golden Goose bewahrt und weiterhin in sie investiert“, heißt es in der Mitteilung.</p>
<p>Silvio Campara wird Golden Goose weiterhin als Chief Executive Officer (CEO) leiten, zusammen mit dem bestehenden Führungsteam. Marco Bizzarri, seit April 2024 nicht-geschäftsführendes Mitglied des Verwaltungsrats, übernimmt ab heute die Rolle des non-executive Chairman.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/wn7XVMAc0bccBlrp7XXQWFKvtuALTJNT2btf0X6iKlo/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTEvMTEvZ2ctZmlyZW56ZS0wMjczLWNvcGlhLTEtczVkZjRuY2ItMjAyNS0xMS0xMS5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Valentino schließt 2025 mit Umsatzrückgang ab </title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/valentino-schliesst-2025-mit-umsatzruckgang-ab/2026062467365</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/valentino-schliesst-2025-mit-umsatzruckgang-ab/2026062467365</guid><author>news@fashionunited.com (Isabella Naef)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Wed, 24 Jun 2026 15:08:22 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/0UwcLMVurLhUuA-gxZBBtGi35bMm4PY2b9_3zXW8OPs/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjQvZm90b2pldC0yOS05eHFlaXJpaC0yMDI2LTAzLTEzLXNzb3U1a2hjLTIwMjYtMDYtMjQuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/Kd3FBR8zwzviRzeuvF08hglDeAn9_hI_oyaS4EidCIg/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjQvZm90b2pldC0yOS05eHFlaXJpaC0yMDI2LTAzLTEzLXNzb3U1a2hjLTIwMjYtMDYtMjQuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/0UwcLMVurLhUuA-gxZBBtGi35bMm4PY2b9_3zXW8OPs/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjQvZm90b2pldC0yOS05eHFlaXJpaC0yMDI2LTAzLTEzLXNzb3U1a2hjLTIwMjYtMDYtMjQuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Valentino AW26." title="Valentino AW26."/>
  <figcaption>Valentino Herbst/Winter 2026.  <em>Credits: ©Launchmetrics/spotlight </em></figcaption>
</figure>
<p>Das italienische Modehaus Valentino, das zu 70 Prozent dem katarischen Fonds Mayhoola und zu 30 Prozent dem französischen Luxuskonzern Kering gehört, hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 1,12 Milliarden Euro abgeschlossen.</p>
<p>Die italienische Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore berichtet über den jüngsten Geschäftsbericht des Modehauses. Demnach belief sich der Umsatz auf 1,12 Milliarden Euro, ein Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 41 Prozent auf 174 Millionen Euro. Auch die Nettoverschuldung stieg von 1,08 Milliarden Euro auf 1,13 Milliarden Euro an. Laut Il Sole 24 Ore erklärt das Unternehmen in dem Dokument, dass auch die Wechselkursentwicklung die Ergebnisse belastet habe.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/1qxPfoQSXeEJaK9nDMTKDKg5wj4vHOCJdjLJrk2lnrc/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjQvZm90b2pldC0yOS05eHFlaXJpaC0yMDI2LTAzLTEzLXNzb3U1a2hjLTIwMjYtMDYtMjQuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Warnstreik bei Kaufland </title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/warnstreik-bei-kaufland/2026062467362</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/warnstreik-bei-kaufland/2026062467362</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Wed, 24 Jun 2026 14:33:17 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/dSkXpkrxpvB22mGSF8O1fi7pxmqKUaz1AYEfs7C0EPs/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMTIva2F1ZmxhbmQtbG9nby0xLTBhYXBscWRsLTIwMjQtMDEtMTIuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/OKaxFZrGw4Vl_nvVuB1v0aVB3aJxNtOrIjNNWsyJM5o/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMTIva2F1ZmxhbmQtbG9nby0xLTBhYXBscWRsLTIwMjQtMDEtMTIuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/dSkXpkrxpvB22mGSF8O1fi7pxmqKUaz1AYEfs7C0EPs/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMTIva2F1ZmxhbmQtbG9nby0xLTBhYXBscWRsLTIwMjQtMDEtMTIuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Credits: Kaufland" title="Credits: Kaufland"/>
  <figcaption><em>Credits: Kaufland</em></figcaption>
</figure>
<p>Wer am Donnerstag bei Kaufland einkaufen möchte, muss womöglich mit Einschränkungen rechnen: Denn die Gewerkschaft Verdi nimmt bei einem erneuten Warnstreik die Handelskette ins Visier.</p>
<p>Bundesweit seien unter anderem die
Beschäftigten von mehr als 100 Filialen zum Ausstand aufgerufen,
teilte Verdi mit. Deutschlandweit betreibt Kaufland nach eigenen
Angaben mehr als 790 Filialen. Dort arbeiten demnach über 92.000
Menschen.</p>
<p>Kaufland gehört - wie der Discounter Lidl - zur Neckarsulmer
Schwarz-Gruppe. „Dieter Schwarz ist mit Abstand der reichste Mensch
in Deutschland“, teilte Verdi-Vorstandsmitglied Silke Zimmer mit.
Seine Beschäftigten hätten sein Milliardenvermögen durch ihren Fleiß
mit erarbeitet. Aber ihr eigener Lohn reiche oftmals nicht bis zum
Monatsende.</p>
<p>Wie stark Kund:innen die Arbeitsniederlegung zu spüren bekommen
werden, war zunächst offen. Ebenso nicht bekannt war, welche
konkreten Filialen bestreikt werden. Normalerweise haben Ausstände im
Handel keine größeren Auswirkungen. Der Handelsverband Deutschland
(HDE) hatte bei früheren Streikwellen erklärt, keine spürbaren
Auswirkungen für Kund:innen zu erwarten.</p>
<h2>Streit um Lohn und Laufzeit</h2>
<p>Die Verhandlungen für den Einzelhandel sowie den Groß- und
Außenhandel starteten im April in den ersten Landesbezirken. Mitte
Mai und Anfang Juni hatte Verdi bereits zu bundesweiten Warnstreiks
aufgerufen. Erst in der vergangenen Woche wurde beispielsweise die
Möbelhauskette Ikea bestreikt.</p>
<p>Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 225 Euro,
bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgebenden haben zuletzt
in mehreren Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Hamburg im
Einzelhandel ab November eine Erhöhung um zwei Prozent angeboten und
ab August 2027 eine weitere um 1,5 Prozent - bei einer zweijährigen
Laufzeit. Verdi lehnte dies ab.</p>
<p>Nach Angaben der Gewerkschaft sitzen Kaufland-Vertreter:innen bei den
regionalen Tarifverhandlungen mit an den Verhandlungstischen. Damit
habe Kaufland ein großes Gewicht in den Arbeitgeber:innenkommissionen und
sei für das bisherige inakzeptable Angebot der Arbeitgebenden mit
Nullmonaten und Reallohnverlusten mitverantwortlich.</p>
<h2>Verhandlungen haben Folgen für Millionen Menschen</h2>
<p>Im Handel arbeiten laut Gewerkschaft hierzulande rund 5,2
Millionen Menschen, davon 3,4 Millionen im Einzelhandel. Die
vorherigen Tarifverhandlungen zogen sich über mehr als ein Jahr hin.
Am Ende stand für die Beschäftigten im Einzelhandel ein
Einkommensplus von insgesamt etwa 14 Prozent für die Jahre 2023 bis
2025.</p>
<p>Die nächsten Verhandlungstermine sind für diesen Freitag
angesetzt: für den Einzelhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und
Thüringen sowie für den Groß- und Außenhandel in
Baden-Württemberg</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/4J_3IyR3DssuYGecHDqkPlPL_Hph6RnNaYrzuz4Mtlw/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMTIva2F1ZmxhbmQtbG9nby0xLTBhYXBscWRsLTIwMjQtMDEtMTIuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Messe Frankfurt macht im Inland kaum noch Gewinn</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/messe-frankfurt-macht-im-inland-kaum-noch-gewinn/2026062467355</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/messe-frankfurt-macht-im-inland-kaum-noch-gewinn/2026062467355</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Wed, 24 Jun 2026 09:54:44 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/Lkavn0OUFpb9N-W8G7obIJpsGAj4ICWrPpId3Q-YbAo/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjQvcHJlc3MtZGwtZW50cmFuY2UtY2l0eTItdXo2Z3pndm0tMjAyNi0wNi0yNC5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/FlQHU-GO2plmztCWxVl9NI6swMw8CxAlsk44Q_A9k-0/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjQvcHJlc3MtZGwtZW50cmFuY2UtY2l0eTItdXo2Z3pndm0tMjAyNi0wNi0yNC5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/Lkavn0OUFpb9N-W8G7obIJpsGAj4ICWrPpId3Q-YbAo/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjQvcHJlc3MtZGwtZW50cmFuY2UtY2l0eTItdXo2Z3pndm0tMjAyNi0wNi0yNC5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Eingang Messegelände in Frankfurt am Main" title="Eingang Messegelände in Frankfurt am Main"/>
  <figcaption>Eingang Messegelände in Frankfurt am Main  <em>Credits: Messe Frankfurt GmbH / Jacquemin </em></figcaption>
</figure>
<p>Die Frankfurter Messegesellschaft hat im vergangenen Jahr kaum noch Gewinn im Inland gemacht.</p>
<p>Das von der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen getragene Unternehmen bezifferte
den unkonsolidierten Inlandsgewinn auf 9,7 Millionen Euro, während im
umsatzseitig kaum noch kleineren Auslandsgeschäft 71,4 Millionen Euro
verbucht werden konnten.</p>
<p>Unter dem Strich ging 2025 der Gesamtgewinn um 48,4 Prozent auf
42,2 Millionen Euro zurück. Die Umsätze des Unternehmens fielen um 9
Millionen auf 766 Millionen Euro. Die Auslandsaktivitäten machten den
Rekordanteil von 48 Prozent aus.</p>
<p>Wachstumstreiber waren insbesondere Asien und Dubai.
Geschäftsführer Detlef Braun kündigte den weiteren Ausbau der
Auslandsaktivitäten an. Bislang sei man bereits in 184 Ländern
vertreten. Die Internationalität trage zur Stabilisierung des
Gesamtkonzerns bei.</p>
<h2>Aussteller:innen sparen an Flächen</h2>
<p>Trotzdem wird die Messegesellschaft im laufenden Jahr das
gesetzte Umsatzziel von 839 Millionen Euro verfehlen. &quot;Nicht ganz 800
Millionen&quot; seien erreichbar, sagte Messechef Wolfgang Marzin. Nach
seinen Angaben sparen derzeit gerade deutsche und europäische
Aussteller an ihren Messeauftritten. Die Leitmessen würden zwar
weiterhin besucht, aber die angemieteten Flächen fielen kleiner aus.
Die Frankfurter Messe spiegele die allgemeine Wirtschaftsentwicklung,
verliere aber keine Marktanteile. Weitere Probleme machen Zölle und
Währungsverluste.</p>
<p>Weltweit fanden 2025 unter dem Dach der Messe Frankfurt 349
Veranstaltungen mit 4,8 Millionen Besuchern statt. Im laufenden
Geschäftsjahr sind global 359 Veranstaltungen geplant. Neu im
Portfolio sind unter anderen eine neue Textilmesse in Mailand, eine
Kosmetik-Veranstaltung im französischen Grasse und eine Ausgabe der
Zubehörmesse Automechanika in Jakarta.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/vMqEXTWOtXPq4I_NPA6euQJjo39MG4tgSrLhaYMAIRU/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjQvcHJlc3MtZGwtZW50cmFuY2UtY2l0eTItdXo2Z3pndm0tMjAyNi0wNi0yNC5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title> Alibaba verklagt US-Pentagon – Onlineriese als „chinesisches Militärunternehmen“ eingestuft</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/alibaba-verklagt-us-pentagon-onlineriese-als-chinesisches-militarunternehmen-eingestuft/2026062467354</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/alibaba-verklagt-us-pentagon-onlineriese-als-chinesisches-militarunternehmen-eingestuft/2026062467354</guid><author>news@fashionunited.com (AFP)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Wed, 24 Jun 2026 08:53:42 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/BX9C1IdcYhb7O6JD3j2IPeYjzpvCisvqTBlqW3764zk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTIvMjEvYWxpYmFiYS1rYW50b29yLWFkaXlzcmxpLTIwMjMtMTItMjEtd3luZnAxNjgtMjAyMy0xMi0yMS5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/FCsLCZakNpbDlj5XBGlUKF2Mu63fJW8oKDgxSDAy9Mo/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTIvMjEvYWxpYmFiYS1rYW50b29yLWFkaXlzcmxpLTIwMjMtMTItMjEtd3luZnAxNjgtMjAyMy0xMi0yMS5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/BX9C1IdcYhb7O6JD3j2IPeYjzpvCisvqTBlqW3764zk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTIvMjEvYWxpYmFiYS1rYW50b29yLWFkaXlzcmxpLTIwMjMtMTItMjEtd3luZnAxNjgtMjAyMy0xMi0yMS5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Alibaba office." title="Alibaba office."/>
  <figcaption>Büro von Alibaba. <em>Bild: Alibaba Group Holding Limited</em></figcaption>
</figure>
<p>Der chinesische E-Com- und Technologie-Riese Alibaba hat am Montag in den USA eine Bundesklage gegen seine Einstufung als „chinesisches Militärunternehmen“ durch das Verteidigungsministerium eingereicht. Das Unternehmen hält die Einstufung für willkürlich.</p>
<p>Die Klage wurde bei einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht. Sie stellt die Entscheidung des Pentagons in Frage, Alibaba auf die Bundesliste der Militärunternehmen zu setzen. „Die Entscheidungen entbehren jeder sachlichen oder rechtlichen Grundlage“, heißt es in der Klageschrift.</p>
<p>Das Pentagon veröffentlichte am 8. Juni eine neue Liste von 80 Unternehmen und deren Tochtergesellschaften. Diese sollen nach Angaben des Pentagons das chinesische Militär unterstützen. Auf der Liste stehen die Technologie-Riesen Alibaba und Baidu sowie der Elektrofahrzeughersteller BYD.</p>
<p>Aufgrund dieser Einstufung darf das Pentagon ab dem 30. Juni keine neuen Verträge mehr mit den genannten Unternehmen oder deren kontrollierten Tochtergesellschaften abschließen. Die Einstufung schränkt auch die Möglichkeit des Unternehmens ein, Lobbyfirmen in den USA zu beauftragen. Dies verstößt laut der Klage gegen die im ersten Verfassungszusatz verankerten Rechte.</p>
<p>„Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Interessenvertreter:innen, die Alibaba seit Jahren vertreten haben, teilten dem Unternehmen mit, dass sie dies nicht mehr tun können“, heißt es in dem Dokument.</p>
<p>Als Reaktion auf die schwarze Liste Washingtons verhängte China am Montag Exportkontrollen gegen zehn US-amerikanische Unternehmen aus den Bereichen Verteidigung und Seltene Erden.</p>
<p>Die Auseinandersetzung stellt die bilateralen Beziehungen auf die Probe. Sie folgt auf ein Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping im vergangenen Monat in Peking, das die Beziehungen zwischen den beiden Mächten stabilisieren sollte.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/nGCGtUHGHDcWdG2ETN1X55x5nrAT9sS0DYMiNkLFi5M/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTIvMjEvYWxpYmFiYS1rYW50b29yLWFkaXlzcmxpLTIwMjMtMTItMjEtd3luZnAxNjgtMjAyMy0xMi0yMS5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Luxus neu definiert: Wie emotionale Bindung zur neuen Währung der Branche wird </title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/luxus-neu-definiert-wie-emotionale-bindung-zur-neuen-wahrung-der-branche-wird/2026062467352</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/luxus-neu-definiert-wie-emotionale-bindung-zur-neuen-wahrung-der-branche-wird/2026062467352</guid><author>news@fashionunited.com (Gastautor:in)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Wed, 24 Jun 2026 08:49:00 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/FEuyWgBtVmPfIY4yptXmMDhN7wvgAURy8SDBarulkYk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZHlhbmEtd2luZy1zby1wYWZtNWZxMWRyay11bnNwbGFzaC14cm1wdWEzbi0yMDI2LTA2LTIyLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/dpRX613ig1LT5W7VeALVVgWMpddtyYKqzJwxo5leRJ4/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZHlhbmEtd2luZy1zby1wYWZtNWZxMWRyay11bnNwbGFzaC14cm1wdWEzbi0yMDI2LTA2LTIyLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/FEuyWgBtVmPfIY4yptXmMDhN7wvgAURy8SDBarulkYk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZHlhbmEtd2luZy1zby1wYWZtNWZxMWRyay11bnNwbGFzaC14cm1wdWEzbi0yMDI2LTA2LTIyLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Ein Passant steht vor einem Store der Luxusmarke Louis Vuitton." title="Ein Passant steht vor einem Store der Luxusmarke Louis Vuitton."/>
  <figcaption>Ein Passant steht vor einem Store der Luxusmarke Louis Vuitton.  <em>Credits: Dyana Wing So / Unsplash</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Luxusindustrie steht seit jeher für Prestige, Exklusivität und handwerkliche Perfektion – und war damit lange mit einer Art Versprechen verbunden: Wer in eine Marke investiert, erwirbt nicht nur ein Produkt, sondern auch Status, kulturelle Relevanz und Zugehörigkeit. Dieses Verständnis gilt bis heute – doch das dahinterstehende Erfolgsmodell gerät zunehmend unter Druck.</p>
<p>Eine aktuelle Studie von Accenture zeigt: Für Kund:innen reicht es längst nicht mehr, wenn eine Marke schön, selten oder prestigeträchtig ist. Vielmehr wird es entscheidend, ob sie auch auf einer emotionalen Ebene berührt, relevant bleibt und eine Beziehung zu den Konsument:innen aufbauen kann, die sich persönlich und authentisch anfühlt. Laut der Studie ‘Luxe Eternal: The Customer Edit’ beginnt für den Sektor damit eine neue Phase, in der nicht mehr primär Prestige und Status über den Erfolg entscheiden, sondern die Fähigkeit, nachhaltige emotionale Resonanz zu schaffen.</p>
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<header>Die Autor:innen</header>
<u>Tobias Göbbel</u>, Leiter des Geschäftsbereichs Consumer Goods &amp; Services von Accenture in Deutschland. <u>Rebecca Schmitt</u> Expertin im Bereich Luxury Industry bei Accenture.

</div>
<h2>Ein robuster Markt bekommt feine Risse</h2>
<p>Auf den ersten Blick wirkt der globale Luxusmarkt erstaunlich widerstandsfähig. Trotz geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und einer insgesamt volatilen Nachfrage zeigte und zeigt sich die Branche robust – gerade auch in Krisenzeiten. Doch unter dieser Oberfläche zeichnet sich eine schleichende Entwicklung ab, die für Marken tiefgreifender sein könnte als kurzfristige Konjunkturschwankungen: schwindende Loyalität.</p>
<p>Das Ergebnis der Befragung von Kund:innen in 13 Ländern zeigt ein bemerkenswertes Paradox: 65 Prozent der Befragten sehen Luxusmarken weiterhin als kulturell prägend an, gleichzeitig berichten viele von einer nachlassenden emotionalen Relevanz. Mehr als ein Drittel sagen, Marken gelingt es nicht mehr, eine dauerhafte Verbindung zu ihnen aufrechtzuerhalten. Jede:r Zweite hat den Eindruck, dass viele Häuser heute stärker von Profitmotiven als von einer inspirierenden Vision getrieben werden.</p>
<h2>Die eine Definition von Luxus existiert nicht mehr</h2>
<p>Der bisherige Grundsatz der Branche, Kund:innen als homogene Zielgruppe zu verstehen, verliert zunehmend an Gültigkeit. Tatsächlich unterscheiden sich die Erwartungen der Kund:innen heute deutlich stärker voneinander. Da ist zum einen eine digital geprägte, global vernetzte Zielgruppe, die Luxus stark über Ästhetik, kulturelle Relevanz und sichtbare Zugehörigkeit interpretiert.</p>
<p>Daneben stehen werteorientierte Konsument:innen, für die Haltung, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Bedeutung eine zentrale Rolle spielen. Zudem gibt es nach wie vor Kund:innengruppen, die Luxus vor allem mit Herkunft, Handwerkskunst, Verlässlichkeit und Vertrauen verknüpfen. Was diese Gruppen verbindet, ist auf den ersten Blick wenig überraschend: Luxus steht weiterhin für Qualität, Exklusivität und zeitlose Eleganz.</p>
<p>Doch wie Marken diese Werte inszenieren, vermitteln und erlebbar machen sollen, unterscheidet sich je nach Kund:innengruppe deutlich. Und genau darin liegt die strategische Herausforderung. Marken sind gefordert, ihre Identität klar mit den individuellen Erwartungen ihrer Kund:innen in Einklang zu bringen.</p>
<h2>Die Resonanzlücke wächst zunehmend</h2>
<p>Aus dieser wachsenden Vielfalt entsteht, was die Autor:innen der Studie als „Resonanzlücke“ beschreiben. Marken können weiterhin begehrlich wirken und dennoch an Bedeutung verlieren. Sie werden wahrgenommen, aber nicht unbedingt als persönlich relevant erlebt. Genau diese Differenz ist entscheidend dafür, ob aus Interesse Bindung entsteht oder Konsument:innen beim nächsten Kauf ohne lange zu überlegen zur Konkurrenz wechseln. Die Kritik der Kundschaft fällt dabei recht konkret aus:</p>
<ul>
<li>37 Prozent der Befragten nehmen ein sinkendes Preis-Leistungs-Verhältnis wahr.</li>
<li>35 Prozent empfinden die Markenkommunikation als wenig differenzierend.</li>
<li>50 Prozent sind der Ansicht, dass Marken Profit über Haltung stellen.</li>
</ul>
<p>Die Konsequenz: Prestige allein genügt nicht mehr. Relevanz muss kontinuierlich neu hergestellt werden – in der Kommunikation, im Service, in der Sortimentslogik und im Markenerlebnis über alle Kanäle hinweg. Künftig wird das Luxusgeschäft also weniger vom einzelnen Produkt als von der Qualität der Beziehung bestimmt. Kund:innen erwarten, dass Marken sie verstehen, ihre Bedürfnisse antizipieren und über den Kauf hinaus präsent bleiben. Sie wünschen sich oftmals personalisierte Erlebnisse und dass die Beziehung nach dem Kauf nicht abbricht.</p>
<p>Damit verschiebt sich auch die Perspektive auf die Customer Journey: Weg von isolierten Touchpoints, hin zu einer fortlaufenden, „omni-personal“ gedachten Beziehungserzählung. Gemeint ist ein Markenerlebnis, das sich über physische und digitale Räume hinweg persönlich anfühlt, kohärent bleibt und das Gefühl von Zugehörigkeit vermittelt. Community, Dialog und langfristige Begleitung werden damit zu zentralen Treibern des Markenwerts.</p>
<h2>Operative Exzellenz wird zum Fundament</h2>
<p>Auffällig ist zudem, wie stark sich der Blick auf die bislang eher unsichtbaren Bereiche des Markenerlebnisses verschiebt. Was hinter den Kulissen passiert, prägt die Markenwahrnehmung heute nahezu ebenso stark wie Kampagnen, Schaufenster oder Produktinszenierungen. So bewerten 69 Prozent der Befragten eine effiziente Lieferung als wichtig, drei Viertel nennen die Kompetenz der Mitarbeitenden als entscheidenden Einflussfaktor auf ihre Wahrnehmung der Marke.</p>
<p>Operative Exzellenz ist im Luxussegment damit längst mehr als ein reiner Hygienefaktor. Sie bildet die Grundlage dafür, dass emotionale Bindung und Markenversprechen überhaupt glaubwürdig wirken können. Denn wenn Service, Beratung oder Verfügbarkeit nicht überzeugen, verliert auch die Erzählung von Exklusivität an Wirkungskraft.</p>
<h2>Menschliche Nähe gewinnt wieder an Bedeutung</h2>
<p>Ein besonders interessanter Aspekt der Studie ist das Rollenbild des sogenannten „Relational Artisan“. Gemeint ist eine neue Form von Mitarbeitenden an der Schnittstelle zwischen Marke und Kundschaft, die Markenbotschaft, persönliche Beratung und kulturelles Verständnis miteinander verbindet. Ihre Aufgabe geht dabei weit über den reinen Verkauf hinaus: Sie schaffen Vertrauen, ordnen Markenwerte ein und übersetzen sie in individuelle, persönliche Erlebnisse. Gerade in einem Markt, in dem sich Produkte und Inszenierungen zunehmend ähneln, gewinnt dieser menschliche Faktor deutlich an Bedeutung.</p>
<p>Zugleich fungieren diese Rollen als sensibles Frühwarnsystem für Unternehmen. Sie nehmen Veränderungen in Erwartungen, Tonalitäten und Kaufmotiven früh wahr und tragen dieses Wissen zurück in Produktentwicklung, Service und Kommunikation. Da Luxus historisch immer auch von persönlicher Nähe, Beratung und Begegnung geprägt war, kann genau diese menschliche Verbindung künftig erneut zu einem entscheidenden Differenzierungsmerkmal werden.</p>
<h2>Die Zukunft des Luxus liegt in der Beziehung</h2>
<p>Die Luxusindustrie nähert sich also einem Wendepunkt. Laut einer Studie von Luxury Daily gaben über 83 Prozent der befragten Führungskräfte von Luxusmarken in einer früheren Untersuchung an, dass sich die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kund:innen schneller verändern, als ihre Unternehmen sich anpassen können. Für Marken bedeutet das, Heritage und Neuerfindung nicht länger als Gegensätze zu behandeln. Vielmehr sollten sie eine gute Balance schaffen: handwerkliche Exzellenz mit digitaler Innovation verbinden, Exklusivität bewahren und zugleich neue Formen von Offenheit und Relevanz ermöglichen. Wer nur das Erbe verwaltet, läuft Gefahr, aus der Zeit zu fallen.</p>
<p>Die Gewinnerinnen der kommenden Jahre werden daher nicht zwangsläufig jene Marken sein, die die auffälligsten Produkte oder die lautesten Kampagnen hervorbringen. Erfolgreich werden vielmehr diejenigen Marken sein, denen es gelingt, aus einzelnen Kaufakten eine belastbare Beziehung zu formen – mit Relevanz, Konsistenz und echter persönlicher Ansprache. Oder anders gesagt: Die Zukunft des Luxus entscheidet sich nicht allein an Material, Preis oder Sichtbarkeit. Sie entscheidet sich daran, ob eine Marke als Gegenüber wahrgenommen wird – als etwas, das versteht, begleitet und Bedeutung stiftet. Beziehungen sind damit nicht länger ein Nebeneffekt des Luxusversprechens. Sie werden zu seinem sichtbarsten Ausdruck.</p>
<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/wlJW-DvTr4IAMySKtyQkD0gtvyUsAfIaQTjv6hdKxy4/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvdG9iaWFzLWdvZWJlbC1yZWJlY2NhLXNjaG1pdHQtc2N3ZjJ5YjEtMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/kY-NejyF6zeOIrvu6wjWFOJKoN5dkUHlSRM3iv9ZNEY/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvdG9iaWFzLWdvZWJlbC1yZWJlY2NhLXNjaG1pdHQtc2N3ZjJ5YjEtMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/wlJW-DvTr4IAMySKtyQkD0gtvyUsAfIaQTjv6hdKxy4/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvdG9iaWFzLWdvZWJlbC1yZWJlY2NhLXNjaG1pdHQtc2N3ZjJ5YjEtMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Tobias Göbel (links) leitet den Geschäftsbereich Consumer Goods &amp; Services von Accenture in Deutschland und Rebecca Schmitt (rechts) ist Expertin für die Luxusindustrie." title="Tobias Göbel (links) leitet den Geschäftsbereich Consumer Goods &amp; Services von Accenture in Deutschland und Rebecca Schmitt (rechts) ist Expertin für die Luxusindustrie."/>
  <figcaption>Tobias Göbel (links) leitet den Geschäftsbereich Consumer Goods &amp; Services von Accenture in Deutschland und Rebecca Schmitt (rechts) ist Expertin für die Luxusindustrie. <em>Credits: Accenture</em></figcaption>
</figure>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/ipzWZFv2NmyyOrtuRtMqz0Q_lcuDJDQ0OmgtO4yZDpM/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZHlhbmEtd2luZy1zby1wYWZtNWZxMWRyay11bnNwbGFzaC14cm1wdWEzbi0yMDI2LTA2LTIyLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Puma-Aktie sackt ab – Umsatzentwicklung bereitet Analyst:innen Sorgen</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/puma-aktie-sackt-ab-umsatzentwicklung-bereitet-analyst-innen-sorgen/2026062367348</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/puma-aktie-sackt-ab-umsatzentwicklung-bereitet-analyst-innen-sorgen/2026062367348</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 23 Jun 2026 14:40:28 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/l9SlBZ1SraNQeCLOOlbkh3e-4tHwbmSNtzKE1WMuAy0/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMDIvcHVtYS1sb25kb24tZmxhZ3NoaXAtc3RvcmUtZmFjYWRlLW5pZ2h0LWJ2ejZkdjJlLTIwMjUtMTItMDEtZW9wbXJlcmctMjAyNS0xMi0wMi5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/PYSL9hhlGawvZn7UwJbDB1sHXWckkZf6LGdlrOvF5o8/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMDIvcHVtYS1sb25kb24tZmxhZ3NoaXAtc3RvcmUtZmFjYWRlLW5pZ2h0LWJ2ejZkdjJlLTIwMjUtMTItMDEtZW9wbXJlcmctMjAyNS0xMi0wMi5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/l9SlBZ1SraNQeCLOOlbkh3e-4tHwbmSNtzKE1WMuAy0/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMDIvcHVtYS1sb25kb24tZmxhZ3NoaXAtc3RvcmUtZmFjYWRlLW5pZ2h0LWJ2ejZkdjJlLTIwMjUtMTItMDEtZW9wbXJlcmctMjAyNS0xMi0wMi5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Puma-Store in London" title="Puma-Store in London"/>
  <figcaption>Puma-Store in London <em>Credits: Puma.</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Puma-Aktie <de0006969603> hat am
Dienstag ihre Talfahrt beschleunigt und zeitweise so kräftig
nachgegeben wie zuletzt im Januar. Gedämpfte Analyst:innen-Kommentare zu
den Umsätzen im zweiten Quartal nach Gesprächen mit dem Management
dürften der Auslöser gewesen sein.</de0006969603></p>
<p>Mit zuletzt minus 7,5 Prozent auf 26,02 Euro nahm das Papier des
Sportartikelherstellers am Nachmittag den vorletzten Platz im MDax
<de0008467416> ein. Zeitweise war es sogar um bis zu 9,6 Prozent
abwärts gegangen.</de0008467416></p>
<p>Bernstein-Analyst William Woods senkte als Reaktion nun seine
Schätzungen und rechnet für das zweite Jahresviertel mit einem
Umsatzrückgang auf währungsbereinigter Basis von 9 Prozent. Damit
liegt er unter dem Marktkonsens, der einen Rückgang von 6 Prozent
prognostiziert. Als Gründe für seinen Schritt nannte Woods eine
Normalisierung der Geschäftsaktivität sowie herausfordernde
Vergleichswerte im US-Massengeschäft.</p>
<p>Puma will am 31. Juli seine Ergebnisse für das zweite Quartal
veröffentlichen.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/zwA-uFRbN6obIqLXs5Ea-HP7f6ggELaAIeKf07-uLNI/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMDIvcHVtYS1sb25kb24tZmxhZ3NoaXAtc3RvcmUtZmFjYWRlLW5pZ2h0LWJ2ejZkdjJlLTIwMjUtMTItMDEtZW9wbXJlcmctMjAyNS0xMi0wMi5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Seidensticker konkretisiert Pläne für Wholesale-Comeback der Womenswear</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/seidensticker-konkretisiert-plane-fur-wholesale-comeback-der-womenswear/2026062367346</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/seidensticker-konkretisiert-plane-fur-wholesale-comeback-der-womenswear/2026062367346</guid><author>news@fashionunited.com (Ole Spötter)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 23 Jun 2026 14:16:41 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption><em>Credits: Seidensticker</em></figcaption>
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<p>Seidensticker bringt seine Womenswear ab der kommenden Ordersaison zurück in den Wholesale. Dafür hat der Blusenspezialist die Kollektion angepasst.</p>
<p>Bereits im Januar schloss Seidensticker-Chefin Silvia Bentzinger eine Rückkehr der Damenmode in den Großhandel nicht aus, <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/seidensticker-ceo-us-expansion-und-wholesale-ruckkehr-der-womenswear/2026012865170">wie sie im Interview erzählte</a> – wollte damals aber noch keine konkreten Pläne verkünden. Nun bestätigte das Bielefelder Unternehmen die aktualisierte Strategie, nachdem das Fachmagazin Textilwirtschaft (TW) darüber berichtet hatte.</p>
<p>„Mit der Neuausrichtung unserer Damenoberbekleidung setzen wir bewusst auf Profil statt Breite&quot;, sagte Bentzinger auf Anfrage von FashionUnited. „Wir kehren mit einer klareren, moderneren Kollektion und einer selektiven Wholesale-Strategie zurück, die perfekt zu unserer Positionierung als Blusenspezialist passt.&quot;</p>
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  <figcaption><em>Credits: Seidensticker </em></figcaption>
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<p>Bevor Seidensticker Ende 2024 ankündigte, die Damenmode nicht länger über den Wholesale-Kanal zu vertreiben, seien Kollektion und Kund:innenstruktur sehr heterogen gewesen, erklärte Bentzinger gegenüber der TW. Zu dieser Zeit sei die Damenkollektion im Premium-Umfeld, aber auch bei Händler:innen wie Sinn und Galeria Kaufhof erhältlich gewesen, wodurch die verschiedenen Anforderungen zu einer Verwässerung geführt hätten.</p>
<p>Genaue Angaben zu potenziellen Handelspartner:innen wollte das Unternehmen auf Anfrage von FashionUnited noch nicht machen. Das Ziel seien aber nachhaltige Partnerschaften mit den „richtigen Handelspartner:innen&quot;, so die Chefin weiter. „Die aktuelle Marktbewegung eröffnet Chancen, die wir mit einem fokussierten Angebot und einer starken Handschrift nutzen wollen.&quot;</p>
<p>Ab Frühjahr 2027 will Seidensticker mit einem Sortiment wiederkehren, das fokussierter und ausdrucksstärker als zuvor ist. Insgesamt soll die Kollektion, die etwa 60 Optionen umfasst, etwas zurückhaltender sein – weshalb auch weniger Prints integriert werden. Der Fokus liegt auf der Bluse, wobei künftig auch Produktgruppen wie Strick, Hosen, Kleider und Blazer weiter ausgebaut werden sollen. Zusätzlich wurde das Never-out-of-Stock-Sortiment angepasst. Es umfasst nun rund 120 Artikel und setzt auf einen größeren Anteil an modischen Pieces.</p>
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  <figcaption><em>Credits: Seidensticker </em></figcaption>
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<p>Die Womenswear macht aktuell rund 30 Prozent des Umsatzes aus. Die Menswear soll zwar auch langfristig der Umsatztreiber bleiben – ein Anstieg der Damenmode auf 40 Prozent Umsatzanteil sei für das Unternehmen jedoch realistisch.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/DS0IE_U7rrfpqhc83R8XH7nO4gf8C-_p6pJfHvUKbtw/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjMvc2Utd29tZW5zd2Vhci0yNzEtdHctMDEta2JqaXpmNXUtMjAyNi0wNi0yMy5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Warum Kreislaufmode nicht immer eine geringere Umweltbelastung bedeutet</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/warum-kreislaufmode-nicht-immer-eine-geringere-umweltbelastung-bedeutet/2026062367342</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/warum-kreislaufmode-nicht-immer-eine-geringere-umweltbelastung-bedeutet/2026062367342</guid><author>news@fashionunited.com (Guest Contributor)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 23 Jun 2026 12:10:53 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/X9ycpwtvyxxvr13oZG4CXdy_gGm-wU09qQvs7pvwU5E/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvcGV4ZWxzLWNvdHRvbmJyby02MDY5OTY5LW1tb3BoN2VuLTIwMjYtMDYtMjIuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/c-8Bmn9l-9PictKAHmlFECWzNM98uiyJ2-ua3BaUWqI/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvcGV4ZWxzLWNvdHRvbmJyby02MDY5OTY5LW1tb3BoN2VuLTIwMjYtMDYtMjIuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/X9ycpwtvyxxvr13oZG4CXdy_gGm-wU09qQvs7pvwU5E/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvcGV4ZWxzLWNvdHRvbmJyby02MDY5OTY5LW1tb3BoN2VuLTIwMjYtMDYtMjIuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Illustrative image of a women in a secondhand store." title="Illustrative image of a women in a secondhand store."/>
  <figcaption>Illustratives Bild einer Frau in einem Secondhand-Laden. <em>Bild: Cottonbro Studio via Pexels.</em></figcaption>
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<p>Die heutige Textilindustrie ist größtenteils linear. Laut dem ‘Circularity Gap Report Textiles’ von Circle Economy verbraucht sie jährlich 3,25 Milliarden Tonnen an Materialien. Die große Mehrheit, über 99 Prozent, stammt aus neuen Rohstoffen. Zudem hat der Aufstieg von Fast Fashion die Konsumzyklen von Textilien intensiviert. Dies ermutigt Verbraucher:innen, Kleidung immer schneller zu kaufen und zu entsorgen.</p>
<p>Zirkuläre Strategien wie Wiederverwendung, Reparatur, Miete und Upcycling werden als Schlüssellösungen zur Reduzierung der Umweltauswirkungen der Textilindustrie vorgestellt. In vielen Fällen führen sie tatsächlich zu Reduktionen. Eine Arbeit des europäischen Dachverbands der Recyclingindustrie deutet auf mögliche Einsparungen von bis zu drei Kilogramm CO2-Äquivalent pro wiederverwendetem Artikel hin. Diese Vorteile sind jedoch nicht selbstverständlich. Sie hängen davon ab, ob diese zirkulären Strategien tatsächlich den Kauf neuer Kleidungsstücke ersetzen. Hier kommt das Konzept der Verdrängungsrate ins Spiel. Sie beschreibt das Ausmaß, in dem die Wiederverwendung, Reparatur, Miete oder das Upcycling von Kleidung den Kauf eines neuen Artikels verhindert.</p>
<p>Ohne Berücksichtigung der Verdrängungsraten ist es leicht, die Umweltvorteile der Kreislaufmode zu überschätzen. Dies führt zu unrealistischen Erwartungen bei Verbraucher:innen, politischen Entscheidungsträger:innen und Branchenakteur:innen. Wenn die Erwartungen zu hoch sind, kann das tatsächliche Ergebnis zu Enttäuschung führen. Schlimmer noch, es kann zu Skepsis und nachlassender Unterstützung für zirkuläre Textillösungen führen.</p>
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<header>Über die Autor:innen</header>
Verfasst für FashionUnited von Hannah Beisel (Research Analyst, <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.com/companies/circle-economy" target="_self"><u>Circle Economy</u></a>), Irlanda Mora Espinosa (Industrial Ecologist, Circle Economy) und Luba Glazunova (Communication Specialist, Circle Economy).
</div>
<h2>Was ist die Verdrängungsrate?</h2>
<p>Die Verdrängungsrate ist eine Kennzahl, die misst, inwieweit eine zirkuläre Handlung einen Neukauf ersetzt. Eine Verdrängungsrate von 100 Prozent bedeutet, dass die Handlung einen Neukauf vollständig vermeidet, was jedoch selten vorkommt. In der Praxis deutet eine hohe Verdrängung darauf hin, dass zirkulärer Konsum Neukäufe ersetzt. Eine niedrige Verdrängung hingegen zeigt, dass zirkulärer Konsum lediglich zum bestehenden Konsum hinzukommt.</p>
<p>Die Verdrängung hängt davon ab, wie Menschen mit jeder zirkulären Strategie umgehen. Beispielsweise können Secondhand-Artikel Neukäufe ersetzen. Sie können aber auch impulsiv oder in Mengen gekauft werden, die mit denen von Fast Fashion konkurrieren. Eine Reparatur kann die Lebensdauer eines Kleidungsstücks verlängern und einen Ersatz hinauszögern, aber nur, wenn der Artikel auch tatsächlich getragen wird. Ein geflicktes Kleid mit sentimentalem Wert, das im Schrank verstaubt, zählt also nicht. Kaufentscheidungen hängen von vielen sich überschneidenden Faktoren ab, wie Preis, Qualität oder Bedarf. Daher ist es schwierig zu verstehen, warum jemand mehr oder weniger kauft.</p>
<p>Daher ist die Verdrängungsrate schwer zu messen. Sie beruht eher auf Annahmen über das Verhalten von Menschen als auf direkten Messungen. Forschende schätzen die Verdrängungsraten derzeit anhand von Umfragen und Verhaltensdaten von Verbraucher:innengruppen, anstatt einzelne Kaufentscheidungen zu betrachten. Mehrere Unternehmen und Plattformen, darunter Vinted, Vestiaire Collective und Depop, haben Studien durchgeführt, um die Verdrängungsraten bei ihren eigenen Kund:innen zu schätzen.</p>
<p>Die Umwelt-NGO WRAP hat zudem eine standardisierte Methodik entwickelt. Diese soll Organisationen dabei helfen, ihre Verdrängungsraten branchenweit einheitlicher zu bewerten und zu vergleichen.</p>
<h2>Verdrängung bei zirkulären Textilstrategien</h2>
<p>Zirkuläre Textilstrategien beeinflussen das Kaufverhalten auf unterschiedliche Weise. Der Bericht ‘Displacement Rates Untangled’ von WRAP stellt fest, dass etwa vier von fünf Reparaturen von Kleidungsstücken einen Neukauf ersetzen. Das entspricht einer Verdrängungsrate von 82,2 Prozent. Dieselbe WRAP-Studie, die auf Peer-to-Peer-Wiederverkaufsplattformen wie Vestiaire Collective, eBay und Depop durchgeführt wurde, schätzt, dass etwa drei von fünf Wiederverkäufen einen neuen Artikel ersetzen, was 64,6 Prozent entspricht. Im Gegensatz dazu weist die Verbraucher:innenforschung von Vinted eine niedrigere Verdrängungsrate von 40 Prozent aus. Dies verdeutlicht, wie die Ergebnisse je nach Methodik, Plattform und Nutzer:innenbasis variieren.</p>
<p>Bei Miete und Upcycling sind die Erkenntnisse begrenzter. Theoretisch kann die Miete von Kleidung Neukäufe ersetzen, insbesondere bei Kleidungsstücken, die nur selten getragen werden, wie zum Beispiel Hochzeitskleider. Dennoch könnte sie auch den Wunsch nach neuer Kleidung verstärken. Upcycling-Kleidung ersetzt manchmal den Kauf eines fabrikneuen Artikels. Allerdings können beim Upcycling-Prozess einige Materialien verloren gehen. Zudem kann das Hinzufügen neuer Komponenten, wie Reißverschlüsse, erforderlich sein. In beiden Fällen erschweren diese Faktoren die Übertragung der Auswirkungen in klare Verhaltensannahmen.</p>
<h2>Warum ist die Verdrängungsrate bei der Bewertung von Umweltauswirkungen wichtig?</h2>
<p>Die Berücksichtigung der Verdrängungsrate ist entscheidend für die Bewertung der Umweltvorteile von zirkulären Textillösungen. Ohne sie laufen zirkuläre Strategien Gefahr, additiv statt substitutiv zu wirken. Das bedeutet, dass Verbraucher:innen weiterhin die gleiche Menge an Kleidung kaufen, oder sogar mehr. Wenn die Nachfrage nach neuen Kleidungsstücken unverändert bleibt, bleiben auch die damit verbundenen Auswirkungen wie die Gewinnung von neuen Rohstoffen und die Produktions-Emissionen hoch.</p>
<p>Deshalb ist die Verdrängungsrate einer der wichtigsten Aspekte bei einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Verdrängungsraten quantifizieren, wie stark das Verbraucher:innenverhalten tatsächlich zur vermiedenen Produktion beiträgt. Sie helfen uns zu verstehen, wie wirksam zirkuläre Textillösungen sind.</p>
<h2>Wie beeinflusst die Verdrängungsrate reale Entscheidungen?</h2>
<p>Im Rahmen des EU-Horizon-Projekts &#39;Solstice&#39; führte Circle Economy eine prospektive Umweltverträglichkeitsprüfung durch. Ziel war es, die potenziellen Umweltvorteile von Pilotprojekten für zirkuläre Textilien in Berlin, Prato, Grenoble und Katalonien abzuschätzen. Im Rahmen dieser Arbeit modellierte Circle Economy eine Reihe von Umweltindikatoren, darunter Wasserverbrauch, Energiebedarf und Landnutzung. So sollte verstanden werden, wie sich verschiedene zirkuläre Maßnahmen unter realen Bedingungen auswirken könnten.</p>
<p>Eine zentrale Annahme in der Modellierung von Circle Economy war die Verdrängungsrate, die für die verschiedenen Pilotprojekte auf 40 bis 80 Prozent geschätzt wurde. Diese Pilotprojekte umfassten Maßnahmen wie ein Reparaturbonus-System, spezielle Räume für zirkuläre Textilaktivitäten und eine digitale Anwendung, die die Nutzung mehrerer zirkulärer Dienstleistungen fördert. In der Praxis bedeutet dies, dass angenommen wird, dass zwischen 40 und 80 Prozent der reparierten, getauschten oder zur Wiederverwendung gesammelten Textilien den Kauf eines neuen Kleidungsstücks ersetzen.</p>
<p>Aus dieser Perspektive können zirkuläre Strategien bei ausreichend hoher Verdrängung zu bedeutenden Reduktionen bei einer Reihe von Umweltauswirkungen führen. Diese Schätzungen können dann von lokalen Behörden auf vielfältige Weise genutzt werden. Sie können Entscheidungen über die weitere Finanzierung von Pilotprojekten vorantreiben, für zirkuläre politische Maßnahmen eintreten oder Übergangsfahrpläne entwerfen.</p>
<h2>Was ist der Rebound-Effekt?</h2>
<p>Ein weiteres Konzept, das in Diskussionen über das Verbraucher:innenverhalten häufig auftaucht, ist der Rebound-Effekt. Während die Verdrängungsrate schätzt, wie viel Neuproduktion durch zirkuläre Aktivitäten vermieden wird, betrachtet der Rebound-Effekt die unbeabsichtigten negativen Auswirkungen, die sich aus zirkulären Lösungen ergeben können. Beispielsweise sind Secondhand-Produkte in der Regel günstiger, was Verbraucher:innen dazu verleiten könnte, mehr Artikel zu kaufen als ursprünglich geplant. Oder sie können das gesparte Geld nutzen, um sich etwas anderes zu gönnen. Diese Art von Verhaltensreaktionen sind Teil des Rebound-Effekts.</p>
<p>Hier spielen psychologische Faktoren eine Rolle. Der Kauf von Secondhand-Ware kann sich schuldfreier anfühlen als der Kauf von Neuware. Dies schafft ein Gefühl der moralischen Lizenzierung, wenn Menschen das Gefühl haben, an ‘nachhaltigem’ Verhalten teilzunehmen. Forschungen von Poldner und Siderius zeigen, dass diese Verhaltensdynamiken die erwarteten Umweltvorteile von zirkulären Modellen abschwächen können. Deshalb sind Rebound-Effekte wichtig: Wie die Verdrängungsraten zeigen sie, dass Zirkularität nicht automatisch zu einer geringeren Umweltbelastung führt.</p>
<h2>Was sagt uns die Verdrängung wirklich?</h2>
<p>Letztendlich können zirkuläre Textillösungen nur dann zu besseren Umweltauswirkungen führen, wenn sie mit einer allgemeinen Reduzierung des Textilkonsums einhergehen. Jede Strategie kann eine positive Wirkung haben. Die Verdrängungsrate unterstreicht jedoch, dass die wirkungsvollsten Strategien diejenigen sind, die Verbraucher:innen zu weniger Käufen bewegen.</p>
<p>Die Verdrängung bietet daher eine realistischere Perspektive für die Bewertung von Kreislaufmode. Sie offenbart eine einfache, aber entscheidende Wahrheit: Kreislaufmode ist nicht automatisch nachhaltig. Ihr Umweltnutzen hängt davon ab, was sie ersetzt. Das Verständnis dieses Unterschieds ist entscheidend, um die Auswirkungen genau zu messen und Maßnahmen zu entwickeln, die zu einer echten Verringerung der Umweltbelastung führen.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/UHOd75UlVSfCEK66Fegg8LdeE2ot8PVEWJQoA6MKeOY/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvcGV4ZWxzLWNvdHRvbmJyby02MDY5OTY5LW1tb3BoN2VuLTIwMjYtMDYtMjIuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Neue KI-Plattform erstellt ‚maßgeschneiderte‘ Schnittmuster</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/neue-ki-plattform-erstellt-massgeschneiderte-schnittmuster/2026062367347</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/neue-ki-plattform-erstellt-massgeschneiderte-schnittmuster/2026062367347</guid><author>news@fashionunited.com (Jaime Martinez)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 23 Jun 2026 11:30:49 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/So_u_k9lFc4Gcb6miqittLiubUH6bNhOjO3CpLrUhek/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjMvbXBhdHRlcm4tdGV4dGlsLXBqM3UxeXl0LTIwMjYtMDYtMjMuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/T6G1Kgca4evQq3cGCIpn1vmr7vCFn9kDB5nKzsgmj80/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjMvbXBhdHRlcm4tdGV4dGlsLXBqM3UxeXl0LTIwMjYtMDYtMjMuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/So_u_k9lFc4Gcb6miqittLiubUH6bNhOjO3CpLrUhek/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjMvbXBhdHRlcm4tdGV4dGlsLXBqM3UxeXl0LTIwMjYtMDYtMjMuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Imagen ilustrativa de una usuaria haciendo uso de la plataforma de MPattern." title="Imagen ilustrativa de una usuaria haciendo uso de la plataforma de MPattern."/>
  <figcaption>Symbolbild einer Nutzerin, die die MPattern-Plattform verwendet. <em>Credits: MPattern.</em></figcaption>
</figure>
<p>Unter dem Namen ‚MPattern‘ haben die spanischen Unternehmer Iván Royo, José Luis Gonzálvez und Antonio Calero eine innovative Lösung auf den Markt gebracht. Sie wollen damit die gängigen Praktiken in der Modebranche mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) neu gestalten. Ihre Plattform automatisiert den Prozess der Erstellung und Anpassung von Schnittmustern.</p>
<p>Die Verantwortlichen hinter der Plattform ‚MPattern‘ erklären, dass die aktuellen Prozesse in der Bekleidungsindustrie mit einem Basisschnittmuster beginnen. Schnitttechniker:innen bearbeiten dieses dann, um die Einzigartigkeit jedes Kleidungsstücks durch Schnitte, Volumen, Raffungen und andere Stofftechniken zu gestalten. Diese kreativen Schritte führen zum endgültigen Schnittmuster des Kleidungsstücks. Die Plattform will diesen Prozess nicht ersetzen, sondern unterstützen. Der Fokus liegt auf dem unmittelbar vorangehenden Schritt: der Erstellung des Basisschnittmusters.</p>
<p>In kleinen Schneidereien muss dieses für jede:n neue:n Kund:in gezeichnet werden. Für kleine Modelabels erschwert dies die Erweiterung ihres Angebots. Jede Größenanpassung und Skalierung eines Schnittmusters erfordert Arbeitsstunden, um die perfekte Passform für jede Größe zu erreichen. Es gibt zwar Automatisierungssysteme, die diese Hürde überwinden. Diese Lösungen kosten jedoch Tausende von Euro und sind für Fabriken mit Hunderten von Arbeiter:innen konzipiert, warnen die Gründer:innen. Als Alternative zu diesen Werkzeugen haben sie nun ihre KI-gestützte Plattform zur Schnittmustererstellung entwickelt.</p>
<p>„Unser Ziel ist es nicht, die Arbeit von Schnitttechniker:innen und Designer:innen zu ersetzen, sondern den Zugang zu Werkzeugen zu demokratisieren, die bisher großen Unternehmen vorbehalten waren. So können Studierende, kleine Ateliers und aufstrebende Marken technisch auf internationaler Ebene konkurrieren“, erklären die Gründer:innen von MPattern.</p>
<p>In diesem Sinne soll „die künstliche Intelligenz“ der Plattform „die Schnitttechnikerin nicht ersetzen“, sondern ihr „Zeit zurückgeben“. So werden die Fachleute weiterhin die Phase der ‚Transformation‘ und die ‚kreative Entscheidung – das, was den Beruf wirklich ausmacht‘ – leiten. Die ‚repetitive Basis‘ wird hingegen von der Technologie übernommen. Mit dieser Plattform „träumen wir davon, dass eine Person zu Hause oder ein kleines Atelier in jedem Land technisch mit jedem Studio der Welt konkurrieren kann, ohne auf die Handwerkskunst zu verzichten, die hinter der Modebranche steckt“.</p>
<p>Die Plattform wurde unter dem Dach von Midnata Labs entwickelt. Das Technologieunternehmen wurde Anfang 2026 von den drei Mitgründer:innen gegründet, basiert aber auf jahrelanger Arbeit am Design und der Entwicklung von MPattern. Sie ist bereits für Nutzer:innen über die offizielle Website zugänglich. Derzeit ist dies die einzige Zugriffsmöglichkeit, obwohl eine kombinierte Nutzung von Web-Plattform und Mobilgerät bereits möglich ist. Eine App soll in Kürze folgen.</p>
<p>Die Funktionsweise fasst MPattern in nur fünf Schritten zusammen. Zuerst wird ein Maßprofil erstellt, für das 47 anthropometrische Punkte zur Verfügung stehen. Anschließend wählen Nutzer:innen ein Basisschnittmuster aus über 50 professionellen Vorlagen aus. Dazu gehören Modelle für Hemden, Hosen, Kleider, Schneiderwaren oder Kinderkleidung. Diese Modelle können dann durch eine Maßanpassung personalisiert werden. Nutzer:innen können Werte für Brust, Hals, Schultern, Handgelenk oder Taille in Millimetern oder Zoll eingeben.</p>
<p>Der Prozess endet mit der Visualisierung des Schnittmusters. Die Plattform generiert es parallel in Echtzeit basierend auf den eingegebenen Maßen und passt es bei jeder Änderung unter Beibehaltung der ursprünglichen Proportionen an. Schließlich kann das Schnittmuster entweder im Maßstab 1:1 für die manuelle Fertigstellung ausgedruckt oder in Adobe Illustrator, CLO3D oder eine andere Design-Software exportiert werden. Eine besondere Funktion ist der ‚Projektor-Modus‘. Damit kann das Schnittmuster im Maßstab 1:1 direkt auf den Stoff projiziert werden, was den Prozess beschleunigt und Ressourcen spart.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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  <img src="https://r.fashionunited.com/0QBNDJvCJFxV1SndNfqvkDW44wW9erzXaBPhhgw6Jbk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvbGl6YXN1bW1lci14OGdkYXVrcS0yMDI0LTAyLTEzLW50azg5eGR2LTIwMjYtMDYtMTkuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/hwJOrfd8gkuWLtN2Lvn_S1Q4Uk1Yk013CK3YW33uzbU/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvbGl6YXN1bW1lci14OGdkYXVrcS0yMDI0LTAyLTEzLW50azg5eGR2LTIwMjYtMDYtMTkuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/0QBNDJvCJFxV1SndNfqvkDW44wW9erzXaBPhhgw6Jbk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvbGl6YXN1bW1lci14OGdkYXVrcS0yMDI0LTAyLTEzLW50azg5eGR2LTIwMjYtMDYtMTkuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Bild zur Visualisierung" title="Bild zur Visualisierung"/>
  <figcaption>Bild zur Visualisierung  <em>Credits: Pexels, Liza Summer</em></figcaption>
</figure>
<p>Der Online-Handel treibt die Paketmenge in die Höhe.</p>
<p>Wie der Logistikverband BPEX in Berlin mitteilte, stieg die
Anzahl der in Deutschland verschickten Pakete im vergangenen Jahr um
2,6 Prozent auf rund 3,8 Milliarden. 2024 hatte es ein Plus von drei
Prozent gegeben. Das Marktsegment der Sendungen von Firmen an Firmen
schwächelte im vergangenen Jahr, was an der mauen Konjunktur lag -
das traf auch Kurier- und Expressdienste.</p>
<p>In der Coronazeit schnellte die Verbraucher:innennachfrage nach Waren
samt Paketen in die Höhe, 2020 und 2021 stieg die Sendungsmenge um
jeweils rund 12 Prozent an. Inzwischen hat sich das Wachstum
normalisiert, dieses Jahr soll es weiter nach oben gehen.</p>
<p>Im Digitalzeitalter bestellen die Menschen immer mehr Waren im Internet,
was Paketfirmen volle Auftragsbücher beschert. Marktführer ist der
Bonner Konzern DHL <de0005552004>, zu den Konkurrenten gehören
Hermes, DPD, GLS, Fedex <us31428x1063> und UPS
<us9113121068>.</us9113121068></us31428x1063></de0005552004></p>
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  <figcaption>Bild zur Visualisierung  <em>Credits: Dieter Schütz / pixelio.de</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Dauerkrise der deutschen Wirtschaft
treibt eine wachsende Zahl von Firmen in die Pleite. 12.900
Unternehmen werden nach Hochrechnungen der Auskunftei Creditreform
bis zum Ende des ersten Halbjahres Insolvenz angemeldet haben. Das
wären fast acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste
Stand seit den ersten sechs Monaten 2013 mit damals 13.310 Fällen,
teilte die Auskunftei mit.</p>
<p>„Der Pleite-Höhepunkt ist noch nicht erreicht“, warnte der Leiter der
Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. „Diese
Entwicklung wird sich erst dann wieder stabilisieren, wenn die
Wirtschaft endlich wächst. Nach jetzigem Stand also frühestens 2027.“
Im laufenden Jahr trauen Ökonomen der deutschen Wirtschaft nur ein
Mini-Wachstum zu, die Folgen des Iran-Kriegs bremsen den erhofften
Aufschwung aus.</p>
<h2>Ölpreisschock trifft ohnehin belastete Wirtschaft</h2>
<p>Teure Energie, zurückhaltende Konsumenten, bürokratische Lasten - die
Liste der Probleme ist lang. Der Iran-Krieg hat die Krise verschärft.
Vor allem der Preissprung bei Energie belastet Unternehmen und
Verbraucher. Die meisten Insolvenzen gab es im ersten Halbjahr des
laufenden Jahres mit fast 7.900 Fällen im Dienstleistungsbereich, zu
dem die Gastronomie zählt.</p>
<p>Einen überdurchschnittlichen Anstieg der Pleitezahlen um 28,6 Prozent
verzeichnet Creditreform bei Unternehmen mit mehr als 250
Beschäftigten. Es traf etwa den Hotelbetreiber
Revo-Hospitality-Gruppe, die Baumarktkette Hellweg und den
Spielwarenhändler Rofu Kinderland.</p>
<h2>Von der Gründung in die Insolvenz</h2>
<p>Deutlich mehr Insolvenzen gab es auch bei jungen Unternehmen: Bis zu
zwei Jahre nach dem Start am Markt gaben 1.140 Gründerinnen und
Gründer auf - gut ein Viertel (25,3 Prozent) mehr als im ersten
Halbjahr 2025. „Das schwierige Umfeld verzeiht keine
Fehlkalkulationen“, sagt Hantzsch.</p>
<p>Insgesamt 165.000 Jobs stehen infolge der Insolvenzen des ersten
Halbjahres hierzulande auf der Kippe und damit mehr als vor
Jahresfrist (143.000), wie Creditreform schätzt. Die Schadenssumme
lag mit geschätzten 28,5 Milliarden Euro dagegen etwas unter dem Wert
des Vorjahreszeitraums (31,2 Mrd Euro).</p>
<h2>Auch viele Verbraucher:innen in finanzieller Schieflage</h2>
<p>Auch immer mehr Privathaushalte, die zuletzt mit wieder kräftiger
steigenden Verbraucher:innenpreisen zu schaffen hatten, geraten in
finanzielle Not: Im ersten Halbjahr 2026 zählte Creditreform 38.800
Verbraucherinsolvenzen und damit 2,3 Prozent mehr als im
Vorjahreszeitraum. Der Anstieg fiel jedoch geringer
aus als in den beiden Vorjahren und erreichte nicht das Niveau
früherer Jahre.</p>
<p>„Zwar belasten die gestiegenen Lebenshaltungskosten und die Inflation
viele Verbraucher:innen, der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich jedoch immer
noch weitgehend robust, auch wenn zunehmend insbesondere im
verarbeitenden Gewerbe gut bezahlte Stellen abgebaut wurden“,
analysiert die Auskunftei.</p>
<h2>Amtliche Zahlen bestätigen Trend</h2>
<p>Für das erste Quartal meldeten die Amtsgerichte Zahlen des
Statistischen Bundesamtes zufolge 6.275 beantragte
Unternehmensinsolvenzen und damit 6,5 Prozent mehr als ein Jahr
zuvor. Im Gesamtjahr 2025 waren amtlichen Zahlen zufolge so viele
Unternehmen in Deutschland in die Pleite gerutscht wie seit 2014
nicht: 24.064. Schon 2023 und 2024 hatte die Zahl der Firmenpleiten
deutlich zugelegt, nachdem die staatlichen Hilfen aus der
Corona-Pandemie ausgelaufen waren, die vielen Betrieben das Überleben
gesichert hatten.</p>
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  <figcaption>Weizenstroh als Alternative zu Holzzellstoff für die Herstellung von Viskose- und Lyocellfasern <em>Bild: Foto von Maksim Chernishev auf Unsplash</em></figcaption>
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<p>Könnte Weizenstroh als Alternative zu Holzzellstoff für die Herstellung hochwertiger Viskose- und Lyocellfasern für die Modeindustrie dienen? Laut einem neuen Bericht der gemeinnützigen Umweltorganisation Canopy lautet die Antwort ja.</p>
<p>Der Bericht ‘From Wheat Straw to Wardrobes: Fashioning a new fibre future’ stellt die Ergebnisse des Pilotprojekts Latvus vor. Das Projekt untersuchte, ob aus indischem Weizenstroh hergestellter Zellstoff anstelle von herkömmlichem Holzzellstoff für die Herstellung hochwertiger Viskose- und Lyocellfasern verwendet werden kann. Die Ergebnisse des Berichts zeigen, dass Weizenstrohzellstoff ein praktikabler Ersatz für Holzzellstoff bei der Viskose- und Lyocellfaserproduktion ist. Er kann auch zur Herstellung einer Reihe von Garnen und Stoffen verwendet werden, die sich für verschiedene Produktanwendungen eignen.</p>
<h2>Bericht untersucht Weizenstroh als Ersatz</h2>
<p>Heute wird Holzzellstoff zur Herstellung von zellulosischen Chemiefasern (Man-made Cellulosic Fibers, MMCFs) wie Viskose und Lyocell verwendet. Diese Fasern werden in der Regel als umweltfreundlicher vermarktet als synthetische Fasern wie Polyester oder andere ressourcenintensive Naturfasern wie Baumwolle. Der Grund dafür ist, dass sie aus Holzzellstoff aus bewirtschafteten Wäldern hergestellt werden. Mit der steigenden Nachfrage nach MMCFs wächst jedoch auch ihre Auswirkung auf den Planeten.</p>
<p>Studien haben ergeben, dass jährlich mehr als 300 Millionen Bäume für die Herstellung dieser Fasern gefällt werden. Darunter sind auch Bäume aus klimarelevanten und artenreichen Wäldern. Die Eindämmung der Entwaldung ist eine der schnellsten und kostengünstigsten Maßnahmen zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen. Gleichzeitig unterstützt sie das globale Biodiversitätsziel ‘30x30’, das den Schutz von 30 Prozent der Land- und Wasserflächen der Welt bis 2030 vorsieht.</p>
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  <figcaption>Weizenstroh als Alternative zu Holzzellstoff für die Herstellung von Viskose- und Lyocellfasern <em>Bild: Unsplash</em></figcaption>
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<p>Das Projekt Latvus wurde ins Leben gerufen, um diesen Herausforderungen zu begegnen und landwirtschaftliche Abfälle in einen Rohstoff für umweltschonende Lyocellfasern umzuwandeln. Das Pilotprojekt brachte 13 Partner:innen aus der gesamten Wertschöpfungskette zusammen: die gemeinnützigen Organisationen Canopy und Fashion for Good; die Modemarken C&amp;A, H&amp;M Group und Reformation; die Innovatoren und Hersteller:innen aus der Lieferkette Chempolis, TITK, Inovafil, Yee Chain, Shahi, Filpucci und DBL; den Rückverfolgbarkeitsanbieter TextileGenesis und den Weizenstrohlieferanten A2P Energy. Das Pilotprojekt baut auf dem Bericht ‘Spinning Future Threads’ der Laudes Foundation aus dem Jahr 2021 auf. Dieser wies auf das Potenzial von Agrarreststoffen in Süd- und Südostasien als Rohstoff für Textilien hin.</p>
<p>Das Pilotprojekt umfasste sieben Phasen. Zunächst wurde in Indien Weizenstroh gesammelt, bevor es raffiniert und zur Vorbehandlung und Verarbeitung zu Zellstoff an das finnische Unternehmen Chempolis geliefert wurde. Der Zellstoff wurde dann bei TITK aufgelöst und zu Lyocellfasern versponnen. Inovafil stellte daraus vier Garne her, die auf die spezifischen Anforderungen der Marken zugeschnitten waren. Partner:innen aus der Lieferkette webten und strickten daraus verschiedene Stoffe: einen Single-Jersey für T-Shirts, ein von Filpucci gesponnenes Garn für die Pullover von Reformation, eine Leinwandbindung für die Blusen von Shahi und ein Kettengewirke von Yee Chain. Jede Marke produzierte und bewertete Prototypen. TextileGenesis führte ein Pilotprojekt zur Rückverfolgbarkeit durch, das den gesamten Weg vom landwirtschaftlichen Betrieb bis zum fertigen Kleidungsstück abbildete.</p>
<h2>Vorteile der Verwendung von Weizenstroh für die MMCF-Produktion</h2>
<p>Reformation führte einen Vergleich mit einer herkömmlichen Lyocell-Referenzfaser aus der Materialbibliothek ihres Lieferanten durch. Dabei stellte die Marke fest, dass die Faser aus dem Projekt Latvus eine „starke ästhetische Übereinstimmung“ mit kommerzieller Rentabilität aufwies. Der frühzeitige Zugang zu kleinen Garnspulen ermöglichte es ihnen auch, die Farbrezepturen zu verfeinern. Dies führte letztendlich zu einer erfolgreichen Übereinstimmung bei Sättigung, Farbton und Leistung. Dennoch gab es im Pilotprojekt einige kleine, aber erwartete Hürden. Die Zellstoffausbeute war mit rund 24 Prozent niedriger als die industriellen Zielvorgaben von 37 bis 39 Prozent. Dies lag hauptsächlich an Verlusten bei der Vorbehandlung, die sich bei größeren Chargen verbessern sollten. Shahi, einer der Lieferanten, meldete Probleme mit der Farbechtheit und Formstabilität nach mehrmaligem Waschen. Andere Partner:innen stießen jedoch nicht auf diese Probleme. Das deutet darauf hin, dass sie eher mit spezifischen Veredelungs- und Färbeverfahren zusammenhängen als mit der Faser selbst.</p>
<p>Canopy betont, dass alternative Rohstoffe wie Weizenstroh wichtig für die Diversifizierung der Fasern in der Modeindustrie sind. Sie reduzieren die Abhängigkeit von Wäldern und stärken die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten. Indien, die zweitgrößte Agrarwirtschaft der Welt, hat aufgrund seines großen Angebots an landwirtschaftlichen Reststoffen das Potenzial, eine führende Rolle bei der Herstellung von MMCFs der nächsten Generation wie Weizenstroh zu übernehmen. Studien zufolge verbrennen Landwirt:innen jährlich mehr als 90 Millionen Tonnen Ernterückstände, hauptsächlich Reis- und Weizenstroh. Diese Ressourcen könnten stattdessen zur Herstellung umweltschonender Textilfasern genutzt werden.</p>
<p>Das Verbrennen von Ernteabfällen ist für bis zu 40 Prozent der Luftverschmutzung in Delhi verantwortlich. Dies verkürzt die Lebenserwartung in den betroffenen Regionen um bis zu zehn Jahre. Zudem steigen die PM2,5-Werte  - winzige Luftschadstoffpartikel, die die menschliche Gesundheit schädigen können - in Nordindien auf das 15- bis 45-fache der WHO-Sicherheitsrichtlinien.</p>
<p>Die Ausweitung des Pilotprojekts könnte neue Einkommensquellen für landwirtschaftliche Gemeinschaften in Nordindien schaffen. Gleichzeitig würde sie die lokalen Produktionskapazitäten stärken, die Luftverschmutzung verringern und das Wachstum einer stärker kreislauforientierten Textilindustrie fördern. Canopy ruft nun andere Modemarken dazu auf, die Skalierung von MMCFs wie Weizenstroh zu unterstützen. Eine gebündelte Nachfrage wird zweifellos dazu beitragen, dass diese Materialien schnell Preisparität und industrielle Maßstäbe erreichen.</p>
<p>„Das Projekt Latvus zeigt, dass die Zukunft der Faser bereits da ist. Obwohl eine weitere Skalierung erforderlich ist, um die Effizienz zu optimieren und den Preisunterschied zu schließen, ist die Richtung klar: MMCFs der nächsten Generation sind bereit für die nächste Stufe der kommerziellen Einführung“, sagte Nicole Rycroft, Gründerin und Geschäftsführerin von Canopy, in einer Erklärung. „Durch die Diversifizierung der Rohstoffe über Wälder hinaus haben wir die reale Chance, eine widerstandsfähigere, kreislauforientierte und umweltschonende Textilindustrie aufzubauen.“</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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<p>FashionUnited nutzt Künstliche Intelligenz, um die Übersetzung von Artikeln zu beschleunigen und das Endergebnis zu verbessern. Sie helfen uns, die internationale Berichterstattung von FashionUnited einer deutschsprachigen Leserschaft schnell und umfassend zugänglich zu machen. Artikel, die mithilfe von KI-basierten Tools übersetzt wurden, werden von unseren Redakteur:innen Korrektur gelesen und sorgfältig bearbeitet, bevor sie veröffentlicht werden. Bei Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte per E-Mail an info@fashionunited.com</p>
</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/kHC7luRKcJHgyluXML_ZhLDubIo3l_bvv4H86ZSwL3k/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDUvMjcvbWFrc2ltLWNoZXJuaXNoZXYtYnZsbGdtMnhvOTAtdW5zcGxhc2gtbTE2ZTlja2ItMjAyNi0wNS0yNy5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Diebstahl kostet Einzelhandel Milliarden – neuer Rekordwert</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/diebstahl-kostet-einzelhandel-milliarden-neuer-rekordwert/2026062367325</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/diebstahl-kostet-einzelhandel-milliarden-neuer-rekordwert/2026062367325</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 23 Jun 2026 06:33:58 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption>Bild zur Visualisierung <em>Credits: FashionUnited</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Schäden durch Diebstahl im deutschen Einzelhandel haben 2025 einen Höchststand erreicht. Laut einer Studie des Handelsforschungsinstituts EHI wurden Waren im Wert von mehr als 4,3 Milliarden Euro gestohlen – ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Schadenssumme steigt das vierte Mal in Folge.</p>
<p>Mit rund 3,05 Milliarden Euro entfiel der größte Teil auf
Kund:innendiebstahl. Ein Drittel davon wird organisierten Tätergruppen
zugeschrieben. Eigene Beschäftigte der Handelsunternehmen
verursachten Schäden von 910 Millionen Euro, Personal von Lieferant:innen
und Servicefirmen, etwa Handwerker:innen und Reinigungskräfte, weitere 370
Millionen Euro.</p>
<p>Zwischen 2020 und 2025 sind die Schäden um knapp 29 Prozent
gestiegen, beim Kundendiebstahl sogar um gut 41 Prozent. Ein Teil des
Anstiegs dürfte auf die hohe Inflation zurückzuführen sein. Die
Verbraucherpreise legten im selben Zeitraum um mehr als 20 Prozent
zu, die Preise für Lebensmittel um etwa 35 Prozent.</p>
<p>Als größte Herausforderung bezeichnete EHI-Experte Frank Horst
den Kampf gegen organisierten und gewerbsmäßigen Diebstahl. Auch die
Zunahme beim &quot;normalen&quot; Kund:innendiebstahl sei &quot;besorgniserregend&quot;. Der
Handelsverband Deutschland forderte eine konsequentere Verfolgung von
Ladendiebstahl und eine bessere Ausstattung von
Strafverfolgungsbehörden und Gerichten.</p>
<p>Für die Studie befragte das EHI 103 Unternehmen mit insgesamt
21.225 Geschäften. Die Firmen schätzten, wie sich die Verluste auf
Kunden, Mitarbeiter und andere Verursacher verteilen. Anschließend
wurden die ermittelten Schäden auf den Gesamtmarkt
hochgerechnet.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/EiYdiXN7widfIfTfDtlFS9PMd8w-NQt5qFxcROUlKqM/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDcvMTAvZWluemVsaGFuZGVsLTIwMjIta21kaGlhcmotMjAyMy0wMS0zMS1henFiMWtzbC0yMDIzLTAzLTE2LXAyZHY0bnN6LTIwMjMtMDctMTAuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Geistiges Eigentum: EUIPO legt Roadmap für neue Finanzierungsmodelle vor</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/geistiges-eigentum-euipo-legt-roadmap-fur-neue-finanzierungsmodelle-vor/2026062267324</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/geistiges-eigentum-euipo-legt-roadmap-fur-neue-finanzierungsmodelle-vor/2026062267324</guid><author>news@fashionunited.com (Isabella Naef)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 22 Jun 2026 14:58:21 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/QwiPeWZpD8HzCsVonwTvTfklGuidSXs_JEwAwSlAR4w/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjIvZXVpcG8tYnVpbGRpbmctMi04ZThpNDZxeS0yMDIzLTExLTIyLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/dYeHSOxwShfprZKzpW9Cyr8rF-4XnBB-hBwi-Zn-qvc/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjIvZXVpcG8tYnVpbGRpbmctMi04ZThpNDZxeS0yMDIzLTExLTIyLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/QwiPeWZpD8HzCsVonwTvTfklGuidSXs_JEwAwSlAR4w/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjIvZXVpcG8tYnVpbGRpbmctMi04ZThpNDZxeS0yMDIzLTExLTIyLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="La sede Euipo di Alicante" title="La sede Euipo di Alicante"/>
  <figcaption>Der Euipo-Sitz in Alicante <em>Quelle: Euipo</em></figcaption>
</figure>
<p>Europäische Unternehmen, deren Wert zunehmend von geistigem Eigentum und anderen immateriellen Gütern abhängt, könnten von einem besseren Zugang zu Finanzierungen profitieren. Zu diesem Schluss kommt das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO), das für die Verwaltung von Unionsmarken, eingetragenen Gemeinschaftsgeschmacksmustern und geografischen Angaben der EU für Handwerks- und Industrieerzeugnisse zuständig ist.</p>
<p>Bei einer gemeinsamen Sitzung der Lenkungsgruppe und der technischen Arbeitsgruppe am 10. Juni in Brüssel genehmigten die Teilnehmenden die „European IP-backed Finance Roadmap“ – ein Schritt, der den Übergang von der Analyse zur praktischen Umsetzung markiert.</p>
<p>Grundlage der Genehmigung ist der EUIPO-Bericht „IP-backed Finance in Europe: State of Play and Future Perspectives&quot;, der die wesentlichen Hindernisse identifiziert, die innovative Unternehmen daran hindern, ihr geistiges Eigentum bei der Finanzierungssuche effektiv einzusetzen.</p>
<p>Die Sitzung wurde vom EUIPO und der Europäischen Kommission organisiert und brachte Vertreterinnen und Vertreter von EU-Institutionen, nationalen Ämtern für geistiges Eigentum, Finanzinstituten und Branchenorganisationen zusammen. Zur Eröffnung betonten Nathalie Berger, Direktorin für Wettbewerbsfähigkeit bei der GD Grow der Europäischen Kommission, und EUIPO-Exekutivdirektor João Negrão die Notwendigkeit, das europäische Finanzsystem an eine zunehmend von Innovation und immateriellen Gütern geprägte Wirtschaft anzupassen.</p>
<p>„Europa hat das Talent, die Forschung und das Kapital. Was wir brauchen, ist ein Finanzsystem, das den Wert von Innovation und geistigem Eigentum besser anerkennt. Es muss innovativen Unternehmen helfen, zu wachsen, zu expandieren und weltweit zu konkurrieren&quot;, so Negrão.</p>
<p>Geistiges Eigentum gehört oft zu den wertvollsten Vermögenswerten eines Unternehmens – ist für viele Finanzinstitute jedoch schwer zu bewerten. Gerade Start-ups, Scale-ups und KMUs haben dadurch häufig Schwierigkeiten, die für ihr Wachstum nötigen Mittel zu erhalten.</p>
<p>Die Roadmap skizziert einen praktischen Weg, um diese Herausforderung zu bewältigen. Unternehmen sollen Informationen über ihr geistiges Eigentum klarer darstellen können; Banken, Investorinnen und Investoren sowie öffentliche Finanzinstitutionen sollen diese Informationen besser verstehen und nutzen können. Die Arbeit konzentriert sich dabei auf mehrere Schlüsselbereiche: die Bewertung immaterieller Güter, den Aufbau einer soliden Datenbasis aus realen Finanztransaktionen sowie die Untersuchung von Garantiesystemen und Risikoteilungsmechanismen.</p>
<p>Bis Ende 2027 sollen die grundlegenden Komponenten des europäischen Ökosystems für durch geistiges Eigentum besicherte Finanzierungen einsatzbereit sein – mit dem Ziel, Innovation, Investitionen und Wachstum enger zu verknüpfen.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/xctBqKeGwc--oUlThAIZFNSvoSmQz8qbHJG1h4ZnAVk/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjIvZXVpcG8tYnVpbGRpbmctMi04ZThpNDZxeS0yMDIzLTExLTIyLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Castore erwirbt Mehrheitsbeteiligung am Schuhhersteller Grenson</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/castore-erwirbt-mehrheitsbeteiligung-am-schuhhersteller-grenson/2026062267314</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/castore-erwirbt-mehrheitsbeteiligung-am-schuhhersteller-grenson/2026062267314</guid><author>news@fashionunited.com (Danielle Wightman-Stone)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 22 Jun 2026 13:14:13 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/UZZK_J4kcCqQzbN_c-Zt23dt44sDecQEyVOkiTzopa8/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZ3JlbnNvbi1ob2xseS13aWxsb3VnaGJ5LTIta2dqZTlyY3UtMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/DB25qA_YOaSkKbAJEOQI4XHjYESMkY8ZX_AkdvKeWYU/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZ3JlbnNvbi1ob2xseS13aWxsb3VnaGJ5LTIta2dqZTlyY3UtMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/UZZK_J4kcCqQzbN_c-Zt23dt44sDecQEyVOkiTzopa8/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZ3JlbnNvbi1ob2xseS13aWxsb3VnaGJ5LTIta2dqZTlyY3UtMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Grenson x Holly Willoughby" title="Grenson x Holly Willoughby"/>
  <figcaption>Grenson x Holly Willoughby <em>Bild: Grenson</em></figcaption>
</figure>
<p>Die britische Sportswear-Marke Castore hat die Mehrheitsbeteiligung am Schuhhersteller Grenson erworben. Das Unternehmen stellt seit 1866 Schuhe in Northamptonshire, England, her.</p>
<p>Laut den Unterlagen von Grenson im Handelsregister des Vereinigten Königreichs hat J Carter Sporting Club Limited, das Unternehmen hinter  Castore, eine 75-prozentige Beteiligung an dem Schuh- und Stiefelhersteller erworben. Die bisherigen Eigentümer:innen von Grenson, Tim Little und seine Frau Julie Little, sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Zudem hat Grenson seinen eingetragenen Firmensitz offiziell von seinem traditionellen Standort in Northamptonshire in den Hauptsitz von Castore in Manchester verlegt.</p>
<p>„Grenson ist eine ikonische britische Marke mit einem außergewöhnlichen Erbe, handwerklichem Können und Authentizität“, so Catore-CEO Tom Beahon. „Phil und ich bewundern das Unternehmen schon lange. Wir sehen eine bedeutende Chance, das nächste Kapitel zu unterstützen und gleichzeitig die Eigenschaften zu schützen, die es so besonders machen. Die Ambition der Castore-Gruppe ist es, ein Portfolio von britischen Premium-Marken mit globaler Relevanz aufzubauen. Wie bei Belstaff ist diese Investition eine Verpflichtung zu langfristiger Verantwortung. Wir investieren in starke Fundamentaldaten und helfen unverwechselbaren britischen Marken, mehr Kund:innen auf der ganzen Welt zu erreichen.“</p>
<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/XLlScscqac31-OPyF4t-N1NNtfqkQlgyZdcyTTMeaJU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZ3JlbnNvbi1ob2xseS13aWxsb3VnaGJ5LTItNGwxeHExMTctMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/Pa9M7YQmqJe4AahNxNk7e_FiPR5_WxDiQOHyspB7sm4/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZ3JlbnNvbi1ob2xseS13aWxsb3VnaGJ5LTItNGwxeHExMTctMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/XLlScscqac31-OPyF4t-N1NNtfqkQlgyZdcyTTMeaJU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZ3JlbnNvbi1ob2xseS13aWxsb3VnaGJ5LTItNGwxeHExMTctMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Grenson x Holly Willoughby" title="Grenson x Holly Willoughby"/>
  <figcaption>Grenson x Holly Willoughby <em>Bild: Grenson</em></figcaption>
</figure>
<p>Grenson ist einer der ältesten und angesehensten Namen in der traditionellen britischen Schuhherstellung und wurde 1866 von William Green gegründet. Die Marke machte sich als wichtiger Lieferant für das britische Militär während des Ersten und Zweiten Weltkriegs einen Namen.</p>
<p>2010 kaufte Little das Unternehmen von der Familie Green. Er startete eine Expansion der Marke durch vier Geschäfte in London und den Großhandel mit Einzelhändler:innen wie Selfridges, Dover Street Market und Mr Porter. Zudem führte er die erste Damenkollektion seit 30 Jahren ein. Es folgten hochkarätige Kooperationen mit Marken wie New Balance, Craig Green, Liberty, Vivienne Westwood, Neighbourhood und Kith.</p>
<p>„Ich wusste immer, dass ich eines Tages eine glänzende Zukunft für Grenson sichern wollte“, so Tim Little, Geschäftsführer von Grenson. „Als ich Tom und Phil traf, wusste ich, dass sie die perfekten Leute dafür sind. Sie verstanden die Marke, ihr Erbe und die Chance. Vom ersten Treffen an war ich überzeugt, dass sie die idealen Hüter der Marke sind. Ich kann es kaum erwarten, mit ihnen an diesem aufregenden neuen Kapitel für dieses 160 Jahre alte Unternehmen zu arbeiten.“</p>
<p>Details der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.</p>
<p>Dies ist die zweite Übernahme einer Traditionsmarke für Castore. Zuvor <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/castore-schnappt-sich-traditionslabel-belstaff-fur-globales-wachstum/2025082863169">kaufte das Unternehmen im August 2025 die britische Luxusmarke Belstaff </a>von deren Muttergesellschaft Ineos. Der Schritt wurde damals als Einstieg von Castore in die Luxusmode gesehen, um über seine Sportbekleidungskompetenz hinaus zu diversifizieren. Castore sponsert große Sportteams auf der ganzen Welt und entwirft Sportbekleidung für das tägliche Training sowie für Profisportler:innen.</p>
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]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/GcaNn8meoHuVRWFmBkRnpZ-YnDQNVooFMef3hjv77W4/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvZ3JlbnNvbi1ob2xseS13aWxsb3VnaGJ5LTIta2dqZTlyY3UtMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Studie: Europäischer E-Commerce wächst trotz des schwierigen Konsumklimas</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/studie-europaischer-e-commerce-wachst-trotz-des-schwierigen-konsumklimas/2026062267311</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/studie-europaischer-e-commerce-wachst-trotz-des-schwierigen-konsumklimas/2026062267311</guid><author>news@fashionunited.com (Simone Preuss)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 22 Jun 2026 09:25:55 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/qAjYVDuJg7i_DBWPmhrsp1WWAfiCFCSL9tOhmgbVEmU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDUvMTkvdml0YWx5LWdhcmlldi0xam5uOXFobXRndS11bnNwbGFzaC12YTg2dGU3bC0yMDI1LTA0LTE2LXFhMDU3dXlxLTIwMjUtMDUtMTkuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/l1RHdt6I6I3NKdAWOA5esNs1CwVyqlPO5rRuhHz-gHc/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDUvMTkvdml0YWx5LWdhcmlldi0xam5uOXFobXRndS11bnNwbGFzaC12YTg2dGU3bC0yMDI1LTA0LTE2LXFhMDU3dXlxLTIwMjUtMDUtMTkuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/qAjYVDuJg7i_DBWPmhrsp1WWAfiCFCSL9tOhmgbVEmU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDUvMTkvdml0YWx5LWdhcmlldi0xam5uOXFobXRndS11bnNwbGFzaC12YTg2dGU3bC0yMDI1LTA0LTE2LXFhMDU3dXlxLTIwMjUtMDUtMTkuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="E-commerce." title="E-commerce."/>
  <figcaption>E-commerce. <em>Bild: Vitaly Gariev, Unsplash</em></figcaption>
</figure>
<p>Bis 2029 soll der europäische digitale Handel um jährlich 6 Prozent wachsen und zwar trotz des eingetrübten Konsumklimas. Für die Autor:innen der McKinsey-Studie „Europe’s new e-commerce agenda: How AI is resetting growth and competition“ deutet dies nicht nur auf eine „bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit“ hin, sondern beschreibt auch einen fundamentalen Wandel: Künstliche Intelligenz (KI) ist nicht mehr nur das unterstützendes Werkzeug, sondern ordnet als treibende Kraft den europäischen Onlinehandel komplett neu. Dieser Wandel vollzieht sich in fünf zentralen Veränderungen, die die Art und Weise, wie Unternehmen wachsen und miteinander konkurrieren, von Grund auf revolutionieren.</p>
<p>„Die Entwicklungen im E-Commerce gehen von neuen Wegen der Produktentdeckung bis hin zur vollständigen Automatisierung von Transaktionen durch KI-Agenten. Für Handelsunternehmen bedeutet dies den Übergang von einzelnen Pilotprojekten hin zu einer vollständigen Integration von KI in alle kommerziellen und operativen Kernprozesse“, kommentiert Philipp Kluge, Partner bei McKinsey in München, in einer Pressemitteilung.</p>
<h2>1) Paradigemenwechsel im E-Commerce</h2>
<p>Der erste große Wandel betrifft das Aufkommen eines neuen technologischen Paradigmas, das die bisherigen Sprünge vom Katalog zum Webshop und vom Desktop zum Smartphone ablöst. Wie führende Expert:innen in der Studie betonen, verändert diese neue Ära der KI fundamental, wie Kund:innen einkaufen und Einzelhändler:innen sie bedienen, da Technologie nun tiefer als je zuvor in die Wertschöpfungskette integriert wird.</p>
<p>„KI ist der nächste Paradigmenwechsel im E-Commerce. Genau wie wir uns von Katalogen zu Onlineshops, von Onlineshops zu mobilen Angeboten und von mobilen Angeboten zu Plattformen entwickelt haben, wird KI grundlegend verändern, wie Kund:innen einkaufen und wie wir sie bedienen,“ erklärt Otto-CEO Boris Ewenstein in der Studie.</p>
<h2>2) „Agentic Commerce“ verändert das Spielfeld</h2>
<p>Die zweite grundlegende Verschiebung betrifft das Konsumverhalten selbst und manifestiert sich im sogenannten agentenbasierten Handel, dem „Agentic Commerce“. Hierbei bewegen sich Plattformen weg von reinen Benutzer:innenoberflächen, die ausschließlich für das menschliche Auge gestaltet wurden, hin zu Systemen, die autonom agieren können.</p>
<p>Kund:innen delegieren zunehmend Aufgaben wie das Auffinden des besten Angebots, die automatische Nachbestellung von Standardartikeln oder das Zusammenstellen eines Warenkorbs nach definierten Kriterien zu Preis, Marke, Liefergeschwindigkeit oder Nachhaltigkeit. KI-Systeme sind zunehmend in der Lage, die Absichten von Verbraucher:innen zu interpretieren, verschiedene Optionen eigenständig zu bewerten und mehrstufige Aktionen auszuführen, sodass sie letztlich im Namen der Konsument:innen den Einkauf übernehmen.</p>
<p>Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Europäer:innen nutzen KI bereits bei der Kaufrecherche. Diese Automatisierung bricht traditionelle Muster der Kund:innenansprache auf und verlagert die Entscheidungsmacht teilweise vom Menschen auf die Software. Den Expert:innen der Studie zufolge ist das Marktpotenzial enorm: Bis 2030 könnten global zwischen drei und fünf Billionen US-Dollar (rund 4,37 Billionen Euro) B2C-Einzelhandelsumsatz über agentische Commerce-Modelle generiert werden.</p>
<h2>3) Einzelhandel konkurriert um die Gunst der Algorithmen</h2>
<p>Aus dieser Entwicklung resultiert direkt die dritte zentrale Veränderung, die den gesamten Wettbewerb umdefiniert: Einzelhändler:innen konkurrieren heute nicht mehr primär um die Aufmerksamkeit oder die Klicks menschlicher Nutzer:innen, sondern um die Gunst der Algorithmen. Da KI-Assistenten die Vorauswahl für die Kund:innen treffen, verlagert sich der Kampf um die Marktanteile hinter die Kulissen der Datenströme.</p>
<p>Die Autor:innen der Untersuchung machen klar, dass Produktdaten, Preislogiken, Verfügbarkeitssignale und die Zuverlässigkeit der Lieferung die entscheidenden Inputs für diese automatisierte Entscheidungsfindung der Software sind, weshalb Unternehmen lernen müssen, für Maschinen statt für Menschen optimiert zu sein.</p>
<h2>4) Einkaufserlebnisse verlassen sich auf Inhalte in den sozialen Medien</h2>
<p>Die vierte Verschiebung betrifft die internen Prozesse der Einzelhändler:innen und verwandelt die kreative Arbeit im Marketing in einen streng datengetriebenen Wachstumshebel. KI-Systeme übernehmen die automatisierte Erstellung von Inhalten, das Testen verschiedener Produktvarianten und das präzise Ausspielen von personalisierten Botschaften in Echtzeit. Branchenkenner:innen beschreiben im Bericht, dass die KI zunehmend bestimmt, welche Inhalte erstellt und welche Botschaften wem gezeigt werden, während gleichzeitig Retail Media, also die Vermarktung von Werbeflächen direkt auf den Plattformen der Einzelhändler:innen, zu einem strukturellen Hebel für die Gewinnmarge der Unternehmen aufsteigt.</p>
<p>„Ich sehe drei unterschiedliche Customer Journeys voraus: Ein Segment bevorzugt das traditionelle Einkaufserlebnis und ist oft skeptisch gegenüber KI und Datenschutz. Ein weiteres Segment setzt auf hyperpersonalisierte Empfehlungen, insbesondere beeinflusst durch soziale Medien. Schließlich entsteht ein neues „Headless Commerce“-Modell, bei dem KI-Assistenten nahtlos im Namen der Nutzer:innen auf verschiedenen Plattformen einkaufen,“ prognostiziert David Roberts, Chief Technology und Product Officer der Online-Shopping Plattform  Allegro.</p>
<h2>5) KI erfindet Omnichannel neu</h2>
<p>Als fünfte und letzte Veränderung etabliert sich eine völlig neue, KI-gestützte Omnichannel-Intelligenz, welche die veraltete Trennung zwischen digitalem und stationärem Handel endgültig aufhebt. Anstatt Daten in isolierten Kanälen zu betrachten, bringen führende Akteur:innen alle Informationen auf einer Plattform zusammen.</p>
<p>Wie die Analysten von McKinsey hervorheben, verleiht die KI der Omnichannel-Strategie eine ganz neue Schärfe, indem sie Verhaltens-, Transaktions- und Betriebsdaten integriert, wodurch Preise, Werbeaktionen, Lagerbestände und der Service über die gesamte Customer Journey hinweg optimiert werden und nicht mehr nur an einzelnen, isolierten Kontaktpunkten.</p>
<p>„Kund:innen denken nicht in Kanälen und wir sollten es auch nicht. Omnichannel bedeutet einheitliche Preise, Werbeaktionen und Service – und Optimierung für das Ganze Customer Journey, nicht nur individuelle Berührungspunkte“, fass Jesper Damsgaard zusammen, Senior Vice President E-Commerce der Schmuckmarke Pandora.</p>
<p>Zusammenfassend zeigt die Studie, dass europäische E-Commerce-Unternehmen vor der Herausforderung stehen, ihre Geschäftsmodelle radikal an diese fünf Verschiebungen anzupassen, um im verschärften globalen Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren. Der Erfolg hängt in dieser neuen Realität maßgeblich davon ab, wie schnell Organisationen die Vernetzung ihrer Daten vorantreiben und KI als zentrales Betriebssystem implementieren. Nur wer es schafft, sowohl die autonomen Algorithmen der Kund:innen als auch die eigenen internen Prozesse nahtlos mit präzisen Daten zu füttern, wird in einem Markt, der zunehmend von Maschinen für Menschen organisiert wird, langfristig profitabel wachsen können.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/p1Zwz3jjTYVnkiBkKzm3bpKP-h9AB-I6JujtisPgu7g/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDUvMTkvdml0YWx5LWdhcmlldi0xam5uOXFobXRndS11bnNwbGFzaC12YTg2dGU3bC0yMDI1LTA0LTE2LXFhMDU3dXlxLTIwMjUtMDUtMTkuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Ökonom Schneider: Ohne Minijobs bald mehr Schwarzarbeit</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/okonom-schneider-ohne-minijobs-bald-mehr-schwarzarbeit/2026062267306</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/okonom-schneider-ohne-minijobs-bald-mehr-schwarzarbeit/2026062267306</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 22 Jun 2026 08:01:33 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/XysFabtINdLkm0W1ZR2jxsivZ2AuETVAtv-yEDaFhYU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvcGV4ZWxzLW1hcnQtcHJvZHVjdGlvbi03Njc5ODYwLXE3N2IxZTVrLTIwMjYtMDYtMjIuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/ra7JsZ9SSMamC4RHhepWo3ZkeiJTUQ1wVYhgclvqlWU/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvcGV4ZWxzLW1hcnQtcHJvZHVjdGlvbi03Njc5ODYwLXE3N2IxZTVrLTIwMjYtMDYtMjIuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/XysFabtINdLkm0W1ZR2jxsivZ2AuETVAtv-yEDaFhYU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvcGV4ZWxzLW1hcnQtcHJvZHVjdGlvbi03Njc5ODYwLXE3N2IxZTVrLTIwMjYtMDYtMjIuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Bild zur Visualisierung" title="Bild zur Visualisierung"/>
  <figcaption>Bild zur Visualisierung  <em>Credits: Mart Production </em></figcaption>
</figure>
<p>Der Ökonom Friedrich Schneider hält den Vorschlag der Rentenkommission, sogenannte Minijobs überwiegend
abzuschaffen, für falsch.</p>
<p>„Ich spreche mich gegen eine Abschaffung
der Minijobs aus, denn dadurch wird die Schwarzarbeit wieder nach
oben schnellen. Nach ersten Schätzungen von mir um mindestens 25
Milliarden Euro im Jahr 2027“, sagte der Wissenschaftler der &quot;Bild&quot;.
Das habe auch langfristig Folgen für Deutschland. Schneider ist
Experte für die sogenannte Schattenwirtschaft.</p>
<p>Die zentralen Vorschläge der Rentenkommission waren am
Samstagabend bekanntgeworden, offiziell vorgestellt werden sollen sie
erst am Dienstag. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur
sollen demnach beitragsfreie Minijobs nur noch für Schüler möglich
sein. Das soll einen Anreiz bieten, die wöchentliche Arbeitszeit zu
erhöhen.</p>
<p>Schneider sagte, er halte die Einführung der Minijobs für eine
der erfolgreichsten Aktionen gegen Schwarzarbeit. „Die Schwarzarbeit
sank 2003 zwischen 20 und 23 Milliarden Euro.“ Laut Schneider liegt
der Wert der durch Schwarzarbeit erbrachten Leistungen in Deutschland
bei aktuell rund 500 Milliarden Euro pro Jahr.</p>
<p>Minijobs sind Beschäftigungsverhältnisse bis zu einem Einkommen
von 603 Euro im Monat, für die nur geringe Sozialabgaben und Steuern
fällig werden.</p>
<h2>Handelsverband gegen Abschaffung</h2>
<p>Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) warnte vor einer
Abschaffung der Minijobs. Für die Branche wäre die Abschaffung „in
diesen ohnehin wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein fataler
Nackenschlag“, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der &quot;Bild&quot;. In
der Branche gebe es derzeit rund 800.000 Minijobber:innen. „Denn die
Minijobbenden sind für die Branche zur Abfederung von Spitzenzeiten
unverzichtbar. In der Folge müsste die Branche noch mehr auf
Digitalisierung setzen, um die fehlenden Arbeitskräfte zu
kompensieren.“</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/3dmIkbw79qIv5jnAXKWPmDtp0wHmdyp_FcBwm8DYrys/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvcGV4ZWxzLW1hcnQtcHJvZHVjdGlvbi03Njc5ODYwLXE3N2IxZTVrLTIwMjYtMDYtMjIuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Keine Einigung auf Sozialplan bei Zalando in Erfurt</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/keine-einigung-auf-sozialplan-bei-zalando-in-erfurt/2026062267304</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/keine-einigung-auf-sozialplan-bei-zalando-in-erfurt/2026062267304</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 22 Jun 2026 07:23:43 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/NsOV660Kb1OAA61fLBuZtMWIznXuyP4aVqAxiFYUyOo/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDEvMTMvemFsYW5kby1lcmZ1cnQtZmkxbTlxYW0tMjAyNi0wMS0xMy5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/b7MvKBUQ97Ab6SDgrVhsY2KvcG_gO24d2JeeyAF1dCA/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDEvMTMvemFsYW5kby1lcmZ1cnQtZmkxbTlxYW0tMjAyNi0wMS0xMy5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/NsOV660Kb1OAA61fLBuZtMWIznXuyP4aVqAxiFYUyOo/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDEvMTMvemFsYW5kby1lcmZ1cnQtZmkxbTlxYW0tMjAyNi0wMS0xMy5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Das Logistikzentrum von Zalando in Erfurt" title="Das Logistikzentrum von Zalando in Erfurt"/>
  <figcaption>Das Logistikzentrum von Zalando in Erfurt  <em>Credits:  Zalando SE</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Verhandlungen über einen Sozialplan bei dem vor der Schließung stehenden Zalando-Logistikzentrum in Erfurt sind gescheitert.</p>
<p>Der Betriebsrat brach die Gespräche am Samstag ab, da er keine weitere
Verhandlungsgrundlage sah, wie das Management und Betriebsrat
mitteilten. Damit gehe das Verfahren nun – wie vorab vereinbart – in
die Einigungsstelle unter einem neutralen Vorsitz.</p>
<p>Der Betriebsrat erklärte, die Vorstellungen hätten zu weit
auseinandergelegen. Die vom Arbeitgeber in Aussicht gestellt Summe
reiche nicht aus, um die sozialen Nachteile bei dieser Standortgröße
auszugleichen. Zalando habe seinen Sozialplan-Entwurf stets mit einem
begrenzten Budget für den Standort Erfurt begründet.</p>
<h2>Fronten wieder verhärtet</h2>
<p>Die Arbeitnehmervertretung warf dem Unternehmen vor, für
Luxus-Marketing und Sport-Sponsoring das Geld mit vollen Händen
auszugeben. „Für die Erfurter Belegschaft, die den Konzern über ein
Jahrzehnt lang auf Mindestlohn-Basis überhaupt erst groß und reich
gemacht hat, bleibt am Ende nur der finanzielle Absturz und drohende
Altersarmut“, hieß es in einer Mitteilung des Betriebsrats.</p>
<p>Mit scharfer Kritik an Zalando reagierte nach den gescheiterten
Sozialplan-Verhandlungen auch die Linke-Landtagsfraktion. Die vom
Konzern vorgelegten Vorschläge seien nicht annehmbar und eine
Unverschämtheit, erklärte Fraktionschef Christian Schaft. „Wer wie
Zalando eine Milliarde hatte, um die Plattform About You zu kaufen,
300 Millionen Euro für den Rückkauf von eigenen Aktien aufgebracht
hat oder teure Sponsoringdeals abschließt, dann aber sagt, es sei
kein Geld für die Beschäftigten da, ist einfach absolut respektlos.“</p>
<p>Der Sozialplan regelt den finanziellen Ausgleich für die
Beschäftigten wie Abfindungen oder Prämien. Beim Interessenausgleich,
der die organisatorischen Aspekte der geplanten Schließung wie
Schichtplanungen regelt, wurden laut einem Unternehmenssprecher
bereits gute Ergebnisse erzielt. Bei Zalando in Erfurt geht es
aktuell um rund 2.000 Arbeitsplätze.</p>
<h2>Zalando hält am Schließungsdatum fest</h2>
<p>Nach wochenlanger Funkstille hatten Management und Betriebsrat
Ende Mai die Gespräche über Interessenausgleich und Sozialplan
aufgenommen. Dem war ein Vergleich vorausgegangen, der vorsah, dass
zunächst außerhalb einer Einigungsstelle verhandelt wird. Da bis zum
20. Juni keine Einigung erzielt wurde, wird nun am kommenden Dienstag
die Einigungsstelle unter Vorsitz eines ehemaligen Arbeitsrichters
eingesetzt. Als Termin für die vorerst letzte Sitzung ist den Angaben
nach der 9. Juli geplant.</p>
<p>Der Dax <de0008469008>-Konzern will das Logistikzentrum, mit dem
er als Online-Modehändler groß geworden ist, im Herbst schließen.
„Unser Ziel bleibt es, das Verfahren zeitnah abzuschließen und das
geplante Schließungsdatum zum 30.09.2026 umzusetzen“, bekräftigte der
Unternehmenssprecher.</de0008469008></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/WcOdJNvOfBvizuLlZppepvw8uaZnEHyt-Cjd3UbmOqQ/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDEvMTMvemFsYW5kby1lcmZ1cnQtZmkxbTlxYW0tMjAyNi0wMS0xMy5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Wachsendes Problem mit kriminellen Kund:innen im Onlinehandel</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/wachsendes-problem-mit-kriminellen-kunden-im-onlinehandel/2026062267303</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/wachsendes-problem-mit-kriminellen-kunden-im-onlinehandel/2026062267303</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 22 Jun 2026 06:58:29 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/saBY2OpSOQGR9xGeuH6UmasTNDu8wRNBgPlmyeVCtxg/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvb25saW5laGFuZGVsLWpvbHVuajhtLTIwMjEtMTAtMDctbHFwbnJqeHctMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/W5nvmABqNvlmJiTGg3V76Jb5xemX5lJzE4C9lU-nXa0/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvb25saW5laGFuZGVsLWpvbHVuajhtLTIwMjEtMTAtMDctbHFwbnJqeHctMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/saBY2OpSOQGR9xGeuH6UmasTNDu8wRNBgPlmyeVCtxg/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvb25saW5laGFuZGVsLWpvbHVuajhtLTIwMjEtMTAtMDctbHFwbnJqeHctMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Credits:  Karolina Grabowska/Pexels" title="Credits:  Karolina Grabowska/Pexels"/>
  <figcaption><em>Credits:  Karolina Grabowska/Pexels</em></figcaption>
</figure>
<p>Der Onlinehandel weltweit leidet unter einer wachsenden Zahl betrügerischer Kund:innen.</p>
<p>Nach einer Analyse des US-Cybersicherheits-Dienstleisters LexisNexis Risk Solutions tragen
dazu sowohl die Konjunkturflaute als auch die organisierte
Kriminalität bei. Internationale Banden werben demnach gezielt
Menschen an, die beim Online-Shopping betrügen oder Kriminellen ihre
Identität zur Verfügung stellen.</p>
<p>Das Unternehmen betreibt ein &quot;Digital Identity Network&quot; zur
Überprüfung von Online-Identitäten und -Einkäufen, Grundlage der
Analyse waren demnach 116 Milliarden Transaktionen im vergangenen
Jahr.</p>
<h2>Organisierte Banden haben den Onlinehandel entdeckt</h2>
<p>Echte Kund:innen – im Gegensatz zu Täter:innen, die mit gestohlenen
beziehungsweise gefälschten Identitäten arbeiten oder anderweitig
betrügen – machten demnach 2025 weltweit 38,8 Prozent aller
Betrugsfälle aus, knapp zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. In
Europa liegt die Quote dieser sogenannten first party-Betrugsfälle
nun bei knapp 52 Prozent.</p>
<p>„Einerseits treibt die Krise manche Leute dazu, nach
Betrugsmöglichkeiten zu suchen“, sagt Jason Lane-Sellers,
Cyberbetrugsexperte bei dem Unternehmen. „Und es gibt Gruppen, die
von Kriminellen gezielt angesprochen werden, etwa Menschen mit
schlechter Bonität oder Student:innen. Die Täter:innen zahlen 50 Euro extra und
weisen die Leute ein.“</p>
<h2>Mancher ist unwissend beteiligt</h2>
<p>Das trifft auch den deutschen Online-Handel. Ein Sprecher des
E-Commerce-Verbands BEVH bestätigt die Einschätzung des britischen
Cyber-Experten: „Tatsächlich ist es so, dass Student:innen oder Rentner:innen
für die Betrugsmasche angeworben werden. Viele wissen gar nicht, dass
sie Teil eines Betrugs werden sollen, sondern bekommen einfach ein
Geldangebot, wenn sie ihre Daten zur Verfügung stellen.“</p>
<p>Betrug sei ein wachsendes und erhebliches Problem, sagt auch
Bernd Ohlmann, Sprecher des Handelsverbands Bayern (HBE). „Der
Onlinehandel boomt und legt auch dieses Jahr weiter zu. Da gibt es
einige, die sich vom Kuchen ein Stück abschneiden wollen, und nicht
nur auf legale Weise.“</p>
<p>Eine gängige Masche: Auf Rechnung oder Kredit gelieferte Ware
wird nicht bezahlt, beziehungsweise als nicht bestellt reklamiert.
„Leute, die die neuesten Sportschuhe bestellen und anschließend
behaupten, die Ware sei nie eingetroffen, oder sie hätten nie
bestellt“, sagt Lane-Sellers.</p>
<h2>Günstige Kreditangebote Anreiz für Kriminelle</h2>
<p>Das trifft auch die Finanzbranche, die mit günstigen
Kreditangeboten Kunden wirbt: „Es ist heute möglich, teure
Mobiltelefone mit einem Zwei-Jahres-Kreditvertrag ohne Anzahlung zu
bestellen“, sagt der Fachmann. „Viele dieser Attacken treffen
Finanzdienstleistende. Die größten Auswirkungen sehen wir bei
Dienstleistungen wie &#39;Buy now pay later&#39; und Ein- oder
Zwei-Jahres-Kreditverträgen.“</p>
<p>Zudem kommt es nach Lane-Sellers Worten häufig vor, dass
unehrliche Käufer für angeblich nicht gelieferte Ware Rückzahlung
ihres Geldes fordern. „Solange ein Unternehmen nicht nachweisen kann,
dass ein Kunde vorsätzlich betrogen hat, ist es sehr schwierig,
betrügerische Rückerstattungsansprüche anzufechten.“</p>
<p>Die Beweislast liegt beim Händler:innen, wie auch HBE-Sprecher Ohlmann
sagt. Im Online-Betrug erschwindelte – oder auch in einem stationären
Laden gestohlene – Ware landet dann häufig wieder im Netz. „Geklaute
Ware wird massenhaft online verscherbelt“, sagt Ohlmann.</p>
<p>Die Zunahme von Betrugsfällen durch echte Kund:innen bedeutet
allerdings nicht, dass Identitätsdiebstahl oder die kriminelle
Übernahme von Online-Accounts auf dem Rückzug wären. In dieser
Hinsicht verlegen sich die Banden laut LexisNexis Risk Solutions
mittlerweile wieder häufiger auf Attacken gegen Desktop-Computer.</p>
<p>Unternehmen könnten in Apps für Mobilgeräte mehr Signale und
Daten auslesen, was potenziell bessere Sicherheitsprofile zur
Betrugsdetektion ermögliche, sagt Lane-Sellers. „Während Kund:innen
möglicherweise glauben, dass traditionelle Desktop-Rechner für
höherwertige Transaktionen sicherer sind als ihre mobilen
Geräte.“</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/FW0C9qB_p2SJUo2tJuLw0F8voEYM4-f_LStvueCSP8E/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMjIvb25saW5laGFuZGVsLWpvbHVuajhtLTIwMjEtMTAtMDctbHFwbnJqeHctMjAyNi0wNi0yMi5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Branchenprognose: Modeeinzelhandel muss mit Nachwirkungen des Iran-Konflikts rechnen</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/branchenprognose-modeeinzelhandel-muss-mit-nachwirkungen-des-iran-konflikts-rechnen/2026062067294</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/branchenprognose-modeeinzelhandel-muss-mit-nachwirkungen-des-iran-konflikts-rechnen/2026062067294</guid><author>news@fashionunited.com (Anna Roos van Wijngaarden)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Sat, 20 Jun 2026 08:00:12 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/yl5R3PhcRBTjcdj4qwHGXZPYOgiHPR8hvMg7eTOVCTc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZ2VtaW5pLWdlbmVyYXRlZC1pbWFnZS1vdTYxbWJvdTYxbWJvdTYxLWJpNnIzYWt2LTIwMjYtMDYtMTgucG5n" srcset="https://r.fashionunited.com/AnHElxQbcCm8eJHOS4puXA58coiKVEVlGMb0gaRZBnE/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZ2VtaW5pLWdlbmVyYXRlZC1pbWFnZS1vdTYxbWJvdTYxbWJvdTYxLWJpNnIzYWt2LTIwMjYtMDYtMTgucG5n 720w, https://r.fashionunited.com/yl5R3PhcRBTjcdj4qwHGXZPYOgiHPR8hvMg7eTOVCTc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZ2VtaW5pLWdlbmVyYXRlZC1pbWFnZS1vdTYxbWJvdTYxbWJvdTYxLWJpNnIzYWt2LTIwMjYtMDYtMTgucG5n 1080w" sizes="100vw" alt="Straat van Hormuz mag weer open." title="Straat van Hormuz mag weer open."/>
  <figcaption>Die Straße von Hormus ist wieder geöffnet. <em>Bild: Erstellt mit Google Gemini</em></figcaption>
</figure>
<p>Nach 109 Tagen ist das Ende des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran endlich in Sicht. In der Nacht vom 17. auf den 18. Juni wurde in der Schweiz ein vorläufiges Friedensabkommen unterzeichnet. Die Straße von Hormus ist wieder geöffnet. Dennoch warnt die niederländische Bank ABN Amro in einer neuen Sektorprognose, dass die Krise damit nicht vorbei ist. Mögliche ‘Zweitrundeneffekte’ könnten den Einzelhandel noch teuer zu stehen kommen.</p>
<h2>Sektorprognose</h2>
<p>ABN Amro hat die Wachstumsprognose für den Einzelhandel für 2026 auf 0,5 Prozent nach unten korrigiert. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von einem Prozent erwartet. Grund dafür sind die nachwirkenden Folgen des geopolitischen Konflikts. Solange die Inflation weiter steigt, wird die Kaufkraft der Haushalte in der zweiten Jahreshälfte weiter sinken, so die Prognose der Bank.</p>
<p>Obwohl die Verbraucher:innen dank Ersparnissen und einem angespannten Arbeitsmarkt weiterhin Geld ausgeben werden, ist das Vertrauen stark gesunken. Aufgrund der Inflation und der weltweiten Unruhen fiel es von minus 23 im Januar auf minus 46 im Mai. Nicht lebensnotwendige Ausgaben, wie für ein Paar neue Schuhe oder Kleidung, werden als Erstes gestrichen.</p>
<p>Gleichzeitig steigen die Kosten am hinteren Ende der Lieferkette. Bekleidungs- und Schuhgeschäfte sind personalintensive Branchen. Sie geben 18,0 beziehungsweise 18,2 Prozent ihres Umsatzes für Personal aus und reagieren daher empfindlich auf Lohnerhöhungen. Die Branche ist ebenso anfällig für Lieferprobleme. Die Niederlande importieren 47 Prozent der auf dem Markt erhältlichen Kleidung aus acht asiatischen Ländern. China und Vietnam führen dabei die Liste für Kleidung beziehungsweise Schuhe an. In diesen Ländern haben die Lieferant:innen mit Stromknappheit und hohen Energiepreisen zu kämpfen.</p>
<p>Schließlich verteuern die schnell steigenden Zinsen die Lagerhaltung. Dies ist ein Problem für den Großhandel und bestimmte Segmente des Einzelhandels. Die Aufrechterhaltung von Lagerbeständen erfordert zusätzliche Liquidität. Dies führt besonders in einer Zeit unsicherer Lieferzeiten zu Spannungen. Bekleidungsunternehmen wollen genügend Produkte vorrätig haben, um Lieferrisiken abzufedern, zahlen dafür aber einen hohen Preis.</p>
<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/MxrD58QEWKY2Tb6hTExfDPjgnZg1sTE4K0ZrgJMDoFQ/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZmFzaGlvbnVuaXRlZC1yZXRhaWwta3dldHNiYWFyaGVpZC1pYjJtdzkwMi0yMDI2LTA2LTE4LnBuZw" srcset="https://r.fashionunited.com/sfCCUzt5e_WUGuzdmO3EB-vXky0v_fED1AC3yXg5yAE/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZmFzaGlvbnVuaXRlZC1yZXRhaWwta3dldHNiYWFyaGVpZC1pYjJtdzkwMi0yMDI2LTA2LTE4LnBuZw 720w, https://r.fashionunited.com/MxrD58QEWKY2Tb6hTExfDPjgnZg1sTE4K0ZrgJMDoFQ/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZmFzaGlvbnVuaXRlZC1yZXRhaWwta3dldHNiYWFyaGVpZC1pYjJtdzkwMi0yMDI2LTA2LTE4LnBuZw 1080w" sizes="100vw" alt="De retail ondervindt hevige gevolgen van het conflict in het Midden-Oosten." title="De retail ondervindt hevige gevolgen van het conflict in het Midden-Oosten."/>
  <figcaption>Der Einzelhandel leidet stark unter den Folgen des Konflikts im Nahen Osten. <em>Bild: Erstellt mit Claude, Quelle: Sektorprognose 2026 ABN Amro</em></figcaption>
</figure>
<h2>Krise in der Lieferkette</h2>
<p>Am vergangenen Mittwoch teilte der Branchenverband Modint erste negative Erfahrungen von Mitgliedern infolge des Krieges mit. Die negativen Signale decken sich mit dem Tenor des Sektorberichts.</p>
<p>Sprecherin Miriam Geelhoed fasste die Probleme für FashionUnited zusammen: „Die Transportkosten sind stark gestiegen. Treibstoffzuschläge und Seefrachtraten steigen aufgrund von Umleitungen der Frachtschiffe und der Unsicherheit auf den Handelsrouten rapide an. Die Rohstoffpreise sind volatil. Das gilt insbesondere für Materialien, die aus Erdöl gewonnen werden, wie Polyurethan, Nitril und Polyester. Zudem fallen oft zusätzliche Gebühren an, und diese Materialien sind derzeit nur schwer verfügbar. Der Konflikt setzt die logistische Planung unter Druck. Besonders Unternehmen, die ihre Waren aus Asien beziehen, mit großen Mengen arbeiten oder von einer straffen Saisonplanung abhängig sind, sind davon stark betroffen.“</p>
<p>Die kommenden Wochen werden zeigen, wie schnell sich die Branche erholt. Es wird sich zeigen, ob sie wieder ‘wie gewohnt’ weitermachen kann. Außerdem wird deutlich werden, wie stark die Zweitrundeneffekte des Konflikts die Margen der Unternehmer:innen belasten werden.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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<p>FashionUnited nutzt Künstliche Intelligenz, um die Übersetzung von Artikeln zu beschleunigen und das Endergebnis zu verbessern. Sie helfen uns, die internationale Berichterstattung von FashionUnited einer deutschsprachigen Leserschaft schnell und umfassend zugänglich zu machen. Artikel, die mithilfe von KI-basierten Tools übersetzt wurden, werden von unseren Redakteur:innen Korrektur gelesen und sorgfältig bearbeitet, bevor sie veröffentlicht werden. Bei Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte per E-Mail an info@fashionunited.com</p>
</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/BitlpL3-IjIKkiXN7jSBD_Q4EM6i9qozv0rp4vcSxxw/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZ2VtaW5pLWdlbmVyYXRlZC1pbWFnZS1vdTYxbWJvdTYxbWJvdTYxLWJpNnIzYWt2LTIwMjYtMDYtMTgucG5n" medium="image"></media:content></item><item><title>Pitti Uomo, Lieferketterisiken und Unternehmensdramen – was die Woche bewegte</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/pitti-uomo-lieferketterisiken-und-unternehmensdramen-was-die-woche-bewegte/2026062067297</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/pitti-uomo-lieferketterisiken-und-unternehmensdramen-was-die-woche-bewegte/2026062067297</guid><author>news@fashionunited.com (FashionUnited)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Sat, 20 Jun 2026 07:00:00 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/D1AFFz1XTDyL-rehg45rm_ViFXoJPzkZI6D_uCZ5FDI/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvcGl0dGktaW1tYWdpbmUtdW9tby0xMTAtdGhlLWltYWdlcy1vZi10cmFkZXNob3ctMDItc2dycmF6b2otMjAyNi0wNi0xOS5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/pY7IqDBFheJbNbZwOse7oOnP0ONftEgZQpUcLps7Rtc/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvcGl0dGktaW1tYWdpbmUtdW9tby0xMTAtdGhlLWltYWdlcy1vZi10cmFkZXNob3ctMDItc2dycmF6b2otMjAyNi0wNi0xOS5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/D1AFFz1XTDyL-rehg45rm_ViFXoJPzkZI6D_uCZ5FDI/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvcGl0dGktaW1tYWdpbmUtdW9tby0xMTAtdGhlLWltYWdlcy1vZi10cmFkZXNob3ctMDItc2dycmF6b2otMjAyNi0wNi0xOS5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Pitti Uomo 110" title="Pitti Uomo 110"/>
  <figcaption>Pitti Uomo 110 <em>Credits: AKAstudio-collective</em></figcaption>
</figure>
<p>Diese Woche stand ganz im Zeichen der Pitti Uomo 110 in Florenz, wo über 730 Marken ihre Frühjahr/Sommer-2027-Kollektionen präsentierten. Parallel sorgte das Münchner Modehaus Ludwig Beck mit dem angekündigten Börsenrückzug nach der Übernahme durch Alfons Doblinger für Aufsehen. Im Handel eskalierte der Tarifstreit weiter: Verdi rief erneut bundesweit zu Warnstreiks auf, während Sparzwang und Rabattflut den Druck auf die Branche erhöhten. Das französische Label Coperni wurde unter Zwangsverwaltung gestellt, und die Frasers Group weitete ihre Übernahmeaktivitäten auf Australien aus.</p>
<h2>Business</h2>
<p>Der Tarifkonflikt im deutschen Handel spitzt sich zu. Die Gewerkschaft Verdi rief in dieser Woche <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/erneut-warnstreiks-im-handel/2026061967292">erneut zu Warnstreiks</a> auf – bundesweit im Einzel- sowie im Groß- und Außenhandel. Bereits in Stuttgart hatten Beschäftigte zuvor mit einem <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/protest-in-stuttgart-verdi-fordert-mehr-lohn-im-handel/2026061567179">Protest</a> für sieben Prozent mehr Lohn demonstriert; die Arbeitgeber bieten bislang gestaffelte Erhöhungen von zwei und 1,5 Prozent über zwei Jahre an.</p>
<p>Der Streikdruck trifft eine Branche, die ohnehin unter Konsumzurückhaltung leidet. Laut aktuellen Daten wird <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/bei-kleidung-und-gastronomie-wird-am-meisten-gespart/2026061967273">bei Kleidung und Gastronomie am meisten gespart</a>, was Händler zu einer ausgeprägten <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/rabattflut-im-handel-die-auswirkungen-des-sparzwangs-auf-die-branche/2026061967274">Rabattflut</a> veranlasst, deren Folgen für Margen und Markenwahrnehmung zunehmend diskutiert werden.</p>
<p>Gleich zwei Unternehmensdramen dominierten die Branchennachrichten. Das Pariser Label <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/coperni-unter-zwangsverwaltung-gestellt/2026061867249">Coperni</a> wurde vom Pariser Handelsgericht unter Zwangsverwaltung gestellt; Hintergrund sind nicht beglichene Zahlungen des Mehrheitsgesellschafters Tomorrow Ltd., der im März von der italienischen Gesellschaft Progetto 11 übernommen worden war. Bei Ludwig Beck folgte nach der Übernahme durch Immobilienunternehmer <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/alfons-doblinger-ubernimmt-mehrheit-an-ludwig-beck/2026060166971">Alfons Doblinger</a> die nächste Konsequenz: Das Modehaus plant den <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/nach-ubernahme-ludwig-beck-vor-ruckzug-von-der-borse/2026061867259">Rückzug</a> aus dem Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und hat eine entsprechende Delisting-Vereinbarung mit der Bayerischen Gewerbebau AG geschlossen.</p>
<p>Die britische <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/nach-offerte-fur-hugo-boss-frasers-group-startet-ubernahmeangebot-fur-accent-group/2026061567203">Frasers Group</a> intensiviert derweil ihre Expansionsstrategie: Nach dem Übernahmeangebot für Hugo Boss startete das Unternehmen um Mike Ashley ein Barangebot für die australische Accent Group, die als wichtige Retail- und Distributionsplattform im asiatisch-pazifischen Raum gilt. Das Angebot zu 0,65 australischen Dollar je Aktie läuft vom 30. Juni bis zum 30. Juli.</p>
<p>Zwei Themen beschäftigen die Branche auch mit Blick auf Lieferketten. Gespräche zwischen den USA und dem Iran verzögern sich, und die <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/gesprache-zwischen-usa-und-iran-verzogert-modebranche-beobachtet-schifffahrt-in-der-strasse-von-hormus/2026061967289">Modebranche beobachtet die Schifffahrt in der Straße von Hormus</a> aufmerksam. Gleichzeitig rückt <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/hitzestress-das-reale-lieferkettenrisiko-das-die-modebranche-nicht-langer-ignorieren-kann/2026061967287">Hitzestress als reales Lieferkettenrisiko</a> in den Fokus – ein Faktor, den die Modebranche bislang zu wenig in ihrer Risikobewertung berücksichtigt hat.</p>
<p>Der Streetwear- und Urban-Fashion-Händler <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/nach-insolvenzverfahren-defshop-sieht-positive-geschaftsentwicklung/2026061667213">Defshop</a> meldet nach dem abgeschlossenen Insolvenzverfahren eine positive Geschäftsentwicklung. Die <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/neues-joint-venture-mit-pth-s-oliver-group-treibt-retail-expansion-voran/2026061667219">s.Oliver Group</a> treibt ihre Retail-Expansion mit einem neuen Joint Venture mit PTH voran. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/tennis-point-und-itf-verlangert-partnerschaft/2026061567202">Tennis Point</a> verlängert seine Partnerschaft mit dem Internationalen Tennisverband ITF. Im E-Commerce warnen Experten vor einer wachsenden Welle von <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/online-falle-wie-fake-shops-tausende-kunden-abzocken/2026061967271">Fake-Shops</a>, die tausende Kunden schädigen. Ein Reportage-Beitrag beleuchtet, wie drei britische Marken den wachsenden <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/vom-feld-in-den-kleiderschrank-wie-drei-marken-grossbritanniens-farm-to-fashion-trend-anfuhren/2026061667201">Farm-to-Fashion-Trend</a> anführen – von der Baumwollproduktion auf dem Feld direkt in den Kleiderschrank. Auch das <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/anti-fast-fashion-gesetz-ist-europa-endlich-bereit-seine-interessen-zu-verteidigen/2026061867251">Anti-Fast-Fashion-Gesetz</a> rückte erneut in die Diskussion: Ein Kommentar fragt, ob Europa endlich bereit ist, seine regulatorischen Interessen gegenüber Anbietern wie Shein durchzusetzen.</p>
<h2>Mode</h2>
<p>Die Pitti Uomo 110 in Florenz prägte die modischen Impulse der Woche. Auf der Messe stellte <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/seidensticker-stellt-premium-hemdenkollektion-1919-vor/2026061767246">Seidensticker</a> seine neue Premium-Hemdenkollektion unter dem Namen „1919&quot; vor – eine Referenz an das Gründungsjahr der Marke. Abseits der Messestände lieferte der <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/menswear-im-hitzetest-der-streetstyle-der-pitti-uomo/2026061867268">Streetstyle der Pitti Uomo</a> ein Bild der aktuellen Menswear im Praxistest bei sommerlichen Temperaturen.</p>
<p>Eine besondere Perspektive auf Männlichkeit brachte <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/zwischen-anzug-und-schurze-simone-rocha-hinterfragt-klassische-mannlichkeit/2026061967270">Simone Rocha</a> mit ihrer Kollektion ein: Zwischen Anzug und Schürze hinterfragte die Designerin klassische Vorstellungen von Männlichkeit und schuf damit einen der meistdiskutierten Aufsätze der Woche.</p>
<h2>Personalien</h2>
<p>Simone Heift, zuletzt Chief Merchandising Officer der KaDeWe Group, wechselt zu <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/ehemalige-kadewe-einkaufschefin-simone-heift-wechselt-zu-peek-cloppenburg/2026061867265">Peek &amp; Cloppenburg</a>. Ab dem 1. September verantwortet sie als Geschäftsführerin für Einkauf und Merchandising die entsprechenden Bereiche beider P&amp;C-Gesellschaften in Düsseldorf und Wien und wird zugleich Mitglied des Verwaltungsrats der JC New Retail AG. Beim selben Unternehmen scheidet <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/p-c-dusseldorf-ohne-brand-director-tewe-maas/2026061967286">Tewe Maas</a> als Brand Director aus – eine Stelle, die nach 17 Jahren intern neu besetzt werden muss.</p>
<p><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/primark-ernennt-neuen-director-of-womenswear-design/2026061767242">Primark</a> hat Keiron Birch zum Director of Womenswear Design ernannt; er bringt Erfahrung von Calvin Klein und Tommy Hilfiger mit. Bei Nike tritt <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/nike-john-rogers-jr-wechselt-vom-vorstandsmitglied-zum-strategischen-berater/2026061967278">John Rogers Jr.</a> vom Aufsichtsratsgremium zurück und übernimmt künftig eine Rolle als strategischer Berater. Im Zuge der Übernahme durch Alfons Doblinger trat <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/ludwig-beck-aufsichtsratschef-bruno-salzer-tritt-zuruck/2026061567196">Bruno Salzer</a> mit sofortiger Wirkung als Aufsichtsratsvorsitzender von Ludwig Beck zurück; sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied endet zum 30. September.</p>
<h2>Einzelhandel</h2>
<p>Die <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/otto-group-setzt-auf-ki-von-google-von-produktentwicklung-bis-kund-innenservice/2026061967280">Otto Group</a> setzt künftig auf Künstliche Intelligenz von Google – von der Produktentwicklung bis hin zum Kundinnen- und Kundenservice. Die Zusammenarbeit soll die Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette beschleunigen. Konzerntochter <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/bonprix-baut-plattformgeschaft-ausserhalb-der-otto-group-mit-about-you-aus/2026061767231">Bonprix</a> baut gleichzeitig ihr Plattformgeschäft außerhalb der Otto Group aus und weitet die Kooperation mit About You aus.</p>
<p>Mehrere Händler verkündeten Expansionsschritte. Das <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/modehaus-wohrl-eroffnet-im-herbst-erste-filiale-in-chemnitz/2026061967275">Modehaus Wöhrl</a> eröffnet im Herbst seine erste Filiale in Chemnitz. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/walbusch-expandiert-nach-wildau/2026061867266">Walbusch</a> expandiert nach Wildau bei Berlin. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/neu-im-berliner-kadewe-fabletics-feiert-eroffnung-seines-grossten-stores-in-europa/2026061567186">Fabletics</a> feiert im Berliner KaDeWe die Eröffnung seines bislang größten Stores in Europa mit rund 160 Quadratmetern Verkaufsfläche auf der vierten Etage. Die schwedischen Labels <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/duo-store-filippa-k-eroffnet-neuen-laden-mit-der-marke-oscar-jacobson/2026061567189">Filippa K und Oscar Jacobson</a> eröffnen gemeinsam einen Duo-Store. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/sport-2000-bringt-neues-store-format-nach-munster/2026061667208">Sport 2000</a> bringt ein neues Store-Format nach Münster, und <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/die-expansion-von-eyes-more-warum-der-metropolitan-store-in-koln-eine-blaupause-ist/2026061667210">Eyes + More</a> erklärt, warum sein Metropolitan Store in Köln als Blaupause für die weitere Expansion gilt. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/braun-hamburg-lanciert-neuen-onlineshop/2026061667214">Braun Hamburg</a> lancierte zudem einen neu gestalteten Onlineshop.</p>
<h2>Messen</h2>
<p>Die <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/messen/pitti-uomo-110-laute-basse-leise-kollektionen/2026061967296">Pitti Uomo 110</a> in Florenz zog mit über 730 Marken ins 110. Kapitel der wichtigsten Menswear-Messe. Der Tenor des Auftakts: laute Bässe, leise Kollektionen – eine Branche, die sich sicherere Wege sucht, während das Thema Pool als saisonales Leitmotiv den Ton angab. Den Startschuss gab ein <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/messen/zwischen-pool-und-problemen-pitti-uomo-startet-energetisch-in-ss27/2026061767223">energetischer Messeauftakt</a>, der trotz eines Umsatzrückgangs der italienischen Menswear von 2,2 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro im Jahr 2025 eine zuversichtliche Stimmung zeigte. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/mustang-auf-der-pitti-uomo-bereit-fur-die-nachste-wachstumsphase/2026061767233">Mustang</a> nutzte den zweiten Pitti-Auftritt, um erste Messekontakte in konkrete Partnerschaften zu überführen und die internationale Expansion der Denim-Marke voranzutreiben.</p>
<p><em>Dieser Beitrag wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz verfasst.</em></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/UPLPcYTNwc9Gc1kqU1HKxLde2CE3Jt8kLwg_A-aOErk/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvcGl0dGktaW1tYWdpbmUtdW9tby0xMTAtdGhlLWltYWdlcy1vZi10cmFkZXNob3ctMDItc2dycmF6b2otMjAyNi0wNi0xOS5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Reju schließt sich der Textilsparte von Recycling Europe an</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/reju-schliesst-sich-der-textilsparte-von-recycling-europe-an/2026061967293</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/reju-schliesst-sich-der-textilsparte-von-recycling-europe-an/2026061967293</guid><author>news@fashionunited.com (Rachel Douglass)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 12:42:48 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/Hm2y36KFDfvXdPQfN4dz3BDf6bT5bDmDz8GjXQyjV74/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMDEvY2VudHJvLWRlLXJlZ2VuZXJhY2lvLW4taW5kdXN0cmlhbC1kZS1yZWp1LWVuLWNoZW1lbG90LXc2M3gyYmQzLTIwMjYtMDQtMDEuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/S_grcnyzALtm6K5ZMSAX_nD2uh7wzGKK0AR_ix70Prk/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMDEvY2VudHJvLWRlLXJlZ2VuZXJhY2lvLW4taW5kdXN0cmlhbC1kZS1yZWp1LWVuLWNoZW1lbG90LXc2M3gyYmQzLTIwMjYtMDQtMDEuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/Hm2y36KFDfvXdPQfN4dz3BDf6bT5bDmDz8GjXQyjV74/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMDEvY2VudHJvLWRlLXJlZ2VuZXJhY2lvLW4taW5kdXN0cmlhbC1kZS1yZWp1LWVuLWNoZW1lbG90LXc2M3gyYmQzLTIwMjYtMDQtMDEuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="De geplande recyclingfaciliteit van Reju." title="De geplande recyclingfaciliteit van Reju."/>
  <figcaption>Die geplante Recyclinganlage von Reju. <em>Bild: Reju</em></figcaption>
</figure>
<p>Reju ist der neueste Partner von Recycling Europe. Das auf Textil-zu-Textil-Recycling spezialisierte Unternehmen ist nun Teil der Sparte ‚Recycling Europe Textiles‘. Dieser Schritt unterstreicht das Engagement, die Kreislaufwirtschaft für Textilien zu fördern und Märkte für recycelte Materialien zu unterstützen.</p>
<p>In einer Erklärung sagt Patrik Frisk, Geschäftsführer von Reju: „Der Aufbau solcher Partnerschaften ist wichtig. Wir haben die Möglichkeit, ein wirklich zirkuläres Ökosystem für das Textilrecycling zu schaffen und die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu fördern.“</p>
<p>Julia Ettinger, Generalsekretärin von Recycling Europe, fügt hinzu, dass die Partnerschaft zeige, „wie die Zusammenarbeit in der Branche die Zirkularität von Textilien in dem von Europa geforderten Tempo steigern kann. Dies eröffnet sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Chancen.“</p>
<p>Mit einem Fokus auf Textilregeneration spezialisiert sich Reju auf Lösungen für Polyestertextilien und Post-Consumer-PET-Abfälle. Das Unternehmen betreibt derzeit einen Pilot-Regenerations-Hub in Frankfurt, Deutschland. Es gibt Pläne für eine Expansion mit zukünftigen Industriestandorten in Chemelot, Niederlande; New York, Vereinigte Staaten; und Lacq, Frankreich.</p>
<p>Mit dem Beitritt zu Recycling Europe Textiles trägt Reju zur gemeinsamen Mission bei, mechanische und chemische Recyclingtechnologien für Post-Consumer-Textilien auszubauen. Ziel ist es, Materialien wieder in den Rohstoffkreislauf zurückzuführen und Emissionen zu reduzieren.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/z77GA8UUNNcKvSQL6mbiUI7VhrayHvZDTfRh0WvHiLI/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMDEvY2VudHJvLWRlLXJlZ2VuZXJhY2lvLW4taW5kdXN0cmlhbC1kZS1yZWp1LWVuLWNoZW1lbG90LXc2M3gyYmQzLTIwMjYtMDQtMDEuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Erneut Warnstreiks im Handel</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/erneut-warnstreiks-im-handel/2026061967292</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/erneut-warnstreiks-im-handel/2026061967292</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 12:41:24 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/x1MYvwv4d-GukMTbEqxuODBUWzrU_VDXkR0RMSkkGi8/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzEvaW1hZ2UtMjAyNDAxMzAtMDkzOTI3LTYwOC0zeXBnOWhydy0yMDI0LTAxLTMwLXVueXpzNmt5LTIwMjQtMDEtMzEuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/hp4pLiQwgipOr2CxPEBv22J-aZKN-4HkfPpsQrizSeU/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzEvaW1hZ2UtMjAyNDAxMzAtMDkzOTI3LTYwOC0zeXBnOWhydy0yMDI0LTAxLTMwLXVueXpzNmt5LTIwMjQtMDEtMzEuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/x1MYvwv4d-GukMTbEqxuODBUWzrU_VDXkR0RMSkkGi8/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzEvaW1hZ2UtMjAyNDAxMzAtMDkzOTI3LTYwOC0zeXBnOWhydy0yMDI0LTAxLTMwLXVueXpzNmt5LTIwMjQtMDEtMzEuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Einkaufsstraße in Deutschland" title="Einkaufsstraße in Deutschland"/>
  <figcaption>Einkaufsstraße in Deutschland <em>Credits: FashionUnited</em></figcaption>
</figure>
<p>Tausende Beschäftigte im Handel haben in der laufenden Tarifrunde erneut ihre Arbeit niedergelegt. Im Mittelpunkt der bundesweiten Warnstreiks, zu denen die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte, stand diesmal die Möbelhauskette Ikea. 31 Einrichtungshäuser seien „in unterschiedlicher Stärke im Arbeitskampf“, teilte Verdi
mit.</p>
<p>Insgesamt beteiligten sich der Gewerkschaft zufolge mehr als 8.000
Handelsbeschäftigte an den Warnstreiks. Nach Angaben einer Sprecherin
habe es spürbare Einschränkungen bei den Betriebsabläufen gegeben,
unter anderem Auswirkungen im Kassenbereich. In einzelnen Filialen
hätten zudem Termine im Küchenstudio abgesagt werden müssen.</p>
<p>Ikea teilte auf Nachfrage mit: „Wir beobachten aktuell nur geringe
Auswirkungen durch Streiks in unseren Einrichtungshäusern.“ Alle 54
Filialen seien geöffnet. Der Tarifgeschäftsführer des Handelsverbands
Deutschland, Steven Haarke, sagte: „Die Geschäfte laufen wie gewohnt
weiter. Verdi muss verstehen, dass die Streiks nicht zum Ziel
führen.“ Konfrontation sei die falsche Taktik.</p>
<h2>Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn</h2>
<p>Die Verhandlungen für den Einzelhandel sowie den Groß- und
Außenhandel starteten im April in den ersten Landesbezirken. Mitte
Mai und Anfang Juni hatte Verdi bereits zu bundesweiten Warnstreiks
aufgerufen.</p>
<p>Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro, bei
einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben zuletzt in
mehreren Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Hamburg im
Einzelhandel ab November eine Erhöhung um zwei Prozent angeboten und
ab August 2027 eine weitere um 1,5 Prozent - bei einer zweijährigen
Laufzeit. Verdi lehnte dies ab.</p>
<p>Im Handel arbeiten laut Gewerkschaft hierzulande rund 5,2 Millionen
Menschen, davon 3,4 Millionen im Einzelhandel. Die vorherigen
Tarifverhandlungen zogen sich über mehr als ein Jahr hin. Am Ende
stand für die Beschäftigten im Einzelhandel ein Einkommensplus von
insgesamt etwa 14 Prozent für die Jahre 2023 bis 2025.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/szuSbW29sCxd7s7rIP6n_viXTp9DQxnu8LK_0Ya7XQc/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzEvaW1hZ2UtMjAyNDAxMzAtMDkzOTI3LTYwOC0zeXBnOWhydy0yMDI0LTAxLTMwLXVueXpzNmt5LTIwMjQtMDEtMzEuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>NGO-Recherche rückt On-Lieferkette in den Fokus</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/ngo-recherche-ruckt-on-lieferkette-in-den-fokus/2026061967291</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/ngo-recherche-ruckt-on-lieferkette-in-den-fokus/2026061967291</guid><author>news@fashionunited.com (Regina Henkel)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 12:23:21 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/vaBf1JrduYFaC3iCyGnnwTH72JH88BolPUvT1548ABc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvc3MyNi1ydW4tYnJhbmQtYnVpbGQtcHItaGVhZC10by10b2Utc3RpbGwtY2xvdWRtb25zdGVyLTMtcmdiLTI0LW4xc2dheWkxLTIwMjYtMDYtMTkuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/-s5f8WO-fB5LhdEdAEEBGQoAgRGkPd00VvRTXtjgJOM/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvc3MyNi1ydW4tYnJhbmQtYnVpbGQtcHItaGVhZC10by10b2Utc3RpbGwtY2xvdWRtb25zdGVyLTMtcmdiLTI0LW4xc2dheWkxLTIwMjYtMDYtMTkuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/vaBf1JrduYFaC3iCyGnnwTH72JH88BolPUvT1548ABc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvc3MyNi1ydW4tYnJhbmQtYnVpbGQtcHItaGVhZC10by10b2Utc3RpbGwtY2xvdWRtb25zdGVyLTMtcmdiLTI0LW4xc2dheWkxLTIwMjYtMDYtMTkuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="On Running Kollektion." title="On Running Kollektion."/>
  <figcaption>On Running Kollektion. <em>Credits: On Running</em></figcaption>
</figure>
<p>Der Schweizer Laufschuhhersteller On steht im Fokus einer aktuellen Recherche der NGO Public Eye. Thema sind Arbeitsbedingungen und ein Gewerkschaftskonflikt in einer Schuhfabrik im indonesischen Cirebon, die über mehrstufige Zulieferstrukturen auch für On produziert.</p>
<p>Dabei geht es vor allem um den Betrieb Yihong, ein Sublieferant des On-Hauptlieferanten Long Rich. Dort kam es 2025 im Zusammenhang mit der Gründung einer Gewerkschaft zu einem Arbeitskonflikt, in dessen Verlauf 112 Beschäftigte entlassen wurden.
On und weitere beteiligte Marken reagierten mit der Prüfung der Vorwürfe, der zeitweisen Aussetzung von Aufträgen sowie der Teilnahme an Vermittlungsgesprächen vor Ort. Die Aufarbeitung erfolgte im Rahmen einer NGO-gestützten Multi-Stakeholder-Vermittlung unter Federführung der Clean Clothes Campaign (CCC), gemeinsam mit lokalen Gewerkschaften und den beteiligten Marken.</p>
<p>Im Ergebnis wurden 64 der entlassenen Beschäftigten wieder eingestellt. Zudem kam es zu einer Einigung zwischen Gewerkschaft und Unternehmensseite, die neben der Rückkehr an die Arbeitsplätze auch ausstehende Lohnzahlungen regelte.</p>
<p>Der Report zitiert auch eine Stellungnahme von On. On verweist darauf, den Fall untersucht und im Rahmen des Lieferkettenmanagements Maßnahmen ergriffen zu haben, darunter einen temporären Bestellstopp beim betroffenen Zulieferer. Zudem habe der Fall zur Weiterentwicklung interner Prüf- und Beschwerdesysteme geführt, insbesondere mit Blick auf mehrstufige Lieferketten.</p>
<p>Die beteiligten NGOs verweisen zugleich auf strukturelle Herausforderungen bei der Durchsetzung von Arbeitsstandards, insbesondere bei Sublieferanten, die nicht direkt in vertragliche Markenstrukturen eingebunden sind. Kritik kommt auch angesichts der Lohnhöhe. Zwar zahle das Unternehmen den gesetzlichen Mindestlohn der Region von umgerechnet rund 130 Schweizer Franken (rund 139 Euro) pro Monat, dieser sei laut Public Eye und CCC aber nicht ausreichend zur Deckung grundlegender Lebenshaltungskosten.</p>
<p>Der Fall dokumentiert einerseits Arbeitsrechtskonflikte in globalen Lieferketten, andererseits aber auch, wie Steuerungsmechanismen gemeinsam aktiv genutzt werden können, um Arbeitsverhältnisse zu verbessern.</p>
<p><em>Anm. d. Red.: FashionUnited hat On Running um Stellungnahme gebeten. </em></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/WYJIsuR6kNbApQps_svCRGWnB9RN43ellUqJ9LLIAw4/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvc3MyNi1ydW4tYnJhbmQtYnVpbGQtcHItaGVhZC10by10b2Utc3RpbGwtY2xvdWRtb25zdGVyLTMtcmdiLTI0LW4xc2dheWkxLTIwMjYtMDYtMTkuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>EssilorLuxottica-Erbe strebt Berichten zufolge größeren Anteil an Familienholding an</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/essilorluxottica-erbe-strebt-berichten-zufolge-grosseren-anteil-an-familienholding-an/2026061967290</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/essilorluxottica-erbe-strebt-berichten-zufolge-grosseren-anteil-an-familienholding-an/2026061967290</guid><author>news@fashionunited.com (Rachel Douglass)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 11:37:45 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/WE7Z3vl98Gu0kH6Y_3FdKUjBQsJOy0VHUS7zZoO3rzs/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvYS1hcC1hbmQtbGVvbmFyZG8tbWFyaWEtZGVsLXZlY2NoaW8tZ2V0dHktdnZxYTE2anAtMjAyNS0wNi0xNi0yeDg0aWpmOS0yMDI2LTA2LTE5LmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/6PEHB7cYq4joEcoMyQTinA-z4bOW0DWiZneiE0aiYmA/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvYS1hcC1hbmQtbGVvbmFyZG8tbWFyaWEtZGVsLXZlY2NoaW8tZ2V0dHktdnZxYTE2anAtMjAyNS0wNi0xNi0yeDg0aWpmOS0yMDI2LTA2LTE5LmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/WE7Z3vl98Gu0kH6Y_3FdKUjBQsJOy0VHUS7zZoO3rzs/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvYS1hcC1hbmQtbGVvbmFyZG8tbWFyaWEtZGVsLXZlY2NoaW8tZ2V0dHktdnZxYTE2anAtMjAyNS0wNi0xNi0yeDg0aWpmOS0yMDI2LTA2LTE5LmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Leonardo Maria Del Vecchio (right) with A$AP Rocky." title="Leonardo Maria Del Vecchio (right) with A$AP Rocky."/>
  <figcaption>Leonardo Maria Del Vecchio (rechts) mit A$AP Rocky. <em>Bildrechte: Ray-Ban</em></figcaption>
</figure>
<p>Leonardo Maria Del Vecchio, ein Erbe des Ray-Ban-Mutterkonzerns EssilorLuxottica, strebt Berichten zufolge einen größeren Einfluss auf die Holdinggesellschaft des Brillenkonzerns an. Dieser Schritt erfolgt, während die zukünftige Eigentümerstruktur des Imperiums in Frage gestellt wird.</p>
<p>Laut Reuters prüft der 31-jährige Manager eine Finanzierung im Wert von rund zehn Milliarden Euro. Del Vecchio, der als Chief Strategy Officer bei EssilorLuxottica und als Vorsitzender von Ray-Ban tätig ist, möchte damit die Anteile von zwei Geschwistern an Delfin erwerben. Delfin ist die in Luxemburg ansässige Holdinggesellschaft, die 32,4 Prozent an EssilorLuxottica hält.</p>
<p>Bei einem Abschluss würde die Transaktion den Anteil von Del Vecchio an Delfin von 12,5 Prozent auf 37,5 Prozent erhöhen. Damit würde er zum größten Anteilseigner des Unternehmens.</p>
<p>Der Schritt folgt auf den Tod des EssilorLuxottica-Gründers Leonardo Del Vecchio im Jahr 2022. Damals wurde das Eigentum an der Familienholding zu gleichen Teilen unter acht Erb:innen aufgeteilt. Seitdem haben unterschiedliche Ansichten unter den Anteilseigner:innen die Entscheidungsfindung innerhalb der Gruppe Berichten zufolge erschwert.</p>
<p>Obwohl Del Vecchio einen deutlich größeren Anteil erhalten könnte, würde er nicht die volle Kontrolle über Delfin erlangen. Wichtige strategische Entscheidungen erfordern nach den vom Gründer festgelegten Governance-Regeln qualifizierte Mehrheiten der Aktionär:innen.</p>
<p>Die Nachricht folgt auf die Meldung von EssilorLuxottica über einen schwächeren Gewinn im Geschäftsjahr 2025, trotz eines Anstiegs der weltweiten Umsätze. Im Berichtsjahr sank der Nettogewinn des Konzerns um 1,9 Prozent auf 2,32 Milliarden Euro, während der Betriebsgewinn im Jahresvergleich um zwei Prozent zurückging.</p>
<p>Der Jahresumsatz stieg in diesem Zeitraum um 7,5 Prozent auf 28,49 Milliarden Euro, wobei in Nordamerika, EMEA und im asiatisch-pazifischen Raum ein zweistelliges Wachstum verzeichnet wurde.</p>
<p>Die Gruppe initiiert derzeit eine Medtech-Strategie, die eine Abkehr von traditionellen Brillen hin zu einem ganzheitlichen Gesundheitsökosystem vorsieht. Angetrieben wird diese Entwicklung durch die vertikale Integration von medizinischer Forschung und fortschrittlichen Geräten. Ziel ist es, therapeutische Behandlungen und vernetzte Wearables zu schaffen.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/yCvd2ptIM0toRNr0sYjTBVZyAklvZpoEDvBAU1z7pbA/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTkvYS1hcC1hbmQtbGVvbmFyZG8tbWFyaWEtZGVsLXZlY2NoaW8tZ2V0dHktdnZxYTE2anAtMjAyNS0wNi0xNi0yeDg0aWpmOS0yMDI2LTA2LTE5LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Gespräche zwischen USA und Iran verzögert: Modebranche beobachtet Schifffahrt in der Straße von Hormus</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/gesprache-zwischen-usa-und-iran-verzogert-modebranche-beobachtet-schifffahrt-in-der-strasse-von-hormus/2026061967289</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/gesprache-zwischen-usa-und-iran-verzogert-modebranche-beobachtet-schifffahrt-in-der-strasse-von-hormus/2026061967289</guid><author>news@fashionunited.com (Rachel Douglass)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 10:44:41 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/yl5R3PhcRBTjcdj4qwHGXZPYOgiHPR8hvMg7eTOVCTc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZ2VtaW5pLWdlbmVyYXRlZC1pbWFnZS1vdTYxbWJvdTYxbWJvdTYxLWJpNnIzYWt2LTIwMjYtMDYtMTgucG5n" srcset="https://r.fashionunited.com/AnHElxQbcCm8eJHOS4puXA58coiKVEVlGMb0gaRZBnE/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZ2VtaW5pLWdlbmVyYXRlZC1pbWFnZS1vdTYxbWJvdTYxbWJvdTYxLWJpNnIzYWt2LTIwMjYtMDYtMTgucG5n 720w, https://r.fashionunited.com/yl5R3PhcRBTjcdj4qwHGXZPYOgiHPR8hvMg7eTOVCTc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZ2VtaW5pLWdlbmVyYXRlZC1pbWFnZS1vdTYxbWJvdTYxbWJvdTYxLWJpNnIzYWt2LTIwMjYtMDYtMTgucG5n 1080w" sizes="100vw" alt="Straat of Hormuz." title="Straat of Hormuz."/>
  <figcaption>Straße von Hormus. <em>Bild: Generiert mit Google Gemini</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Pläne für eine neue Runde der Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurden verschoben, nachdem der US-Vizepräsident JD Vance einen geplanten Besuch in der Schweiz verlegt hat. Dadurch verzögert sich die Umsetzung eines kürzlich unterzeichneten Waffenstillstandsabkommens.</p>
<p>Die Gespräche sollten sich auf die nächste Phase einer 14-Punkte-Absichtserklärung (MoU) konzentrieren, die Anfang dieser Woche vereinbart wurde. Die Vereinbarung beendete einen fast vier Monate andauernden Konflikt zwischen den beiden Ländern und ebnete den Weg für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus.</p>
<p>Die Wasserstraße ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Sie verbindet Hersteller:innen und Lieferant:innen aus Asien und der Golfregion mit den europäischen und US-amerikanischen Märkten. Die jüngsten Störungen in der Region haben Bedenken hinsichtlich der Frachtkosten, Lieferverzögerungen und der Zuverlässigkeit der Lieferketten aufgeworfen.</p>
<p>Die Absichtserklärung (MoU) umfasst die Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen; die Wiederaufnahme des kommerziellen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus; die schrittweise Aufhebung der US-Sanktionen und die Verpflichtung, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen auszuhandeln.</p>
<p>Obwohl sich der Schiffsverkehr nach dem Abkommen Berichten zufolge zu erholen beginnt, bleibt die Unsicherheit bestehen. Dies gilt insbesondere angesichts der erneuten Gewalt im Libanon, wo israelische Angriffe über Nacht mindestens 18 Menschen getötet haben sollen.</p>
<p>Die bevorstehenden Verhandlungen werden sich voraussichtlich auf die Umsetzung des Abkommens und die Behandlung längerfristiger Fragen, einschließlich des iranischen Atomprogramms, konzentrieren. Regierungen und Unternehmen arbeiten daran, die Stabilität der globalen Handelsrouten zu gewährleisten.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/BitlpL3-IjIKkiXN7jSBD_Q4EM6i9qozv0rp4vcSxxw/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZ2VtaW5pLWdlbmVyYXRlZC1pbWFnZS1vdTYxbWJvdTYxbWJvdTYxLWJpNnIzYWt2LTIwMjYtMDYtMTgucG5n" medium="image"></media:content></item><item><title>Drakes Label OVO wird verklagt: Authentic erwägt angeblich Beteiligungserwerb</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/drakes-label-ovo-wird-verklagt-authentic-erwagt-angeblich-beteiligungserwerb/2026061967285</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/drakes-label-ovo-wird-verklagt-authentic-erwagt-angeblich-beteiligungserwerb/2026061967285</guid><author>news@fashionunited.com (Rachel Douglass)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 10:06:15 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/SMURxQFJ21n6Bdwg1LWj49--IUmJKYvN8-AduFDvYtc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDEvMTQvb2N0b2JlcnMtdmVyeS1vd24tY2FtcGFpZ24taW5zdGFncmFtLWNvbW9jdG9iZXJzdmVyeW93bi1xYnZudzV1by0yMDI2LTAxLTE0LmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/wh6xsnW0QiHpTxk6uSm9jHEAHvCzaUBpwYXR9uRq-lo/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDEvMTQvb2N0b2JlcnMtdmVyeS1vd24tY2FtcGFpZ24taW5zdGFncmFtLWNvbW9jdG9iZXJzdmVyeW93bi1xYnZudzV1by0yMDI2LTAxLTE0LmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/SMURxQFJ21n6Bdwg1LWj49--IUmJKYvN8-AduFDvYtc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDEvMTQvb2N0b2JlcnMtdmVyeS1vd24tY2FtcGFpZ24taW5zdGFncmFtLWNvbW9jdG9iZXJzdmVyeW93bi1xYnZudzV1by0yMDI2LTAxLTE0LmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Drake in October’s Very Own campaign" title="Drake in October’s Very Own campaign"/>
  <figcaption>Drake in einer Kampagne von October&#39;s Very Own <i>Credits: October&#39;s Very Own.</i></figcaption>
</figure>
<p>Das kanadische Lifestyle- und Bekleidungslabel October&#39;s Very Own (OVO), das von Rapper Drake mitgegründet wurde, sieht sich mit einer Klage wegen teilweiser Schuldentilgung und Vertragsbruch konfrontiert. Die Anschuldigungen stammen von A.R.I. OVO Growth Capital. Das Unternehmen gab an, dass es nach früheren Versuchen, die rechtlichen Probleme zu lösen, nun seine Rechte durchsetzen und seine Investor:innen schützen wolle.</p>
<p>Die Investmentfirma hat ein Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof von British Columbia eingeleitet. Sie fordert die Rückzahlung von rund 4,6 Millionen US-Dollar für geschuldete Beträge, vertragliche Verzugszinsen, Anwaltskosten und andere Ausgaben.</p>
<p>A.R.I. schloss Anfang 2025 eine Finanzierungsvereinbarung mit OVO ab. Dabei wurden Mittel durch separate Transaktionen bereitgestellt, darunter eine vorrangig besicherte Kreditfazilität und Wandelanleihen. Die Firma erklärte, sie habe die weltweit anerkannte Marke zunächst als attraktive Kreditmöglichkeit mit erheblichem Unternehmenswertpotenzial angesehen.</p>
<p>OVO wurde 2008 von Aubrey ‘Drake’ Graham, Oliver El-Khatib und Noah ‘40’ Shebib gegründet. Derzeit wird es von Chief Executive Officer (CEO) Derek ‘Drex’ Jancar geleitet. Die Marke ist im Premium-Lifestyle- und Luxus-Streetwear-Segment angesiedelt und ist für ihre Aktivitäten in den Bereichen Mode, Musik und Sport bekannt geworden.</p>
<h2>Spannungen nehmen nach Übernahmegerüchten und Kapitalbeschaffungsbemühungen zu</h2>
<p>Im Februar 2026 soll OVO jedoch gegen die geltenden Vereinbarungen verstoßen haben, da es seine Schulden nicht fristgerecht zurückzahlte. A.R.I. gab an, an einer außergerichtlichen Lösung gearbeitet zu haben. Schließlich wurde eine Stundungsvereinbarung getroffen, in der OVO die Gültigkeit der bedingungslosen Zahlungsverpflichtungen anerkannte.</p>
<p>In einer Erklärung teilte die Firma mit, dass sie „intensiv mit OVO in einem formellen Sanierungsprozess zusammengearbeitet und dem Unternehmen viel Zeit und Flexibilität eingeräumt hat, um die Situation außergerichtlich zu lösen“.</p>
<p>Im Mai erhielt A.R.I. nach eigenen Angaben eine Überweisung von rund 3,8 Millionen US-Dollar von einem Drittkonto. Dies war ein Teil der geschuldeten 4,6 Millionen US-Dollar. Laut der Klageschrift soll OVO jedoch den Standpunkt vertreten, dass keine weiteren Zahlungen ausstehen.</p>
<p>Die Bedenken bezüglich der Vereinbarung wuchsen, als A.R.I. von den angeblichen Bemühungen von OVO erfuhr, eine Eigenkapitalfinanzierung in Höhe von 30 Millionen US-Dollar zu sichern. Diese Mittel könnten laut A.R.I. zur Rückzahlung von Schulden in Höhe von etwa zehn Millionen US-Dollar verwendet werden. Es wird auch angenommen, dass das Unternehmen zwischen 2022 und 2024 kumulierte Verluste von etwa zwölf Millionen US-Dollar verzeichnete.</p>
<p>A.R.I. verwies zudem auf einen aktuellen Bericht der Medienplattform Puck. Darin hieß es, OVO erwäge eine Transaktion mit der US-amerikanischen Authentic Brands Group, die angeblich den Erwerb einer 50-prozentigen Beteiligung in Betracht zieht. Die Investmentfirma erklärte, dass solche Gespräche im Rahmen der vertraglichen Vereinbarung hätten offengelegt werden müssen.</p>
<p><en>Anm. d. Red.: FashionUnited hat OVO und die Authentic Brands Group um eine Stellungnahme gebeten.</en></p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/TZx_5z7MOyRIZzL8UFFUBt4j6Wh7tWdM998Xk0hXCU0/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDEvMTQvb2N0b2JlcnMtdmVyeS1vd24tY2FtcGFpZ24taW5zdGFncmFtLWNvbW9jdG9iZXJzdmVyeW93bi1xYnZudzV1by0yMDI2LTAxLTE0LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Schweiz: Uhrenexporte im Mai nahezu stabil</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/schweiz-uhrenexporte-im-mai-nahezu-stabil/2026061967279</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/schweiz-uhrenexporte-im-mai-nahezu-stabil/2026061967279</guid><author>news@fashionunited.com (AFP)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 07:56:00 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/GEZLoxw5zRa7Vda77sfGWqoqXMZ7ICEA4iZwoeO3lNE/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMDUvaHVudGVycy1yYWNlLW1xd2RqLXp5amFrLXVuc3BsYXNoLWZwZHVmZWxxLTIwMjMtMTItMDctdjRxNTZ5YXYtMjAyMy0xMi0yNi1ua3Z0NzVzei0yMDI0LTAxLTA1LmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/AZT_z1UW6hxj6WOV2ylZuGPzyIDEZYyBXP0AYO2_CBg/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMDUvaHVudGVycy1yYWNlLW1xd2RqLXp5amFrLXVuc3BsYXNoLWZwZHVmZWxxLTIwMjMtMTItMDctdjRxNTZ5YXYtMjAyMy0xMi0yNi1ua3Z0NzVzei0yMDI0LTAxLTA1LmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/GEZLoxw5zRa7Vda77sfGWqoqXMZ7ICEA4iZwoeO3lNE/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMDUvaHVudGVycy1yYWNlLW1xd2RqLXp5amFrLXVuc3BsYXNoLWZwZHVmZWxxLTIwMjMtMTItMDctdjRxNTZ5YXYtMjAyMy0xMi0yNi1ua3Z0NzVzei0yMDI0LTAxLTA1LmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Montre." title="Montre."/>
  <figcaption>Uhr. <em>Credits: Hunters Race, Unsplash.</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Schweizer Uhrenexporte sind im Mai nahezu stabil geblieben. Sie verzeichneten einen leichten Anstieg von 0,4 Prozent auf 2,1 Milliarden Schweizer Franken (2,2 Milliarden Euro). Dies geschah trotz eines deutlichen Rückgangs in China, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie am Donnerstag mitteilte.</p>
<p>Diese Stabilisierung helfe jedoch, „den kumulierten Rückgang der ersten fünf Monate des Jahres abzumildern“, so der Verband in einer Mitteilung. Der Rückgang seit Anfang Januar beläuft sich nun auf 3,1 Prozent.</p>
<p>Im vergangenen Monat stiegen die Exporte von Schweizer Uhren in die Vereinigten Staaten um 12,3 Prozent. In das Vereinigte Königreich erhöhten sie sich um 24,9 Prozent, wie aus den Daten des Uhrenverbandes hervorgeht.</p>
<p>Frankreich verzeichnete den stärksten Anstieg unter den großen Uhrenmärkten. Das Wachstum betrug 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Verband betonte, dass Frankreich „durch seine Rolle als Logistikplattform“ für den Re-Export der Uhren in andere Märkte angetrieben werde.</p>
<p>Die Exporte nach China fielen hingegen um 21,4 Prozent. Dies dämpfte die Hoffnungen auf eine Erholung in diesem für Schweizer Uhrmacher:innen wichtigen Markt.</p>
<p>Diese Statistiken „bestätigen wahrscheinlich, dass die chinesische Nachfrage verhalten ist“, kommentierten die Analyst:innen von Jefferies. Die Zahlen seit Jahresbeginn hatten nach zwei schwierigen Jahren auf diesem Markt eigentlich eine Besserung angedeutet.</p>
<p>Die Vergleichsbasis sei jedoch „schwach“ gewesen, bemerkt Manuel Lang, Analyst bei Vontobel. Für ihn „könnte dieser Rückgang im Mai als Warnung für diejenigen dienen, die auf eine Erholung in China gesetzt haben“.</p>
<p>Nachdem die Schweizer Uhrenindustrie 2023 Rekordwerte erreicht hatte, erlebte sie zwei schwierigere Jahre. Grund dafür war der Nachfragerückgang in China seit 2024, zu dem 2025 noch Zölle in den Vereinigten Staaten hinzukamen. Seit Anfang 2026 deuteten die Statistiken des Uhrenverbandes jedoch auf eine beginnende Erholung in China hin.</p>
<p>Die Uhrenexporte nach China hatten sich im Januar um fünf Prozent erholt. Im Februar fielen sie um elf Prozent, erholten sich im Folgemonat aber wieder um 4,2 Prozent. Im April zogen sie mit einem Anstieg von 17,1 Prozent deutlich an.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/LfX0v388u506t5O6QA44XlSMYiFlnSN0c94vjtHFlEo/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMDUvaHVudGVycy1yYWNlLW1xd2RqLXp5amFrLXVuc3BsYXNoLWZwZHVmZWxxLTIwMjMtMTItMDctdjRxNTZ5YXYtMjAyMy0xMi0yNi1ua3Z0NzVzei0yMDI0LTAxLTA1LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Hitzestress: Das reale Lieferkettenrisiko, das die Modebranche nicht länger ignorieren kann</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/hitzestress-das-reale-lieferkettenrisiko-das-die-modebranche-nicht-langer-ignorieren-kann/2026061967287</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/hitzestress-das-reale-lieferkettenrisiko-das-die-modebranche-nicht-langer-ignorieren-kann/2026061967287</guid><author>news@fashionunited.com (Simone Preuss)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 07:38:46 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption>„Das Klima ändert sich – wir sollten es auch.“ Poster bei einem Klimaprotest <em>Credits: Markus Spiske / Pexels</em></figcaption>
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<p>Die Temperatur beträgt 35 Grad Celsius, fühlt sich aber aufgrund der Luftfeuchtigkeit wie 40 Grad an. Die Atmosphäre ist drückend und der Textilstaub erschwert das Atmen. Der alte Deckenventilator macht Geräusche, ist ebenfalls voller Staub und kühlt die Luft kaum. Arbeiter:innen, die es gewohnt sind, nicht zu viel zu trinken, um häufige Toilettenpausen zu vermeiden, nippen an mit Elektrolyten versetztem Wasser. Ohnmacht, Nasenbluten und Hitzschläge sind an der Tagesordnung.</p>
<p>Was wie eine dystopische Erzählung klingt, ist in vielen Bekleidungsfabriken bereits Realität. Die Hitzewelle, die derzeit große Teile Süd- und Südostasiens erfasst, legt die Arbeit in Bekleidungs- und Textilfabriken lahm und erschwert das Leben der Arbeiter:innen.</p>
<p>Ein starker El Niño pumpt derzeit riesige Mengen ozeanischer Wärme in die Atmosphäre. Dies verstärkt die langfristigen Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels und treibt Temperaturen weltweit auf Rekordhöhen. In Indien werden 38 Grad Celsius erreicht und in Sri Lanka, Bangladesch und Pakistan zwischen 32 und 34 Grad Celsius.</p>
<p>Stellen Sie sich vor, Sie verlassen ein gerade gelandetes Flugzeug und befinden sich für einige Sekunden im Abgasstrahl. Nun stellen Sie sich vor, Sie wären stundenlang darin. So fühlt es sich derzeit in Teilen Asiens an.</p>
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  <figcaption>Die globalen Auswirkungen von El Niño mit Kerntemperaturanomalien im Pazifischen Ozean, weitreichenden Klimastörungen wie Dürren in Australien und Südostasien, Überschwemmungen in Südamerika und milderen Wintern in Nordamerika. <em>Bild: KI-generiertes Bild / FashionUnited</em></figcaption>
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<p>Sich verlagernde tropische Wettermuster unterdrücken den Regenfall und schwächen die Passatwinde. Dadurch wird stagnierende, trockene Luft über dem Kontinent eingeschlossen, was zu langanhaltenden, extremen Hitzewellen führt. Hitzebelastung beginnt bei einer Temperatur von etwa 30 Grad Celsius; Hitzestress ab 32 Grad Celsius.</p>
<h2>Was ist Hitzestress?</h2>
<p>Ein aktueller Bericht des NYU Stern Centre for Business and Human Rights mit dem Titel „Too Hot to Ignore: Extreme Heat in Garment Supply Chains“ warnt die Bekleidungs- und Textilindustrie davor, Hitzestress zu ignorieren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Hitzestress als die häufigste wetterbedingte Todesursache.</p>
<p>Hitzestress tritt auf, wenn der Körper sich nicht ausreichend durch Schwitzen abkühlen kann. Dies führt zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Hitzeerschöpfung, Hitzschlag und Nierenschäden. Auch reproduktive Gesundheitsprobleme oder die Verschlimmerung bestehender Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Asthma und psychische Störungen können die Folge sein. Hitzestress entsteht, wenn Menschen übermäßiger Hitze und Feuchtigkeit ausgesetzt sind oder anstrengende Tätigkeiten in heißen Umgebungen ausüben, wie zum Beispiel die Arbeit in einer Bekleidungsfabrik.</p>
<p>Der Bericht stellt klar, dass klimabedingte extreme Hitze nicht länger als fernes Umweltproblem abgetan werden kann. Sie hat sich schnell zu einem zentralen Betriebsrisiko entwickelt. Es wird betont, dass steigende Umgebungstemperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit in Süd- und Südostasien die Produktionsökosysteme bereits jetzt aktiv stören. Extreme Hitze wird nicht nur als nebensächliche Nachhaltigkeitskennzahl neu bewertet, sondern als unmittelbare Krise für Arbeitssicherheit und Gesundheit. Diese Krise bedroht die Widerstandsfähigkeit der globalen Lieferkette der Modebranche grundlegend.</p>
<h2>Die Situation in Indien</h2>
<p>Um diese Ergebnisse zu untermauern, kombinierte das Forschungsteam von NYU Stern eine umfassende Betriebsbeobachtung mit tiefgehenden, lokalen Feldanalysen in Indien. Indien ist der sechstgrößte Bekleidungsexporteur der Welt und zunehmend extremer Hitze ausgesetzt.</p>
<p>Die Forscher:innen führten Vor-Ort-Untersuchungen in zehn Bekleidungsfabriken durch. Diese beschäftigen zusammen fast 9.000 Arbeiter:innen und erstrecken sich über wichtige Industriestaaten wie Tamil Nadu, Haryana, Odisha, Maharashtra und Karnataka. Sie beliefern Marken für den heimischen (D-mart, V-mart, Joki) und internationalen Markt (Jack &amp; Jones, Levi’s, Marks &amp; Spencer, Primark, S.Oliver, Target, Tom Tailor, Uniqlo und andere).</p>
<p>Die empirische Arbeit umfasste Interviews mit etwa 80 Arbeiter:innen vor Ort in neun der Fabriken. Weitere 40 Interviews wurden bei ihnen zu Hause geführt, um ein Gefühl für die Hitzebelastung in den Lebensräumen zu bekommen. Der Bericht verfolgte auch interne Umweltvariablen und wertete die Protokolle der Sanitätsräume in mehreren Einrichtungen aus, um saisonale Gesundheitsprobleme zu erfassen. Zusätzlich befragten die Forscher:innen internationale Schuh- und Bekleidungsmarken. So sollte die deutliche Diskrepanz zwischen dem Bewusstsein der Unternehmen und der tatsächlichen Überwachung der Einhaltung von Vorschriften in den Fabriken bewertet werden.</p>
<h2>Welche körperlichen und finanziellen Folgen hat Hitzestress für Arbeiter:innen?</h2>
<p>Die menschliche Last dieser eskalierenden Klimakrise tragen die Personen an den Nähmaschinen. Der Bericht dokumentiert, wie das Mikroklima in den Produktionsstätten die gefährlichen Bedingungen im Freien oft übertrifft, insbesondere in stark industrialisierten Zonen. So verzeichneten die Forscher:innen in einer Stofffärberei und -verarbeitungsanlage Innentemperaturen von erschreckenden 43 bis 45 Grad Celsius. Dies überstieg die Außentemperatur um bis zu fünf Grad Celsius.</p>
<p>Diese belastende Innenumgebung führt zu schwerer physiologischer Anspannung. Arbeiter:innen berichten häufig von akuten Schwindelanfällen, chronischen Kopfschmerzen, starker Dehydration, Ohnmacht, Hautausschlägen und schweren Nieren- oder Harnwegskomplikationen. Ursachen sind mangelnde Kühlung und eingeschränkte Ruhezeiten.</p>
<p>Dieses körperliche Leid führt zu erheblichen finanziellen Einbußen für eine bereits wirtschaftlich stark benachteiligte Arbeiterschaft. Der Bericht zeigt, dass hitzebedingte Gesundheitskosten und Schutzmaßnahmen, wie der Kauf von Elektrolyten oder die Bezahlung medizinischer Behandlungen, monatlich zwischen 500 und 1.000 Rupien (rund 4,60 bis 9,25 Euro) aus der Tasche der Arbeiter:innen ziehen. Die durchschnittlichen Monatslöhne in der Bekleidungsindustrie dieser Regionen liegen zwischen 11.500 und 18.000 Rupien (etwa 106 bis 166 Euro). Daher stellen diese klima-bedingten Ausgaben einen verheerenden Anteil des Haushaltseinkommens dar.</p>
<p>Diese finanzielle Belastung wird durch unmittelbare Lohneinbußen verschärft, wenn Arbeiter:innen wegen Hitzeerschöpfung unbezahlte Krankheitstage nehmen müssen. Dies verdeutlicht, wie die ärmsten Akteur:innen im Mode-Ökosystem die direkten wirtschaftlichen Schocks der globalen Erwärmung absorbieren.</p>
<h2>Was bedeutet Hitzestress für Fabriken und Lieferketten?</h2>
<p>Aus rein kommerzieller Sicht zeigt der Bericht, wie extreme Hitze die Effizienz der Fabriken beeinträchtigt und die Produktstandards in den Sommermonaten gefährdet. Fabrikleiter:innen, die in neun Betrieben befragt wurden, berichteten von messbaren Produktivitätseinbußen von drei bis zehn Prozent während intensiver Hitzewellen. Gleichzeitig steigt die Fehlzeitenquote der Arbeiter:innen um etwa zwei bis fünf Prozent. Die körperliche Belastung der Belegschaft erzwingt eine natürliche Verlangsamung des Produktionstempos, was knappe Liefertermine direkt gefährdet.</p>
<p>Darüber hinaus belastet extreme Hitze die Maschinen selbst. Dies führt zu häufigen Generatorüberlastungen und Stromausfällen, wie bei einem Vorfall im April 2024 in einer Strickwarenfabrik in Faridabad, der zur vollständigen Schließung einer gesamten Produktionsebene zwang.</p>
<p>Über die Produktionsrückgänge hinaus beeinträchtigt die körperliche Realität einer schwitzenden Belegschaft die Qualität der hergestellten Kleidungsstücke. Übermäßiges Schwitzen der Arbeiter:innen führt zu Flecken auf den Stoffen. Offene Fenster und unzureichende Belüftungssysteme ermöglichen zudem, dass Staub von außen die sauberen Montagelinien verunreinigt. Dies führt zu einem Anstieg von Nähfehlern und strukturellen Mängeln.</p>
<p>„Extreme Hitze ist heute ein vorhersehbares Lieferkettenrisiko für Bekleidungsmarken. Fabriken verlieren an Leistung, die Qualität leidet und Liefertermine sind in Gefahr – nicht als Zukunftsszenario, sondern genau jetzt“, bemerkt Lucy Siers, leitende Wissenschaftlerin für globale Arbeit am NYU Stern Centre. Diese Realität zwingt Hersteller:innen, entweder die Kosten für abgelehnte Ware zu tragen oder hohe Strafen von den Marken für verspätete Lieferungen in Kauf zu nehmen.</p>
<h2>Wessen Verantwortung ist Hitzestress?</h2>
<p>Der übergeordnete Tenor des Berichts deckt ein tiefgreifendes Governance-Versagen in globalen Mode-Lieferketten auf. Dieses ist durch ein starkes Ungleichgewicht von Macht und Verantwortung gekennzeichnet.</p>
<p>Die Forscher:innen fanden heraus, dass 94,1 Prozent der befragten internationalen Marken offen zugeben, dass extreme Hitze eine mäßige bis erhebliche Bedrohung für ihren Betrieb darstellt. Ihre internen Einkaufspraktiken erzählen jedoch eine völlig andere Geschichte. Nur 35,3 Prozent dieser Marken schreiben ihren Lieferant:innen vor, die internen Hitze- oder Feuchtigkeitswerte zu überwachen. Absolut keine Marke sammelt diese Daten kontinuierlich. Dies schafft eine bequeme Informationslücke. Sie ermöglicht es multinationalen Einzelhändler:innen, die strikte Einhaltung von Arbeitsnormen zu fordern, während sie die tatsächlichen Ausbeutungsbedingungen, die ihre Preisstrukturen aufrechterhalten, völlig ignorieren.</p>
<p>Diese operative Trennung führt dazu, dass die immense finanzielle Last der Klimaanpassung vollständig auf die Lieferant:innen abgewälzt wird. Enge Einkaufsmargen, schwankende Auftragsvolumina und extrem kurze Vorlaufzeiten, die von den Marken vorgegeben werden, entziehen den Fabrikbesitzer:innen systematisch das Kapital. Dieses Kapital wird für notwendige strukturelle Modernisierungen benötigt.</p>
<p>Michael Posner, Direktor des NYU Stern Centre, spricht dieses systemische Versagen direkt an. Er argumentiert, dass Marken, die aus hitzeexponierten Regionen beziehen, ein klares kommerzielles und ethisches Mandat haben, zu bleiben und zu helfen: „Die Antwort ist nicht, sich aus diesen Beschaffungsregionen zurückzuziehen und Arbeiter:innen und Lieferant:innen im Stich zu lassen. Es geht darum, in ihre Widerstandsfähigkeit zu investieren. Dies geschieht, indem man eine Wärmeüberwachung vorschreibt, klare Sicherheitsstandards festlegt, Flexibilität in die Einkaufspraktiken einbaut, wenn Hitze die Produktion stört, und die Kosten für Kühl- und Lüftungs-Upgrades teilt.“</p>
<h2>Wichtige Empfehlungen</h2>
<p>Um diese strukturellen Schwachstellen zu beheben, bietet der Bericht eine Reihe gezielter, nicht verhandelbarer Empfehlungen für alle wichtigen Akteur:innen der textilen Wertschöpfungskette, angefangen bei globalen Einkäufer:innen.</p>
<p>Erstens müssen Marken und Einzelhändler:innen <b>extreme Hitze formell als zentrales Arbeitsschutzrisiko einstufen</b> und eine <b>kontinuierliche Überwachung der Innentemperatur</b> in ihre Standard-Lieferantenaudits integrieren.</p>
<p>Sie werden zudem aufgefordert, zu einem <b>Finanzmodell der geteilten Verantwortung</b> überzugehen. Dieses Modell soll technische Modernisierungen wie passive Kühlinfrastrukturen und leistungsstarke Lüfterinstallationen mitfinanzieren. Gleichzeitig soll eine explizite zeitliche Flexibilität in die Produktionspläne während Hitzewellen eingebaut werden. Ein erfolgreiches Beispiel wird in der Anlage der Epic Group in Bhubaneswar hervorgehoben. Dort wurde durch eine gemeinsame Finanzpartnerschaft mit der International Finance Corporation ein automatisiertes System eingesetzt, um eine stabile Innentemperatur von 28 Grad Celsius aufrechtzuerhalten.</p>
<p>Gleichzeitig fordert der Bericht ein entschlossenes Eingreifen von <b>nationalen Regierungen und internationalen Branchenregulierungsbehörden</b>, um diese Schutzmaßnahmen zu kodifizieren. Nationale Regulierungsbehörden sollten <b>rechtlich verbindliche Temperaturgrenzwerte für Innenarbeitsplätze</b> festlegen. Außerdem müssen durchsetzbare Arbeits- und Ruhezeitpläne eingeführt werden, die bei Überschreitung bestimmter Hitzeindizes automatisch in Kraft treten. Regierungen sollten zudem <b>bestehende nationale Hitzeaktionspläne erweitern</b>. Diese Pläne sollen formell auch industrielle Innenräume umfassen und Hitzestress als entschädigungsfähige Berufskrankheit in staatlichen Sozialschutzsystemen anerkennen.</p>
<p>Schließlich empfiehlt der Bericht, dass Lieferbetriebe sofortige <b>lokale Schutzmaßnahmen</b> umsetzen. Dazu gehört sicherzustellen, dass die Löhne der Arbeiter:innen bei hitzebedingten Produktionsausfällen vollständig geschützt sind. Zudem müssen demokratisierte <b>Fabrikausschüsse</b> eingerichtet werden, um den Arbeiter:innen eine direkte Stimme bei der Identifizierung und Minderung von Hitzerisiken in der Produktion zu geben.</p>
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<li><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/von-worten-zu-wirkungsvollen-taten-oecd-forum-drangt-auf-branchenwandel/2026022565577" target="_self"><u>Von Worten zu wirkungsvollen Taten: OECD-Forum drängt auf Branchenwandel</u></a></li>
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  <figcaption>Bild zur Visualisierung  <em>Credits: Aygin Kolaei / FashionUnited</em></figcaption>
</figure>
<p>Wer in diesen Tagen durch deutsche Innenstädte läuft, der könnte meinen, es sei schon Hochsommer. Sonderangebote und Rabatte weit und breit. Den gesetzlich vorgeschriebenen Sommerschlussverkauf gibt es seit Jahren nicht mehr. Der Handel veranstaltet inzwischen einen freiwilligen Schlussverkauf –
eigentlich erst Ende Juli. „Bei Rabatten gibt es inzwischen leider fast eine Dauerschleife. Es wird immer mehr“, sagt Rolf Pangels vom Handelsverband Textil Schuhe und Lederwaren.</p>
<p>Die Konsumstimmung hat sich – laut den Befragungen vom Handelsverband
Deutschland (HDE) und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen – zuletzt zwar leicht verbessert, aber die Lage bleibt schwierig. Viele Menschen kaufen sehr sparsam ein. Ob Kleidung, Lebensmittel oder Deko: Hauptsache günstig. Sonderangebote sind besonders begehrt.</p>
<p>Je nach Produktkategorie werden bis zu 74 Prozent der
Kaufentscheidungen von Rabatten beeinflusst. Das zeigt eine Studie
der Boston Consulting Group (BCG). 1.800 Menschen in Deutschland
wurden im April repräsentativ befragt. Die Stimmung hat sich demnach
weiter verschlechtert. 64 Prozent bewerten die wirtschaftliche Lage
negativ. Verbraucher achten stärker auf Preise als vor einem Jahr.
„Verbraucher:innen wägen heute insgesamt stärker ab, wofür sie ihr Geld
ausgeben“, sagt BCG-Konsumgüterexpertin Karin von Funck. Sie
verglichen mehr, hinterfragten Ausgaben kritischer.</p>
<h2>Bei Kleidung und Gastronomie wird am meisten gespart</h2>
<p>Laut einer repräsentativen Kantar-Umfrage wird vor allem bei
Bekleidung, Gastronomie sowie bei Kino-, Konzert- und Clubbesuchen
gespart. Das Institut befragte im Auftrag des Portals Idealo 2.000
Menschen zwischen 18 und 64 Jahren. 62 Prozent vergleichen vermehrt
Preise verschiedener Anbieter. 56 Prozent achten verstärkt auf
Sonderangebote. Am häufigsten gespart wird für Urlaube und Reisen
oder um finanzielle Rücklagen aufzubauen (je 41 Prozent).</p>
<p>Der finanzielle Druck ist groß. 81 Prozent müssen laut Umfrage
vermehrt darauf achten, wie viel sie ausgeben. Zwei Drittel sorgen
sich darum, mit ihrem Geld nicht mehr auszukommen. 44 Prozent
konsumieren weniger als im Vorjahr, nur 6 Prozent mehr. Als Gründe
nennen sie meist steigende Verbraucherpreise sowie politische und
wirtschaftliche Unsicherheiten.</p>
<p>Im &quot;Sorgen-Ranking&quot; des Marktforschers YouGov sind finanzielle und
wirtschaftliche Sorgen auf den ersten Platz vorgerückt - vor
Einwanderung und körperliche Gesundheit. YouGov-Expertin Petra
Süptitz sieht dies als Reaktion auf ein dauerhaft erhöhtes
Kostenbewusstsein.</p>
<p>Kund:innen greifen bei Produkten des täglichen Bedarfs wie Lebensmitteln
immer häufiger zu Sonderangeboten. Knapp ein Viertel des Umsatzes
entfiel laut YouGov zuletzt darauf - deutlich mehr als vor vier
Jahren. Zunehmend gefragter sind auch die preisgünstigeren
Eigenmarken der Händler. Viele Kunden seien unsicher, welche weiteren
Belastungen auf sie zukämen, so Süptitz. Laut Statistischem Bundesamt
sind die Nahrungsmittelpreise seit 2020 im Schnitt bereits um gut 37
Prozent gestiegen.</p>
<h2>&quot;Die meisten sparen aus einem Sicherheitsbedürfnis&quot;</h2>
<p>Laut Postbank ist und bleibt Deutschland ein Land der Sparer. Viele
zweifelten jedoch, ob sie genug Geld beiseitelegen. „Die meisten
Menschen sparen aus einem Sicherheitsbedürfnis. Wenn sie trotz ihrer
Sparanstrengungen das Gefühl haben, ihr Ziel kaum erreichen zu
können, führt das zu Verunsicherung und Frustration“, sagt
Postbank-Anlagestratege Ulrich Stephan. Anhaltender Kostendruck
beschädige das Vertrauen in die eigene Vorsorgefähigkeit.</p>
<p>Den Einzelhandel schmerzt die Sparsamkeit der Kund:innen. Die Unternehmen
hadern mit der Rabattflut. Je niedriger die Preise, desto weniger
verdienen sie. „Wer dauerhaft mit hohen Preisnachlässen arbeitet,
riskiert eine Entwertung seiner Marke und sinkende Profitabilität“,
sagt BCG-Expertin von Funck. Kriege, schwache Konjunktur und
schlechte Konsumstimmung belasteten die Branche, sagt
HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. „Die Kalkulationen gerade
kleinerer und mittelständischer Händler stehen unter enormem Druck.“</p>
<p>Profitieren können unter anderem asiatische Anbieter wie Temu und
Shein. Laut einer Auswertung des Forschungsinstituts IW Consult im
Auftrag des HDE setzen Temu und Shein dem deutschen Einzelhandel
erheblich zu. Der Branche entgehen jährlich Umsätze in Höhe von 2,5
Milliarden Euro.</p>
<h2>Jeder sechste Einzelhändler sieht Existenz bedroht</h2>
<p>Auch Discounter profitieren nach Angaben des
Handelsforschungsinstituts IFH Köln vom hohen Preisbewusstsein.
Anbieter wie Action oder Woolworth übernehmen demnach in vielen
Warengruppen zunehmend die Rolle des Fachhandels - insbesondere bei
Do-it-yourself-Produkten (DIY), Saisonware, Dekorationsartikeln,
Schreib- und Spielwaren.</p>
<p>IFH-Handelsexperte Kai Hudetz sieht einen “Verlust der Mitte&quot;. Das
Preiseinstiegssegment sowie Premium- und Luxusangebote gewinnen
demnach, mittlere Preislagen haben zunehmend Schwierigkeiten.</p>
<p>Jeder sechste Einzelhändler in Deutschland fürchtet laut der
Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts inzwischen um die Existenz, so
viele wie nie zuvor. Die Zahl der Insolvenzen liegt nach Angaben des
Kreditversicherers Allianz Trade auf dem höchsten Stand seit zehn
Jahren. Der Dekohändler Depot und die Baumarktkette Hellweg stellten
kürzlich erneut Insolvenzanträge, die Fachmarktkette Hammer schloss
alle Filialen.</p>
<h2>Secondhand boomt</h2>
<p>Der Preis ist laut Idealo-Umfrage das wichtigste Kaufkriterium, knapp
vor der Qualität. Dabei gibt das Konsumverhalten Experten bisweilen
Rätsel auf. Viele bestellen trotz Bedenken bei der Produktqualität
bei Temu und Shein, wie eine aktuelle Untersuchung des
Marktforschungsunternehmens Appinio zeigt. Der extreme Preisreiz löse
bestehende Sorgen nicht auf, sondern hebele sie systematisch aus,
heißt es.</p>
<p>Auch der Secondhand-Markt zählt zu den Gewinnern. Er wächst deutlich
stärker als der Einzelhandel insgesamt. 2025 wurde in Deutschland mit
Secondhand-Ware online 10,5 Milliarden Euro umgesetzt - 84 Prozent
mehr als 2019. Besonders beliebt sind laut YouGov Kleidung, Bücher,
Möbel und Elektronikgeräte wie Smartphones und Tablets.</p>
<p>„Secondhand-Produkte sind für viele Verbraucher:innen vor allem eines:
deutlich günstiger als Neuware“, sagt Experte Hudetz. Secondhand habe
sein angestaubtes Image hinter sich gelassen und entwickele sich zum
Lifestyle-Thema. Er erwartet, dass der Markt künftig weiter wachsen
wird.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/CCVkJzb_W1OmLEUWeF7trn4fRk8W1Bb_iJhrLruPFkM/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDUvMjEvem9tZXJzb2xkZW4tbW9kZS11bmllLXVuaXpvLXE4ZHljZTNnLTIwMjEtMDctMjktejgwN3RjeHQtMjAyNi0wNS0yMS5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Bei Kleidung und Gastronomie wird am meisten gespart</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/bei-kleidung-und-gastronomie-wird-am-meisten-gespart/2026061967273</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/bei-kleidung-und-gastronomie-wird-am-meisten-gespart/2026061967273</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 07:09:05 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption><em>Credits: Aygin Kolaei für FashionUnited</em></figcaption>
</figure>
<p>Viele Menschen in Deutschland sparen – vor allem bei Kleidung sowie beim Besuch von Restaurants, Cafés und Bars. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts Kantar im Auftrag des Preisvergleichsportals Idealo. Mehr als 2000 Menschen zwischen 18 und 64 Jahren wurden dazu online befragt.</p>
<p>Bei Konsumgütern sparen die Befragten am häufigsten bei
Bekleidung und Accessoires (52 Prozent), Hobby- und Freizeitbedarf
(42 Prozent), Elektronik (41 Prozent) sowie Wohn- und
Haushaltsartikeln (36 Prozent). Bei Gesundheit (16 Prozent), Büchern
und Medien, Drogerie und Kosmetik (je 31 Prozent) sowie Lebensmitteln
(32 Prozent) ist die Zurückhaltung weniger ausgeprägt.
Mehrfachnennungen waren möglich.</p>
<p>Auch bei Freizeitausgaben wird gespart: Neben der Gastronomie (52
Prozent) trifft es vor allem Kino (46 Prozent), Konzerte und
Festivals sowie Clubs und Nachtleben (jeweils 45 Prozent). Theater
und Kleinkunst (39 Prozent), Ausstellungen und Museen (38 Prozent)
sowie Sportangebote wie Fitnessstudio und Yogakurse (36 Prozent) sind
etwas weniger betroffen.</p>
<h2>Mehr als jeder Dritte spart für Altersvorsorge</h2>
<p>Laut Umfrage wird am häufigsten für Urlaube und Reisen gespart
oder um finanzielle Rücklagen aufzubauen (je 41 Prozent). Viele legen
Geld für die Altersvorsorge beiseite (37 Prozent) oder für größere
Anschaffungen wie Fahrrad oder Fernseher (27 Prozent).</p>
<p>Verbraucher:innen sparen auf verschiedene Weise: 62 Prozent vergleichen
mehr Preise verschiedener Anbieter. 56 Prozent achten stärker auf
Sonderangebote und reduzierte Ware. 48 Prozent verwenden
Rabattcoupons, 44 Prozent kaufen mehr No-Name- oder Eigenmarken. 41
Prozent nutzen Produkte länger.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/aM1WirDectvDZ5SctdlsJTEt51vUTT5ipmyfhEsNPns/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDMvMTIvaW5mbGF0aW9uLTIwMjItNzlqOXpzMmstMjAyMy0wMS0xOC1xdWI5emcyMS0yMDIzLTAyLTIwLThhc2NubDhuLTIwMjMtMDgtMTEtdGcxY3pzNnctMjAyNC0wMi0yOC0xY2dtbmtrcS0yMDI0LTAzLTEyLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Online-Falle: Wie Fake-Shops tausende Kunden abzocken</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/online-falle-wie-fake-shops-tausende-kunden-abzocken/2026061967271</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/online-falle-wie-fake-shops-tausende-kunden-abzocken/2026061967271</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 07:02:57 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption>Bild zur Visualisierung <em>Credits: Vitaly Gariev, Unsplash.</em></figcaption>
</figure>
<p>Mit Fake-Shops im Internet nehmen Betrüger mitunter Millionen ein. Sie verkaufen online Waren, die sie nie verschicken.</p>
<p>Angesichts der Fußball-WM warnen Verbraucherschützer:innen vor betrügerischen Angeboten von Fanartikeln und Tickets. Die Verbraucherschutzminister der Länder befassen sich heute bei ihrer Konferenz in Potsdam mit dem Online-Handel und der Bekämpfung von Fake-Shops.</p>
<p>Fake-Shops seien zu einem gefährlichen Massenphänomen geworden,
das Verbraucherinnen und Verbraucher immer wieder in die Falle locke
und hohe finanzielle Schäden verursache, sagte Brandenburgs
Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt (SPD), die den
Konferenz-Vorsitz innehat, der Deutschen Presse-Agentur. Sie und
andere Bundesländer wie NRW, Hessen und Thüringen fordern ein
entschlosseneres Vorgehen gegen Fake-Shops.</p>
<h2>Wie häufig ist Betrug über Fake-Shops?</h2>
<p>Jeder vierte Verbrauchende (24 Prozent) in Deutschland ist schon
einmal Opfer von Online-Betrug geworden, wie eine Umfrage im Auftrag
der Schufa unter 1.000 Erwachsenen im Februar 2025 ergab. Sechs von
zehn Betrugsopfern (61 Prozent) erlitten nach eigenen Angaben einen
finanziellen Schaden – etwa, weil ihnen keine oder minderwertige Ware
geliefert wurde.</p>
<p>Bei den Verbraucherzentralen gingen 2025 zu Fake-Shops rund
10.000 Beschwerden ein, so der Verbraucherzentrale Bundesverband in
Berlin. Das sei nur &quot;die Spitze des Eisbergs&quot;, sagte die Expertin für
Online-Shopping beim Verband, Stefanie Grunert.</p>
<p>Allein Thüringen meldete im vergangenen Jahr einen Schaden von
rund 600.000 Euro durch Fake-Shops.</p>
<h2>Was wollen die Minister erreichen?</h2>
<p>Für den Verbraucherschutz zuständige Minister fordern wirksamere
Maßnahmen gegen Fake-Shops. &quot;Es reicht nicht, punktuell einzelne
Anbieter zu sperren - wir brauchen eine umfassende, nationale
Strategie zur Bekämpfung von Fake-Shops, die Bund und Länder
gemeinsam umsetzen&quot;, so Mittelstädt. &quot;Für eine effektive Bekämpfung
von Fake-Shops bedarf es einer strategischen Koordinierung durch den
Bund.&quot;</p>
<p>Ein wichtiger Baustein ist aus Ländersicht eine stärkere
Identitätsprüfung bei der Registrierung von Internet-Domains. Auch
die Möglichkeiten zur Sperrung betrügerischer Domains sollen
verbessert werden, wie Hessens Verbraucherschutzminister Ingmar Jung
(CDU) vor Beginn der Konferenz mitteilte.</p>
<h2>Wo sehen Verbraucherzentralen Möglichkeiten?</h2>
<p>Einen Fake-Shop aus dem Netz zu nehmen, scheint rechtlich und
organisatorisch nicht einfach. Der Vorstand der Verbraucherzentrale
Berlin kritisierte auch, dass die polizeilichen Zuständigkeiten und
das Vorgehen in den Bundesländern unterschiedlich seien.</p>
<p>Aus Sicht der Verbraucherzentrale Bundesverband müssen
Online-Plattformen ihrer Verantwortung stärker nachkommen. Denn
Verbraucher gelangten immer wieder über Plattformen und Suchmaschinen
auf Fake-Shops, so Stefanie Grunert. &quot;Sehr große Online-Plattformen
und Suchmaschinen sind dazu verpflichtet, eigenständig systemische
Risiken zu erkennen und zu mindern. Dies umfasst auch betrügerische
Werbung.&quot;</p>
<h2>Was ist ein Fake-Shop?</h2>
<p>Laut Polizeilicher Kriminalprävention der Länder und des Bundes
sind Fake-Shops täuschend echt aussehende Verkaufsplattformen - teils
Kopien real existierender Webseiten. Betreiber, die oft im Ausland
sitzen, werben auch unrechtmäßig mit bekannten oder auch frei
erfundenen Gütesiegeln. Mit Künstlicher Intelligenz ist es laut
Bundeskriminalamt zudem leichter geworden, einen echt wirkenden
Internetauftritt für einen gefälschten Shop zu bauen.</p>
<p>Verbraucher:innen sollten laut Polizei misstrauisch werden, wenn als
Zahlungsart oft nur Vorkasse beziehungsweise eine Sofort-Überweisung
übrig bleibt. Der Kauf auf Rechnung sei sicherer. Auch fehlende
Impressums-Angaben seien ein Warnzeichen.</p>
<h2>Wie lässt sich der Betrug erkennen?</h2>
<p>Verbraucherzentralen haben Checklisten erstellt, die helfen
sollen, Fake-Shops anhand verschiedener Kriterien zu erkennen. Als
Fake-Shop-Warnungen werden im Internet auch aktuelle Fälle
aufgelistet.</p>
<p>Verbraucherzentralen raten dazu, über einen Fake-Shop-Finder vor
einer Bestellung zu prüfen, ob ein Anbieter seriös ist. Bei einem Betrug sollte man Beweise wie
Bestellbestätigung und andere E-Mails sichern, Screenshots machen und
bei der Polizei Anzeige erstatten. Über die Bank sollte versucht
werden, die Zahlung rückgängig zu machen.</p>
<p>Im Mai dieses Jahres ging die Polizei gegen einen mutmaßlich
führenden Betreiber von gefälschten Online-Shops vor - nach
jahrelangen Ermittlungen. Der Mann aus Nordrhein-Westfalen soll rund
1.000 Menschen um teils erhebliche Summen gebracht haben. Er wurde
auf Mallorca gefasst.</p>
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  <figcaption>Eine Filiale von Douglas  <em>Bild: Douglas</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Parfümeriekette Douglas hat erneut ihren Jahresausblick gesenkt. Das Konzernumsatzwachstum im Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) wird nun zwischen 0 und 1 Prozent erwartet, der Erlös dürfte damit im Bereich von 4,58 bis 4,63 Milliarden Euro liegen. Das teilte der SDax-Konzern überraschend am Donnerstag in Düsseldorf mit. Zuvor hatte Douglas-Chef Sander van der Laan noch das untere Ende der Bandbreite von 4,65 bis 4,80 Milliarden Euro ins Visier genommen. Die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal sei bisher schwächer als erwartet. Die Douglas-Aktie fiel am Nachmittag um gut 7 Prozent und markierte ein Rekordtief.</p>
<p>„Das Kaufverhalten der Kundinnen und Kunden und die Marktbedingungen haben sich spürbar verändert“, sagte Konzernchef Sander van der Laan laut Mitteilung und verwies damit auf die bisherige Geschäftsentwicklung im dritten Quartal. Bereits Ende April hatte Douglas <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/abschreibungen-drucken-douglas-tief-in-verlustzone/2026050166548">seinen Ausblick zurechtgestutzt</a>, weil die Verbraucher:innen mehr auf den Preis achteten und beim Kauf zurückhaltender agierten als gedacht.</p>
<p>Die operative Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sonderposten (bereinigtes EBITDA) erwartet Douglas im Geschäftsjahr nun nur noch bei rund 15,0 Prozent statt zuvor einen Prozentpunkt höher. Der Verschuldungsgrad dürfte ebenfalls höher liegen als zuvor angepeilt.</p>
<p>Die Zahlen für das dritte Quartal legt Douglas am 12. August vor.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/UbzUpN4SrOqWep1tnpD05H9cfptI6cF1KLuh6uOa7GM/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDgvMTUvZG91Z2xhc2dyb3VwLXN0b3Jlcy1kb3VnbGFzLWx1ZHdpZ3NoYWZlbjEtZTkzN2pqdWEtMjAyNS0wOC0xNS5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Deckers verliert Patentverletzungsklage gegen Quince</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/deckers-verliert-patentverletzungsklage-gegen-quince/2026061867264</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/deckers-verliert-patentverletzungsklage-gegen-quince/2026061867264</guid><author>news@fashionunited.com (Rachel Douglass)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 18 Jun 2026 12:18:10 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption>Kampagnenbilder der Ugg FW24-Kollektion mit dem Classic Ultra Mini. <em>Bild: Ugg / Deckers Group. </em></figcaption>
</figure>
<p>Die US-amerikanische Deckers Outdoor Corp hat einen viel beachteten Rechtsstreit gegen das US-Unternehmen Quince wegen Nachahmungen der australischen Lammfellstiefel von Ugg verloren.</p>
<p>Ein Bundesgericht in Kalifornien befand das Geschmacksmuster von Deckers für ungültig, obwohl die Stiefel von Quince es möglicherweise verletzen. Die Ungültigkeit wurde mit funktionalen, unbestimmten und offensichtlichen Designmerkmalen begründet.</p>
<p>Deckers hatte Quince bereits 2023 wegen der Verletzung des US-Patents Nr. D927,161 verklagt. Dabei handelt es sich um ein Geschmacksmuster, das das Design von Objekten anstelle von Erfindungen schützt. In diesem Fall bezog es sich speziell auf den Stiefel ‘Classic Ultra Mini’ von Ugg.</p>
<p>Diese jüngste Entscheidung ist ein weiterer Rückschlag für Deckers in diesem langwierigen Streit. Der Bekleidungskonzern, zu dem auch Hoka und Teva gehören, hatte bereits früher in dem Rechtsstreit markenrechtliche Ansprüche gegen Quince geltend gemacht.</p>
<p>Im vergangenen Jahr entschied jedoch ein:e US-Bezirksrichter:in, dass das Ugg-Design zu generisch für einen Markenschutz als Aufmachung sei.</p>
<p>Daraufhin reichte Quince im Februar eine Kartellklage gegen Deckers ein. Der Vorwurf lautet, der Ugg-Eigentümer versuche, ein unzulässiges Monopol auf grundlegende, kategorieweite Schuhmerkmale wie abgerundete Spitzen und dicke Sohlen zu beanspruchen.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/RZBO37p3wptDlaBkPWfG54xzaWl49bmB8kmL6A1mUQE/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTAvMjMvYXcyNC1rLWNsYXNzaWMtbWluaS1paS0xMDE3NzE1ay1jaGUtdy1jbGFzc2ljLW1pbmktaWktMTAxNjIyMi1jaGUtZmwtaC10ZXk4MzhoYS0yMDI1LTEwLTIzLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Ifo-Institut sieht Atempause für deutsche Wirtschaft</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/ifo-institut-sieht-atempause-fur-deutsche-wirtschaft/2026061867260</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/ifo-institut-sieht-atempause-fur-deutsche-wirtschaft/2026061867260</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:55:55 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/rT0cQO1ZAkMtIj5l1IN90eYmD0qRuIbfRharYmM20nQ/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDkvMDkvd29sZmdhbmctd2Vpc2VyLXFsdWd6OXp5eXMtdW5zcGxhc2gteG80anRiYWwtMjAyNS0wOS0wOS5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/7w_VmjA6-MdwspUZLJ_Y-pZKIEqkjcImsJ8zYPTx3P4/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDkvMDkvd29sZmdhbmctd2Vpc2VyLXFsdWd6OXp5eXMtdW5zcGxhc2gteG80anRiYWwtMjAyNS0wOS0wOS5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/rT0cQO1ZAkMtIj5l1IN90eYmD0qRuIbfRharYmM20nQ/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDkvMDkvd29sZmdhbmctd2Vpc2VyLXFsdWd6OXp5eXMtdW5zcGxhc2gteG80anRiYWwtMjAyNS0wOS0wOS5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Ein Containerschiff im Hamburger Hafen" title="Ein Containerschiff im Hamburger Hafen"/>
  <figcaption>Ein Containerschiff im Hamburger Hafen  <em>Bild: Wolfgang Weiser/Unsplash</em></figcaption>
</figure>
<p>Der gebeutelten deutschen Wirtschaft steht nach der neuen Konjunkturprognose des Ifo-Instituts dank hoher Staatsausgaben und des erhofften Kriegsendes im Iran eine Atempause bevor. Bis Ende des Jahrzehnts jedoch droht demnach ein neuerlicher Sturz in die Stagnation, sofern die Bundesregierung keine Reformen einleitet. Für dieses Jahr haben die Münchner Ökonomen ihre Wachstumsprognose auf 0,8 Prozent leicht angehoben. Auch im kommenden Jahr könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt demnach um 0,8 Prozent zulegen.</p>
<p>Die Nachwirkungen des kriegsbedingten Energiepreisschocks jedoch werden sowohl laut Bundesbank als auch laut Ifo noch länger zu spüren sein: Die Bundesbank rechnet für die nächsten Monate mit einem Anstieg der Inflation auf über drei Prozent. Das Ifo-Institut rechnet für das Gesamtjahr mit einer Teuerung um 2,9 Prozent, und erwartet auch im nächsten Jahr noch vergleichsweise hohe 2,7 Prozent.</p>
<h2>Ifo-Chef Fuest: Bei anhaltend hohen Staatsausgaben massive Steuer- und Abgabenerhöhungen zwangsläufig</h2>
<p>Zu einem beträchtlichen Teil ist das erwartete Wachstum in diesem und im kommenden Jahr auf die schuldenfinanzierten hohen Staatsausgaben für Infrastruktur und Verteidigung zurückzuführen, wie Ifo-Experte Timo Wollmershäuser sagte. „Dieser fiskalische Schub hat jedoch seinen Preis.“ Das Institut erwartet einen Anstieg der Staatsschuldenquote von derzeit gut 63 auf 68 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.</p>
<p>Ifo-Präsident Clemens Fuest sagte: „Und wenn nichts passiert, wird das in den nächsten Jahren so weitergehen. Und das heißt zwingend, dass auch Steuern und Abgaben massiv steigen werden.“ Das wiederum werde das Wirtschaftswachstum reduzieren.</p>
<h2>Mittelfristige Aussichten düster</h2>
<p>„Wir haben also derzeit steigende Staatsausgaben, eine stagnierende Wirtschaftsleistung und sinkende private Investitionen.“ Dementsprechend gehen die beiden Wissenschaftler davon aus, dass das Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft bis Ende des Jahrzehnts auf „historisch niedrige 0,1 Prozent“ sinken wird, sagte Wollmershäuser.</p>
<h2>Bundesbank: Ende des Tankrabatts wird Energie wieder verteuern</h2>
<p>Obwohl im Persischen Golf das Kriegsende mit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens durch die USA und den Iran in greifbare Nähe gerückt ist, wird die Inflationsrate in Deutschland nach Einschätzung der Bundesbank nicht schlagartig zurückgehen. „Nach dem Auslaufen des befristeten Tankrabatts dürfte die Energieteuerung zunächst wieder höher ausfallen“, heißt es <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/bundesbank-sieht-ende-der-flaute-erst-im-herbst/2026061867258">im Monatsbericht für den Juni</a>.</p>
<h2>Dominoeffekt auch bei Lebensmittelpreisen</h2>
<p>„Bei Gas dürften die höheren Großhandelspreise wegen längerfristiger Beschaffungs- und Vertragsstrukturen erst mit Verzögerung bei den privaten Haushalten ankommen“, schreibt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht. Auch Nahrungsmittel könnten teurer werden, weil Erzeuger höhere Energiekosten auf die Preise aufschlagen. Die seit 1. Mai geltende Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter läuft Ende Juni aus.</p>
<p>Ifo-Konjunkturforscher Wollmershäuser sieht jedoch zumindest die Möglichkeit, dass die Energiepreise auch schneller wieder sinken könnten. „Die Märkte gehen jetzt davon aus, dass wir im nächsten Jahr fast schon wieder dort sind, wo wir eigentlich vor Ausbruch des Krieges waren“, sagte der Ökonom mit Blick auf die Preisentwicklung der vergangenen Tage. „Wenn das tatsächlich so kommen sollte, dann denke ich mal, wird die Inflationsrate auch relativ schnell wieder zurückgehen.“</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/eFWXhcBTzgdsD9yfsJnNMLQk2I7vmJRCbPCDgfxF-Iw/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDkvMDkvd29sZmdhbmctd2Vpc2VyLXFsdWd6OXp5eXMtdW5zcGxhc2gteG80anRiYWwtMjAyNS0wOS0wOS5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Nach Übernahme: Ludwig Beck vor Rückzug von der Börse</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/nach-ubernahme-ludwig-beck-vor-ruckzug-von-der-borse/2026061867259</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/nach-ubernahme-ludwig-beck-vor-ruckzug-von-der-borse/2026061867259</guid><author>news@fashionunited.com (Jan Schroder)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:42:44 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/Z_vvPMjD8D2hXzIAWXB-FDc_gi8uNTHkZuUw0uT5jqU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDcvMjAvbHVkd2lnLWJlY2stb21mbTRhZW0tMjAyMS0wNy0yMi1weGI1NTdwci0yMDIzLTA3LTIwLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/d7WZrIxZJzbcmNwHh53Z3Ri4APUZaDWpYbbMaNOSmAA/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDcvMjAvbHVkd2lnLWJlY2stb21mbTRhZW0tMjAyMS0wNy0yMi1weGI1NTdwci0yMDIzLTA3LTIwLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/Z_vvPMjD8D2hXzIAWXB-FDc_gi8uNTHkZuUw0uT5jqU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDcvMjAvbHVkd2lnLWJlY2stb21mbTRhZW0tMjAyMS0wNy0yMi1weGI1NTdwci0yMDIzLTA3LTIwLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Das Stammhaus von Ludwig Beck am Münchener Marienplatz" title="Das Stammhaus von Ludwig Beck am Münchener Marienplatz"/>
  <figcaption>Das Stammhaus von Ludwig Beck am Münchener Marienplatz <em>Bild: Ludwig Beck AG</em></figcaption>
</figure>
<p>Nach den <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/alfons-doblinger-ubernimmt-mehrheit-an-ludwig-beck/2026060166971">jüngsten Veränderungen in der Eigentümerstruktur</a> steht der Münchener Einzelhändler Ludwig Beck vor dem Rückzug von der Börse. Am Mittwochabend verkündete das Unternehmen den Abschluss einer Delisting-Vereinbarung mit seiner neuen Mehrheitsaktionärin Bayerische Gewerbebau AG.</p>
<p>Dem Immobilienunternehmen und dessen Tochtergesellschaften seien nach jetzigem Stand knapp 78,2 Prozent der Anteile an der Ludwig Beck am Rathauseck – Textilhaus Feldmeier Aktiengesellschaft zuzurechnen, heißt es in einer Mitteilung. Die neue Mehrheitseigentümerin, hinter der der Unternehmer Alfons Doblinger steht, werde den verbleibenden Anteilseigner:innen nun ein Pflichtangebot für die noch ausstehenden Aktien unterbreiten. Dieses werde zugleich als „öffentliches Delisting-Erwerbsangebot“ gestaltet.</p>
<h2>Geplantes Delisting liegt „im Interesse der Gesellschaft“</h2>
<p>Nach der Veröffentlichung der Offerte werde Ludwig Beck im Rahmen der Vereinbarung „einen Antrag auf Widerruf der Zulassung der Ludwig Beck-Aktien zum Handel im regulierten Markt und zugleich auch der Zulassung zum Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse sowie zum Handel im regulierten Markt der Börse München stellen“, teilte das Unternehmen mit. Darüber hinaus werde es „alle zumutbaren Maßnahmen ergreifen, um die Einbeziehung der Aktien in den Freiverkehr zu beenden, soweit diese Einbeziehung auf Antrag der Gesellschaft erfolgte“.</p>
<p>Das Management von Ludwig Beck rechtfertigte die Vereinbarung: Der Vorstand sei „bei Abwägung der Gesamtumstände der Auffassung, dass der Abschluss der Delisting-Vereinbarung und das Delisting im Interesse der Gesellschaft liegen“, teilte das Unternehmen mit. Vorstand und Aufsichtsrat würden „unverzüglich nach Veröffentlichung der Angebotsunterlage eine begründete Stellungnahme“ abgeben. Erst Anfang der Woche hatte das Unternehmen den <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/ludwig-beck-aufsichtsratschef-bruno-salzer-tritt-zuruck/2026061567196">sofortigen Rücktritt seines Aufsichtsratsvorsitzenden Bruno Sälzer</a> verkündet.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/WT3lEfTCpx_VZMphEsKOldhmeNbSIqgEqHP7eJf2X2I/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDcvMjAvbHVkd2lnLWJlY2stb21mbTRhZW0tMjAyMS0wNy0yMi1weGI1NTdwci0yMDIzLTA3LTIwLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Neues Beteiligungsprogramm: Decathlon vergibt Gratisaktien an Mitarbeiter:innen</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/neues-beteiligungsprogramm-decathlon-vergibt-gratisaktien-an-mitarbeiter-innen/2026061867262</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/neues-beteiligungsprogramm-decathlon-vergibt-gratisaktien-an-mitarbeiter-innen/2026061867262</guid><author>news@fashionunited.com (Rachel Douglass)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:30:21 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/ijMdUnARwjFfSkWfIz_dpfaY7GjRXGgnB5y5RL_GQuQ/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZGVjYXRobG9uLXBtZG1jdWh6LTIwMjYtMDYtMTguanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/vZVa3m3cw4TcqaE0r81I14CKJB2FvKAC_A0cih5TCG8/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZGVjYXRobG9uLXBtZG1jdWh6LTIwMjYtMDYtMTguanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/ijMdUnARwjFfSkWfIz_dpfaY7GjRXGgnB5y5RL_GQuQ/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZGVjYXRobG9uLXBtZG1jdWh6LTIwMjYtMDYtMTguanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Mitarbeiter:innen von Decathlon Bild: Decathlon" title="Mitarbeiter:innen von Decathlon Bild: Decathlon"/>
  <figcaption>Mitarbeiter:innen von Decathlon <em>Bild: Decathlon</em></figcaption>
</figure>
<p>Der französische Sportartikelhändler Decathlon baut sein Modell der Personalbeteiligung weiter aus. Das Unternehmen führt ein neues Programm ein, das berechtigten Mitarbeiter:innen Gratisaktien oder Vermögensanreize im Wert von 2.000 Euro gewährt.</p>
<p>Die Initiative trägt den Namen „The Decathlon Seed“. Sie solle „die Vielfalt der Gruppe widerspiegeln und gleichzeitig ein gemeinsames Prinzip der Fairness und der Werteteilung wahren“, erklärte der Einzelhändler. Das Projekt ermögliche es den Mitarbeitenden demnach, „Partner:innen, Miteigentümer:innen und mitverantwortliche Beteiligte am Wachstum des Unternehmens“ zu werden.</p>
<p>Alle Mitarbeiter:innen erhalten im Rahmen des Programms eine Zuteilung im aktuellen Wert von 2.000 Euro, die nach drei Jahren  übertragen wird. Während dieser Zeit entwickelt sich der Wert der Zuteilung entsprechend der Unternehmensleistung.</p>
<p>Die Einführung des Programms wurde über ein Jahr entwickelt und fällt mit dem 50-jährigen Jubiläum von Decathlon zusammen. Es erweitert das langjährige Wertversprechen des Unternehmens, den Erfolg zu teilen. Dies zeigt sich bereits darin, dass mehr als 56.000 Mitarbeiter:innen Aktien des Unternehmens halten.</p>
<p>CEO Javier López kommentierte die Initiative. „Mit ‚The Decathlon Seed‘ investieren wir in die Zukunft. Wir bauen auf einem der Kernwerte von Decathlon der letzten 50 Jahre auf: den Wert zu teilen, den wir gemeinsam schaffen.“</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/5zsKOmbJNaeoYiYK1ntBzCmhnqpa1mBGPEaT1b20u10/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZGVjYXRobG9uLXBtZG1jdWh6LTIwMjYtMDYtMTguanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Pitti: Original Penguin stellt Neuausrichtung und europäische Expansionspläne vor</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/pitti-original-penguin-stellt-neuausrichtung-und-europaische-expansionsplane-vor/2026061867263</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/pitti-original-penguin-stellt-neuausrichtung-und-europaische-expansionsplane-vor/2026061867263</guid><author>news@fashionunited.com (Rachel Douglass)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:06:31 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/LnHDjLcKiXtKS-ymSUapdIIJlrE_K0J5IwJ9WdF1MgE/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvc3MyNy1vZ3RrODF1dC0yMDI2LTA2LTE4LmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/QKbBaEm09aBVPz6cO71uTN8bTgJ-wsJa63xaoNbvk10/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvc3MyNy1vZ3RrODF1dC0yMDI2LTA2LTE4LmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/LnHDjLcKiXtKS-ymSUapdIIJlrE_K0J5IwJ9WdF1MgE/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvc3MyNy1vZ3RrODF1dC0yMDI2LTA2LTE4LmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Original Penguin unveils new accessible luxury brand direction for SS27 collection." title="Original Penguin unveils new accessible luxury brand direction for SS27 collection."/>
  <figcaption>Original Penguin stellt neue Markenausrichtung im Bereich des erschwinglichen Luxus für die SS27-Kollektion vor. <em>Credits: Original Penguin. </em></figcaption>
</figure>
<p>Original Penguin schlägt eine neue Richtung ein. Unter der Leitung von Markendirektorin Laura Colagrande bewegt sich die US-amerikanische Lifestyle-Marke in den Sektor des erschwinglichen Luxus. Ihre Frühjahr/Sommer 2027-Kollektion wurde erstmals auf der Pitti Uomo vorgestellt.</p>
<p>Auf der Florentiner Herrenmodemesse ist die Marke sowohl in einem Showroom als auch auf einer Außenterrasse vertreten. Dort wird die gesamte Bandbreite der Kollektionen, von ‘Icons’ bis ‘Golf’, neben neuen Kategorien wie Accessoires, Hüten und Taschen präsentiert.</p>
<p>Diese ergänzen die als „hochwertig“ beschriebene SS27-Kollektion, die sich durch „erlesene Stoffe, eine fortschrittliche Verarbeitung und raffinierte Silhouetten“ auszeichnet.</p>
<p>Der neue Look geht den großen europäischen Expansionsplänen von Original Penguin voraus, die durch die Eröffnung eines Showrooms in London Anfang des Jahres untermauert werden.</p>
<p>Das Unternehmen strebt derzeit ein Wachstum in Italien, Spanien, Griechenland, der Türkei, der Schweiz, Deutschland und Skandinavien an. In Großbritannien wurde die Präsenz durch eine Partnerschaft mit Einzelhändler:innen wie John Lewis bereits ausgebaut.</p>
<p>Colagrande sagte, das Team plane gezielt den Aufbau von Großhandels- und strategischen Vertriebspartnerschaften. Sie enthüllte außerdem Pläne, in den nächsten Jahren Flagship-Stores in London, Madrid, Barcelona, Mailand und Berlin zu eröffnen.</p>
<p>In einer Erklärung unterstrich Oscar Feldenkreis, Chief Executive Officer (CEO) der Original-Penguin-Muttergesellschaft Perry Ellis International, die „klare Positionierung“ der Marke. Ihre Rückkehr zur Pitti diene als „Absichtserklärung dafür, wohin wir diese Marke führen“.</p>
<p>„Wir beschleunigen unser europäisches Wachstum und führen Original Penguin in anspruchsvolle, zeitgenössische Kanäle“, sagte Feldenkreis. „Dabei bleiben wir der Handwerkskunst und dem Storytelling treu, die uns seit mehr als sieben Jahrzehnten auszeichnen.“</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/l8hDNaKmLBFsDhK5lecCI5LPzc89fctB5ftwPRItRIc/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvc3MyNy1vZ3RrODF1dC0yMDI2LTA2LTE4LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Bundesbank sieht Ende der Flaute erst im Herbst</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/bundesbank-sieht-ende-der-flaute-erst-im-herbst/2026061867258</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/bundesbank-sieht-ende-der-flaute-erst-im-herbst/2026061867258</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 18 Jun 2026 10:35:43 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/uJP_wHUusszsEuzACgeQlq3Urr6WVLIm3ONdTmodkPw/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMjIvemVudHJhbGUtbm9yZHNlaXRlLXNvbW1lci1oaWdocmVzb2x1dGlvbi0wbDZvdjJ1cS0yMDI2LTA0LTIyLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/2lpk1uYoWpORNyhpkHSCaXJuaJmh4I-JNtVusICsSSI/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMjIvemVudHJhbGUtbm9yZHNlaXRlLXNvbW1lci1oaWdocmVzb2x1dGlvbi0wbDZvdjJ1cS0yMDI2LTA0LTIyLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/uJP_wHUusszsEuzACgeQlq3Urr6WVLIm3ONdTmodkPw/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMjIvemVudHJhbGUtbm9yZHNlaXRlLXNvbW1lci1oaWdocmVzb2x1dGlvbi0wbDZvdjJ1cS0yMDI2LTA0LTIyLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Zentrale der Deutschen Bundesbank" title="Zentrale der Deutschen Bundesbank"/>
  <figcaption>Zentrale der Deutschen Bundesbank <em>Bild: © Walter Vorjohann</em></figcaption>
</figure>
<p>Die vom Iran-Krieg ausgebremste deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank erst im Herbst wieder etwas wachsen. Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung nach einer Flaute im Sommer im dritten Quartal 2026 wieder leicht um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zulegen, prognostiziert die Bundesbank in ihrem Monatsbericht Juni.</p>
<p>Die stärksten direkten Belastungen des Konflikts im Nahen Osten dürften nach Einschätzung der Bundesbank-Ökonom:innen dann nachlassen: Der Annahme zufolge werden die Energiepreise wieder sinken, Privathaushalte hätten damit real wieder mehr Einkommen zur Verfügung, was den Konsum ankurbeln könnte.</p>
<h2>Steigende Inflationsrate</h2>
<p>Allerdings rechnen die Bundesbank-Expert:innen damit, dass die Verbraucherpreise in den kommenden Monaten kräftiger steigen werden. Nach ihrer Einschätzung dürfte die für europäische Vergleichszwecke harmonisierten Inflationsrate (HVPI) in Europas größter Volkswirtschaft in den kommenden Monaten über die Drei Prozent-Marke steigen. Im Mai waren es 2,7 Prozent. </p>
<p>„Nach dem Auslaufen des befristeten Tankrabatts dürfte die Energieteuerung zunächst wieder höher ausfallen. Bei Gas dürften die höheren Großhandelspreise wegen längerfristiger Beschaffungs- und Vertragsstrukturen erst mit Verzögerung bei den privaten Haushalten ankommen“, schreibt die Bundesbank. Auch Nahrungsmittel könnten teurer werden, weil Erzeuger höhere Energiekosten auf die Preise aufschlagen. Die seit 1. Mai geltende Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter läuft Ende Juni aus.</p>
<p>Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher: Sie können sich dann für einen Euro weniger leisten. Das bremst den privaten Konsum, der eine wichtige Stütze der Binnenkonjunktur ist.</p>
<h2>Stagnation im Sommer </h2>
<p>Für das laufende zweite Quartal rechnet die Bundesbank insgesamt nur mit einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts (BIP). „Die Folgen des Krieges im Iran bremsen die Konjunkturerholung, die vor allem dank kräftiger fiskalpolitischer Impulse im Sommerhalbjahr angelegt war, spürbar aus.“</p>
<p>Noch im ersten Quartal hatte das BIP zum Vorquartal um 0,3 Prozent zugelegt vor allem wegen höherer Exporte. Die Hoffnung war groß, dass die deutsche Wirtschaft nach drei mageren Jahren wieder Fahrt aufnehmen würde – auch, weil der Staat gewaltige Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienen und Verteidigung angeschoben hat. 2025 war Deutschland mit einem Mini-Plus von 0,2 Prozent knapp am dritten Jahr ohne Wachstum in Folge vorbeigeschrammt.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/1Nf4SLCXRdaSFpzAx-fk1bhFs5qm57SHLnRQ8P4RYDg/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDQvMjIvemVudHJhbGUtbm9yZHNlaXRlLXNvbW1lci1oaWdocmVzb2x1dGlvbi0wbDZvdjJ1cS0yMDI2LTA0LTIyLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>American Exchange Group schließt sich für die Übernahme von Allbirds mit WSG Brands zusammen</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/american-exchange-group-schliesst-sich-fur-die-ubernahme-von-allbirds-mit-wsg-brands-zusammen/2026061867256</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/american-exchange-group-schliesst-sich-fur-die-ubernahme-von-allbirds-mit-wsg-brands-zusammen/2026061867256</guid><author>news@fashionunited.com (Rachel Douglass)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 18 Jun 2026 08:27:38 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/cpN0e8Jz24FKFBALaKeh8bgiGyLwqYxV_NQJIJCV_Io/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDMvMTMvYWxsYmlyZHMtZ3JlZW5oaWxscy0wMnItY29weS1yNjdmbnNoMC0yMDIyLTA1LTE3LWVvZHVzYW11LTIwMjItMTEtMjEtZjJqZTRkd3gtMjAyMy0wNS0xNS05NjlreTJkYS0yMDIzLTA4LTA5LWVnbmY5d25nLTIwMjMtMTEtMDktejJkNmNjYWQtMjAyNC0wMy0wOC1ydmQwbzB1Yy0yMDI0LTAzLTEzLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/YO5iSTlELcb16C2xQYnv3CSZ-EZwDvRtJ4iD319VqMo/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDMvMTMvYWxsYmlyZHMtZ3JlZW5oaWxscy0wMnItY29weS1yNjdmbnNoMC0yMDIyLTA1LTE3LWVvZHVzYW11LTIwMjItMTEtMjEtZjJqZTRkd3gtMjAyMy0wNS0xNS05NjlreTJkYS0yMDIzLTA4LTA5LWVnbmY5d25nLTIwMjMtMTEtMDktejJkNmNjYWQtMjAyNC0wMy0wOC1ydmQwbzB1Yy0yMDI0LTAzLTEzLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/cpN0e8Jz24FKFBALaKeh8bgiGyLwqYxV_NQJIJCV_Io/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDMvMTMvYWxsYmlyZHMtZ3JlZW5oaWxscy0wMnItY29weS1yNjdmbnNoMC0yMDIyLTA1LTE3LWVvZHVzYW11LTIwMjItMTEtMjEtZjJqZTRkd3gtMjAyMy0wNS0xNS05NjlreTJkYS0yMDIzLTA4LTA5LWVnbmY5d25nLTIwMjMtMTEtMDktejJkNmNjYWQtMjAyNC0wMy0wOC1ydmQwbzB1Yy0yMDI0LTAzLTEzLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Allbirds store" title="Allbirds store"/>
  <figcaption>Allbirds-Store <em>Bild: Allbirds</em></figcaption>
</figure>
<p>Die US-amerikanische American Exchange Group (AEG) hat eine neue Partnerschaft mit WSG Brands bekannt gegeben, um die Übernahme von Allbirds abzuschließen. Die Gruppe hatte bereits im März Pläne zur Übernahme der US-Schuhmarke bekannt gegeben. Im Rahmen der Vereinbarung sollen Eigentum und Zuständigkeiten aufgeteilt werden.</p>
<p>Während WSG als wichtiger Partner für den Betrieb und das Wachstum fungieren wird, übernimmt AEG das Design und die Herstellung der Schuhe der Marke. Die Partnerschaft ist Teil der langfristigen Strategie von AEG für Allbirds. Diese zielt darauf ab, das Geschäft mit einem Asset-Light-Modell für die nächste Expansionsphase zu stärken.</p>
<p>Die Gruppe will neue Möglichkeiten in den Bereichen Produkt, Einzelhandel, Vertrieb, Lizenzen und auf internationalen Märkten verfolgen. Dabei wird sie ihre Expertise mit der von WSG bündeln. Gleichzeitig sollen die „Authentizität und die Werte, die die Marke so unverwechselbar gemacht haben“, erhalten bleiben.</p>
<p>Alen Mamrout, Chief Executive Officer (CEO) von AEG, merkte an, dass Allbirds bereits eine „weltweit anerkannte Marke mit einer klaren Positionierung auf dem Markt“ aufgebaut habe. Er sieht eine „vielversprechende Möglichkeit, auf diesem Fundament aufzubauen und die nächste Wachstumsphase der Marke einzuleiten“.</p>
<p>Für AEG selbst wurde die Übernahme als ein wichtiger Meilenstein bezeichnet. Die Gruppe konzentriert sich zunehmend auf Marken mit „starker Verbraucherrelevanz, differenzierter Positionierung und erheblichem langfristigem Wachstumspotenzial“.</p>
<p>WSG hat unterdessen sein eigenes Markenportfolio diversifiziert. Zuletzt erwarb das Unternehmen die Lifestyle-Marke Von Dutch. Dort soll es eine „lizenzgestützte Wachstumsstrategie erfolgreich umgesetzt“ haben, die eine Expansion in den Bereichen Vertrieb, Einzelhandel, Kategorien und Märkte ermöglichte.</p>
<p>In einer Erklärung sagte Jack Cheika, Gründer und CEO von WSG Brands: „Wir glauben, dass Allbirds eine der überzeugendsten Marken-Chancen auf dem heutigen Markt darstellt. Die Marke hat weltweit eine bedeutende Bekanntheit und eine starke Kundenbindung aufgebaut.“</p>
<p>„Unsere Vision ist es, das zu bewahren, was die Verbraucher:innen an Allbirds lieben, und gleichzeitig die Reichweite auf neue Kategorien, Märkte und Partnerschaften auszudehnen. Nachdem wir diese Strategie bei Von Dutch erfolgreich umgesetzt haben, freuen wir uns darauf, das nächste Wachstumskapitel gemeinsam mit AEG zu beginnen.“</p>
<p>Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Die Übernahme wurde zusammen mit einem Konsortium aus strategischen Investor:innen, Hersteller:innen und operativen Partner:innen gesichert. Weitere Ankündigungen werden in den kommenden Monaten erwartet.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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  <img src="https://r.fashionunited.com/Zoxm6L6iN43xGMEVd-jJnfA0kMvsD8OkI-W9Vm0MK64/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvMzJuYjdreC1oaWdocmVzLTBvaWRjNm0yLTIwMjMtMDQtMDUtdTUwMGRuanEtMjAyNi0wNi0xNi5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/14UqPmRAXiCRS3m82EcRsb0_p3IVEif7C4MiyQ4lzkM/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvMzJuYjdreC1oaWdocmVzLTBvaWRjNm0yLTIwMjMtMDQtMDUtdTUwMGRuanEtMjAyNi0wNi0xNi5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/Zoxm6L6iN43xGMEVd-jJnfA0kMvsD8OkI-W9Vm0MK64/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvMzJuYjdreC1oaWdocmVzLTBvaWRjNm0yLTIwMjMtMDQtMDUtdTUwMGRuanEtMjAyNi0wNi0xNi5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Bild: Shein, (Foto von Richard A. Brooks / AFP)" title="Bild: Shein, (Foto von Richard A. Brooks / AFP)"/>
  <figcaption><em>Bild: Shein, (Foto von Richard A. Brooks / AFP)</em></figcaption>
</figure>
<p>Diese Woche tritt der französische Vermittlungsausschuss (CMP) zusammen, um eine endgültige Fassung des Gesetzesvorschlags zur Verringerung der Umweltauswirkungen der Textilindustrie zu verabschieden. Dieser ist besser bekannt als das „Anti-Fast-Fashion-Gesetz“.</p>
<p>Denn über die Textilbranche hinaus berührt diese Debatte eine zentrale Frage der europäischen Volkswirtschaften: die Bedingungen des internationalen Wettbewerbs. Wie lange kann Europa Akteur offen gegenüberstehen, die nicht denselben sozialen, ökologischen, steuerlichen oder rückverfolgungsbezogenen Anforderungen unterliegen wie die eigenen Unternehmen? Und ab wann ist die Verteidigung eines fairen wirtschaftlichen Rahmens kein Protektionismus mehr, sondern eine Frage der Gegenseitigkeit?</p>
<p>Seit mehreren Jahren wird dem alten Kontinent vorgeworfen, die einzige große Wirtschaftsmacht mit einer nahezu bedingungslosen Offenheit zu sein. Die Vereinigten Staaten schützen ihre Schlüsselindustrien mit massiven Subventionen, regulatorischen Hürden oder offen protektionistischen Maßnahmen. China wiederum richtet seine Entwicklung an einer erklärten nationalen Präferenz aus. Europa wird dabei häufig als der zugänglichste Markt der Welt wahrgenommen.</p>
<p>Im Bereich der künstlichen Intelligenz haben sich die amerikanischen Technologieriesen ohne ernsthafte europäische Konkurrenz durchgesetzt. Im Onlinehandel hat Amazon die Konsumgewohnheiten tiefgreifend verändert. In der Industrie haben zahlreiche Sektoren durch den globalen Wettbewerb an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Lange Zeit wurde Offenheit als eine Tugend an sich dargestellt. Könnte die Mode nun zum Schauplatz einer Wende werden?</p>
<h2>Ein Gesetz, das ausdrücklich auf Shein und Temu abzielt</h2>
<p>Die von der fanzösischen Regierung veröffentlichte Mitteilung lässt kaum Zweifel aufkommen. Der Text richtet sich gegen die „Auswüchse der Ultra-Fast-Fashion“, die insbesondere von den Plattformen Shein und Temu verkörpert werden. Ihnen wird vorgeworfen, mit europäischen Unternehmen zu konkurrieren, ohne denselben sozialen, ökologischen und steuerlichen Auflagen zu unterliegen wie lokale Marken.</p>
<p>Drei Maßnahmen strukturieren den Gesetzesvorschlag. Die erste und zentrale Maßnahme sieht eine Abgabe von bis zu 50 Prozent des Verkaufspreises für Akteur der Ultra-Fast-Fashion vor. Die zweite Maßnahme verpflichtet zur Anzeige von Botschaften, die für Wiederverwendung, maßvollen Konsum und Recycling sensibilisieren. Die dritte Maßnahme sieht ein vollständiges Werbeverbot für Produkte der Ultra-Fast-Fashion vor.</p>
<p>Selten hat ein französisches Gesetz so direkt ein ausländisches Geschäftsmodell ins Visier genommen. Für die Regierung handelt es sich dabei nicht nur um eine Umweltfrage. Es geht auch darum, faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Unternehmen mit hohen Standards und internationalen Akteur wiederherzustellen, die nach anderen Regeln agieren.</p>
<h2>Mode als Labor für eine neue Industriepolitik?</h2>
<p>Das Interessanteste liegt vielleicht in dem, was diese Initiative offenbart. Seit mehreren Jahren nehmen die Diskussionen über wirtschaftliche Souveränität zu. Ob Energie, Gesundheit, Landwirtschaft, Halbleiter oder künstliche Intelligenz – der Begriff ist zu einem zentralen Element der europäischen Politik geworden.</p>
<p>Die Modebranche schien bislang von dieser Entwicklung weitgehend unberührt. Dabei hat die französische Textilindustrie in den vergangenen Jahrzehnten einen dramatischen Rückgang erlebt. Laut dem französischen Statistikamt Insee ist die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor seit den 1980er-Jahren stark gesunken. Viele Produktionsstandorte wurden verlagert, während globale digitale Plattformen einen wachsenden Anteil des Konsums auf sich vereinen.</p>
<p>Dieses Gesetz spiegelt vor allem einen Wandel in der öffentlichen Haltung wider. Lange Zeit begleiteten die Behörden die Veränderungen im Textilsektor, ohne direkt in die Wettbewerbsbedingungen einzugreifen. Nun versuchen sie, den Markt selbst aktiv mitzugestalten.</p>
<p>Ziel ist es, eine als strategisch wichtig erachtete Industrie- und Handelsstruktur zu erhalten und zugleich von internationalen Akteur mehr Gegenseitigkeit einzufordern.</p>
<h2>Zwischen Schutz und Protektionismus</h2>
<p>Die Frage bleibt jedoch heikel. Befürworter des Freihandels betonen, dass Wettbewerb den Verbraucher zugutekommt, insbesondere in Zeiten sinkender Kaufkraft. Plattformen wie Shein oder Temu haben ihren Erfolg genau auf diesem Versprechen aufgebaut: Mode zu extrem niedrigen Preisen zugänglich zu machen.</p>
<p>Die Befürworter des Gesetzes argumentieren hingegen, dass die Debatte nicht auf eine reine Preisfrage reduziert werden könne. Denn heute wird nicht nur der Preisunterschied kritisiert. Es geht auch um die mangelnde Transparenz eines Geschäftsmodells, dessen Lieferketten schwer nachvollziehbar sind. Die Produktionsbedingungen entziehen sich weitgehend der Kontrolle europäischer Verbraucher. Zudem wird die Einhaltung von Sozial-, Umwelt- und Handelsstandards regelmäßig infrage gestellt.</p>
<p>Seit Jahren warnen NGOs, Verbraucherverbände und europäische Institutionen vor den Schwierigkeiten bei der Kontrolle bestimmter Ultra-Fast-Fashion-Akteur. Dies betrifft insbesondere die Rückverfolgbarkeit, die Produktkonformität, die Arbeitsbedingungen sowie die Umweltauswirkungen. Mehrere Untersuchungen haben zudem die Grenzen bestehender Kontrollmechanismen in stark fragmentierten und globalisierten Lieferketten aufgezeigt.</p>
<p>Für die Befürworter des Gesetzes geht es daher weniger darum, den Markt abzuschotten, als vielmehr darum, ein Mindestmaß an Gegenseitigkeit wiederherzustellen. Anders ausgedrückt: Es soll sichergestellt werden, dass Akteur, die in großem Umfang in Europa verkaufen, vergleichbare Regeln einhalten wie europäische Unternehmen.</p>
<p>„Hinter den Spottpreisen der Ultra-Fast-Fashion verbergen sich sehr reale Kosten: Umweltverschmutzung, Ressourcenverschwendung, unlauterer Wettbewerb und die Schwächung von Unternehmen“, so Monique Barbut, Ministerin für den ökologischen Wandel.</p>
<p>Die Debatte reicht damit weit über den Textilsektor hinaus. Sie wirft eine grundlegende Frage für die westlichen Volkswirtschaften auf: Inwieweit ist eine Gesellschaft bereit, globalen Wettbewerb zu akzeptieren, wenn die Regeln dieses Wettbewerbs nicht für alle gleichermaßen gelten?</p>
<h2>Das Signal aus Frankreich</h2>
<p>Unabhängig vom endgültigen Ausgang des Gesetzgebungsverfahrens ist das politische Signal bereits deutlich. Frankreich versucht nicht länger nur, die Folgen der Globalisierung zu regulieren; das Land beginnt, einige ihrer Grundregeln infrage zu stellen. Die Sitzung des CMP könnte daher zu einem vergleichsweise kleinen legislativen Ereignis mit großer symbolischer Bedeutung werden. Nicht, weil sie allein den globalen Textilmarkt verändern würde, sondern weil sie eine tiefgreifendere Entwicklung widerspiegelt: die eines Landes, das sich zunehmend zu der Auffassung bekennt, dass nicht jeder Wettbewerb gleichwertig ist.</p>
<p>Lange Zeit hat sich Europa als offener Wirtschaftsraum definiert. Die aktuelle Entwicklung deutet darauf hin, dass Europa nun auch ein Raum werden möchte, der seine Industrien, seinen Handel und sein Know-how schützt, wenn die Spielregeln als unausgewogen wahrgenommen werden.</p>
<p>Im Kern geht es um weit mehr als nur um Shein oder Temu. Die eigentliche Frage lautet, ob Europa weiterhin bereit ist, der offenste Markt der Welt zu sein, während seine Konkurrent nach anderen Regeln spielen.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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  <img src="https://r.fashionunited.com/ssseTQAMMHCrftvFTXc4-aPI7vuPKOFIs216kyH1IuE/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTAvcmV0cmFjZWQtdHJhY2luZy1jZWtldW90ci0yMDI2LTA2LTEwLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/MglCwYh_D5600efhn2nDS87iTne6V1pFUIP29Q0l78M/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTAvcmV0cmFjZWQtdHJhY2luZy1jZWtldW90ci0yMDI2LTA2LTEwLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/ssseTQAMMHCrftvFTXc4-aPI7vuPKOFIs216kyH1IuE/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTAvcmV0cmFjZWQtdHJhY2luZy1jZWtldW90ci0yMDI2LTA2LTEwLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Der DPP ermöglicht die einfache Rückverfolgbarketi von Produkten." title="Der DPP ermöglicht die einfache Rückverfolgbarketi von Produkten."/>
  <figcaption>Der DPP ermöglicht die einfache Rückverfolgbarketi von Produkten. <em>Bild: Retraced</em></figcaption>
</figure>
<p>Lange bevor der digitale Produktpass (DPP) in Brüssel diskutiert wurde, arbeitete das Düsseldorfer Start-up Retraced bereits an einer Antwort auf eine praktische Frage: Wie zeigt eine Marke glaubwürdig, was in ihrem Produkt steckt? Seitdem hat Retraced eine Plattform aufgebaut, die Modemarken bei der Erfassung und Kommunikation von Lieferkettendaten unterstützt.</p>
<p>Anlässlich des ab 2027 für Bekleidung und Textilien verpflichtenden DPP erklärt Mitgründer Lukas Pünder im Interview, warum die eigentliche Herausforderung weniger in der Technik als vielmehr im Vertrauen liegt.</p>
<h2>Was hat Retraced dazu bewogen, sich frühzeitig auf den DPP zu konzentrieren, noch bevor er verpflichtend wurde?</h2>
<p>Retraced ist eigentlich aus einem ganz anderen Problem entstanden. Die <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/blockchain-startup-retraced-durch-transparenz-mehr-vertrauen-in-der-modebranche-aufbauen/2019122034069">Geschichte beginnt mit Cano</a>, einer Schuhmarke, mit der Philipp Mayer und ich mexikanische Huaraches nach Deutschland bringen wollten. Die Produktion lief unter fairen Bedingungen, das Leder war pflanzlich gegerbt. Aber wie kommuniziert man das glaubwürdig? Wir wollten, dass unsere Kundschaft den Schuh scannen kann, um digital sehen zu können, wer ihn gemacht hat, wie er gefertigt wurde, woher die Materialien kommen.</p>
<p>Eine passende Lösung gab es nicht. Also haben wir sie selbst gebaut. Das legte den Grundstein für Retraced. Das war 2018, Jahre bevor der DPP auch nur ein Thema in Brüssel war. Unser Ausgangspunkt war daher nicht Compliance, sondern die Überzeugung, dass Konsumierende das Recht haben zu wissen, was sie kaufen, und dass Marken, die das zeigen können, einen echten Vorteil haben. Der digitale Produktpass war für uns also von Anfang an ein Instrument proaktiver Transparenz.</p>
<h2>Welche Herausforderungen gab es anfangs und welche bestehen aktuell?</h2>
<p>Anfangs mussten wir noch viel erklären: Wie kann eine Marke Transparenz gegenüber Konsumierenden kommunizieren? Wie zahlt sich das wirtschaftlich aus? Das war damals für viele noch ein „nice to have&quot;.</p>
<p>Heute hat die Regulierung die Diskussion erledigt. Die Herausforderung ist eine andere: Wie baut man belastbare Daten über vier, fünf Lieferkettenstufen hinweg auf? Viele Marken kennen ihre Tier-1-Lieferbetriebe gut. Was dahinter passiert, bei Spinnereien, Färbereien, Rohstofflieferanten, ist oft noch eine Blackbox. Genau da liegt die eigentliche Arbeit und je größer die Marke, desto komplexer wird das Lieferantennetzwerk und desto mehr muss eine Transparenzlösung skalierbar und effizient sein.</p>
<h2>Welche Datenlücke haben Sie bei der Abbildung mehrstufiger Lieferketten entdeckt?</h2>
<p>Die meisten Marken auditieren ihre Tier-1-Lieferbetriebe, aber viele Risiken wie Umweltverstöße oder mangelhafte Arbeitsbedingungen verbergen sich weiter unten in der Kette und tauchen oft erst spät auf.</p>
<p>Das strukturelle Problem dahinter ist, dass jede Stufe der Lieferkette ihre eigenen Formate hat, ihre eigenen Zertifizierungsschemata, ihre eigene Art, Daten zu dokumentieren oder eben nicht zu dokumentieren. Proprietäre Formate und Silos machen es schwierig, Daten über Schemata, Akteur:innen und Regionen hinweg zu kombinieren oder zu vergleichen. Es gibt kein gemeinsames Datenmodell für Multi-Zertifizierungsszenarien in mehrstufigen Lieferketten. Wir bauen genau diese gemeinsame Infrastruktur. Mit über 30.000 Lieferant:innen in unserem Netzwerk sind wir bereits auf einem guten Weg, dies zu erreichen.</p>
<h2>Wie motivieren Sie Lieferbetriebe und Kund:innen, die zögern, Informationen über ihre Produktionsstätten oder andere relevante Daten preiszugeben?</h2>
<p>Zögern hat fast immer einen konkreten Grund. Bei Lieferbetrieben ist es oft die Angst, dass Transparenz sie angreifbar macht gegenüber Wettbewerbern, gegenüber Auditoren oder gegenüber Marken, die dann zum Beispiel Preisdruck ausüben. Das löst man nicht mit einer schönen Onboarding-Broschüre. Was wirklich hilft: Vertrauen aufbauen, bevor man Daten einfordert. Das bedeutet, klären, wer Zugriff hat, was mit den Daten passiert und was nicht. Und es bedeutet, mit den Lieferbetrieben zu beginnen, die bereits offen sind, damit andere sehen können, dass Transparenz keine Falle ist.</p>
<p>Unser Argument ist pragmatisch: Wer Daten einmal sauber in Retraced einpflegt, muss sie nicht für jede neue Marke neu aufbereiten. Lieferant:innen tauschen verifizierte Produkt- und Materialdaten einmal aus, bleiben mit den Anforderungen der Käufer:innen synchronisiert und reduzieren sich immer wiederholende Aufgaben durch ein einziges kollaboratives System. Das ist kein Gefallen an die Marke, sondern spart dem Lieferbetrieb selbst Zeit und Ressourcen.</p>
<p>Bei den Marken selbst ist die Motivation meist eine Mischung aus Druck und Kalkül. Die Regulierung kommt so oder so, da der DPP 2030 verpflichtend wird. Wer jetzt anfängt, baut die Datengrundlage schrittweise auf. Wer wartet, kauft sich Stress.</p>
<h2>An welchem Punkt im Herstellungsprozess wird der digitale Träger tatsächlich zugewiesen – bereits bei der Faserverarbeitung oder erst nach Fertigstellung des Kleidungsstücks?</h2>
<p>Das hängt vom Produkttyp und vom Reifegrad der Lieferkette ab. Die klare Empfehlung ist: so spät wie möglich im Prozess, und zwar auf Artikelebene. Man muss entscheiden, ob man Produkte auf Artikel-, Chargen- oder Modellebene identifiziert, und planen, wie diese ID auf dem Produkt erscheint, am besten als 2D-Barcode wie QR-Codes, der neben den heutigen Handelsbarcodes koexistieren kann.</p>
<p>Die Zuweisung des QR-Codes auf Faserverarbeitungsebene ergibt technisch wenig Sinn, weil auf diesem Weg zu viele Produktionsvariablen noch offen sind. Realistisch ist die Zuweisung nach Fertigstellung des Kleidungsstücks, am Hänger oder im Label, zu einem Zeitpunkt, an dem die Produkt-ID stabil ist und mit allen hinterlegten Lieferkettendaten verknüpft werden kann.</p>
<h2>Wie kann sichergestellt werden, dass die digitale ID auch nach jahrelangem Waschen oder starker Beanspruchung erhalten bleibt und lesbar ist?</h2>
<p>Der DPP macht die Produktdaten über einen digitalen Träger zugänglich wobei QR-Code, NFC-Chip oder RFID alle grundsätzlich möglich sind. QR-Codes gelten aktuell als De-facto-Standard für den DPP, weil jedes Smartphone sie ohne spezielle App lesen kann. RFID eignen sich eher als ergänzende Träger für die Logistik, nicht als primärer Zugang für Konsumierende. NFC-Chips sind eine interessante Zwischenlösung, robuster als gedruckte Codes, aber teurer pro Einheit.</p>
<p>Entscheidend ist aber: Die Haltbarkeit dieser Datenträger über mehrere Nutzungszyklen hinweg ist eine offene Standardisierungsfrage, die der delegierte Rechtsakt noch nicht gelöst hat. Wir wissen also noch nicht genau, was die EU am Ende vorschreiben wird. Was wir wissen: Die eigentlichen Daten liegen nicht im Code, sondern in dem Datensystem dahinter. Der Träger ist nur der Schlüssel. Das heißt, selbst wenn ein QR-Code nach Jahren verblasst oder ein Label ausgetauscht werden muss, bleibt der Produktpass erhalten.  Die Herausforderung ist physischer Natur, nicht digitaler. Hier arbeiten wir viel mit den Etikettenherstellern zusammen, da sie in diesem Bereich mehr Erfahrung haben als wir.</p>
<h2>In Bezug auf zertifizierte Materialien, wie hilft das neue Modul bei der automatisierten Verwaltung von Transaktionszertifikaten?</h2>
<p>Nehmen wir GOTS-zertifizierte Baumwolle als Beispiel. Das Scope Certificate bestätigt, dass eine Fabrik zertifiziert ist. Das Transaktionszertifikat (TC) bestätigt, dass die konkrete Lieferung tatsächlich aus diesem zertifizierten Betrieb kommt. Beides braucht man, um eine Materialaussage glaubwürdig zu belegen. Heute läuft das meistens per E-Mail, als PDF, irgendwo in einem Ordner abgelegt, und wenn ein Auditor fragt, beginnt die Suche.</p>
<p>In der Retraced-Plattform werden alle Dokumente automatisiert über die Lieferbetriebe eingesammelt. Scope Certificates der Produktionsstätten  und die dazugehörigen Transaktionszertifikate liegen dann an einem Ort mit Ablaufwarnungen, wenn eine Zertifizierung ausläuft. Ebenfalls werden die TCs direkt mit den Lieferungen der Produkte abgeglichen und verknüpft. Falls das TC nicht zu der Lieferung passt, gibt es eine Warnung durch das System. Das klingt unspektakulär, spart in der Praxis aber enorm viel Zeit, nach unserer Erfahrung etwa 90 Prozent der Arbeit. Dies entspricht bei vielen Brands mehrere Wochen manueller Aufwand. Diese Lösung schließt genau die Lücke, durch die heute viele Greenwashing-Vorwürfe entstehen.</p>
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  <figcaption>Lukas Pünder, Geschäftsführer und Mitgründer von Retraced.  <em>Bild: Retraced</em></figcaption>
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<ul>
<li><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/so-wirds-gemacht-marken-sprechen-uber-ihre-erfahrungen-mit-dem-digitalen-produktpass/2026061567184" target="_self"><u>So wird&#39;s gemacht: Marken sprechen über ihre Erfahrungen mit dem digitalen Produktpass</u></a></li>
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]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/JkqH_vcJnIoMv0TwdIDsxIYtWmVjyRmbBtsPy5abt5E/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTAvcmV0cmFjZWQtdHJhY2luZy1jZWtldW90ci0yMDI2LTA2LTEwLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Historische Jahresbilanz: Ecoalf schreibt erstmals schwarze Zahlen</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/historische-jahresbilanz-ecoalf-schreibt-erstmals-schwarze-zahlen/2026061867253</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/historische-jahresbilanz-ecoalf-schreibt-erstmals-schwarze-zahlen/2026061867253</guid><author>news@fashionunited.com (Jaime Martinez)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 18 Jun 2026 06:51:45 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption>Ein Store von Ecoalf in Madrid <em>Bild: Ecoalf.</em></figcaption>
</figure>
<p>Der spanische Bekleidungsanbieter Ecoalf hat es im Geschäftsjahr 2025/26 erstmals in die Gewinnzone geschafft. Zudem erzielte das auf nachhaltige Produkte spezialisierte Unternehmen ein zweistelliges Umsatzplus.</p>
<p>Nach Angaben des Managements belief sich der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr, das am 28. Februar endete, auf 64,8 Millionen Euro. Damit übertraf er das Vorjahresniveau um 11,7 Prozent.</p>
<p>Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 65,7 Prozent auf 5,6 Millionen Euro. Dies führte dazu, dass Ecoalf erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Nettogewinn verbuchen konnte. Der Jahresüberschuss lag bei 0,4 Millionen Euro.</p>
<p>„Ecoalf hat das Geschäftsjahr 2025 mit den besten Finanzergebnissen seit seiner Gründung abgeschlossen“, erklärte das Management in einer Mitteilung. „Dies beweist, dass Nachhaltigkeit nicht nur mit unternehmerischem Wachstum vereinbar ist, sondern auch zu einem skalierbaren und profitablen Geschäftsmodell werden kann.“ Die Resultate spiegelten zudem die strategische Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen  Jahren wider. Dabei sei „der Anteil der direkten Vertriebskanäle erhöht worden, um eine engere Beziehung zu den Verbraucher:innen aufzubauen und ein ausgewogeneres Wachstumsmodell zu schaffen“.</p>
<p>Die Erlöse im stationären Einzelhandel erreichten im vergangenen Jahr eine Höhe von 24,6 Millionen Euro. Ihr Anteil am Gesamtumsatz belief sich damit auf 38 Prozent. Das Onlinegeschäft kam auf 14,2 Millionen Euro, was einem Anteil von 22 Prozent entsprach. 40 Prozent entfielen auf das Großhandelsgeschäft, das einen Umsatz von 25,9 Millionen Euro erzielte.</p>
<p>Im abgelaufenen Jahr baute Ecpalf sein internationales Filalnetz weiter aus. Im Heimatmarkt erfolgten Neueröffnungen in San Sebastián, Bilbao, Madrid und Barcelona, im Ausland in Biarritz (Frankreich), Bozen (Italien) und Tokio (Japan). Gleichzeitig stärkte das Unternehmen seinen Wholesale-Kanal durch neue Partnerschaften mit renommierten internationalen Kaufhäusern wie La Rinascente (Italien), Kastner &amp; Öhler (Österreich) und Manufactum (Deutschland).</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/b_nW_xfQE4es6b__xyMpO5m6XWTBc2WJW-HnsItvi0s/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvZWNvYWxmLW1hZHJpZC1hcmxzODVwcC0yMDI2LTA2LTE4LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Coperni unter Zwangsverwaltung gestellt</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/coperni-unter-zwangsverwaltung-gestellt/2026061867249</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/coperni-unter-zwangsverwaltung-gestellt/2026061867249</guid><author>news@fashionunited.com (Florence Julienne)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Thu, 18 Jun 2026 06:33:25 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/2dxLSBETSEAxJLCVYw_00CqhAuzR8CaYYzUXWF5BrWg/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvY29wZXJuaS1zMjMtMDQwLXIxN2t5aDRiLTIwMjQtMDctMTYtY3I1dDF5MzMtMjAyNi0wNi0xOC5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/BRHta-HrjPCrgf2TKuq-rIixEDuf3Rg8cB1C-VrcmgQ/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvY29wZXJuaS1zMjMtMDQwLXIxN2t5aDRiLTIwMjQtMDctMTYtY3I1dDF5MzMtMjAyNi0wNi0xOC5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/2dxLSBETSEAxJLCVYw_00CqhAuzR8CaYYzUXWF5BrWg/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvY29wZXJuaS1zMjMtMDQwLXIxN2t5aDRiLTIwMjQtMDctMTYtY3I1dDF5MzMtMjAyNi0wNi0xOC5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Model Bella Hadid wird in “Kleid aus aufgesprühtem Stoff" title="Model Bella Hadid wird in “Kleid aus aufgesprühtem Stoff"/>
  <figcaption>Das Model Bella Hadid trägt ein ‘Kleid aus aufgesprühtem Stoff’ – Coperni SS23  <em>Credits: ©Launchmetrics/spotlight</em></figcaption>
</figure>
<p>Das Pariser Handelsgericht hat am 11. Juni 2026 ein Verfahren zur Zwangsverwaltung für die französische Marke Coperni eröffnet. Der Beobachtungszeitraum läuft bis zum 11. Dezember 2026. Der Zeitpunkt der Zahlungseinstellung wurde auf den 29. Mai 2026 festgelegt. Gläubiger:innen haben ab der Veröffentlichung des Urteils zwei Monate Zeit, ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anzumelden.</p>
<p>Während des Beobachtungszeitraums bis zum 11. Dezember 2026 führt das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit mit Unterstützung des gerichtlich bestellten Verwalters fort. In dieser Phase soll eine wirtschaftliche und finanzielle Analyse des Unternehmens erstellt werden. Zudem werden verschiedene Optionen geprüft, darunter ein Sanierungsplan, der Einstieg neuer Investor oder ein möglicher Verkauf.</p>
<p>Laut dem Branchenmagazin Vogue Business, das sich auf Angaben von Coperni beruft, sind die Liquiditätsschwierigkeiten nicht auf einen Rückgang der Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Ursache sei vielmehr die Nichtzahlung fälliger Beträge durch Tomorrow Ltd. Das Unternehmen ist Mehrheitsaktionär und Exklusivvertriebspartner von Coperni.</p>
<p>Seit der Übernahme von Tomorrow durch das italienische Unternehmen Progetto 11 im März 2026 versuchen die Coperni-Gründer Arnaud Vaillant und Sébastien Meyer, die Kontrolle über ihre Marke zurückzugewinnen. Die Gespräche sollten weiterhin laufen.</p>
<p>Die Spannungen mit dem Aktionär sollen bereits operative Folgen gehabt haben. So verzichtete Coperni auf eine Modenschau während der Pariser Fashion Week im März 2026.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/cr8NgDz3SUEdQZVqVP4YWN986RfdftTCT2p3-yahPWU/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTgvY29wZXJuaS1zMjMtMDQwLXIxN2t5aDRiLTIwMjQtMDctMTYtY3I1dDF5MzMtMjAyNi0wNi0xOC5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>OVS startet mit kräftigem Umsatzplus ins neue Geschäftsjahr</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/ovs-startet-mit-kraftigem-umsatzplus-ins-neue-geschaftsjahr/2026061767252</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/ovs-startet-mit-kraftigem-umsatzplus-ins-neue-geschaftsjahr/2026061767252</guid><author>news@fashionunited.com (Isabella Naef)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Wed, 17 Jun 2026 17:43:52 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/TtUNll8KWWBZmyy8rj9aXDzi1wDqCcFvT7Rhavtf43s/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvb3ZzLXNwYS1zZWRlLTEtMGNuaWZ0djUtMjAyMi0wNC0xOS03NHkweGd5ay0yMDIyLTA5LTA1LXFpNW9zdXk5LTIwMjQtMDItMDEteW5pZDFzYzUtMjAyNC0wMi0wNS1ud3dsbzBwdC0yMDI1LTA1LTMwLTFxN3J6ZWt1LTIwMjYtMDUtMjktMjEwcWRnNDQtMjAyNi0wNi0xNy5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/SG4p5tEW_a2MILeBItSJvkIo14HYANfSABvJUd95Avg/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvb3ZzLXNwYS1zZWRlLTEtMGNuaWZ0djUtMjAyMi0wNC0xOS03NHkweGd5ay0yMDIyLTA5LTA1LXFpNW9zdXk5LTIwMjQtMDItMDEteW5pZDFzYzUtMjAyNC0wMi0wNS1ud3dsbzBwdC0yMDI1LTA1LTMwLTFxN3J6ZWt1LTIwMjYtMDUtMjktMjEwcWRnNDQtMjAyNi0wNi0xNy5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/TtUNll8KWWBZmyy8rj9aXDzi1wDqCcFvT7Rhavtf43s/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvb3ZzLXNwYS1zZWRlLTEtMGNuaWZ0djUtMjAyMi0wNC0xOS03NHkweGd5ay0yMDIyLTA5LTA1LXFpNW9zdXk5LTIwMjQtMDItMDEteW5pZDFzYzUtMjAyNC0wMi0wNS1ud3dsbzBwdC0yMDI1LTA1LTMwLTFxN3J6ZWt1LTIwMjYtMDUtMjktMjEwcWRnNDQtMjAyNi0wNi0xNy5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="La sede" title="La sede"/>
  <figcaption>Der Hauptsitz von OVS <em>Bild: OVS SpA</em></figcaption>
</figure>
<p>Der italienische Handelskonzern OVS SpA ist im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 auf Wachstumskurs geblieben.</p>
<p>Laut einer am Mittwoch veröffentlichen Zwischenmitteilung belief sich der Umsatz im Zeitraum von Februar bis April auf 397,2 Millionen Euro. Damit übertraf er das entsprechende Vorjahresniveau um 12,1 Prozent. Auf organischer Basis – also ohne die Beiträge der im vergangenen Jahr übernommenen Wäsche- und Bademodekette Goldenpoint – stieg der Konzernumsatz um 7,5 Prozent auf 380,9 Millionen Euro.</p>
<p>Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 4,6 Prozent auf 29,4 Millionen Euro. Auf organischer Basis legte es um 27,1 Prozent auf 35,7 Millionen Euro zu. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern sank allerdings um 11,8 Prozent auf 7,1 Millionen Euro.</p>
<p>Alle wichtigen Konzepte und Marken hätten „hervorragende Leistungen“ gezeigt und „positive Resultate  in allen Produktkategorien“ erzielt, erklärte das Unternehmen. Die Damenkollektionen seien dabei weiterhin zweistellig gewachsen. Zudem verlaufe die Integration von Goldenpoint „hervorragend“.</p>
<p>„Im ersten Quartal entwickelte sich der Markt positiv mit einem Wachstum von rund zwei Prozent. Alle Hauptmarken und Labels der OVS-Gruppe verzeichneten jedoch ein deutlich höheres Wachstum“, betonte CEO Stefano Beraldo in einem Statement.  „Dies unterstreicht die zunehmende Stärke unserer Marktpositionierung und die Richtigkeit unserer Produktentscheidungen“.</p>
<p>Die Umsätze der Formate  OVS und Upim seien um sieben beziehungsweise neun Prozent gewachsen, so Beraldo. Zudem habe die Marke Stefanel ein zweistelliges Wachstum erzielt und den Break-Even-Punkt erreicht. Dies belege „eine Beschleunigung in ihrem Turnaround-Prozess“, erklärte der Konzernchef.</p>
<p>So blickte Beraldo zuversichtlich auf die kommenden Monate. „Die bisher positive Umsatzentwicklung stimmt uns optimistisch für den Rest des Jahres“, so Beraldo. „Dazu tragen auch die verbesserte Qualitätswahrnehmung der Marke OVS und die Anerkennung unserer ‚House of Brands‘-Strategie bei.“ Diese zeige  sich „insbesondere in den hervorragenden Resultaten von Piombo und Les Copains sowie aller anderen Marken“.</p>
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]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/d3VM2PghZhrP-IGgLL6j6Ap2Ayfz0_9xy_JsBqzKFCM/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvb3ZzLXNwYS1zZWRlLTEtMGNuaWZ0djUtMjAyMi0wNC0xOS03NHkweGd5ay0yMDIyLTA5LTA1LXFpNW9zdXk5LTIwMjQtMDItMDEteW5pZDFzYzUtMjAyNC0wMi0wNS1ud3dsbzBwdC0yMDI1LTA1LTMwLTFxN3J6ZWt1LTIwMjYtMDUtMjktMjEwcWRnNDQtMjAyNi0wNi0xNy5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>„Voraussetzungen für weiteres Wachstum“: Bergfreunde eröffnet Bürostandort in Tübingen</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/voraussetzungen-fur-weiteres-wachstum-bergfreunde-eroffnet-burostandort-in-tubingen/2026061767247</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/voraussetzungen-fur-weiteres-wachstum-bergfreunde-eroffnet-burostandort-in-tubingen/2026061767247</guid><author>news@fashionunited.com (Jan Schroder)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Wed, 17 Jun 2026 13:34:44 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/YzyS5KrCilowQcw2a45eevrhgognwHEzqb_TTjOQaxQ/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjgvMjAxODA2MjItYmVyZ2ZyZXVuZGUtb25saW5lLTIwMDAtZHNjLTEwNTItbW1sZTVoODktMjAyMS0wNi0xNS0wcmNxcWNrNi0yMDIzLTExLTI4LmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/nNTxXUGSV-PQC3gf2lWUimpCT6gHqDznP7PL6cBNnlg/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjgvMjAxODA2MjItYmVyZ2ZyZXVuZGUtb25saW5lLTIwMDAtZHNjLTEwNTItbW1sZTVoODktMjAyMS0wNi0xNS0wcmNxcWNrNi0yMDIzLTExLTI4LmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/YzyS5KrCilowQcw2a45eevrhgognwHEzqb_TTjOQaxQ/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjgvMjAxODA2MjItYmVyZ2ZyZXVuZGUtb25saW5lLTIwMDAtZHNjLTEwNTItbW1sZTVoODktMjAyMS0wNi0xNS0wcmNxcWNrNi0yMDIzLTExLTI4LmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Bild: Bergfreunde" title="Bild: Bergfreunde"/>
  <figcaption><em>Bild: Bergfreunde</em></figcaption>
</figure>
<p>Der Outdoor-Ausstatter Bergfreunde GmbH hat seine Wachstumsambitionen mit der Eröffnung eines neuen Bürostandorts in Tübingen unterstrichen. Dieser ergänzt die bestehenden Kapazitäten am nur wenige Kilometer entfernten Unternehmenssitz in Kirchentellinsfurt.</p>
<p>Geschäftsführer Ronny Höhn erläuterte den Schritt. „Wir wachsen seit vielen Jahren kontinuierlich und stoßen an unserem Hauptstandort zunehmend an räumliche Grenzen“, erklärte er in einem am Mittwoch veröffentlichten Statement. „Mit dem neuen Büro schaffen wir die Voraussetzungen für weiteres Wachstum und bieten unseren Teams die notwendigen Arbeitsplätze für die kommenden Jahre.“</p>
<p>Der Onlinehändler, der <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/decathlon-uebernimmt-outdoor-ausstatter-bergfreunde/2023112754092">seit Anfang 2024 zur Decathlon-Gruppe gehört</a>, konnte in den vergangenen Jahren konstant <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/bergfreunde-steigert-jahresumsatz-um-16-prozent/2026012265091">zweistellige Umsatzzuwächse erzielen</a>.</p>
<p>Nach Angaben des Unternehmens verfügt der neue Standort über eine Bürofläche von insgesamt 600 Quadratmetern und bietet Raum für insgesamt 40 Arbeitsplätze. Unter anderem sollen dort „Design- und Entwicklungsaufgaben sowie kreative Arbeitsbereiche“ angesiedelt sein. Zudem wurde ein eigenes Fotostudio eingerichtet, um „die Möglichkeiten für die Erstellung visueller Inhalte“ zu erweitern.</p>
<p>Ein Grund für die Standortwahl war die Nähe zur bestehenden Firmenzentrale, die laut der Mitteilung über eine „direkt verlaufende Fahrradmagistrale“ innerhalb weniger Minuten erreichbar ist. „Uns war wichtig, zusätzliche Flächen zu schaffen, ohne die enge Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens zu verlieren“, erläuterte Geschäftsführer Mathias Gebhard. „Die Nähe zum Headquarter bietet dafür ideale Voraussetzungen.“</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/fDLzNh0Go86kqzbg9QLBMlw3-1Q4cVDWqT25klLTzGs/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjgvMjAxODA2MjItYmVyZ2ZyZXVuZGUtb25saW5lLTIwMDAtZHNjLTEwNTItbW1sZTVoODktMjAyMS0wNi0xNS0wcmNxcWNrNi0yMDIzLTExLTI4LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Bereit für den DPP: Wann und wie Marken und Lieferant:innen starten können</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/bereit-fur-den-dpp-wann-und-wie-marken-und-lieferant-innen-starten-konnen/2026061767245</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/bereit-fur-den-dpp-wann-und-wie-marken-und-lieferant-innen-starten-konnen/2026061767245</guid><author>news@fashionunited.com (Simone Preuss)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Wed, 17 Jun 2026 13:00:00 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/fYBqHIeF5c3gM9iND9JdBMHFo3tU7_NjoHmzBO86Gr0/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMDIvZ2VtaW5pLWdlbmVyYXRlZC1pbWFnZS1xNzZiMjlxNzZiMjlxNzZiLTMyd3FkaXlmLTIwMjUtMTItMDIucG5n" srcset="https://r.fashionunited.com/DtdZxqYed_PPuiRSWwYYJ31zEBRohgM5S1Nd9eYU--Q/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMDIvZ2VtaW5pLWdlbmVyYXRlZC1pbWFnZS1xNzZiMjlxNzZiMjlxNzZiLTMyd3FkaXlmLTIwMjUtMTItMDIucG5n 720w, https://r.fashionunited.com/fYBqHIeF5c3gM9iND9JdBMHFo3tU7_NjoHmzBO86Gr0/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMDIvZ2VtaW5pLWdlbmVyYXRlZC1pbWFnZS1xNzZiMjlxNzZiMjlxNzZiLTMyd3FkaXlmLTIwMjUtMTItMDIucG5n 1080w" sizes="100vw" alt="AI generated Digital Product Passport / DPP image." title="AI generated Digital Product Passport / DPP image."/>
  <figcaption>KI-generiertes Bild eines Digitalen Produktpasses (DPP). <i>Bild: FashionUnited </i></figcaption>
</figure>
<p>Der Digitale Produktpass (DPP), Teil der EU-Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (Ecodesign for Sustainable Products Regulation, ESPR), wird ein standardisiertes System für den Austausch umfassender Produktdaten schaffen. Diese reichen von Informationen über Haltbarkeit und Recyclingfähigkeit bis hin zu Recyclinganteil und ökologischem Fußabdruck.</p>
<p>„Er entwickelt sich zu einer der transformativsten regulatorischen und geschäftlichen Veränderungen, mit denen die Modebranche seit Jahrzehnten konfrontiert ist“, stimmen das globale Trendforschungsunternehmen Future Snoops und die Enterprise-SaaS-Plattform (Software as a Service) GreenStitch in ihrem gemeinsamen Bericht „Digital Product Passports: Designing for Future Regulation, Now“ überein.</p>
<p>„Während viele Organisationen DPPs immer noch hauptsächlich als Compliance- oder IT-Initiative betrachten, ist die Realität weitaus umfassender: DPPs werden die Art und Weise, wie Produkte entworfen, beschafft, hergestellt, vermarktet, verkauft, repariert, weiterverkauft und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg bewertet werden, grundlegend verändern“, betonen sie.</p>
<h2>Die Zeit bis zur Umsetzung läuft</h2>
<p>Textilprodukte, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, benötigen erst ab Mitte bis Ende 2029 standardisierte digitale Produktaufzeichnungen, die mit den physischen Produkten verknüpft sind. Daher haben viele Marken den Eindruck, dass sie noch Zeit haben. Aber das ist ein Trugschluss.</p>
<p>„Dies ist kein Zukunftsthema mehr und es muss jetzt gehandelt werden. Marken sollten davon ausgehen, dass die DPP-Bereitschaft robuste Produktdaten, ein besseres Design, die Einbindung von vorgelagerten Lieferbetrieben und eine effiziente digitale Infrastruktur erfordert. Diese muss in der Lage sein, Rückverfolgbarkeit, Produkttransparenz und Informationen zum Lebenszyklus in großem Umfang zu unterstützen. In den meisten Fällen wird es 18 bis 24 Monate dauern, dies in großem Umfang zu etablieren.“</p>
<blockquote>
<h2><b>„Die Marken, die gewinnen werden, sind diejenigen, die vom ersten Tag an sowohl auf Compliance als auch auf kommerziellen Wert setzen.“</b></h2>
<footer>Future Snoops, GreenStitch </footer></blockquote>
<p>Zudem tritt die EU-Verordnung gegen Greenwashing (Empowering Consumers for the Green Transition, ECGT) ab September 2026 in Kraft. Sie verpflichtet Marken, Daten auf Produktebene bereitzustellen, die glaubwürdig, strukturiert, rückverfolgbar und vertretbar sind. „Unternehmen, die bis zum delegierten Rechtsakt 2028 warten, riskieren, mit fragmentierten Daten, unverbundenen Systemen, ineffizienten Abläufen und einem erheblichen Compliance-Risiko in das Compliance-Fenster einzutreten“, warnen Future Snoops und GreenStitch.</p>
<h2>Drei strategische Ausrichtungen</h2>
<p>Wachstum, Designentscheidungen und Digitalisierung sind die strategischen Perspektiven, auf die es jetzt ankommt. DPPs können die digitale Produktinfrastruktur schaffen, die für Wiederverkauf, Reparatur, Authentifizierung, Kund:innenbindung, Garantieleistungen, eine intelligentere Produktentwicklung und stärkere Nachhaltigkeitsaussagen erforderlich ist. So können sie Wachstum, Effizienz und Wettbewerbsvorteile bieten. „Die Marken, die gewinnen werden, sind diejenigen, die vom ersten Tag an sowohl auf Compliance als auch auf kommerziellen Wert setzen“, prognostizieren die Organisationen.</p>
<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/9E6CGeET9o_0hjcayvpaU-7Yu8p5tRAczbql8ML0qVc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMDgvZHBwLXNwaWprZXJicm9lay0xLWR4b3hpYmUwLTIwMjYtMDYtMDgucG5n" srcset="https://r.fashionunited.com/DkkZADqtnIs3SX_1k2tCS_ie9lWZyzxRM5yys1LfpgM/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMDgvZHBwLXNwaWprZXJicm9lay0xLWR4b3hpYmUwLTIwMjYtMDYtMDgucG5n 720w, https://r.fashionunited.com/9E6CGeET9o_0hjcayvpaU-7Yu8p5tRAczbql8ML0qVc/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMDgvZHBwLXNwaWprZXJicm9lay0xLWR4b3hpYmUwLTIwMjYtMDYtMDgucG5n 1080w" sizes="100vw" alt="DPPs provide product information at one’s fingertips." title="DPPs provide product information at one’s fingertips."/>
  <figcaption>DPPs liefern Produktinformationen auf Knopfdruck. <i>Bild: GS1</i></figcaption>
</figure>
<p>Einige der wichtigsten Erfolgsfaktoren für den DPP sind Entscheidungen im Produktdesign. Sie bestimmen die Materialauswahl, Fasermischungen, Besätze, chemische Behandlungen, Konstruktionsmethoden und die Reparierfähigkeit. Somit werden bis zu 80 Prozent der zukünftigen Compliance, Kreislauffähigkeit und des kommerziellen Werts eines Produkts bereits in der Designphase festgelegt.</p>
<p>Schließlich wird die Fähigkeit eines Unternehmens zur Digitalisierung bestimmen, wie schnell es skalieren kann. DPPs werden eine massive Datenkomplexität über die gesamte Wertschöpfungskette der Modebranche hinweg erzeugen, was eine manuelle Verwaltung unmöglich macht.</p>
<p>„Der Erfolg wird von Softwareplattformen, Systemintegration, Automatisierung und KI abhängen, um Hunderte von Datenpunkten auf Produktebene über Materialien, Chemikalien, Lieferbetriebe, Herstellung, Logistik und End-of-Life-Pfade zu verwalten und zu skalieren“, warnen die Verfasser:innen des Berichts.</p>
<h2>Wie können Marken anfangen?</h2>
<p>Future Snoops und GreenStitch empfehlen einen Fünf-Schritte-Ansatz zur DPP-Bereitschaft. Zuerst braucht es ein <b>funktionsübergreifendes DPP-Transformationsteam</b>, das Design, Beschaffung, Nachhaltigkeit, IT, Rechtsabteilung, Finanzen, Betrieb und Marketing umfasst. Das Team sollte eine Bereitschafts-Lücken-Analyse durchführen und alle aktiven Nachhaltigkeits-Marketingaussagen vor dem Inkrafttreten der ECGT-Richtlinie im September prüfen. Unbelegte Behauptungen sollten entfernt werden.</p>
<p>Zweitens sollten Marken das DPP-Design mit Blick auf den <b>Geschäftswert</b> angehen, nicht nur auf die Einhaltung von Vorschriften allein. „Bauen Sie von Anfang an DPP-Anwendungsfälle für Wiederverkauf, Reparatur, Authentifizierung, Nachsorge und Kund:innenbindung auf. Integrieren Sie die DPP-Datenanforderungen von der Designphase an in die Entwicklung neuer Produkte und fügen Sie den Material- und Produktgenehmigungsprozessen Bewertungstools hinzu“, rät der Bericht.</p>
<p>Drittens sollte das <b>Onboarding von Lieferbetrieben</b> der Stufen Tier 1, 2 und 3 sofort beginnen. Dies beinhaltet eine frühzeitige Bewertung der Datenbereitschaft der Lieferbetriebe, da die vorgelagerte Rückverfolgbarkeit und Datenerfassung eines der zeitaufwändigsten Elemente der Implementierung sein wird. „Stofffabriken, Färbereien und Materiallieferant:innen werden wahrscheinlich einen großen Datenengpass verursachen“, warnt der Bericht.</p>
<p>Der vierte Schritt ist der Aufbau eines <b>digitalen Fundaments</b>. Dies umfasst eine Überprüfung bestehender Systeme wie Produktlebenszyklusmanagement (Product Lifecycle Management, PLM), Unternehmensressourcenplanung (Enterprise Resource Planning, ERP), Lebenszyklusanalyse (Lifecycle Analysis, LCA) und Rückverfolgbarkeit. Dabei sollten alle Lücken in der Interoperabilität, Datenqualität und Skalierbarkeit identifiziert werden. „Priorisieren Sie Digitalisierung, Systemintegration, Automatisierung und KI-gestützte Arbeitsabläufe, um Daten effizient zu verwalten“, raten Future Snoops und GreenStitch.</p>
<p>Zuletzt kommt die <b>Pilotphase</b>, die auch eine Chance zum Lernen und letztendlich zum Skalieren ist. Future Snoops und GreenStitch empfehlen, in den Jahren 2026 und 2027 drei bis fünf Produktpiloten zu starten, um Datenflüsse, Technologieintegration, Lieferant:innenbereitschaft und Kund:innenbindung zu testen. Eine Roadmap, die Governance, Systeme, Prozessänderungen, KI-Befähigung und Bereitschaftsmeilensteine abdeckt, wird dabei helfen, ebenso wie die Überwachung der sich entwickelnden technischen DPP-Standards, um die Implementierungspläne zu verfeinern, sobald die Anforderungen bestätigt sind.</p>
<h2>Welche Art von Daten wird benötigt?</h2>
<p>Obwohl die Details für die DPP-Datenfelder noch ausgearbeitet werden, haben sich Kernleistungsindikatoren oder sogenannte Designoptionen (DOs) herauskristallisiert: Die <b>Robustheitsskala</b> (DO1) bewertet die physische Robustheit eines Kleidungsstücks nach dem Waschen, während die Recyclingfähigkeitsskala (DO2) die <b>Mischungszusammensetzung und Konstruktion</b> betrachtet, beides von eins bis zehn. DO3, <b>Recyclinganteil</b>, bestimmt den prozentualen Anteil an recycelten Fasern nach Masse und unterscheidet zwischen Open-Loop- und Closed-Loop-Quellen. DO4 betrachtet den <b>CO2-/Umweltfußabdruck</b> der Herstellung (Tier 1 bis 3) und wird wahrscheinlich Treibhausgasemissionen/CO2, Energie, Wasser und Wasserverschmutzung umfassen. Tier 4 wird voraussichtlich von Phase eins ausgeschlossen sein.</p>
<p>Weitere Bereiche umfassen <b>besorgniserregende Stoffe</b> (Substances of Concern, SoC) wie gefährliche Chemikalien; das <b>Mikrofaserrisiko</b> mit einer anfänglichen qualitativen Klassifizierung und einem möglichen späteren Übergang zu quantitativen Abwurfmetriken; die <b>Rückverfolgbarkeit der Lieferkette</b> mit obligatorischen Identifikatoren für Tier-1-Anlagen und gezielten für Tier 2; <b>Faserzusammensetzung und Pflege</b>; sowie Anleitungen zur Nutzung und zum Ende der Lebensdauer mit Kontaktdaten und Anweisungen für Reparaturdienste, die in dieser Phase freiwillig sind.</p>
<p>Die fortgeschrittene Phase mit einem breiteren ökologischen und sozialen Datenumfang wird 2033 beginnen und eine primäre produktspezifische LCA sowie eine vollständige Rückverfolgbarkeit auf Tier-2-Ebene erfordern. Es wird erwartet, dass soziale und Sorgfaltspflicht-Felder in den Geltungsbereich aufgenommen werden, ebenso wie eine quantitative Mikrofaserausscheidungsrate. Die vollständige Kreislaufphase wird ab 2036 beginnen und in der gesamten EU mit Echtzeit-Lebenszyklusverfolgung, grenzüberschreitendem Datenaustausch und sekundären Datenmärkten betriebsbereit sein.</p>
<p>„Ein digitaler Produktpass ist nicht nur ein Compliance-Häkchen, er ist die Infrastruktur für Vertrauen. Wenn eine Marke auf Ebene der Artikelposition genau zeigen kann, woher eine Faser stammt, was ihr CO2-Fußabdruck ist und wie sie am Ende ihrer Lebensdauer behandelt werden sollte, wird dieses Produkt für alle Stakeholder:innen in der Wertschöpfungskette lesbar. Die Marken, die heute mit dem Aufbau dieser Datengrundlage beginnen, werden bereits im Vorteil sein, wenn der DPP in den nächsten zwei bis drei Jahren Gesetz wird“, fasst GreenStitch-CEO Narendra Makwana zusammen.</p>
<h2>Wie werden sich die Verbraucher:innen beteiligen?</h2>
<p>Aktuelle Forschungen, zum Beispiel der Plattform zur Überprüfung der Echtheit von Markenprodukten Certilogo, zeigen, dass fast die Hälfte (49 Prozent) der Verbraucher:innen sehr oder einigermaßen mit DPPs vertraut ist, mehr als bisher angenommen. Transparenz ist der am meisten geschätzte Vorteil, wobei fast drei Viertel der Verbraucher:innen (71 Prozent) glauben, dass DPPs ihr Vertrauen in Marken erhöhen werden. „Dieses Vertrauen kommt von Daten, nicht von Behauptungen, da die Verbraucher:innen müde von grünen Begriffen und weitreichenden Zielen sind, die wenig bewirken“, heißt es im Bericht.</p>
<figure>
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  <figcaption>Mehr Verbraucher:innen sind mit dem DPP und dem Scannen von QR-Codes vertraut als bisher angenommen. <i>Bild: Certilogo </i></figcaption>
</figure>
<p>Einer Untersuchung von Authentique zufolge sucht eine Mehrheit (90 Prozent) der Verbraucher:innen vor allem nach Material und Zusammensetzung, angetrieben von sowohl gesundheitlichen als auch ökologischen Überlegungen. An zweiter Stelle steht ein Echtheitszertifikat (87 Prozent) von Marken angesichts von Fälschungsbedenken, insbesondere bei Luxusprodukten. Pflege- und Reparaturanleitungen werden am dritthäufigsten von Verbraucher:innen genutzt, die die Lebensdauer ihrer wertvollen Güter verlängern möchten.</p>
<p>Der Wiederverkauf ist dem Bericht zufolge vielleicht „das interessanteste Element von DPPs für Verbraucher:innen“, da 82 Prozent der Verbraucher:innen über DPPs auf Produktdetails und Originalbilder zugreifen möchten. Dies deckt sich mit Daten von Vogue Business, wonach mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Verbraucher:innen eher Secondhand-Artikel kaufen würden, wenn ein DPP verfügbar ist. Garantie, Nachhaltigkeitsdaten und Belohnungen sind ebenfalls Informationen, nach denen Verbraucher:innen wahrscheinlich suchen würden.</p>
<p>Was die technischen Aspekte betrifft, so sind die Verbraucher:innen an das Scannen von QR-Codes gewöhnt, nicht nur bei Modeartikeln. Einer Untersuchung der QR-Code-Management- und Marketingplattform QRCodeChimp scannen fast die Hälfte (44,6 Prozent) der weltweiten Internetnutzer:innen mindestens einen QR-Code pro Monat und fast zwei Drittel (64 Prozent) der Käufer:innen haben bereits einen Produkt-QR-Code im Geschäft gescannt. Dies erfordert jedoch ein Smartphone, Internetzugang und digitale Kompetenz, um QR-Schnittstellen zu navigieren und Daten zu interpretieren. „Ältere Bevölkerungsgruppen, Verbraucher:innen mit geringerem Einkommen und solche in digital unterversorgten Regionen haben eine oder mehrere dieser Voraussetzungen nicht. Diese Gemeinschaften sind oft am stärksten von Fast Fashion betroffen“, warnt der Bericht.</p>
<h2>Wer hat den DPP bereits erfolgreich eingeführt?</h2>
<h3>Fallstudie: die Marke Nobody’s Child</h3>
<p>Die in London ansässige Damenmodemarke Nobody’s Child startete 2015 mit dem Ziel, ihre Auswirkungen durch Design zu verbessern. Mehr als die Hälfte (51,4 Prozent) aller Kleidungsstücke werden aus Monomaterial-Stoffen entworfen und alle Modelle sind so konzipiert, dass sie immer wieder getragen werden können. Die Partnerschaft der Marke mit der Reskinned-Plattform erleichtert das Recycling und den Wiederverkauf.</p>
<p>Die DPP-Pilotierung begann 2023 mit zunächst 25 Produkten; derzeit ist der DPP auf mehr als 1.500 Lagerhaltungseinheiten (Stock Keeping Units, SKUs) implementiert. Die vollständige Umsetzung für die gesamte Kollektion ist für Herbst/Winter 2025 geplant. Die B-Corp-zertifizierte Marke arbeitet derzeit an der Rückverfolgbarkeit bis zu Tier 4 für alle Kollektionen und sucht nach Wegen, die DPP-Erkenntnisse über die reine Compliance hinaus zu nutzen.</p>
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  <figcaption>Nobody’s Child x Reskinned <i>Bild: Nobody’s Child</i></figcaption>
</figure>
<p>„Dort anzukommen, wo wir heute sind, war nicht immer einfach... [aber] unser Ansatz bleibt derselbe wie unsere übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie: Fortschritt statt Perfektion“, kommentiert Nachhaltigkeitsleiterin Philippa Grogan.</p>
<p>Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Marke gehört, dass <b>gute Daten</b> und eine starke, <b>harmonisierte Datenarchitektur</b> eine solide Grundlage schaffen. Gleichzeitig ist die Unterstützung der Lieferant:innen während des Übergangs ebenso entscheidend für den Erfolg wie eine funktionsübergreifende DPP-Taskforce, eine frühe Einführung und die Skalierung über Pilotprojekte hinaus.</p>
<h3>Fallstudie: der Lieferbetrieb Sutlej Textiles &amp; Industries Ltd.</h3>
<p>Als einer der größten integrierten Textilhersteller Indiens produziert Sutlej Textiles &amp; Industries Ltd. eine breite Palette von gesponnenen Garnen und Stoffen für globale Marken in Großbritannien, Europa und darüber hinaus. Das Unternehmen hatte sich der Nachhaltigkeit verschrieben, verfügte aber nicht über überprüfbare Produktdaten, um dies zu belegen. Daher entschied es sich für die Implementierung des DPP für 75 Garn- und Stoffprodukte durch einen hybriden Ansatz: Während GreenStitch die LCA-Methodik, die DPP-Erstellung und die regulatorische Nachverfolgung ermöglichte, lieferten die eigenen Systeme von Sutlej das Rückgrat der Fertigungsdaten. Es dauerte nur einen Monat vom Start bis zur DPP-Abdeckung von 75 Produkten. Mit Blick auf die Zukunft plant Sutlej, von der Gate-to-Gate- zur Cradle-to-Gate-LCA zu expandieren, die Abdeckung der Produktkategorien zu erweitern und die Rückverfolgbarkeit der Lieferbetriebe zu vertiefen.</p>
<p>„Ein Digitaler Produktpass ist kein Compliance-Dokument, sondern ein kommerzielles Argument. Wenn Umweltdaten neben Preis und Lieferzeit stehen, hört Nachhaltigkeit auf, ein Kostenfaktor zu sein, und wird zu Ihrem Wettbewerbsvorteil“, erklärt Sutlej-CEO Ashish Kumar im Bericht.</p>
<p>Eine wichtige Empfehlung für alle, die anfangen, ist, zuerst die <b>Daten zu bereinigen</b>, bevor Produktpässe erstellt werden, da der DPP nur so zuverlässig ist wie seine zugrunde liegende Dateninfrastruktur. Eine weitere Erkenntnis ist, den DPP als <b>analytischen Motor</b> zu betrachten, der operative Einblicke bietet, nicht nur Transparenz. Wie auch auf Markenseite zu sehen ist, ist die <b>Verantwortung über Abteilungen</b> und Funktionen hinweg entscheidend. Darüber hinaus ist <b>branchenspezifisches Fachwissen</b> wichtig, da generische ESG-Plattformen das prozessuale Verständnis, das auf Textilien spezialisierte Partner:innen mitbringen, nicht nachbilden können. Nicht zuletzt ist die Zurückhaltung bei der Datenweitergabe ein Vertrauensproblem, kein Fähigkeitsproblem. Ein schrittweises Onboarding und klare <b>Datennutzungsvereinbarungen</b> können das Engagement der Lieferant:innen erhöhen.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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  <figcaption>Flagship-Store von Vince in London <em>Bild: Vince</em></figcaption>
</figure>
<p>Der US-amerikanische Bekleidungsanbieter Vince Holding Corp. konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 seinen Umsatz kräftig steigern. Gleichzeitig verringerte das Unternehmen seinen Verlust.</p>
<p>Laut einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung belief sich der Umsatz im Auftaktquartal, das am 2. Mai endete, auf 64,0 Millionen US-Dollar (55,2 Millionen Euro). Das entsprach einem Plus von 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wachstumstreiber war der eigene Einzelhandel, dessen Erlöse um 15,6 Prozent auf 32,0 Millionen US-Dollar zulegten. Im Großhandelsgeschäft stieg der Umsatz um 5,9 Prozent auf 32,1 Millionen US-Dollar.</p>
<p>Das Unternehmen konnte seine Bruttomarge leicht verbessern, weil gestiegen Zölle durch Preiserhöhungen und geringere Rabatte mehr als ausgeglichen wurden. So sank der operative Verlust, der im Vorjahreszeitraum bei 4,4 Millionen US-Dollar gelegen hatte, auf 2,6 Millionen US-Dollar. Der ausgewiesene Nettoverlust belief sich auf 2,1 Millionen US-Dollar (1,8 Millionen Euro). Damit fiel er nicht einmal halb so hoch aus wie ersten Quartal des vergangenen Jahres, in dem er sich auf 4,8 Millionen US-Dollar belaufen hatte.</p>
<p>Angesichts der unerwartet positiven Dynamik in beiden Vertriebskanälen hob das Management seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr an. Es rechnet nun mit einem Wachstum um etwa sieben bis acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
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  <figcaption>Forschungsanlage von HumanFab  <em>Bild: Asics</em></figcaption>
</figure>
<p>Der japanische Sportartikelkonzern Asics eröffnet das Asics Institute of Sport Science Europe. Mit der neuen Einrichtung wolle das Unternehmen seine europäische Forschungs- und Entwicklungskapazität weiter stärken, heißt es in einer Pressemitteilung. Die vom Institut gesammelten Erkenntnisse sollen für die Entwicklung neuer Produkte genutzt werden.</p>
<p>Asics erklärte, dass in Europa viele Profisportler:innen beheimatet sind. Eine eigene Forschungsbasis in der Region ermögliche eine intensivere Zusammenarbeit mit diesen Athlet:innen. „Dies führt zu umfassenderen Daten und einer schnelleren Produktinnovation“, heißt es in der Mitteilung. Das Forschungszentrum wird sich demnach zunächst auf den Tennissport konzentrieren.</p>
<p>Für die Forschung arbeitet das Unternehmen mit HumanFab zusammen, einem Zentrum für Sportforschung. Durch die Kollaboration erhält Asics Zugang zu den Einrichtungen von HumanFab. Dazu gehören Indoor-Tennislabore, in denen Bewegungsanalysen auf Wettkampfniveau durchgeführt werden können.</p>
<p>Für Asics ist dies die zweite Forschungsbasis. Ende 2025 eröffnete das Unternehmen bereits das Asics Institute of Sport Science America. Der neu europäische Standort wird bei der Asics Europe B.V. angesiedelt.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/8dYA6gOpZdKeWPe-rwMxfcYmma-ABNQmCoqmpDRvgIY/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvY29weXJpZ2h0YWxiaW5kdXJhbmQtYXQtYWxiaW4tYXNpY3MteC1odW1hbmZhYi1mZWIyNi1pZC0wMDA2MS1kc2M3Nzc5LXdlMGxoeHVoLTIwMjYtMDYtMTcuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Mustang auf der Pitti Uomo: Bereit für die nächste Wachstumsphase</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/mustang-auf-der-pitti-uomo-bereit-fur-die-nachste-wachstumsphase/2026061767233</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/mustang-auf-der-pitti-uomo-bereit-fur-die-nachste-wachstumsphase/2026061767233</guid><author>news@fashionunited.com (Ole Spötter)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:07:33 +0000</pubDate><description><![CDATA[<p>​​</p><figure>
<img src="https://r.fashionunited.com/y7BLcEG0lRu_08_YhvtaMXWSvHHdDm8Ds_xz_SlFKkk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvYW5kcmVhcy1iYXVyLTAxLWFldDFvbm9hLTIwMjYtMDYtMTcuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/l5HsqpKXG7_1KiHVMmFkGD9JOH5GsNUYJ1wO8TooB2I/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvYW5kcmVhcy1iYXVyLTAxLWFldDFvbm9hLTIwMjYtMDYtMTcuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/y7BLcEG0lRu_08_YhvtaMXWSvHHdDm8Ds_xz_SlFKkk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvYW5kcmVhcy1iYXVyLTAxLWFldDFvbm9hLTIwMjYtMDYtMTcuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Andreas Baur" title="Andreas Baur"/><p></p>
  <figcaption>Andreas Baur <em>Credits: Mustang</em></figcaption>
</figure>
<p><span class="label label-primary">CEO-Interview</span></p>
<p>Mustang kehrt zur Pitti Uomo zurück. Nach der Premiere im Januar will die deutsche Denim-Marke nun konkrete Partnerschaften schließen und ihre internationale Expansion vorantreiben. Im Interview spricht CEO Andreas Baur über Wholesale-Strategie, Produktentwicklung und seine Ziele für 2026.</p>
<h2>Sie haben im Januar zum ersten Mal auf der Pitti Uomo ausgestellt und kehren nun zurück. Welche Erwartungen haben Sie an die Messe?</h2>
<p>Unsere erste Teilnahme im Januar war ein wichtiger Schritt für Mustang. Die Qualität der Gespräche und das internationale Interesse haben klar bestätigt, dass die Pitti Uomo die richtige Plattform für uns ist.</p>
<p>Diesmal liegt unser Fokus darauf, an diese ersten Kontakte anzuknüpfen, Interesse in konkrete Partnerschaften umzuwandeln und Mustang als moderne europäische Denim- und Lifestyle-Marke mit klarer kommerzieller Relevanz zu positionieren.</p>
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  <figcaption>Mustang auf der Pitti Uomo <em>Credits: Ole Spötter / FashionUnited</em></figcaption>
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<h2>Welche Märkte möchten Sie erschließen?</h2>
<p>Unser Ziel ist es, die internationale Präsenz von Mustang gezielt weiter auszubauen. Wir schauen uns wichtige europäische Märkte genau an, in denen Denim kommerziell stark bleibt und in denen Mustangs Positionierung als authentische europäische Denim-Marke klar ankommt.</p>
<p>Gleichzeitig sondieren wir ausgewählte internationale Wachstumsmärkte mit den richtigen Partner:innen. Das Ziel ist nicht, überall präsent zu sein, sondern dort zu wachsen, wo Mustang relevant, sichtbar und profitabel sein kann.</p>
<h2>Wie sieht Ihre übergeordnete Expansionsstrategie im Wholesale-Bereich aus?</h2>
<p>Wholesale bleibt eine zentrale Säule unserer Wachstumsstrategie. Wir sehen erhebliches Potenzial in der Entwicklung hochwertiger internationaler Wholesale-Partnerschaften – insbesondere mit Partner:innen, die die Marke verstehen und Mustang am Point of Sale im richtigen Umfeld präsentieren können. Shop-in-Shop-Konzepte sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil dieses Ansatzes, da sie uns ermöglichen, die Markensichtbarkeit zu stärken und das Kund:innenerlebnis zu verbessern. Insgesamt ist unsere Strategie selektiv und qualitätsorientiert – nicht rein volumengetrieben.</p>
<h2>Planen Sie auch, Ihr Standortnetzwerk weiter auszubauen?</h2>
<p>Wir verfolgen weiterhin eine disziplinierte Retail-Strategie. Unser Fokus liegt nicht auf aggressiver Expansion, sondern auf der Optimierung des bestehenden Netzwerks und gezielten Investitionen in Standorte, an denen wir nachhaltige Rentabilität und eine klare Markenwirkung sehen. Für uns muss jeder Standort sowohl kommerziell als auch strategisch einen Beitrag leisten.</p>
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  <figcaption>Mustang-Store <em>Credits: Mustang</em></figcaption>
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<h2>Es scheint, dass Ihre eigenen Outlet-Flächen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle spielen…</h2>
<p>Ja, Outlets sind ein relevanter Bestandteil unseres Omnichannel-Modells. Sie bieten Kundinnen und Kunden einen zugänglichen Einstiegspunkt in die Marke Mustang und ermöglichen es uns, ein breiteres Publikum in einem kontrollierten Umfeld zu erreichen.</p>
<p>Gleichzeitig helfen sie uns, verschiedene Produktkanäle effizient zu steuern. Entscheidend ist dabei, eine klare Balance zwischen unseren Vollpreiskanälen und dem Outlet-Geschäft zu wahren und sicherzustellen, dass jeder Kanal die Marke und ihre Positionierung stützt.</p>
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  <figcaption>Mustang auf der Pitti Uomo <em>Credits: Ole Spötter / FashionUnited</em></figcaption>
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<h2>Wie ist das Jahr für Sie bisher gelaufen?</h2>
<p>Das Marktumfeld bleibt herausfordernd, besonders da die Stimmung der Verbraucher:innen in vielen Märkten weiterhin verhalten ist. Vor diesem Hintergrund haben wir das Geschäft weiter stabilisiert, die Effizienz verbessert und unsere operative Basis gestärkt. Zudem stellen wir immer noch fest, dass unsere Kernkategorien und die generelle Markenausrichtung für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Partner:innen relevant bleiben.</p>
<p>Insgesamt ist es ein Jahr der konsequenten Umsetzung und der Vorbereitung auf die nächste Wachstumsphase.</p>
<h2>Welche Produkte verkaufen sich derzeit besonders gut?</h2>
<p>Denim bleibt das klare Kerngeschäft und definiert Mustang nach wie vor. Außerdem verzeichnen wir solide Performance in ergänzenden Kategorien wie T-Shirts, Sweatshirts, Hemden und Jacken. Das bestätigt unsere Entwicklung vom Denimspezialisten hin zu einer breiteren Lifestyle-Marke, die ihren Wurzeln verbunden bleibt.</p>
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  <figcaption>Mustang auf der Pitti Uomo <em>Credits: Ole Spötter / FashionUnited</em></figcaption>
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<h2>Wie soll sich die Damenkollektion in der kommenden Saison entwickeln?</h2>
<p>Im Damenbereich beobachten wir eine anhaltende Nachfrage nach einer ausgewogenen Mischung aus modernen Silhouetten und tragbaren Passformen. Der Fokus verlagert sich zunehmend auf moderne Straight- und Wide-Leg-Schnitte, während Slim-Fits Teil des Sortiments bleiben und Skinny-Silhouetten bewusst zurückgefahren werden.</p>
<p>Wir verfeinern die Kollektion mit aktualisierten Styles, sorgfältig ausgearbeiteten Details, innovativen Gewebe-Elementen und einem hochwertigeren Label-Konzept. Das Ziel ist es, Denim anzubieten, der sich modern, feminin und leicht tragbar anfühlt.</p>
<h2>Und bei den Herren?</h2>
<p>Im Herrenbereich liegt der Fokus weiterhin auf verlässlichen Passformen, hoher Qualität und alltagstauglichem Komfort. Ein besonderes Highlight ist unsere neu entwickelte Travel-Denim-Kollektion, die Jacken, Shorts und lange Denimhosen umfasst. Die Stücke sind aus außergewöhnlich weichem und komfortablem Denim gefertigt und für einen mobilen Lebensstil konzipiert. Mit ihrer Leichtigkeit, Flexibilität und funktionalen Komfortmerkmalen sind sie ideal für Reisen, lange Tage unterwegs und mühelosen Alltag.</p>
<h2>Welche weiteren Ziele und Pläne haben Sie für Mustang?</h2>
<p>Nach erheblichen operativen Fortschritten befinden wir uns nun klar in der nächsten Phase: nachhaltigem, profitablem Wachstum. Dazu gehören die Ausweitung unseres internationalen Geschäfts, die Weiterentwicklung des E-Commerce sowie die Stärkung von Mustangs Positionierung als moderne europäische Denim- und Lifestylemarke.
Unser Erbe verleiht uns Glaubwürdigkeit, unser Fokus liegt jedoch klar darauf, die Marke für heutige Verbraucherinnen und Verbraucher relevanter zu machen.</p>
<h2>Wie wollen Sie das Jahr 2026 abschließen?</h2>
<p>Unsere klare Priorität für den Rest des Jahres 2026 ist es, in einem herausfordernden Markt Stabilität zu wahren und gleichzeitig die Grundlagen für skalierbares Wachstum zu legen.</p>
<p>Wir werden unser Kerndenim-Geschäft weiter stärken, die Rentabilität verbessern und ausgewählte Wachstumschancen in wichtigen Märkten entwickeln. Das Ziel ist es, das Jahr mit einer stärkeren operativen Basis, einem schärferen Markenprofil und guter Dynamik für die nächste Wachstumsphase abzuschließen.</p>
<p><em> Dieses Interview wurde schriftlich geführt. </em></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/JZCg0sGNQgql69A6evqa3Tv2ZY2ladGQt7ejZ2VZuJQ/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvYW5kcmVhcy1iYXVyLTAxLWFldDFvbm9hLTIwMjYtMDYtMTcuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Adidas hat V-Mangel bei DFB-Trikots von Havertz und Co.</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/adidas-hat-v-mangel-bei-dfb-trikots-von-havertz-und-co/2026061767228</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/adidas-hat-v-mangel-bei-dfb-trikots-von-havertz-und-co/2026061767228</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Wed, 17 Jun 2026 08:23:36 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/Vf6J5KfcrnmRnMWpv5R2MaObDITlC0mncwykBT8xUck/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvYWRpZGFzLWRmYi14dWMzZWNtNy0yMDI2LTA2LTE3LmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/xK4JvqT8LH3wwqFUlVhitKuxRE6ZnapusnQMJ5OV8kg/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvYWRpZGFzLWRmYi14dWMzZWNtNy0yMDI2LTA2LTE3LmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/Vf6J5KfcrnmRnMWpv5R2MaObDITlC0mncwykBT8xUck/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvYWRpZGFzLWRmYi14dWMzZWNtNy0yMDI2LTA2LTE3LmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Besonders beliebt: die blauen Auswärtstrikots des DFB-Teams" title="Besonders beliebt: die blauen Auswärtstrikots des DFB-Teams"/>
  <figcaption>Besonders beliebt bei den Fans: die blauen Auswärtstrikots des DFB-Teams  <em>Bild: Adidas</em></figcaption>
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<p>Der Ausrüster der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Adidas, hat ein Problem mit dem Buchstaben V: Fans können derzeit online keine Originaltrikots mit den Namen der Spieler Kai Havertz, Alexander Pavlovic und Deniz Undav bestellen – bei der Beflockung ist der Buchstabe V ausgegangen. Adidas bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung.</p>
<p>„Aufgrund der hohen Nachfrage nach Beflockungen der Spieler Undav, Havertz und Pavlovic kam es kurzfristig zu Engpässen bei der Verfügbarkeit des Buchstabens ‚V‘“, erklärte ein Sprecher in
Herzogenaurach. „In Zusammenarbeit mit unserem Partner 11Teamsports konnten wir diese schnell beheben, sodass die Flocks mit dem Buchstaben ‚V‘ in Kürze wieder online bestellbar sein werden.“</p>
<h2>Adidas: Eine Milliarde Euro WM-Umsatz</h2>
<p>Der Trikotverkauf rund um Fußball-Großereignisse ist für die Sportartikelhersteller ein großes Geschäft. Adidas, das 14 der 48 WM-Teams ausstattet, gab den Umsatz, der direkt mit dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada in Verbindung steht, mit einer Milliarde Euro an. Wie viel davon auf Trikots entfällt, nennt das Unternehmen nicht.</p>
<p>Von der deutschen Mannschaft wurde das blaue Auswärtstrikot bisher überraschend oft verkauft. Die Nachfrage habe nach Bekanntgabe des DFB-Kaders und dem Turnierstart insgesamt deutlich angezogen. Die Verkaufspreise seien in allen Ländern vergleichbar, hieß es. In Deutschland werden derzeit zwei Qualitäten angeboten für Preise von 100 und 150 Euro.</p>
<h2>Blaues Auswärtstrikot hoch im Kurs</h2>
<p>„Das Auswärtstrikot performt deutlich über den Vergleichswerten der Euro 2024, während das Heimtrikot mit starkem Wachstum schnell aufholt“, sagte der Sprecher, ohne konkrete Verkaufszahlen zu nennen. Auf den Auswärtstrikots sei das Adidas-Dreiblatt-Logo erstmals nach 36 Jahren wieder bei einer Weltmeisterschaft zu sehen. Das pinkfarbene Auswärts-Jersey von 2024 galt als das bisher bestverkaufte Nationalmannschaftsauswärtstrikot.</p>
<p>„Inspiriert von der einzigartigen Kultur des jeweiligen Landes interpretieren die Auswärtstrikots die Ästhetik klassischer adidas WM-Trikots in einem modernen, zeitgemäßen Stil neu und finden bei Fans und Spielern gleichermaßen Anklang.“ So wurden etwa bei den Auswärtstrikots der Nationen Curacao, Belgien und Japan bereits Lieferengpässe in einzelnen Größen. Auch die Kollektion mit Retro-Jerseys zurückliegender Turniere, besonders der WM 1994, verkaufe sich gut, sagte der Adidas-Sprecher.</p>
<h2>Puma erfolgreich in Portugal und Afrika</h2>
<p>Beim deutschen Konkurrenten Puma, der elf WM-Nationen ausstattet, läuft der Trikotverkauf ebenso zur Zufriedenheit des Herstellers. Puma setze allerdings nicht so sehr auf den unmittelbaren Verkaufserfolg, sondern eher auf mittel- und langfristige Effekte des Sport-Großereignisses. „Im Moment sind die Trikots von Portugal sehr beliebt“, sagte eine Puma-Sprecherin, aber auch Neuseeland sowie die afrikanischen Länder Elfenbeinküste, Marokko und Senegal verkauften sich gut.</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/7XrzlvoTF5aATDOo-RHnlaU5hm1lYdCpLb4I7pWhcgQ/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTcvYWRpZGFzLWRmYi14dWMzZWNtNy0yMDI2LTA2LTE3LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Neues Joint Venture mit PTH: S.Oliver Group treibt Retail-Expansion voran</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/neues-joint-venture-mit-pth-s-oliver-group-treibt-retail-expansion-voran/2026061667219</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/neues-joint-venture-mit-pth-s-oliver-group-treibt-retail-expansion-voran/2026061667219</guid><author>news@fashionunited.com (Jan Schroder)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 15:14:08 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
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  <figcaption>Die Zentrale der S.Oliver Group in Rottendorf <em> Bild: S.Oliver Group</em></figcaption>
</figure>
<p>Der Rottendorfer Bekleidungsanbieter S.Oliver Group hat am Dienstag die Gründung eines neuen Joint Ventures mit dem im sächsischen Bischofswerda ansässigen Handelsunternehmen Private Textiles Holding GmbH (PTH Group) verkündet.</p>
<p>Aufgabe des neuen Gemeinschaftsunternehmens Brand Collective GmbH ist demnach „die Übernahme, Fortführung und strategische Neupositionierung“ von Ladenflächen, die bisher vom zur PTH Group gehörenden Multimarken-Konzept Catches genutzt wurden.</p>
<p>„Konkret sollen rund 18 Standorte in das Joint Venture überführt, rebrandet und künftig unter dem Marken- und Vertriebskonzept der S.Oliver Group weitergeführt werden“, erklärte der Bekleidungskonzern, zu dem Labels wie S.Oliver, Comma, Liebeskind Berlin, Copenhagen Studios und Lala Berlin gehören. Der Start ist für das dritte Quartal dieses Jahres geplant.</p>
<h2>S.Oliver will Wachstumspotenziale im Travel Retail und in Ostdeutschland erschließen</h2>
<p>Die Vereinbarung ermögliche es der S.Oliver Group, ihre  Marktexpansion „gezielt zu beschleunigen, bestehende Standortchancen kurzfristig zu nutzen und zusätzliche Wachstumspotenziale zu erschließen – insbesondere im Travel-Retail-Segment sowie in Ostdeutschland“, heißt es in einer Mitteilung.</p>
<p>Johannes Rellecke, einer der Co-CEOs der S.Oliver Group, erläuterte die Pläne. „Mit der Brand Collective GmbH schaffen wir eine skalierbare Plattform, um attraktive Retail-Standorte schnell und effizient neu zu besetzen und unsere Marktdurchdringung gezielt auszubauen“, erklärte er in einem Statement. „Die Partnerschaft mit PTH ermöglicht es uns, operative Exzellenz mit starker Markenführung zu verbinden und so neue Wachstumschancen im stationären Handel zu nutzen.“</p>
<div class="article-promo--alt"><p>Weiterlesen:</p><p></p><ul type="square">
<li><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/s-oliver-group-sichert-sich-baldessarini/2026051966793" target="_self"><u>S.Oliver Group sichert sich Baldessarini</u></a></li>
<li><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/s-oliver-group-eroffnet-house-of-brands-campus-in-rottendorf/2026021365419" target="_self"><u>S.Oliver Group eröffnet „House of Brands“-Campus in Rottendorf</u></a></li>
<li><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/laut-medienbericht-s-oliver-group-und-cco-carsten-schmitz-gehen-getrennte-wege/2026012065050" target="_self"><u>Laut Medienbericht: S.Oliver Group und CCO Carsten Schmitz gehen getrennte Wege</u></a></li>
<li><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/neue-marketingchefin-bei-s-oliver/2025101563855" target="_self"><u>Neue Marketingchefin bei S.Oliver</u></a></li>
<li><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/s-oliver-group-julian-und-johannes-rellecke-rucken-in-die-geschaftsfuhrung-auf/2025070162295" target="_self"><u>S.Oliver Group: Julian und Johannes Rellecke rücken in die Geschäftsführung auf</u></a></li>
</ul></div>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/_EcRMC73iXdSrmqAXewqV74REeyEJGP-MubZ1s06-tI/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDIvMDUvc29saXZlci1ocS15cDZ0YXIzbS0yMDI0LTAyLTA1LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Nach Insolvenzverfahren: Defshop sieht „positive Geschäftsentwicklung“</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/nach-insolvenzverfahren-defshop-sieht-positive-geschaftsentwicklung/2026061667213</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/nach-insolvenzverfahren-defshop-sieht-positive-geschaftsentwicklung/2026061667213</guid><author>news@fashionunited.com (Jan Schroder)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 11:19:20 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/9FuK2rA1ZQw2EDeviklFWWb1H0najrjDVL10ziBIfDg/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjgvZGVmc2hvcC1wbS1qNmF3bXRqZi0yMDIzLTExLTI4LnBuZw" srcset="https://r.fashionunited.com/iytb7aSewxCpjBLx1Sf5wfEXtdPzXcoq3ig0zPj0PGI/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjgvZGVmc2hvcC1wbS1qNmF3bXRqZi0yMDIzLTExLTI4LnBuZw 720w, https://r.fashionunited.com/9FuK2rA1ZQw2EDeviklFWWb1H0najrjDVL10ziBIfDg/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjgvZGVmc2hvcC1wbS1qNmF3bXRqZi0yMDIzLTExLTI4LnBuZw 1080w" sizes="100vw" alt="Der Shop-Auftritt von Defshop" title="Der Shop-Auftritt von Defshop"/>
  <figcaption>Der Online-Auftritt von Defshop <em>Bild: Defshop</em></figcaption>
</figure>
<p>Im vergangenen Herbst hatte der Streetwear-Händler Defshop GmbH <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/streetwear-onlinehandler-defshop-meldet-insolvenz-an/2025100963777">Insolvenz angemeldet</a>. Nach der Billigung eines Sanierungsplans erfolgte im Mai die Aufhebung des Verfahrens durch das zuständige Amtsgericht Darmstadt. Jetzt will das Unternehmen wieder durchstarten.</p>
<p>Defshop werde künftig „von einem strategischen Investor aus der Textilbranche unterstützt“ und habe sich im  Zuge des Insolvenzverfahrens „wirtschaftlich stabilisiert“ und „operativ deutlich schlanker aufgestellt“, heißt es in einer Mitteilung. Der E-Commerce-Spezialist konnte nach eigenen Angaben die vergangenen Monate nutzen, um „zentrale Strukturen des Unternehmens nachhaltig weiterzuentwickeln“. Dabei sei „das Geschäftsmodell konsequent modernisiert und auf eine flexible, plattformorientierte Organisation ausgerichtet“ worden.</p>
<h2>Das Management will wieder „nach vorne blicken“</h2>
<p>Das Unternehmen verwies darauf, dass es seit dem Beginn des Jahres „eine positive Geschäftsentwicklung“ erlebt habe. Der Fokus liege nun darauf, „das Vertrauen von Kundinnen und Kunden, Markenpartnern und Dienstleistern weiter zu stärken – durch Verlässlichkeit, ein attraktives Sortiment und einen verbesserten Service“.</p>
<p>In einem Statement zog das Management eine Bilanz der jüngsten Entwicklung. „Die vergangenen Monate waren für alle Beteiligten intensiv und herausfordernd. Umso mehr freuen wir uns, dass Defshop nun erfolgreich neu aufgestellt ist und wir gemeinsam mit unseren Partnern nach vorne blicken können“, heißt es dort. „Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitenden, Marken, Dienstleistern und vor allem unseren Kundinnen und Kunden, die uns auf diesem Weg begleitet und Defshop weiterhin ihr Vertrauen geschenkt haben.“</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/tuYsoOKrVTbubO5I5r1rVdgq_R6X2T7XiOZZ_m_EAaY/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMTEvMjgvZGVmc2hvcC1wbS1qNmF3bXRqZi0yMDIzLTExLTI4LnBuZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Italienisches Label Sunnei hört auf</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/italienisches-label-sunnei-hort-auf/2026061667211</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/italienisches-label-sunnei-hort-auf/2026061667211</guid><author>news@fashionunited.com (Isabella Naef)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 09:54:17 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/sfW-5qvptTwJSRl-9M0dN1bIL148uo-0y7tC8aVH4iU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvc3VubmVpLXBvLWYyNi0wMDItZzBsNWFkeGEtMjAyNi0wNi0xNi5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/QxrzZVWOdwcOV2zR3ILS2S993Q-1UR5xed54uwM5ur8/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvc3VubmVpLXBvLWYyNi0wMDItZzBsNWFkeGEtMjAyNi0wNi0xNi5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/sfW-5qvptTwJSRl-9M0dN1bIL148uo-0y7tC8aVH4iU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvc3VubmVpLXBvLWYyNi0wMDItZzBsNWFkeGEtMjAyNi0wNi0xNi5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Sunnei Herbst/Winter 26" title="Sunnei Herbst/Winter 26"/>
  <figcaption>Sunnei Herbst/Winter 26 <em>Bild: Launchmetrics/spotlight</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Sunnei Srl wird aufgelöst. Der Markenname ist eine Anspielung auf die italienische Verballhornung der Aussprache von ‘sunny’, mit der die Gründer:innen den Gebrauch des Englischen in anderen Sprachen ironisieren wollten.</p>
<p>Die erste Anhörung zur Prüfung der Passiva ist für den 16. September 2026 angesetzt. In dem Urteil vom 14. Mai 2026 heißt es, die Schuldner:in könne „beantragen, angehört zu werden und an der vorgenannten Anhörung teilnehmen, um ebenfalls zu den Anträgen auf Zulassung zum Passivvermögen gehört zu werden“.</p>
<p>Die Marke wurde 2014 in Mailand von Loris Messina und Simone Rizzo gegründet. Das Projekt entstand aus übergreifenden Kompetenzen, die es den Gründer:innen ermöglichten, das System von innen zu beobachten.</p>
<p>Die Marke hat ihren Sitz in der Via Cironi in Mailand. Im vergangenen September entpuppte sich die Sunnei-Modenschau in Mailand als eine Auktion der Marke und ihrer Kreativdirektor:innen.</p>
<p>Das Publikum wurde Zeuge einer Auktion, die in Zusammenarbeit mit Christie&#39;s durchgeführt wurde. Anstelle der neuen Kollektion wurden dabei symbolisch die Marke und die beiden Kreativen zum Verkauf angeboten.</p>
<p>Das im Mai ergangene Liquidationsurteil ist also die Chronik eines angekündigten Endes.</p>
<figure>
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  <figcaption>Sunnei Herbst/Winter 26 <em>Bild: Launchmetrics/spotlight</em></figcaption>
</figure>
<p>„Die Verschmelzung unserer Kulturen spiegelt sich in den charakteristischen Merkmalen der Marke wider. Simone, der aus Süditalien stammt, bringt die Einfachheit der Formen ein. Ich, aus Frankreich kommend, bringe eine gewisse Raffinesse mit. Darüber hinaus vermittelt Sunnei, unabhängig von unserer Herkunft, viel von der Stadt Mailand. Hier leben wir seit einigen Jahren und haben uns spontan entschieden, unsere Marke zu gründen“, erzählten die beiden Gründer:innen vor einigen Jahren in einem Interview mit dem Magazin von Luisa Via Roma.</p>
<p>„Sunnei entstand nach einigen Erfahrungen, die wir in verschiedenen Bereichen der Mode gesammelt haben. Wir haben als Fotograf:innen, Einkäufer:innen und in der Pressestelle gearbeitet. In der Vergangenheit waren wir alles, nur keine Designer:innen. Genau diese Erfahrungen haben uns jedoch eine 360-Grad-Sicht auf die Branche ermöglicht. Und unser naiver Ansatz ist es, der uns mit einem offenen Geist vorantreibt. Dass wir keinerlei Erfahrung im Design hatten, bedeutete, dass wir uns ohne Vorurteile von Grund auf in etwas Neues stürzen konnten. Wir haben alles auf dem Weg gelernt, von der Auswahl der Stoffe bis zur Organisation der Anproben vor der Show“, fügten Messina und Rizzo hinzu.</p>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/BWfMb4Pv9b8jJyy7RdZ844FQejN6KVEs3Fwwv2bNOew/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvc3VubmVpLXBvLWYyNi0wMDItZzBsNWFkeGEtMjAyNi0wNi0xNi5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Tendam steigert Jahresgewinn um 26 Prozent und präsentiert Expansionspläne </title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/tendam-steigert-jahresgewinn-um-26-prozent-und-prasentiert-expansionsplane/2026061667212</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/tendam-steigert-jahresgewinn-um-26-prozent-und-prasentiert-expansionsplane/2026061667212</guid><author>news@fashionunited.com (Jaime Martinez)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 09:21:41 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/KeSFC9gok9BuIuj7F5PojKoAf2-kPGdXvE5FiIOkbMM/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDcvMjUvdGVuZGFtLTEtYWdpcnB3ZHYtMjAyNS0wNy0yNS5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/5vBpEFS5pwP3A8lTQWz49XoP3KFUbbrtNf7vQK5OnnY/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDcvMjUvdGVuZGFtLTEtYWdpcnB3ZHYtMjAyNS0wNy0yNS5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/KeSFC9gok9BuIuj7F5PojKoAf2-kPGdXvE5FiIOkbMM/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDcvMjUvdGVuZGFtLTEtYWdpcnB3ZHYtMjAyNS0wNy0yNS5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Exterior de la sede central de Tendam en Madrid (España)." title="Exterior de la sede central de Tendam en Madrid (España)."/>
  <figcaption>Die Zentrale von Tendam in Madrid <em>Bild: Tendam.</em></figcaption>
</figure>
<p>Die spanische Handelsgruppe Tendam konnte im Geschäftsjahr 2025/26 Zuwächse beim Umsatz und Ergebnis erzielen. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die der Mutterkonzern von Ketten wie Cortefiel, Women&#39;secret und Springfield am Dienstag veröffentlichte. Gleichzeitig stellte die Unternehmensgruppe ihre Expansionspläne vor.</p>
<p>Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 28. Februar endete, belief sich der Konzernumsatz auf 1,47 Milliarden Euro. Das entsprach einer Steigerung um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf vergleichbarer Fläche wuchsen die Erlöse um 6,1 Prozent.</p>
<p>Zum Umsatzplus trug zudem die Erweiterung des Filialnetzes bei. Im vergangenen Jahr eröffnete der Konzern nach eigenen Angaben 29 eigene und 14 Franchise-Geschäfte. Am Ende des Geschäftsjahres verfügte das Unternehmen damit über insgesamt 1.844 Standorte. Überdurchschnittlich entwickelte sich zudem der Umsatz im Onlinegeschäft, der um 12,9 Prozent anstieg.</p>
<p>Trotz einer niedrigeren Bruttomarge stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 9,4 Prozent auf 368 Millionen Euro. Der Nettogewinn legte sogar um 26 Prozent zu und erreichte eine Höhe von 112 Millionen Euro.</p>
<p>President und CEO Jaume Miquel würdigte die jüngsten Zahlen. „Die Resultate des Geschäftsjahres 2025/26 bestätigen die Stärke von Tendam als einzigartiges und differenziertes Omnichannel-Ökosystem auf dem Markt“, erklärte er in einem Statement. Das Wachstum bei Gesamtumsatz, vergleichbaren Umsätzen, EBITDA und Nettogewinn liege über dem Marktdurchschnitt.</p>
<p>Zum Wachstum trugen alle Segmente bei. Umsatzstärkste Sparte blieb junge Mode mit den Marken Springfield, High Spirits und Springfield Kids. Ihre Erlöse stiegen um 3,5 Prozent auf 495 Millionen Euro. Im Bereich Erwachsenenmode stieg der kombinierte Umsatz der Marken Cortefiel, Pedro del Hierro, Hoss Intropia, Slowlove und Ooto um 7,8 Prozent auf 394,6 Millionen Euro. Die Sparte Wäsche und Sportswear mit den Marken Women&#39;secret, Dash and Stars und Hi&amp;Bye erzielte ein Plus von 9,9 Prozent auf 466,8 Millionen Euro. Im Outlet-Segment mit der Kette Fifty und ihrer Marke Milano stiegen die Erlöse um 5,5 Prozent auf 110 Millionen Euro.</p>
<p>Zum Start des neuen Geschäftsjahres konnte der Konzern trotz widriger Rahmenbedingungen seinen Wachstumskurs beibehalten. Im ersten Quartal, das am 31. Mai abgeschlossen wurde, erreichte der Umsatz eine Höhe von 288,2 Millionen Euro. Damit wuchs er im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,4 Prozent.  Das EBITDA stieg um 11,9 Prozent auf 62,7 Millionen Euro, ein Anstieg von 11,9 Prozent.</p>
<p>Das Unternehmen kündigte zudem an, seinen strategischen Expansionsplan weiter zu beschleunigen. Er sieht für das laufende Jahr mehr als 100 Neueröffnungen vor. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Marken wie Hoss Intropia, Slowlove, OOTO oder Dash and Stars. Nachdem das vergangene Jahr von der <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/multiply-group-will-mehrheit-am-spanischen-bekleidungshandler-tendam-ubernehmen/2025022660420">Übernahme durch die in Abu Dhabi ansässige Investmentholding Multiply Group</a> geprägt gewesen sei, markiere 2026 „den Beginn der vollen Entfaltung des Potenzials von Tendam“, betonte CEO Miquel. Dies beziehe sich auf „internationale Expansion, die Entwicklung eigener Formate für die neuen Marken, die Erweiterung bestehender Geschäftsfelder, die Stärkung unseres digitalen Geschäfts und eine entscheidende Investition in KI, um unsere Wettbewerbsvorteile zu unterstreichen“, so der Konzernchef.</p>
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]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/oM4sArCK9xg-XBdAlprfoUyuTCdZeKbK-QK17XpVL9A/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDcvMjUvdGVuZGFtLTEtYWdpcnB3ZHYtMjAyNS0wNy0yNS5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Human Made übernimmt Undercover: Zwei japanische Streetwear-Ikonen schließen sich zusammen</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/human-made-ubernimmt-undercover-zwei-japanische-streetwear-ikonen-schliessen-sich-zusammen/2026061667206</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/human-made-ubernimmt-undercover-zwei-japanische-streetwear-ikonen-schliessen-sich-zusammen/2026061667206</guid><author>news@fashionunited.com (Caitlyn Terra)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 08:00:46 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/gTYKUnjlfJdVbzcwy2OK96UXvbCyxmlNI4aptLPPs1k/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvdW5kZXJjb3Zlci1tLXJlc29ydC1wby1zMjctMDI4LWlqc3preTl4LTIwMjYtMDYtMTYuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/kvFyAwtpPvbsBZU2rVjtu1KRWxwqVr_DQ1p9jSELYRw/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvdW5kZXJjb3Zlci1tLXJlc29ydC1wby1zMjctMDI4LWlqc3preTl4LTIwMjYtMDYtMTYuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/gTYKUnjlfJdVbzcwy2OK96UXvbCyxmlNI4aptLPPs1k/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvdW5kZXJjb3Zlci1tLXJlc29ydC1wby1zMjctMDI4LWlqc3preTl4LTIwMjYtMDYtMTYuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Undercover Resort27 collectie." title="Undercover Resort27 collectie."/>
  <figcaption>Undercover Resort-Kollektion 2027 <em>Bild: Launchmetrics Spotlight</em></figcaption>
</figure>
<p>Zwei japanische Modemarken schließen sich zusammen. Die Human Made Corporation übernimmt 100 Prozent der Anteile an der Undercover Co. Ltd. Das berichten verschiedene Medien, darunter Hypebeast. Durch die Übernahme wird Undercover zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2028 eine Tochtergesellschaft von Human Made.</p>
<p>Die beiden Unternehmen sind einander nicht unbekannt. Human Made-Gründer Nigo und Undercover-Gründer Jun Takahashi sind seit Jahrzehnten befreundet. Beide sind führende Persönlichkeiten der japanischen Streetwear-Kultur. Nigo ist seit einigen Jahren auch Kreativdirektor des Modehauses Kenzo. Zudem ist er der Gründer der Marken A Bathing Ape und Billionaire Boys Club.</p>
<p>Human Made will mit der Übernahme Unternehmen unterstützen, die kulturell relevant sind, aber vielleicht nicht zu den profitabelsten gehören.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/dcfu1ch8z0qj0iDjtPJw-MzH0T_oM6EppgiWdHBX5_4/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTYvdW5kZXJjb3Zlci1tLXJlc29ydC1wby1zMjctMDI4LWlqc3preTl4LTIwMjYtMDYtMTYuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Vom Feld in den Kleiderschrank: Wie drei Marken Großbritanniens „Farm-to-Fashion“-Trend anführen</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/vom-feld-in-den-kleiderschrank-wie-drei-marken-grossbritanniens-farm-to-fashion-trend-anfuhren/2026061667201</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/vom-feld-in-den-kleiderschrank-wie-drei-marken-grossbritanniens-farm-to-fashion-trend-anfuhren/2026061667201</guid><author>news@fashionunited.com (Rachel Douglass)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 05:39:18 +0000</pubDate><description><![CDATA[<p><span class="label label-primary">Interview</span></p>
<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/6i3O6g1eq8z5PjDnDSA7JzW1g8PZa7ug32RY74I7fxo/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTEvanVsaWV0LTQtNGYwamd4NmctMjAyNi0wNi0xMS5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/BxbbZKqb0ZqoWmJV2ewrbpR0VXtqriwOTARh3bHIvlM/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTEvanVsaWV0LTQtNGYwamd4NmctMjAyNi0wNi0xMS5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/6i3O6g1eq8z5PjDnDSA7JzW1g8PZa7ug32RY74I7fxo/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTEvanVsaWV0LTQtNGYwamd4NmctMjAyNi0wNi0xMS5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Local farmer William Dawson (John&#39;s son), modelling Glencroft&#39;s Thwaite jumper in the dale of Clapdale." title="Local farmer William Dawson (John&#39;s son), modelling Glencroft&#39;s Thwaite jumper in the dale of Clapdale."/>
  <figcaption>Der lokale Landwirt William Dawson modelt den Thwaite-Pullover von Glencroft im Tal von Clapdale. <em>Bildrechte: Glencroft / Juliet Klottrup. </em></figcaption>
</figure>
<p>In einer Modelandschaft, die von immer komplexeren Lieferketten und globalen Spannungen geprägt ist, hat sich die britische ‚Farm-to-Fashion‘-Bewegung als stabilisierender Faktor etabliert. Solche Konzepte sind im Sinne der Lokalisierung nicht völlig neu. Dennoch wird das Format wiederbelebt und modernisiert, begleitet von einem branchenübergreifenden Ruf nach einer Rückkehr zur ‚Britishness‘.</p>
<p>Viele dieser Systeme wurzeln im Erbe und der heimischen Natur bestimmter Textilien im Vereinigten Königreich. Materialien wie Leder, Wolle und Flachs sind seit langem mit dem Land verbunden. Mit dem Einzug von Industrialisierung und Globalisierung verloren sie jedoch ihren Status an billigere, besser skalierbare Importe.</p>
<p>Angesichts geopolitischer Veränderungen, landwirtschaftlicher Herausforderungen und einem wachsenden Wunsch nach Transparenz scheinen sich Modemarken nun nach innen zu wenden. Sie suchen nach einer tragfähigen Textilversorgung und einem ebensolchen Produktionsprozess. Zudem sind neue Labels als Vorreiter:innen dieser Bewegung aufgetreten. Sie betreiben ganze Ökosysteme, die vollständig im Inland angesiedelt sind und oft nur einen Steinwurf von der Endfertigung ihrer Produkte entfernt liegen.</p>
<p>Viele dieser Unternehmen werden von einer einzelnen Person oder einem kleinen Team aufgebaut. Sie haben die Rückverfolgbarkeit von Anfang an in ihr Konzept integriert. Daher dienen sie als Beispiele dafür, wie man über industrialisierte Systeme und globalisierte Lieferketten hinausgeht und zu einem heimischen Ansatz bei der Herstellung zurückkehrt.</p>
<p>Entstanden ist eine Bewegung, die sich auf den Wiederaufbau regionaler Faser- und Handwerksnetzwerke konzentriert. Sie führt die Verbraucher:innen vom Acker bis zum fertigen Kleidungsstück. Dabei werden traditionelle Handwerkstraditionen bewahrt, die ländliche Wirtschaft angekurbelt und der CO2-Fußabdruck der Bekleidungsproduktion reduziert. Hier sind einige Unternehmen, die dabei eine führende Rolle spielen.</p>
<h2>Herd: „Echte Verbundenheit in einer immer schnelllebigeren Welt&quot;</h2>
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  <img src="https://r.fashionunited.com/n_HZ10bDG0WuzfsF9D4MykJzAUgPUdKNLDERaNRuh5c/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTEvaGVyZHNzMjYtY2FtcGFpZ24tYmxha2VuZXktZ2lsZXQtY2FtcGlvbi1za2lydC13YWxudXQtOXpyZjk5MGwtMjAyNi0wNi0xMS5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/Nbg8F2ciwKNX730qy2n6C3N7lRx-A_nlLrUTQasTWao/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTEvaGVyZHNzMjYtY2FtcGFpZ24tYmxha2VuZXktZ2lsZXQtY2FtcGlvbi1za2lydC13YWxudXQtOXpyZjk5MGwtMjAyNi0wNi0xMS5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/n_HZ10bDG0WuzfsF9D4MykJzAUgPUdKNLDERaNRuh5c/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTEvaGVyZHNzMjYtY2FtcGFpZ24tYmxha2VuZXktZ2lsZXQtY2FtcGlvbi1za2lydC13YWxudXQtOXpyZjk5MGwtMjAyNi0wNi0xMS5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Herd SS26 campaign." title="Herd SS26 campaign."/>
  <figcaption>Kampagne von Herd für SS26.  <em>Bildrechte: Herd. </em></figcaption>
</figure>
<p>Die Serienunternehmerin Ruth Alice Rands hatte die Vision einer Marke, die nicht nur hochwertige Strickwaren herstellt, sondern auch lokale Produktionsmethoden in den Vordergrund stellt. Sie war besonders von der Komplexität der britischen Wolle und ihrer langen Geschichte fasziniert. Deshalb begab sie sich auf die Suche nach tragbarem, lokalem Garn. Sie entschied sich für die Wolle des heimischen Bluefaced-Leicester-Schafes, da sie das Material wegen seiner Fähigkeit, Mischungen weicher zu machen, schätzte.</p>
<p>Rands verband ihre Strickkenntnisse mit einer Leidenschaft für Herkunft und gründete 2020 das britische Unternehmen Herd. Die Wolle des Unternehmens wird von über 40 Schafzüchter:innen in Nordengland bezogen. Anschließend wird sie zu Fabriken in Yorkshire transportiert, die weniger als 50 Meilen entfernt sind. „Es ist ein längerer und kostspieligerer Prozess, aber diese kompromisslose Liebe zum Detail zeigt sich in der Haptik unserer Strickwaren und Tweeds“, sagte Rand gegenüber FashionUnited. „Das bedeutet nicht nur, dass wir konstant feinstes britisches Garn anbieten können. Wir bezahlen die Landwirt:innen auch direkt und garantieren ihnen jedes Jahr einen fairen Preis.“</p>
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  <figcaption>Kampagne von Herd für SS26.  <em>Bildrechte: Herd. </em></figcaption>
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<p>Rands hatte ursprünglich im Garngroßhandel begonnen und Marken wie Sunspel und Toast beliefert. Dieser Geschäftsbereich wurde 2022 eingestellt, als die Nachfrage nach Herds eigenen Strickwaren stark anstieg. Seitdem hat das Unternehmen sein Angebot um Leder, Baumwolle und Leinen erweitert. Für die aktuelle SS26-Kollektion wurden lokalisierte Details wie Spitze und Knöpfe von den letzten verbliebenen britischen Lieferant:innen für diese Produkte verwendet. Rands&#39; Philosophie erstreckt sich auf alle Geschäftsbereiche. Dazu gehört auch das Färben von Garn mit Pflanzenfarben, ein Prozess, der mit einer Fabrik in Yorkshire skaliert wurde.</p>
<p>Für Rands zelebriert die ‚Farm-to-Fashion‘-Bewegung – ähnlich der ‚Farm-to-Table‘-Bewegung – Herkunft und natürliche Philosophien. Diese arbeiten mit der Fülle der Natur und unterstützen das persönliche und weltliche Wohlbefinden. „Unsere Kund:innen lieben es, die Details zu kennen, von den Eigenschaften der Rasse bis zur Methodik unserer Pflanzenfärbung. Das macht die fertigen Stücke so besonders und zeitlos“, sagte Rands. „Die ‚Grow to Wear‘-Bewegung bietet echte Verbundenheit in einer immer schnelllebigeren Welt. Sie gibt Einblicke in die vordigitalen Welten der Landwirtschaft, Herstellung und des Handwerks – ein zunehmend notwendiger Balsam unserer Zeit.“</p>
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  <figcaption>Kampagne von Herd für SS26.  <em>Bildrechte: Herd. </em></figcaption>
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<h2>Billy Tannery: „Kund:innen sind von leeren Nachhaltigkeitsaussagen gelangweilt, wir konzentrieren uns darauf, den gesamten Prozess zu zeigen…“</h2>
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  <figcaption>Die Grill-Tote von Billy Tannery.  <em>Bildrechte: Billy Tannery / Alex Pole. </em></figcaption>
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<p>Das britische Unternehmen Billy Tannery wurde 2016 von Jack Millington gegründet. Er kehrte nach einer Zeit in London in die Midlands zurück, um einen praxisorientierteren Lebensstil zu verfolgen. Er suchte nach einer Lösung für Abfälle aus der Lebensmittelindustrie und wollte gleichzeitig dem Niedergang des britischen Leders entgegenwirken. Daraus entstand eine Gerberei für Kleinserien. Zunächst konzentrierte sie sich auf die Herstellung von handgefertigten Ziegenlederwaren, bevor sie auf Hirschleder und maßgeschneiderte Produkte für das Gastgewerbe expandierte.</p>
<p>Die Farm beantwortet die Frage, was mit Tieren geschieht, die es möglicherweise nicht in die Nahrungskette schaffen. Männliche Ziegen, die auf einem Milchviehbetrieb geboren wurden, wurden beispielsweise oft direkt nach der Geburt getötet, bevor Fleischunternehmen eingriffen. Zudem wurden jedes Jahr zahlreiche Hirsche erlegt, um Schäden an heimischen Ökosystemen zu verhindern, doch ihre Häute wurden verschwendet. Millington nutzte das jahrhundertealte Lederwissen des Vereinigten Königreichs, um eine Alternative zu dieser Verschwendung zu bieten. Er wollte auch die falschen Vorstellungen über Leder in Frage stellen, indem er einen Rahmen für eine heimatnahe Produktion schuf.</p>
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  <figcaption>Das Team von Billy Tannery.  <em>Bildrechte: Billy Tannery.</em></figcaption>
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<p>Nach Angaben des Unternehmens wird das gesamte Leder als Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie bezogen und im Vereinigten Königreich mit Rindenextrakten gegerbt. So entstehen Produkte, die natürliche Variationen aufweisen und frei von Kunststoffbeschichtungen und Pigmenten sind. Die Produkte, hauptsächlich Taschen, Rucksäcke und Accessoires, werden in zwei Handwerksbetrieben in Somerset und Leicestershire hergestellt. Sie zeichnen sich typischerweise durch klare Linien und saisonlose Designs aus.</p>
<p>Millington sagte: „Bei Billy Tannery geht es bei der Verbindung aller Punkte in unserer gesamten Lieferkette – von der Quelle über unsere hofeigene Mikrogerberei und Werkstätten bis hin zu den Kund:innen – um Vertrauen und Transparenz. Kund:innen sind von leeren Nachhaltigkeitsaussagen gelangweilt. Stattdessen konzentrieren wir uns darauf, den gesamten Prozess so ehrlich wie möglich zu zeigen. Bei unseren Kleinserienmethoden geht es weniger um Knappheit als um eine vollständige Kontrolle. Unsere Kund:innen möchten sich mit der britischen Landschaft verbunden fühlen, und wir wollen, dass unser Leder das Medium dafür ist. Mit allen Narben.“</p>
<h2>Glencroft: „Es ist entscheidend, dass unsere Kund:innen verstehen, dass sie für ein Produkt bezahlen, das besser hergestellt wird, weil es vollständig rückverfolgbar ist…“</h2>
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  <figcaption>Edward Sexton (rechts) mit dem lokalen Landwirt John Dawson, der ein komplettes Dalesbred-Vlies hält.  <em>Bildrechte: Glencroft / Clapdale Wool. </em></figcaption>
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<p>Das Familienunternehmen Glencroft ist seit 1987 auf klassische Country-Kleidung spezialisiert. Es hat während seiner gesamten Bestehenszeit 100 Prozent britische Wolle für alle seine Strickprodukte verwendet. Als das Unternehmen wuchs, begann das Team – bestehend aus den Gründer:innen, dem Ehepaar Richard und Justina Sexton und ihrem Sohn Edward Sexton – sich zu fragen, wie sie Wolle von Schafen aus Clapham, ihrer Ecke von Yorkshire, einbeziehen könnten. Gleichzeitig wollten sie Landwirt:innen unterstützen, die ihren Horizont erweitern möchten.</p>
<p>Im Jahr 2021 begann Glencroft mit der Expansion seiner eigenen Wolle, beginnend mit einer kommerziellen Mindestmenge von 500 Kilogramm. Nach einer Partnerschaft mit dem Yorkshire Dales National Park nahm das Projekt Fahrt auf. Daraus entstand das, was heute als Clapdale Wool bekannt ist. Die Initiative bezieht Vliese von sieben lokalen Landwirt:innen. Mit vielen von ihnen wuchs Edward in der örtlichen Schule auf. Sie besitzen heute lokale Rassen wie Dalesbred und Texel, die traditionell nicht mit Strickwolle in Verbindung gebracht werden.</p>
<p>„Die globale Lieferkette ist effizient, aber sie hat dazu geführt, dass die Verbraucher:innen den Bezug dazu verloren haben, woher ihre Produkte tatsächlich kommen“, sagte Edward Sexton. „Als kleines Familienunternehmen können wir preislich nicht mit großen Marken konkurrieren, die im Ausland produzieren. Doch während diese Marken Lippenbekenntnisse zur Nachhaltigkeit ablegen, schafft dies eine Chance für kleinere Marken wie uns. Wir können unsere lokalen Verbindungen und in unserem Fall unsere Nähe zu Yorkshire, einem der ältesten Wollverarbeitungsgebiete der Welt, nutzen.“</p>
<p>Clapdale verwendet Wolle mit geringem Geldwert, um hochwertige, rückverfolgbare Produkte herzustellen. Jedes wird innerhalb eines lokalen Lieferkettennetzwerks gefertigt. Im Jahr 2022 bezog das Unternehmen drei Tonnen Wolle, um Mischgarn für limitierte Strickwaren herzustellen oder es zu Tweed-Produkten zu verweben. Die Landwirt:innen erhielten dann einen Aufschlag von mindestens einem Britischen Pfund pro Kilo, um ihre Schurkosten zu decken, sowie einen weiteren Anteil von zehn Prozent am Gewinn. Obwohl Clapdale die Herausforderung erkannte, diese Menge an Wolle zu verarbeiten und zu verkaufen, freut sich das Unternehmen darauf, im Sommer 2026 mehr zu beziehen.</p>
<p>Sexton fügte hinzu: „Für ein kleines Unternehmen, das hochwertige Strickwaren herstellt, ist es entscheidend, dass unsere Kund:innen verstehen, dass sie für ein Produkt bezahlen, das länger hält und besser hergestellt wird, weil es vollständig rückverfolgbar ist. Es gibt absolut keine Trennung zwischen unserer Marke, den Fasern und den beteiligten Personen von Anfang bis Ende. Ich kann Sie sogar auf die Felder neben unserem Büro mitnehmen und Ihnen zeigen, von welchen Schafen unsere Pullover stammen.“</p>
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  <figcaption>Edward Sexton mit einem kompletten Dalesbred-Vlies.  <em>Bildrechte: Glencroft. </em></figcaption>
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<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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<p>FashionUnited nutzt Künstliche Intelligenz, um die Übersetzung von Artikeln zu beschleunigen und das Endergebnis zu verbessern. Sie helfen uns, die internationale Berichterstattung von FashionUnited einer deutschsprachigen Leserschaft schnell und umfassend zugänglich zu machen. Artikel, die mithilfe von KI-basierten Tools übersetzt wurden, werden von unseren Redakteur:innen Korrektur gelesen und sorgfältig bearbeitet, bevor sie veröffentlicht werden. Bei Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte per E-Mail an info@fashionunited.com</p>
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  <figcaption><em>Bild: Hoka®</em></figcaption>
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<p>Wenige Tage nach dem <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/frasers-kundigt-ubernahmeangebot-fur-hugo-boss-in-hohe-von-2-milliarden-euro-an/2026061067143">freiwilligen Übernahmeangebot für den Metzinger Modekonzern Hugo Boss AG</a> hat der britische Einzelhändler Frasers Group Plc nun auch eine Offerte für den australischen Handelskonzern Accent Group Limited unterbreitet. Das Angebot zielt auf den Erwerb aller ausstehenden Stammaktien des Unternehmens ab, die sich noch nicht im Besitz der Frasers Group befinden.</p>
<p>Der Konzern hält derzeit bereits 22,9 Prozent der Anteile an der Accent Group, die er zu einem Durchschnittspreis von über 0,90 Australischen Dollar pro Aktie erworben hat. Den übrigen Anteilseigner:innen bietet die Frasers Group nun 0,65 Australische Dollar pro Aktie. Damit wird der verbleibende Anteil von 77,10 Prozent am Unternehmen mit rund 316 Millionen Australischen Dollar (193 Millionen Euro) bewertet. Die offizielle Angebotsfrist beginnt am 30. Juni und endet mit Handelsschluss am 30. Juli, sofern sie nicht verlängert oder zurückgezogen wird.</p>
<h2>Die Accent Group rät ihren Aktionär:innen, vorerst nicht zu handeln</h2>
<p>Der Verwaltungsrat der Accent Group hat in Zusammenarbeit mit dem Finanzberater Luminis Partners und dem Rechtsberater Arnold Bloch Leibler eine erste Stellungnahme zu der Offerte veröffentlicht. Darin wird den Aktionär:innen geraten, bezüglich des unaufgeforderten Angebots vorerst nicht zu handeln.</p>
<p>Der Verwaltungsrat betonte, dass der Angebotspreis von 0,65 Australischen Dollar keinen Aufschlag gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktien vom 12. Juni biete. Er hob zudem hervor, dass die Offerte als On-Market-Angebot strukturiert sei. Aktionär:innen, die ihre Anteilsscheine über Börsenmakler verkaufen, könnten ihre Verkäufe daher nicht rückgängig machen oder an möglichen Preiserhöhungen oder besseren Konkurrenzangeboten partizipieren.</p>
<p>Dem feindlichen Übernahmeangebot ging eine Anpassung einer bestehenden Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen voraus. Das im <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/frasers-group-startet-sports-direct-in-der-region-australien-neuseeland-mit-der-accent-group/2025041561101">April 2025 vereinbarte Ziel</a>, innerhalb von sechs Jahren 50 Filialen der zur Frasers Group gehörenden Handelskette Sports Direct zu eröffnen, wurde im Mai nach unten korrigiert. Geplant sind nun acht neue Geschäfte bis Dezember 2026 und 30 Geschäfte innerhalb von drei Jahren.</p>
<p>Insgesamt seien die jüngsten Finanzergebnisse, das Kapitalmanagement und die Wachstumsstrategie des Managements von Accent die Auslöser für das nun erfolgte Übernahmeangebot gewesen, erklärte Christopher Wootton, der Chief Financial Officer (CFO) der Frasers Group. Der britische Konzern hat nach eigenen Angaben „wiederholt versucht, mit dem amtierenden Managementteam konstruktiv über sinkende Erträge, steigende Kredite und hohe Dividendenausschüttungen zu verhandeln“, aber „keine nennenswerte Reaktion erhalten“.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/astRs78spGhYADSHMRK0c50jAiJJozQfkTq_J_m-ams/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDEvMzAvMTE3MTkyNy1ueXotMi1oYWVieXhmMy0yMDI2LTAxLTMwLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Tennis-Point und ITF verlängern Partnerschaft</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/tennis-point-und-itf-verlangern-partnerschaft/2026061567202</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/tennis-point-und-itf-verlangern-partnerschaft/2026061567202</guid><author>news@fashionunited.com (Jan Schroder)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 15 Jun 2026 14:20:36 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/VU_SdacMFm5Yw2LuV9DoEpNFkTeY5jn6a8MeF7IXOZ4/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTUvdGVubmlzLXBvaW50LTB3dG82aHZiLTIwMjYtMDYtMTUuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/cLGsYVxm-8IV9v3pOHXRuarIM554rxWPjcz3Mde8hwA/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTUvdGVubmlzLXBvaW50LTB3dG82aHZiLTIwMjYtMDYtMTUuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/VU_SdacMFm5Yw2LuV9DoEpNFkTeY5jn6a8MeF7IXOZ4/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTUvdGVubmlzLXBvaW50LTB3dG82aHZiLTIwMjYtMDYtMTUuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Ein Store von Tennis-Point" title="Ein Store von Tennis-Point"/>
  <figcaption>Ein Store von Tennis-Point  <em>Bild: Tennis-Point </em></figcaption>
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<p>Der Sportartikelhändler Tennis-Point und die International Tennis Federation (ITF) arbeiten auch weiterhin zusammen. Am Montag verkündete das Unternehmen die Verlängerung seiner weltweiten Partnerschaft mit dem Sportverband.</p>
<p>„Im Rahmen der erneuerten Vereinbarung bleibt Tennis-Point offizieller globaler Online-Handelspartner für Tennisausrüstung der ITF“, teilte die Tennis-Point Europe GmbH mit. Ziel der Zusammenarbeit sei es, „den Zugang zu hochwertiger Tennisausrüstung für Spielerinnen und Spieler weltweit weiter auszubauen“.</p>
<p>Nach Angaben des Unternehmens erhalten beim Verband mit einer IPIN (International Player Identification Number) registrierte Spieler:innen nun auch weiterhin „exklusive Vorteile sowie Preisnachlässe“ im ITF x Tennis-Point Shop. „Die Verlängerung der Partnerschaft wird dieses Angebot weiter stärken und den kontinuierlichen Zugang zu einem umfassenden Sortiment sichern, darunter Bekleidung, Schuhe, Schläger, Saiten, Taschen und Bälle“, erklärte der Einzelhändler.</p>
<p>Tennis-Point-CEO Andreas Otto begrüßte die Vereinbarung. „Wir sind stolz darauf, unsere Partnerschaft mit der International Tennis Federation fortzuführen“, erklärte er in einem Statement. „Die Zusammenarbeit hat sich als stark und wirkungsvoll erwiesen und einen echten Mehrwert für ITF-Spieler, nationale Verbände und Turniere weltweit geschaffen. Mit der Verlängerung dieser Vereinbarung bekräftigen wir unsere gemeinsame Vision, Tennis zugänglicher und nachhaltiger zu gestalten. Wir freuen uns darauf, auf den bisherigen Erfolgen aufzubauen und gemeinsam mit der ITF die globale Tennis-Community weiterhin zu unterstützen.“</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/HgrDJVDRfIiF7Gg9O44bXbtFpZQaVBBejswgrjtwvwA/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTUvdGVubmlzLXBvaW50LTB3dG82aHZiLTIwMjYtMDYtMTUuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>OLYMP stellt Verantwortung für Mensch und Umwelt in den Mittelpunkt</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/olymp-stellt-verantwortung-fur-mensch-und-umwelt-in-den-mittelpunkt/2026061567197</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/olymp-stellt-verantwortung-fur-mensch-und-umwelt-in-den-mittelpunkt/2026061567197</guid><author>news@fashionunited.com (Partner)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 15 Jun 2026 12:15:54 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/uUVBQKzcCv4-v3RuZE5RoEzsbjg9sbJubQOMPi4XIWY/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDUvMTEvb2x5bXAtam9oYW5uLXRyaXNjaGJlcmdlci1jb28td3hwdmJqZHotMjAyNi0wNS0xMS5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/jIN7a1u7Db8aGRit9Q38h_noSEkW1eGmphYfFTI13HY/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDUvMTEvb2x5bXAtam9oYW5uLXRyaXNjaGJlcmdlci1jb28td3hwdmJqZHotMjAyNi0wNS0xMS5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/uUVBQKzcCv4-v3RuZE5RoEzsbjg9sbJubQOMPi4XIWY/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDUvMTEvb2x5bXAtam9oYW5uLXRyaXNjaGJlcmdlci1jb28td3hwdmJqZHotMjAyNi0wNS0xMS5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="OLYMP-COO Johann Trischberger." title="OLYMP-COO Johann Trischberger."/>
  <figcaption>OLYMP-COO Johann Trischberger. <em>Credits: OLYMP</em></figcaption>
</figure>
<p>„Verantwortung ist erst ein Wert, wenn man ihr gerecht wird.“ Mit diesem zentralen Zitat
von Mark Bezner, Inhaber und CEO der OLYMP Bezner KG (Landkreis Ludwigsburg, Baden-
Württemberg, Deutschland), startet das international für hochwertige Männermode
bekannte Unternehmen seine neue Kommunikation zu Unternehmensverantwortung und
Nachhaltigkeit.</p>
<p>OLYMP zeichnet jedes Produkt künftig mit seinen individuellen Nachhaltigkeitseigenschaften aus.
Dabei fokussiert sich die Modemarke ausschließlich auf anerkannte Siegel und Zertifizierungen
wie FAIR WEAR, OEKO-TEX, GOTS, OCS, RWS, RCS und TENCEL TM und sorgt so für maximale
Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Damit reagiert das Unternehmen mit Blick auf eine
erfolgreiche Zukunft auf die veränderten Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden und erfüllt
regulatorische Anforderungen der neuen EU-Verbraucherrichtlinie Empowering Consumers
Directive (EmpCo) im Kampf gegen Greenwashing.</p>
<p>„Wir kommunizieren ökologisch und sozial nachhaltigere Eigenschaften von Materialien, die durch
anerkannte Standards zertifiziert sind, jetzt klar an unseren Produkten. Auf diese Weise bieten wir
unseren Markenfans nicht nur eine klare Orientierung beim Kauf von OLYMP Artikeln, sondern
bekennen uns gleichzeitig zu unserer Verantwortung in der gesamten Lieferkette“, sagt Johann
Trischberger, Operativer Geschäftsführer der OLYMP Bezner KG, und ergänzt: „Verantwortung
braucht ein Gesicht, wenn sie glaubwürdig sein soll. Daher steht Mark Bezner als Firmeninhaber
und Familienunternehmer in dritter Generation persönlich mit seinem Statement für unser
Versprechen ein.“</p>
<p>Zeitgemäß und verbraucherfreundlich wurde auch der Onlineshop umgestellt. Hier können Kundinnen und Kunden mit klaren Suchfiltern unter dem
Navigationsmenüpunkt „Produktstandard“ gezielt nachhaltige Eigenschaften der Kleidungsstücke
abfragen, etwa bio-zertifizierte Natur- oder zertifizierte Tierfasern, kontrollierte Herstellung sowie
Anteile an Recycling- oder holzbasierten Materialien. Umfassende Informationen liefern außerdem
eine individuelle Landingpage sowie die Verantwortungsrubrik auf der Corporate Website. An den
Produkten weisen ab der Herbstkollektion 2026 Hängeetiketten das Verantwortungsbekenntnis
aus, während auf den Pflegeetiketten die jeweils zugrundeliegenden Standards und Siegel
angegeben werden.</p>
<p>Grundlage für die Entwicklung des neuen Ansatzes ist eine im Jahr 2025 vom Unternehmen
durchgeführte Umfrage unter Kundinnen und Kunden. Demnach ist Nachhaltigkeit für viele ein
wichtiges Thema beim Kleidungskauf. Als besonders wichtig haben die Befragten hohe Qualität,
lange Haltbarkeit, die Verwendung gesundheitlich unbedenklicher Materialien sowie faire
Arbeitsbedingungen in der Produktion eingestuft.</p>
<p>Die OLYMP Bezner KG aus Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart ist der Hemden-Marktführer in
Deutschland. Darüber hinaus wird das hochwertige Bekleidungssortiment, das neben Business-
auch Freizeit- und Galahemden, Strick- und Wirkwaren sowie Accessoires und Hosen umfasst,
weltweit in über 40 Ländern vertrieben.</p>
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  <header>ÜBER DIE MARKE</header>
  <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.com/companies/olymp">Lesen Sie mehr über OLYMP auf der Unternehmensseite
</a>
</div>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/7I_vg83TxkaWQbqOzSlNdXCDRWRiN4dpFdNmS8KiEBY/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDUvMTEvb2x5bXAtam9oYW5uLXRyaXNjaGJlcmdlci1jb28td3hwdmJqZHotMjAyNi0wNS0xMS5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>El Corte Inglés steigert Jahresgewinn um fast  23 Prozent</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/el-corte-ingles-steigert-jahresgewinn-um-fast-23-prozent/2026061567199</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/el-corte-ingles-steigert-jahresgewinn-um-fast-23-prozent/2026061567199</guid><author>news@fashionunited.com (Jaime Martinez)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 15 Jun 2026 11:04:12 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/i0t3y8bKHy6uniyUzRw3UNWrwgCcao-kIda-Dg6e-U4/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDYvMDkvZWwtY29ydGUtaW5nbGVzLTEtdjRieGFtd3ktMjAyMi0wNi0xMy14ZWJzZjBvdy0yMDIzLTAzLTI4LWdyN3FqYmV2LTIwMjMtMDUtMDUtMGdldG1oYWctMjAyMy0wNi0wOS5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/Gu3Oho3NHtsrALI_hovE_g_Pa2NAXYphUhs56vbSMzg/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDYvMDkvZWwtY29ydGUtaW5nbGVzLTEtdjRieGFtd3ktMjAyMi0wNi0xMy14ZWJzZjBvdy0yMDIzLTAzLTI4LWdyN3FqYmV2LTIwMjMtMDUtMDUtMGdldG1oYWctMjAyMy0wNi0wOS5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/i0t3y8bKHy6uniyUzRw3UNWrwgCcao-kIda-Dg6e-U4/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDYvMDkvZWwtY29ydGUtaW5nbGVzLTEtdjRieGFtd3ktMjAyMi0wNi0xMy14ZWJzZjBvdy0yMDIzLTAzLTI4LWdyN3FqYmV2LTIwMjMtMDUtMDUtMGdldG1oYWctMjAyMy0wNi0wOS5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Exterior de uno de los centros comercial de El Corte Inglés." title="Exterior de uno de los centros comercial de El Corte Inglés."/>
  <figcaption>Eine Filiale von El Corte Inglés. <em>Bild: El Corte Inglés.</em></figcaption>
</figure>
<p>Der spanische Warenhauskonzern El Corte Inglés konnte im Geschäftsjahr 2025/26 weiter wachsen. Am Montag verkündete das Unternehmen ein kleines Umsatzplus und eine deutliche Gewinnsteigerung.</p>
<p>Im jüngsten Geschäftsjahr, das am 28. Februar endete, belief sich der Konzernumsatz demnach auf rund 17,2 Milliarden Euro. Das entsprach einem Wachstum um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Handelserlöse stiegen um 1,4 Prozent auf knapp 15 Milliarden Euro.</p>
<p>Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 4,7 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro, der ausgewiesene Nettogewinn legte sogar um 22,7 Prozent zu und erreichte eine Höhe von 628 Millionen Euro. Bereinigt um Sondereffekte wuchs der Jahresüberschuss um elf Prozent auf 522 Millionen Euro.</p>
<h2>„Mode und Beauty“ bleibt die Schlüsselkategorie des Einzelhändlers</h2>
<p>President Cristina Álvarez würdigte die aktuellen Zahlen. „Diese Resultate zeigen die Stärke des Unternehmens. Sie ermöglichen es uns, die kommenden Jahre mit Zuversicht, höheren Investitionen und Wachstum anzugehen“, erklärte sie in einem Statement. „Unser Ziel ist es, das Erlebnis für alle Kund:innen von El Corte Inglés einzigartig zu machen.“</p>
<p>Haupteinnahmequelle war erneut der eigene Einzelhandel, dessen Erlöse um 1,8 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro stiegen. Innerhalb dieses Segments festigte die Kategorie „Mode und Beauty“ ihre Schlüsselrolle. Ihr Umsatz stieg um 3,1 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Im Bereich „Lebensmittel und Gastronomie“ wuchs der Umsatz um 0,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, die Sparte „Haushalt und Elektronik“ erzielten ein Plus von 2,9 Prozent auf  2,8 Milliarden Euro.</p>
<p>Abseits des Einzelhandels stiegen die Einnahmen aus der Flächenvermarktung um 14,9 Prozent auf 95 Millionen Euro. Weitere Geschäftsbereiche des Konzerns erzielten ebenfalls Zuwächse.</p>
<h2>Der Konzern plant höhere Investitionen</h2>
<p>Angesichts der guten Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen plant das Unternehmen weiterhin, im laufenden Geschäftsjahr rund 650 Millionen Euro zu investieren. Diese Investitionen sind ein Element des neuen Strategiekonzepts für die Jahre 2025 bis 2030, das für den gesamten Zeitraum Investitionen im Volumen von drei Milliarden Euro vorsieht. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Konzern im Rahmen dieser Planungen bereits 567 Millionen Euro investiert.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/BkdtN9CyogpUyTT1OSfvb-o0Elo6hESfV_AAaqFEpRY/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjMvMDYvMDkvZWwtY29ydGUtaW5nbGVzLTEtdjRieGFtd3ktMjAyMi0wNi0xMy14ZWJzZjBvdy0yMDIzLTAzLTI4LWdyN3FqYmV2LTIwMjMtMDUtMDUtMGdldG1oYWctMjAyMy0wNi0wOS5qcGVn" medium="image"></media:content></item><item><title>Neue Finanzierungsrunde: Robotik-Unternehmen Theker sammelt  85 Millionen US-Dollar ein</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/neue-finanzierungsrunde-robotik-unternehmen-theker-sammelt-85-millionen-us-dollar-ein/2026061567191</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/neue-finanzierungsrunde-robotik-unternehmen-theker-sammelt-85-millionen-us-dollar-ein/2026061567191</guid><author>news@fashionunited.com (Jaime Martinez)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 15 Jun 2026 09:58:37 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/njo1zHqr5DXp8naY-iZRofqzK2TYBfUYXCZKO7UuGcM/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTIvdGhla2VyLXY0ajhjcnl3LTIwMjYtMDYtMTIuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/ujCDuBqsQb-3Fyskw7ImZaJuS03sjlr0zivzNCRlSGU/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTIvdGhla2VyLXY0ajhjcnl3LTIwMjYtMDYtMTIuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/njo1zHqr5DXp8naY-iZRofqzK2TYBfUYXCZKO7UuGcM/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTIvdGhla2VyLXY0ajhjcnl3LTIwMjYtMDYtMTIuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Brazo robótico desarrollado por Theker." title="Brazo robótico desarrollado por Theker."/>
  <figcaption>Ein von Theker entwickelter Roboterarm <i>Bild: Theker.</i></figcaption>
</figure>
<p>Das spanische Robotik-Start-up Theker Robotics hat den Abschluss einer Finanzierungsrunde über 85 Millionen US-Dollar (73 Millionen Euro) bestätigt. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Robotern zur Automatisierung von Industrieprozessen spezialisiert. Die Mittel stammen von verschiedenen bestehenden und neuen Investoren. Dazu gehören der spanische Bekleidungskonzern Inditex und eine Investmentgesellschaft der Familie Arnault, die Hauptaktionärin des französischen Luxuskonzerns LVMH ist.</p>
<p>Nach Angaben der Unternehmensleitung von Theker handelt es sich bei den 85 Millionen US-Dollar um die bisher größte Serie-A-Finanzierungsrunde für ein Robotik-Unternehmen in Europa. Angeführt wurde die Runde von der US-amerikanischen Risikokapitalgesellschaft CRV, für die es eine der ersten Investitionen in ein spanisches Unternehmen ist. Unterstützt wurde sie zudem vom südkoreanischen Technologiekonzern Samsung, der erstmals in eine spanische Firma investiert. Beteiligt war auch Aglaé Ventures, eine Risikokapitalgesellschaft mit Sitz in Paris, New York und San Francisco. Diese wird von der Groupe Arnault unterstützt, der Familienholding, über die die Familie Arnault ihre Anteile am französischen Luxuskonzern LVMH kontrolliert.</p>
<p>Das Robotik-Unternehmen hob zudem die Beteiligung weiterer bestehender und neuer Investoren hervor. Dazu gehört neben Risikokapitalfirmen und Beteiligungsgesellschaften wie Cathay Innovation, 20VC, Henkel Ventures, Korelya, Bright Pixel Capital, Carles Reina, Itnig, Kfund, Kibo Ventures und Mission auch der Bekleidungskonzern Inditex. Der Mutterkonzern von Marken wie Zara, Bershka und Massimo Dutti bekräftigt damit seine Unterstützung für das Robotik-Start-up. Der Einstieg von Inditex war vor fast einem Jahr auf der Hauptversammlung 2025 angekündigt worden.</p>
<h2>Theker entwickelt Robotik-Lösungen für die Automatisierung von Industrieprozessen</h2>
<p>Theker Robotics wurde 2022 in Barcelona von dem Carla Gómez Cano und Jiaqiang Ye Zhu gegründet. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet Roboter für die Automatisierung von Industrieprozessen. Die Entwicklung solcher Lösungen soll nun mit den Mitteln aus der jüngsten Finanzierungsrunde beschleunigt werden. Zudem will die Firma damit die Einführung ihrer Hochleistungsroboter in großen Industriekonzernen beschleunigen, ihre Technologieplattform für KI und Robotik stärken und die Teams in den Bereichen Software, Elektronik, Maschinenbau und Betrieb vergrößern.</p>
<p>in einem Statement unterstrich das Unternehmen  seine Ambitionen. „Wir bauen KI-native Generalisten-Roboter, die sich in Echtzeit an veränderte Umgebungen anpassen“, erklärte Theker. „Unser Ziel ist es, 100 Prozent der körperlichen Industriearbeit zu übernehmen und von Barcelona aus das größte Unternehmen der Welt aufzubauen.“</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/LwkJqmccS3QL-qG70BEZY0AUCTGnDhVajeMtKJAl_uc/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTIvdGhla2VyLXY0ajhjcnl3LTIwMjYtMDYtMTIuanBlZw" medium="image"></media:content></item><item><title>Fast-Fashion-Gesetz: Die Diskussionen im Parlament werden wieder aufgenommen</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/fast-fashion-gesetz-die-diskussionen-im-parlament-werden-wieder-aufgenommen/2026061567188</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/fast-fashion-gesetz-die-diskussionen-im-parlament-werden-wieder-aufgenommen/2026061567188</guid><author>news@fashionunited.com (AFP)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 15 Jun 2026 08:57:53 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/aMzEnuJc8sHsWns6l_q9Tb62ARCk2etmSWSR3X-AKLU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDMvMTMvaW1nLTQ0ODctOWM2ZjZ4MHYtMjAyNS0wOS0wNC1ldW41YWQ1dC0yMDI2LTAzLTEzLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/yynjenwNhB0CENbQf0sE069yrKN2AQW_0_ceY2QFxnE/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDMvMTMvaW1nLTQ0ODctOWM2ZjZ4MHYtMjAyNS0wOS0wNC1ldW41YWQ1dC0yMDI2LTAzLTEzLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/aMzEnuJc8sHsWns6l_q9Tb62ARCk2etmSWSR3X-AKLU/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDMvMTMvaW1nLTQ0ODctOWM2ZjZ4MHYtMjAyNS0wOS0wNC1ldW41YWQ1dC0yMDI2LTAzLTEzLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="H&amp;M Marais" title="H&amp;M Marais"/>
  <figcaption>H&amp;M Marais <em>Bild: F. Julienne</em></figcaption>
</figure>
<p>Mehr als zwei Jahre nach der Verabschiedung eines Gesetzesvorschlags zur Eindämmung der ‘Fast Fashion’ durch die Nationalversammlung wird der parlamentarische Prozess nun wieder aufgenommen. Der Gesetzesentwurf, der insbesondere auf Giganten wie Shein abzielt, wird nächste Woche in einer mit Spannung erwarteten Sitzung diskutiert.</p>
<p>Der Gesetzesvorschlag der Horizons-Abgeordneten Anne-Cécile Violland wurde im März 2024 von den Abgeordneten und im Juni 2025 vom Senat angenommen. Anschließend wurde er zur Prüfung der Konformität mit dem europäischen Recht an die Europäische Kommission weitergeleitet.</p>
<p>Die EU-Kommissionelehnte den Text jedoch in mehreren Punkten ab. Dies führte zu langen Diskussionen mit der französischen Regierung. Dadurch verzögerte sich die Einberufung eines gemeinsamen Vermittlungsausschusses (französisch: Commission mixte paritaire, CMP), dem nächsten notwendigen Schritt im Parlament, um das Gesetz zu verabschieden.</p>
<p>Mehrere Verbände zeigten sich über diese Blockade empört.</p>
<p>Diese Sitzung zwischen Abgeordneten und Senator:innen soll zu einem zwischen beiden Kammern abgestimmten Text führen. Sie wurde nun für den 17. Juni einberufen. Das gab Violland am Freitag bekannt, eine Information, die von der Regierung bestätigt wurde.</p>
<p>„Frankreich hat entschieden und gut begründet auf die Anmerkungen der Europäischen Kommission geantwortet“, erklärte die Abgeordnete in einer Mitteilung. „Der CMP wird genau die Gelegenheit sein, eine robuste, ehrgeizige und mit dem europäischen Rechtsrahmen vereinbare Formulierung zu finden“, fügte sie hinzu.</p>
<p>Der Gesetzesvorschlag sieht eine Reihe von Instrumenten vor, um das wachsende Phänomen der ‘Fast Fashion’ einzudämmen. Diese kurzlebige Mode soll durch Maßnahmen wie Werbeverbote oder finanzielle Strafen begrenzt werden.</p>
<p>„Dieses Gesetz muss in unserem Recht endlich zwischen den Unternehmen unterscheiden, die sich für den ökologischen Wandel entschieden haben (...), und denen, die weiterhin auf einem zerstörerischen Modell florieren – für den Planeten, für unsere Gesundheit und für die Arbeitsplätze in der französischen Textilindustrie“, betonte Anne-Cécile Violland.</p>
<p>Wenn im CMP ein Kompromisstext verabschiedet wird, muss dieser noch von beiden Kammern angenommen werden, damit das Gesetz endgültig in Kraft treten kann.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/VTZjZMje2lRRWX5k86ze9qaYAkh-Pq-Zy7rG9lkvC6k/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDMvMTMvaW1nLTQ0ODctOWM2ZjZ4MHYtMjAyNS0wOS0wNC1ldW41YWQ1dC0yMDI2LTAzLTEzLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>So wird&apos;s gemacht: Marken sprechen über ihre Erfahrungen mit dem digitalen Produktpass</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/so-wirds-gemacht-marken-sprechen-uber-ihre-erfahrungen-mit-dem-digitalen-produktpass/2026061567184</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/so-wirds-gemacht-marken-sprechen-uber-ihre-erfahrungen-mit-dem-digitalen-produktpass/2026061567184</guid><author>news@fashionunited.com (Simone Preuss)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Mon, 15 Jun 2026 08:34:00 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/Tu3AUnB2g8coJT808y33C7RWucBaTNnaexIgIktrTvk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTAvZHBwLXByZXBhcmUtZGFiMmJlMDEtYTQ3Yi00OGQ4LWI1ZDAtZWU5N2M4MjBlOTFiLWpwZy1rajI4ajY2Yy0yMDI2LTA2LTEwLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/0bzTWDQltdg4tqn4ceeSVymrw6bNfVDorkUARKVBl7w/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTAvZHBwLXByZXBhcmUtZGFiMmJlMDEtYTQ3Yi00OGQ4LWI1ZDAtZWU5N2M4MjBlOTFiLWpwZy1rajI4ajY2Yy0yMDI2LTA2LTEwLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/Tu3AUnB2g8coJT808y33C7RWucBaTNnaexIgIktrTvk/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDYvMTAvZHBwLXByZXBhcmUtZGFiMmJlMDEtYTQ3Yi00OGQ4LWI1ZDAtZWU5N2M4MjBlOTFiLWpwZy1rajI4ajY2Yy0yMDI2LTA2LTEwLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="DPPs show all the steps that a product goes through." title="DPPs show all the steps that a product goes through."/>
  <figcaption>DPPs zeigen alle Schritte, die ein Produkt durchläuft. <i>Bild: Retraced</i></figcaption>
</figure>
<p>Der digitale Produktpass (DPP) wird derzeit im Rahmen der EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) eingeführt. Ab 2027 wird er für vorrangige Produktgruppen, einschließlich Bekleidung und Textilien, verpflichtend sein. Er gilt dann für fast alle in der EU verkauften physischen Waren, unabhängig vom Standort der Herstellenden.</p>
<p>Für Modemarken und Einzelhändler:innen bietet der DPP viele Vorteile, die über die reine Einhaltung von Vorschriften hinausgehen. Diese reichen von der transparenten Kommunikation mit Verbraucher:innen bis hin zur Verfolgung und Dokumentation des eigenen CO2-Fußabdrucks. Auf der Datenseite selbst ist der Wechsel von verschiedenen, fragmentierten Datenquellen zu einer einzigen umfassenden Plattform eine große Erleichterung. So wird die doppelte Dateneingabe vermieden; zudem kann auf Datenanfragen schneller und effizienter reagiert werden.</p>
<p>FashionUnited hat sich sechs Marken und ihre DPP-Geschichte angesehen. Außerdem wird ein Lösungsanbieter vorgestellt, dem es gelungen ist, erfolgreiche Datenidentitäten und die dahinterliegende Datengrundlage aufzubauen. Indem sie „einfach die Arbeit hinter einem Produkt offenlegen“, erschließen sie die Zukunft der Mode.</p>
<h2>Dedicated</h2>
<p>Das Stockholmer Label Dedicated entwickelte sich 2012 von einem reinen T-Shirt-Anbieter zu einer vollwertigen Modemarke. Es beweist, dass kräftige Farben und verspielte Grafiken nachhaltig sein können. Als Margaux Schleder, Leiterin für Corporate Social Responsibility (CSR), 2019 zum Unternehmen kam, kannte es alle seine Tier-1-Lieferbetriebe. Es hatte auch teilweise Einblick in Tier 2 und einige Baumwollquellen. Die Informationen zur Rückverfolgbarkeit waren jedoch in Excel-Dateien gespeichert, die manuell gepflegt wurden.</p>
<p>„Ich habe mehr Zeit damit verbracht, Daten zu organisieren, als sie zu nutzen. Und Rückverfolgbarkeit ist kein Selbstzweck. Man braucht sie für die Kommunikation, für die CO2-Bilanzierung, für B2B-Kund:innen. Wir brauchten ein System“, erinnert sich Schleder im Retraced-Blog.</p>
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  <figcaption>Der DPP hilft bei der Analyse von Produktwegen und potenziellen Risiken. <i>Bild: Retraced</i></figcaption>
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<p>Das Label entschied sich für die Transparenzplattform des deutschen Softwareanbieters Retraced, da sie  zwei entscheidende Vorteile bot: bessere interne Arbeitsabläufe für die Rückverfolgbarkeit und kund:innenorientierte Transparenz-Tools. Heute sind 88 Prozent der Tier-1-Lieferbetriebe an Bord. 85 Prozent des Produktvolumens können bis zu den Baumwollproduzent:innen zurückverfolgt werden und 100 Prozent der DPPs sind in den Onlineshop eingebaut. Die integrierten Widgets von Retraced machen es einfach, verifizierte Lieferkettendaten direkt auf den Produktseiten zu veröffentlichen.</p>
<p>Für die Zukunft plant Dedicated, sein Rückverfolgbarkeitssystem weiter zu stärken. Der nächste Schritt ist die Aufnahme weiterer Lieferbetriebe und die Nutzung der neuen Funktion „Supply Chain Mapping“, um Beschaffungsentscheidungen früher im Prozess zu verfolgen. „Wir wollen von Anfang an involviert sein, besonders bei den aktuellen Störungen im Bereich Bio- und Fair-Trade-Baumwolle“, erklärt Schleder.</p>
<h2>King Louie</h2>
<p>Die niederländische Modemarke King Louie begann als Vintage-Marktstand in Amsterdam und ist heute in mehr als 900 Verkaufsstellen in ganz Europa erhältlich. Das Label ist bekannt für Kleidung im Vintage-Stil, die langlebig ist und verantwortungsvoll beschafft wird. Im Jahr 2025 wurden 77 Prozent der Kollektion aus zertifizierten biologischen, recycelten oder umweltfreundlicheren Materialien hergestellt. 99 Prozent des Transports erfolgen ohne Luftfracht.</p>
<p>„Wir sind keine Marke, die lautstark verkündet, wie nachhaltig wir sind. Aber wir wollen transparent sein. Unseren Kund:innen ist das wichtig und uns auch. Deshalb brauchten wir eine Möglichkeit, die Arbeit hinter jedem Produkt zu zeigen“, erklärt Laura Tol, CSR-Spezialistin bei King Louie, in einem Blogbeitrag. Das Problem lag in der Dokumentation und der Geschwindigkeit. Nachhaltigkeitsdaten befanden sich in Ordnern und Tabellen; die Nachverfolgung erfolgte manuell und die Dokumentensammlung per E-Mail. Dies bedeutete weniger Kapazität für strategische Verbesserungen und langsamere Reaktionen auf die Compliance-Fristen der Einkäufer:innen.</p>
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  <figcaption>Der DPP räumt mit fragmentierten Datenquellen auf. <i>Bild: Retraced</i></figcaption>
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<p>„Irgendwann haben wir mehr Zeit damit verbracht, Dokumenten hinterherzujagen, als sie zu nutzen. Wir brauchten ein System, das uns hilft, den Überblick zu behalten, ohne eine weitere Arbeitsebene hinzuzufügen“, erinnert sich Tol. King Louie implementierte Retraced als zentrales System. Es unterstützt alle Lieferkettenaktivitäten der Marke, vom Onboarding und der Compliance bis hin zur Kommunikation und Zusammenarbeit.</p>
<p>Heute sind alle aktiven Lieferbetriebe an Bord und verwalten ihre Daten auf der Plattform. Die Zertifizierungsverfolgung ist vollständig automatisiert, was den Bedarf an monatlichen Nachfassaktionen reduziert. Die DPPs wurden vollständig in den Onlineshop, die Geschäfte und die B2B-Showrooms integriert. Das bedeutet, dass jedes Produkt mit einem DPP ausgestattet ist. Dieser zeigt die Lieferkette einschließlich der Audit-Ergebnisse und Zertifizierungen.</p>
<p>„Wir schulen unsere Store-Teams, damit sie darüber sprechen. Unser Marketingteam nutzt es in Kampagnen. Und unsere Kund:innen können das Etikett scannen und die ganze Geschichte sehen. Manche wollen nur die Grundlagen wissen. Andere gehen in die Tiefe. Es funktioniert für beide“, bestätigt Tol. Zusätzlich zur Plattform veranstaltet King Louie Tausch-Events, Upcycling-Workshops und Produkt-Styling-Sessions. Dies ist Teil einer unabhängigen Nachhaltigkeits-Content- und Community-Strategie, die umweltfreundliche Praktiken ansprechender und zugänglicher machen soll.</p>
<h2>KnowledgeCotton Apparel</h2>
<p>Der Gründer der dänischen, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Marke KnowledgeCotton Apparel wurde von der Arbeit seines Vaters mit Biofasern inspiriert. Seit der Gründung im Jahr 2008 hat sie sich zu einer weltweit anerkannten Marke entwickelt. Mit dem Wachstum des Unternehmens wurde es jedoch immer schwieriger, den Überblick über Lieferbetriebe, Zertifizierungen und Datenanfragen zu behalten. „Wir hatten die Informationen – sie waren nur nicht zugänglich“, erinnert sich Chief Operating Officer (COO) Anders Langhoff-Jensen in einem Online-Beitrag. „Wenn Einkäufer:innen nach einem bestimmten Audit oder Zertifikat fragten, mussten wir uns durch Ordner oder Excel-Dateien wühlen.“</p>
<p>Die Implementierung in ein einziges System begann schrittweise, Land für Land. Angefangen wurde bei den Tier-1-Lieferbetrieben bis hin zur Rohstoffebene. „Wir haben jetzt jede Lieferkette abgebildet. Nicht nur Tier 1 und 2, sondern bis zur Quelle“, berichtet Einkaufsassistent Mads Mariboe. „Anfangs war es eine Herausforderung, besonders in Regionen wie China. Aber das Retraced-Team hat uns eng unterstützt. Ihre mandarinsprechenden Mitarbeitenden halfen uns, auch die vorsichtigeren Lieferbetriebe an Bord zu holen.“</p>
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  <figcaption>Der DPP erleichtert die Rückverfolgung von Produkten. <i>Bild: Retraced</i></figcaption>
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<p>Seit Anfang 2024 enthält jedes Kleidungsstück von KnowledgeCotton einen DPP per QR-Code. Dieser ermöglicht den Zugriff auf den gesamten Produktionsweg, unabhängig davon, ob ein Produkt im Geschäft oder online aufgerufen wird. „Wir haben den QR-Code von Retraced auf unseren Pflegeetiketten und Anhängern angebracht. Jetzt können Verkaufsteams und Kund:innen alle Produktionsschritte sehen, ohne fragen oder warten zu müssen. Das ist im Einzelhandel sehr hilfreich. Wenn Kund:innen fragen, wo etwas hergestellt wurde, ist die Antwort nur einen Scan entfernt. So können die 15 Schritte hinter einem einzigen T-Shirt aufgedeckt werden“, erklärt Langhoff-Jensen.</p>
<p>Zukünftig möchte KnowledgeCotton Apparel den ökologischen Fußabdruck eines Kleidungsstücks einbeziehen. „Wir arbeiten mit dem französischen Unternehmen Carbonfact zusammen, um Emissionsdaten mit demselben QR-Code auf Produktebene zu verknüpfen“, fügt Langhoff-Jensen hinzu. „Im Idealfall ist alles, was Kund:innen oder Partner:innen wissen müssen, über ein einziges Etikett verfügbar.“</p>
<h2>Löffler</h2>
<p>Die 1973 gegründete österreichische Marke Löffler stellt nicht nur Funktionsbekleidung her. Sie produziert auch mehr als zwei Drittel ihrer Stoffe intern und kontrolliert fast jeden Schritt der Lieferkette: von der Garnauswahl und dem Stricken bis hin zur Veredelung, dem Zuschneiden und dem Nähen. Durch diese vertikale Integration gewann das Unternehmen zwar tiefe Einblicke in seine eigene Lieferkette, die Herausforderung bestand jedoch darin, diese Transparenz für Einzelhändler:innen und Endkund:innen sichtbar zu machen.</p>
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  <figcaption>Durch das Scannen des QR-Codes wird die Lieferkette hinter einem Löffler-Produkt sichtbar. <i>Bild: Löffler GmbH</i></figcaption>
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<p>Durch persönlichen Kontakt konnten innerhalb von drei Monaten über 50 Lieferbetriebe auf die Plattform geholt werden. Dazu gehörten Garnliefernde, Färbereien, Zubehöranbietende und Nähpartner:innen. „E-Mails reichten nicht aus. Ich habe gelernt, dass ein kurzer 15-minütiger Videoanruf am besten funktionierte. Ich führte sie durch die notwendigen Schritte in Retraced und wir erledigten es sofort. Anfangs hielten wir es einfach und fragten nur nach grundlegenden Unternehmensdaten, Zertifizierungen und kurzen Beschreibungen. Mit der Zeit würden wir das erweitern, aber die Grundlage ist da“, erklärt Markus Reisegger, Leiter für Nachhaltigkeit bei Löffler, in einem Blogbeitrag.</p>
<p>Jedes Produkt der Hauptkollektion der Marke, außer Handschuhe und Socken, verfügt jetzt über einen QR-Code. Dieser verlinkt zu den Lieferkettendaten und legt so die Grundlage für den DPP. Einhundert Prozent der markeneigenen Sommerkollektion 2026 werden per QR-Code rückverfolgbar sein. Der nächste Schritt ist die Erkundung von Modulen für Umweltdaten auf Produktebene und die Vertiefung der Zusammenarbeit mit den Lieferanten.</p>
<h2>Pangaia</h2>
<p>Pangaia wurde 2019 als Plattform zur Skalierung bahnbrechender Materiallösungen gegründet. Heute bietet die in London ansässige Bekleidungsmarke moderne Basics für die Garderobe an. Diese werden aus biobasierten, regenerativen, recycelten und verantwortungsvoll beschafften Materialien hergestellt. Die Kommunikation mit den Verbraucher:innen hatte schon immer Priorität: „Bei Pangaia sind wir seit langem davon überzeugt, dass Transparenz und Kreislaufwirtschaft eine digitale Ebene erfordern, die ein Produkt während seines gesamten Lebenszyklus begleitet. Das hat uns ursprünglich zu digitalen Produktpässen bewogen und deshalb haben wir diesen Bereich so früh erkundet, bevor er zu einer regulatorischen Priorität wurde“, erklärt Maria Srivastava, Chief Impact Officer bei Pangaia, im Gespräch mit FashionUnited.</p>
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  <figcaption>Pangaias Geschäft in der Carnaby Street in London. <i>Bild: Pangaia</i></figcaption>
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<p>„Am interessantesten war es seither zu beobachten, wie sich das Gespräch in der Branche entwickelt hat“, fügt sie hinzu. „Vor ein paar Jahren wurden digitale Produktpässe oft als eine Art Experiment angesehen. Heute werden sie zunehmend als kritische Infrastruktur für die Zukunft der Mode anerkannt. Marken verstehen, dass vertrauenswürdige Daten auf Produktebene alles unterstützen können, von der Einhaltung von Vorschriften und der Rückverfolgbarkeit bis hin zum Wiederverkauf, der Reparatur, der Authentifizierung und einer tieferen Einbindung der Verbraucher:innen.“</p>
<p>Auf die Frage nach einer der größten Lehren aus den frühen Bemühungen in der gesamten Branche erwähnt Srivastava, dass „die Herausforderung nicht einfach darin besteht, eine digitale Identität zu schaffen – es geht darum, die Datengrundlage dahinter aufzubauen.“ Sie betont, dass dies „eine größere Sichtbarkeit in die notorisch komplizierten Lieferketten der Mode, eine stärkere Zusammenarbeit mit Partner:innen und ein Verständnis für die Systeme erfordert, die Informationen aus mehreren Quellen sinnvoll miteinander verbinden können.“</p>
<p>Der Weg nach vorne dreht sich also nicht um das „Warum“ von DPPs, sondern um das „Wie“. „Da sich die Vorschriften beschleunigen und die Erwartungen der Verbraucher:innen weiterentwickeln, denke ich, dass wir einen Wendepunkt erreichen. Die zukunftsorientiertesten Marken fragen nicht mehr, ob sie digitale Produktpässe benötigen. Sie fragen, wie sie diese nutzen können, um bessere Produkte, transparentere Kund:innenerlebnisse und neue zirkuläre Geschäftsmodelle zu schaffen. Darin liegt die eigentliche Chance, die über die Einhaltung von Vorschriften hinausgeht und die Zukunft der Branche gestaltet“, schließt Srivastava.</p>
<h2>Tom Tailor</h2>
<p>Bei der Hamburger Modemarke Tom Tailor hatte der Beginn des Implementierungsprozesses zwei Hauptziele. Erstens, Transparenz über die gesamte Lieferkette bis hin zur Rohstoffebene zu erreichen. Zweitens, die Einhaltung des Sorgfaltspflichtengesetzes und anderer bevorstehender Vorschriften sicherzustellen. Es dauerte nur drei Monate, um 80 Tier-1- und 160 Tier-2-Lieferbetriebe an Bord zu holen; heute liegt diese Zahl bei 100 Prozent.</p>
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  <figcaption>Tom Tailor hat QR-Codes auf dem Pflegeetikett jedes Produkts implementiert. <i>Bild: Tom Tailor </i></figcaption>
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<p>„Es ging um echte Zusammenarbeit – den Umgang mit unseren Lieferbetrieben auf Augenhöhe und die Förderung eines partnerschaftlichen Geistes. Indem wir ihnen mit Dankbarkeit begegneten und ihre Rolle bei der Erfüllung dieser Standards anerkannten, anstatt Druck auszuüben, erreichten wir eine effektivere und unterstützendere Arbeitsbeziehung“, berichtet Juliane Nowakowski, Leiterin für Nachhaltigkeit &amp; Unternehmensverantwortung bei Tom Tailor, im Retraced-Blog.</p>
<p>Die Rückverfolgungsreise begann mit einem Pilotprojekt Anfang 2023. Dabei wählte die Marke drei Bestellungen (Purchase Orders, POs) pro Beschaffungsland aus, verteilt auf neun Länder, was zu etwa 27 bis 30 zu verfolgenden Bestellungen führte. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt entschied sich Tom Tailor, den Rückverfolgungsprozess ab Januar 2024 für jedes Produkt vollständig zu integrieren. Seit April 2024 hat das Unternehmen die QR-Codes von Retraced auf dem Pflegeetikett jedes Produkts implementiert, die den Weg jedes Produkts detailliert beschreiben.</p>
<p>„Seit wir Anfang 2024 mit der Rückverfolgung auf Bestell-Ebene begonnen haben, haben wir bereits 17 Prozent von mehr als 5000 POs bis zur Rohstoffebene und weitere 13 Prozent bis zur Garnebene zurückverfolgt. Die Rückverfolgung für diese POs ist noch im Gange“, berichtet Nowakowski.</p>
<p>Viele der oben genannten Marken haben ihre DPP-Reise gemeinsam mit Retraced angetreten. Retraced ist eine KI-gestützte Plattform für Beschaffung, Produkt-Compliance und die Zusammenarbeit im Lieferantenlebenszyklus. FashionUnited sprach mit Lukas Pünder, Mitbegründer und Chief Executive Officer (CEO) von Retraced, um mehr über die Herausforderungen zu erfahren, mit denen das Unternehmen und die Marken normalerweise konfrontiert sind, sowie über Datenlücken und wie man sie schließen kann.</p>
<p><em><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/retraced-mitgrunder-transparenz-ist-keine-falle/2026061867250">Hier geht es zum Interview</a>.</em></p>
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<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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  <img src="https://r.fashionunited.com/e96W3ltmenYn1CG1iAFO1MDJO9FkJEQe9raf-W1iur8/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDIvMTEvaWFuLXRheWxvci1qb3FqYnZvMXA5Zy11bnNwbGFzaC1xZWo3cHl5NS0yMDI2LTAyLTExLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/SlqKyjGVogJW6Gefk26Wrmrfdr7wq5xIcxCT4YZRZw8/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDIvMTEvaWFuLXRheWxvci1qb3FqYnZvMXA5Zy11bnNwbGFzaC1xZWo3cHl5NS0yMDI2LTAyLTExLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/e96W3ltmenYn1CG1iAFO1MDJO9FkJEQe9raf-W1iur8/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjYvMDIvMTEvaWFuLXRheWxvci1qb3FqYnZvMXA5Zy11bnNwbGFzaC1xZWo3cHl5NS0yMDI2LTAyLTExLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Ein Containerschiff" title="Ein Containerschiff"/>
  <figcaption>Ein Containerschiff  <em>Bild: Ian Taylor/Unsplash</em></figcaption>
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<p>Der Iran-Krieg machte die Hoffnungen auf einen zarten Aufschwung in diesem Jahr zunichte: Könnte nun infolge des Abkommens zwischen den USA und dem Iran eine Trendwende kommen? Viele dornige Themen müssen von den Konfliktparteien noch ausgehandelt werden, doch vorerst scheint ein mögliches Kriegsende in Sicht. Damit dürfte auch der Nachschub von Rohöl, Flüssiggas und Dünger aus dem Golf rasch wieder anlaufen, die Preise dürften mittelfristig fallen – was wiederum die Konjunktur stützen sollte. </p>
<p>Die Börsen in Asien feiern die Einigung heute bereits, der Ölpreis gab deutlich nach. US-Präsident Donald Trump zeigt sich optimistisch – und erklärte mit Blick auf die Blockade des Öltransports durch die Straße von Hormus: „Schiffe dieser Welt, startet eure Motoren! Lasst das Öl fließen!“ </p>
<p>Die Krise infolge des Iran-Kriegs hatte Deutschland kalt erwischt: Außer höheren Preisen, die vielen Haushalten zu schaffen machen, machte sich in der Industrie neuerlicher Materialmangel bemerkbar. In der Folge halbierten Ökonom:innen ihre Konjunkturprognosen. </p>
<h2>Wie dürfte sich ein Ende des Kriegs auf die Wirtschaft auswirken?</h2>
<p>„Ein Kriegsende hätte positive Auswirkungen auf die Konjunktur“, sagt der Ökonom Timo Wollmershäuser, Leiter der Konjunkturforschung am Münchner Ifo-Institut. „Zunächst würden die Weltmarktpreise für Rohöl und Erdgas sinken, wodurch die Inflationsraten unmittelbar sinken und die Kaufkraft der Verbraucher zurückkehren würde.“ Sinken würden nach Einschätzung des Wissenschaftlers auch die Kapitalmarkt- und
Kreditzinsen, da weitere Erhöhungen der Leitzinsen ausbleiben würden. </p>
<p>Doch wäre der Effekt voraussichtlich kein sofortiger. „Die Ausweitung des Angebots an Rohöl, Erdgas und damit verbundenen Vorprodukten aus der Region des Persischen Golfs auf das Vorkriegsniveau wird wohl noch etwas dauern, da einige Produktionsstätten offenbar beschädigt sind“, sagt Wollmershäuser. „Daher werden die Energiepreise wohl nicht unmittelbar auf das Vorkriegsniveau sinken und die Lieferkettenprobleme könnten noch etwas andauern.“ </p>
<h2>Wie werden sich die Benzinpreise entwickeln?</h2>
<p>Für die Bundesregierung zog vor allem der rasante Anstieg der Spritpreise politischen Ärger nach sich. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die staatliche Eingriffen eigentlich ablehnte, geriet unter Druck und stimmte schließlich Entlastungsmaßnahmen für Autofahrer zu, die etliche Ökonomen für wenig sinnvoll halten. Seit 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal am Tag erhöhen, am 1. Mai folgte der bis Ende Juni befristete Tankrabatt von knapp 17 Cent pro Liter. </p>
<p>„Wenn ein Ende des Nahostkriegs dazu führt, dass die Straße von Hormus wieder frei befahrbar ist und Öltransporte dort reibungslos laufen können, dürfte auch der Ölpreis schrittweise nachgeben“, sagt ein Sprecher des ADAC in München. Bis sich jedoch wieder stabile Abläufe entlang der Lieferketten einstellten, werde einige Zeit vergehen. „Umgehende Senkungen der Kraftstoffpreise auf das Niveau vor dem Krieg sind daher nicht zu erwarten, zumal auch Infrastruktur beschädigt oder zerstört wurde, die nicht sofort wieder aufgebaut werden kann.“ </p>
<h2>Wann fahren wieder Schiffe in der Straße von Hormus?</h2>
<p>Die US-Regierung und viele Experten gehen davon aus, dass der Iran die Straße von Hormus teilweise vermint hat. Wie viele Sprengsätze dort tatsächlich lauern, ist nicht bekannt – aber allein die Angst vor Minen reicht, um die Schifffahrt lahmzulegen. Daher braucht es zunächst einen Einsatz zur Minenräumung, für den unter anderem europäische Staaten schon Vorbereitungen getroffen haben. Erst nach dessen Abschluss wäre eine Rückkehr zum Normalbetrieb von vor dem Krieg wieder denkbar. </p>
<p>In der Zwischenzeit könnte etwa das US-Militär seine Bemühungen verstärken, Schiffe durch die Meerenge zu lotsen. Ein weiteres Problem ist, dass viele Schiffe nach viereinhalb Monaten Iran-Krieg schlicht am falschen Ort sind: Hunderte sitzen noch im Persischen Golf fest, viele fahren inzwischen auf anderen Routen. Eine Rückkehr zum Normalbetrieb, mit rund 100 bis 150 Schiffen in der Meerenge pro Tag, dürfte noch eine Weile dauern. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Einigung zwischen den USA und Iran tatsächlich hält und es nicht zu neuen Kampfhandlungen kommt. </p>
<h2>Wie lange dauert es, bis Lieferketten wieder funktionieren?</h2>
<p>Das hängt nicht nur vom Ende des Iran-Kriegs und dem Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ab, sondern auch von einem mittlerweile weitgehend aus den Schlagzeilen verschwundenen Konflikt: „Aus globaler Perspektive ist der bedeutendere Faktor (für die Containerschifffahrt) nicht die Hormuskrise, sondern die Krise im Roten Meer“, meint der dänische Schifffahrtsexperte und -berater Lars Jensen. </p>
<p>Denn die meisten internationalen Reedereien lassen ihre Containerschiffe schon seit dem Beginn des Gaza-Kriegs im Herbst 2023 nicht mehr auf dem kürzesten Seeweg von Ostasien nach Europa durch Rotes Meer und den Suezkanal fahren, sondern auf der viel weiteren Route um das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas. </p>
<p>Im Roten Meer bedrohen die vom Iran unterstützten Huthi Rebellen die Schifffahrt. Da die Umrundung Afrikas einen Umweg von vielen tausend Seemeilen und bis zu zwei Wochen längere Fahrtzeiten bedeutet, sind die Kapazitäten in der Schifffahrt knapp, die Preise hoch. „Eine Lösung der Hormuskrise könnte auch die Bühne für eine mögliche Lösung der Krise im Roten Meer bereiten“, sagt Jensen. „Das wiederum würde Schiffskapazität in großem Umfang freisetzen und eine Wende am Markt vom derzeitigen Kapazitätsmangel zum Überangebot nach sich ziehen.“</p>
<h2>Wie würden die Börsen auf ein Kriegsende reagieren?</h2>
<p>Einen Sektor der Weltwirtschaft hat der Iran-Krieg bislang nicht sehr gestört: die internationalen Börsen. In den USA steht der S&amp;P500 – der Leitindex der 500 größten börsennotierten Unternehmen – höher als vor Kriegsbeginn. Der Frankfurter Dax wurde stärker in Mitleidenschaft gezogen und verlor von Ende Februar bis Ende März fast 3.000 Punkte. Doch seither ging es mit einigen Ausschlägen wieder deutlich aufwärts. </p>
<p>Sollte der Krieg nun tatsächlich enden, wäre eine nachhaltige Erleichterung auch an den Finanzmärkten die Folge. Nach Auffassung der DZ-Bank-Analystin Birgit Henseler sind an der Frankfurter Börse vor allem die großen Industriekonzerne Wachstumstreiber. Neben der Entwicklung rund um den Boom Künstlicher Intelligenz profitierten die deutschen Großunternehmen weiter vom milliardenschweren Fiskalpaket der Bundesregierung.</p>
<h2>Wann geht es wieder bergauf mit der Konjunktur? </h2>
<p>Die deutsche Wirtschaft hätte dank des 500-Milliarden-Euro-Schuldenpakets der Bundesregierung in diesem Jahr eigentlich moderat wachsen sollen. Nach Beginn des Iran-Kriegs halbierte die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose auf nur noch 0,5 Prozent. Auch die Aussichten für 2027 sind verhalten. Die Wirtschaftsweisen rechnen mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent.</p>
<p>Doch abgesehen vom Iran-Krieg leidet die deutsche Wirtschaft an grundlegenden strukturellen Problemen, wie sowohl Unternehmen als auch Ökonom:innen seit Jahren kritisieren: steigende Sozialabgaben, hohe Energiepreise und zu viel Bürokratie. Sollte sich daran nichts ändern, ist ein Ende der Stagnation nach Einschätzung vieler Ökonom:innen nicht in Sicht.</p>
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  <img src="https://r.fashionunited.com/x1MYvwv4d-GukMTbEqxuODBUWzrU_VDXkR0RMSkkGi8/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzEvaW1hZ2UtMjAyNDAxMzAtMDkzOTI3LTYwOC0zeXBnOWhydy0yMDI0LTAxLTMwLXVueXpzNmt5LTIwMjQtMDEtMzEuanBlZw" srcset="https://r.fashionunited.com/hp4pLiQwgipOr2CxPEBv22J-aZKN-4HkfPpsQrizSeU/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzEvaW1hZ2UtMjAyNDAxMzAtMDkzOTI3LTYwOC0zeXBnOWhydy0yMDI0LTAxLTMwLXVueXpzNmt5LTIwMjQtMDEtMzEuanBlZw 720w, https://r.fashionunited.com/x1MYvwv4d-GukMTbEqxuODBUWzrU_VDXkR0RMSkkGi8/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDEvMzEvaW1hZ2UtMjAyNDAxMzAtMDkzOTI3LTYwOC0zeXBnOWhydy0yMDI0LTAxLTMwLXVueXpzNmt5LTIwMjQtMDEtMzEuanBlZw 1080w" sizes="100vw" alt="Einkaufsstraße in Deutschland" title="Einkaufsstraße in Deutschland"/>
  <figcaption>Einkaufsstraße in Deutschland <em>Bild: FashionUnited</em></figcaption>
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<p>Die Gewerkschaft Verdi mobilisiert im festgefahrenen Tarifkonflikt im Handel am Dienstag zu einer Demonstration in Stuttgart. Hintergrund sind die laufenden Tarifrunden im Einzel- und Versandhandel sowie im Groß- und Außenhandel in Baden-Württemberg, wie die Gewerkschaft mitteilte.</p>
<p>Zwar hätten die Arbeitgeber erste Angebote vorgelegt, diese würden jedoch „nicht einmal die zu erwartenden Preissteigerungsraten ausgleichen“. Mit der Demonstration und einer anschließenden Kundgebung machen die Beschäftigten laut Verdi deutlich, dass sie sich mit weiteren Verzögerungen und unzureichenden Angeboten nicht hinhalten lassen.</p>
<p>Hunderttausende Menschen sind in Baden-Württemberg im Handel beschäftigt. Verdi fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 300 Euro. Im Groß- und Außenhandel sollen die Löhne und Gehälter um 7 Prozent steigen, mindestens aber um 250 Euro. Außerdem sollen die Arbeitgeber in beiden Bereichen die Ausbildungsvergütungen um 150 Euro anheben. Die dritte Verhandlungsrunde im Einzelhandel ist für den 8. Juli anberaumt, die nächsten Verhandlungen im Groß- und Außenhandel sind für den 26. Juni geplant.</p>
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  <figcaption><em>Credits: Hugo Boss</em></figcaption>
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<p>Die Woche blickte die Modebranche besonders nach Metzingen: Die britische Frasers Group legte zunächst ihren Streit mit dem Aufsichtsrat von Hugo Boss bei und kündigte kurz darauf ein Übernahmeangebot über zwei Milliarden Euro an. Parallel dazu prägten Menswear-Trends die Berichterstattung – Trendexperte Julian Daynov sprach im Interview über die kulturellen Kräfte hinter der Herrenmode für Frühjahr/Sommer 2027. Im Personalbereich gab es einen Wechsel nach dem anderen, von Saint Laurent bis Intersport.</p>
<h2>Business</h2>
<p>Den größten Aufmerksamkeitsraum beanspruchte in dieser Woche <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/hugo-boss-frasers-group-gibt-widerstand-gegen-aufsichtsratschef-stephan-sturm-auf/2026061067125">Hugo Boss</a>: Die Frasers Group legte zunächst ihren monatelangen Widerstand gegen Aufsichtsratschef Stephan Sturm nieder und kündigte kurz darauf ein <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/frasers-kundigt-ubernahmeangebot-fur-hugo-boss-in-hohe-von-2-milliarden-euro-an/2026061067143">Übernahmeangebot</a> in Höhe von zwei Milliarden Euro an, um die verbliebenen Anteile an dem Metzinger Modekonzern zu sichern. Das Angebot verdeutlicht, wie entschlossen Mike Ashleys Handelsimperium seinen Einfluss auf das deutsche Modehaus ausbauen will.</p>
<p>An der Börse zeigte sich ein uneinheitliches Bild: <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/aktien-im-fokus-analystenlob-stutzt-adidas-kurz-vor-wm-puma-und-nike-sinken/2026061067133">Adidas</a> profitierte von einem positiven Analystenkommentar der kanadischen Bank RBC und hielt sich kurz vor der Fußballweltmeisterschaft auf Erholungskurs, während die Papiere von Puma und Nike nachgaben. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/dank-expansion-woolworth-steigert-jahresumsatz-auf-uber-eine-milliarde-euro/2026060867088">Woolworth</a> meldete unterdessen starke Jahreszahlen: Dank konsequenter Expansion übersprang der in Unna ansässige Einzelhändler erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro.</p>
<p>Geopolitisch geriet <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/alibaba-gerat-wegen-mutmasslicher-verbindungen-zum-chinesischen-militar-ins-visier-washingtons/2026060967111">Alibaba</a> ins Visier Washingtons: Die US-Regierung setzte den Konzern gemeinsam mit Baidu und BYD auf eine Liste chinesischer Unternehmen mit mutmaßlichen Verbindungen zum Militär. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/vf-corp-erweitert-schweizer-hauptsitz-und-starkt-europaische-aktivitaten/2026061167154">VF Corp</a> stärkte derweil seine europäische Präsenz durch eine Erweiterung des EMEA-Hauptsitzes in Stabio, Schweiz, um 2.500 Quadratmeter Büro- und Kollaborationsflächen.</p>
<p>Das nachhaltige Womenswear-Label <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/nachhaltiges-label-nina-rein-wird-eingestellt/2026061067142">Nina Rein</a> stellt seinen Betrieb ein; der Onlineshop schließt am 17. Juni. Außerdem rief die Gewerkschaft Verdi in Nordrhein-Westfalen zu <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/warnstreiks-bei-grossen-handelsketten-in-nordrhein-westfalen/2026061267157">Warnstreiks</a> auf: Betroffen waren Filialen großer Handelsketten wie Primark, H&amp;M und Zara; die Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Lohn.</p>
<h2>Mode</h2>
<p>Die Debatte um die Herrenmode für Frühjahr/Sommer 2027 wurde gleich aus zwei Richtungen beleuchtet. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/trendexperte-julian-daynov-die-zukunft-gehort-nicht-den-lautesten-marken/2026061067123">Julian Daynov</a> erklärte im Interview, dass die Zukunft nicht den lautesten Marken gehöre, und sprach über neue Silhouetten, Materialien und Farben. Ein <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/kulturelle-veranderungen-pragen-die-herrenmode-fur-ss27/2026060867083">Gastbeitrag</a> untersuchte parallel dazu vier zentrale Trendrichtungen, die von sich wandelnden Bedürfnissen der Verbraucher:innen und kulturellen Verschiebungen geprägt werden.</p>
<p>Im Bereich Innovation präsentierte <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/prada-und-axiom-space-kreieren-den-raumanzug-der-neuen-generation/2026060867097">Prada</a> in Zusammenarbeit mit Axiom Space den Raumanzug der neuen Generation, bei dem handwerkliche Exzellenz auf Raumfahrttechnik trifft. Die niederländische TU Delft und das Label Hul le Kes veröffentlichten eine <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/niederlandische-studie-neue-farbemethode-auf-basis-von-abwasser/2026060967116">Studie</a> über eine neue Färbemethode auf Basis von Abwasser, die der Branche eine ressourcenschonendere Alternative eröffnen könnte. Die Sportswear-Marke <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/sportswear-marke-gobik-lanciert-experimentelle-designlinie-the-one-off/2026060867103">Gobik</a> lancierte mit „The One Off&quot; eine experimentelle Linie für Hochleistungs-Sportbekleidung mit Prototypen und limitierten Serien.</p>
<p>Der <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/hongkonger-zoll-findet-wm-falschungen-im-wert-von-millionen/2026061267171">Hongkonger Zoll</a> beschlagnahmte im Zuge von Ermittlungen rund um die Fußballweltmeisterschaft gefälschte Artikel im Wert von 17,2 Millionen Euro und nahm sechs Verdächtige fest. Das <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/antwerp-fashion-festival-alte-und-neue-belgische-mode-im-scheinwerferlicht/2026061167149">Antwerp Fashion Festival</a> rückte belgische Mode ins Scheinwerferlicht – von etablierten Namen bis hin zu neuen Talenten.</p>
<h2>Personalien</h2>
<p>Besonders viel Bewegung gab es diese Woche in den Führungsetagen. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/fruhere-ceo-von-isabel-marant-wechselt-zu-saint-laurent/2026061167153">Anouck Duranteau-Loeper</a>, frühere Geschäftsführerin von Isabel Marant, wird zum 1. Juli stellvertretende Geschäftsführerin bei Saint Laurent und verantwortet dort den Produktbereich. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/extreme-cashmere-ernennt-fruheren-casablanca-manager-marc-schmidt-zum-managing-director/2026061067139">Marc Schmidt</a> wechselt ebenfalls zum 1. Juli zu Extreme Cashmere, wo er die Position des Managing Director übernimmt.</p>
<p><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/jonathan-saunders-verlasst-other-stories/2026060967118">Jonathan Saunders</a> tritt als Chief Creative Officer bei &amp; Other Stories zurück; er begründet den Schritt mit seiner persönlichen Entscheidung, in die Vereinigten Staaten zu ziehen. Beim Handelsverbund <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/intersport-international-holt-stephan-schwarz-ins-fuhrungsteam/2026060867095">Intersport International</a> ergänzt Stephan Schwarz künftig das Führungsteam und bringt die Geschäftsleitung auf ein Quartett. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/triumph-deutschland-holt-georgios-paparas-in-die-geschaftsfuhrung/2026061167152">Triumph</a> Deutschland setzt auf ein Führungsduo und holt Georgios Paparas in die Geschäftsführung der Triumph International GmbH.</p>
<p><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/primark-ernennt-lucy-slinger-zur-neuen-finanzchefin/2026061167150">Primark</a> ernennt Lucy Slinger zur neuen Finanzchefin; sie soll die internationale Expansion und die eigenständige Zukunft des Modehändlers begleiten. Beim Berliner Modemagazin 032c übernimmt <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/personen/mirko-borsche-ubernimmt-art-direction-bei-032c/2026061267164">Mirko Borsche</a> die Art Direction und gestaltet das Heft ab der Sommerausgabe 2026 neu.</p>
<h2>Einzelhandel</h2>
<p><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/adidas-enthullt-wm-partnerschaft-mit-nordstrom/2026060967113">Adidas</a> nutzt die Fußballweltmeisterschaft 2026 für eine großangelegte Kooperation mit dem US-Kaufhaus Nordstrom: In 35 Filialen entstehen immersive Installationen und Pop-ups mit kuratierten Produkten. Die mallorquinische Schuhmarke <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/spanische-schuhmarke-carmina-expandiert-nach-deutschland/2026061067137">Carmina</a> setzt ihre globale Expansion fort und eröffnet neue Geschäfte in München und Tokio.</p>
<p><a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/neuer-store-in-salzburg-patagonia-expandiert-in-osterreich/2026060867098">Patagonia</a> baut seine Präsenz in Österreich aus und eröffnet in Salzburg seinen zweiten Store im Land. Die schwedische Womenswear-Marke <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/ninepine-startet-mit-der-kadewe-group-in-deutschland/2026060567074">Ninepine</a> betritt den deutschen Markt in Zusammenarbeit mit der KaDeWe Group und wagt damit den Schritt in den stationären Handel.</p>
<p><em> Dieser Beitrag wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz verfasst.</em></p>
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  <figcaption>Rene Benko  <em>Credits: Georg Hochmuth / APA /AFP</em></figcaption>
</figure>
<p>Der österreichische Investor und Ex-Milliardär René
Benko muss sich vor Gericht voraussichtlich einem weiteren Verfahren
stellen. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA)
erhob im Signa-Komplex Anklage beim Landesgericht Innsbruck wegen
schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen. Die Anklage
ist noch nicht rechtskräftig.</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft wirft Benko vor, im Zusammenhang mit einer
Garantieerklärung gegenüber einem Investor eine Privatstiftung um
fünf Millionen Euro geschädigt zu haben. Außerdem soll der
49-Jährige, der seit 18 Monaten in Untersuchungshaft sitzt, bei
seiner Insolvenz als Einzelunternehmer den Besitz eines Jagdgewehrs
im Wert von 80.000 Euro verborgen haben. Damit seien die Interessen
von Gläubigern geschädigt worden.</p>
<p>Benko hat in seinen bisherigen Verfahren alle Vorwürfe bestritten.</p>
<h2>Bislang zwei Verurteilungen</h2>
<p>Der ehemalige Milliardär ist bereits in zwei ähnlichen Prozessen
verurteilt worden. Die Urteile sind aber noch nicht rechtskräftig. Im
Oktober 2025 erhielt er eine zweijährige Haftstrafe. Im Dezember
vergangenen Jahres wurde er erneut wegen Schädigung seiner Gläubiger
verurteilt. Dafür gab es eine Bewährungsstrafe von 15 Monaten sowie
eine Geldstrafe.</p>
<p>Im umfangreichen Signa-Komplex verdächtigt Österreichs Wirtschafts-
und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den einst sehr angesehenen
Geschäftsmann des Betrugs, der Untreue und des Bankrotts. Weitere
Anklagen könnten folgen.</p>
<p>Benko hatte mit seinem verschachtelten Immobilien- und
Handelsimperium Signa rund 20 Jahre lang ein Milliarden-Vermögen
aufgebaut. Steigende Zinsen und Baukosten, sowie risikoreiche Zukäufe
wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben
die Signa in die Insolvenz.</p>
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  <figcaption>Illustration eines Chanel-Schuhkartons für den Wiederverkauf <em>Credits: Foto von Mevlüde Bildirici via Pexels</em></figcaption>
</figure>
<p>Die Modebranche kennt nur eine Konstante: den Wandel. Noch vor wenigen Jahren revolutionierte Fast Fashion den Handel, indem die Produktionsmengen verdoppelt wurden. Heute stehen Marken vor einer anderen Form der Disruption: Produkte, die sie bereits verkauft haben, erhalten ohne ihr Zutun ein zweites Leben.</p>
<p>Möglich wird diese rasante Entwicklung durch die Infrastruktur, die rund um den Secondhand-Markt entsteht. Der entscheidende Treiber dabei ist Künstliche Intelligenz. Besonders im B2B-Großhandelssegment, das das Angebot gebrauchter Ware mit der Nachfrage des Handels verbindet, vollzieht sich dieser Wandel derzeit am schnellsten.</p>
<div class="article-promo--alt">
<header>Über:</header>
<a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.com/companies/the-data-fashion-brief" target="_self"><u>The Data Fashion Brief</u></a> erklärt Trends und die Leistung von Marken aus einer datengestützten Perspektive. Gegründet von Carmen Martinez-Ferrer, einer leitenden Datenanalystin bei einem globalen Modemarktplatz in London, bewegt sich die Plattform an der Schnittstelle von Mode und Analytik und entschlüsselt die Branche aus einem anderen Blickwinkel.

</div>
<h2>Was uns die Daten sagen</h2>
<p>Bevor man die technologischen Entwicklungen betrachtet, lohnt sich ein Blick auf das Ausmaß des bereits stattfindenden Verhaltenswandels.</p>
<p>Über Luxus- und Massenmarktmarken hinweg übertreffen Suchanfragen nach Secondhand-Produkten mittlerweile regelmäßig jene nach Neuware. So liegen etwa Suchanfragen wie „Mango Vinted“ oder „Zara Vinted“ im Vergleich zu „Mango neue Kollektion“ oder „Zara neue Kollektion“ im Zeitraum von 2024 bis 2026 vier- bis sechsmal höher. Besonders deutlich zeigte sich dieser Trend Mitte 2025, als die Suchanfragen nach Vinted ihren Höhepunkt erreichten, während das Interesse an neuen Kollektionen deutlich dahinter zurückblieb.</p>
<figure>
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  <figcaption><em></em></figcaption>
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  <figcaption><em></em></figcaption>
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<p>Im Luxussegment übertreffen die Suchanfragen nach Vintage-Artikeln von Hermès die nach neuen Taschen deutlich. Sie haben sich auf ihrem jüngsten Höhepunkt mehr als verdoppelt. Sogar bei dem französischen Luxusmodehaus Chanel, wo die Suchen nach neuen und Vintage-Produkten jahrelang eng beieinander lagen, erreichte das Interesse an Vintage Anfang 2026 fast das Niveau von Neuware.</p>
<figure>
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  <figcaption><em></em></figcaption>
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  <figcaption><em></em></figcaption>
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<p><small><em>Google Trends misst das Suchinteresse auf einer Skala von null bis 100, wobei 100 die höchste Beliebtheit eines Suchbegriffs im ausgewählten Zeitraum darstellt.</em></small></p>
<p>Diese Daten zeigen, dass sich die Kaufabsicht der Konsument:innen in Bezug auf Secondhand grundlegend verschoben hat. <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.com/news/business/consumer-behavior-shift-88-percent-check-vinted-before-new-fashion-purchases/2026052672565">Die Menschen beginnen ihre modische Reise bei Pre-loved-Artikeln</a> und sehen sie nicht etwa als Ausweichmöglichkeit. Für Marken ist dies ein Signal dafür, wo sie präsent sein müssen und welche Infrastruktur sie aufbauen müssen, um an diesem Markt teilzunehmen.</p>
<p>Nicht nur das Suchverhalten hat sich geändert, sondern auch die Art und Weise, wie über Secondhand gesprochen wird. Vor 2020 war die vorherrschende Sprache negativ: Wohltätigkeitsladen, gebraucht, Kompromiss, Stigma. In den Jahren 2024 bis 2026 wurde dieses Vokabular fast vollständig durch Begriffe ersetzt, die Identität, Anspruch und Entdeckung ausdrücken: Pre-loved, Vintage-Fund, kuratiert, unnachahmlich. Dies bestätigt den Wandel in der kulturellen Wahrnehmung, wie meine Analyse von Medienberichten, Marktstudien und Verbraucher:innen-Communitys vor und nach Covid zeigt.</p>
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  <figcaption><em></em></figcaption>
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<p>Weltweit wird prognostiziert, dass der Umsatz mit Secondhand-Kleidung in diesem Jahr 289 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Das entspricht einem Wachstum von 105 Prozent seit 2021. Laut dem <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.com/news/fashion/gen-z-is-driving-secondhand-growth-but-poor-returns-are-costing-brands-loyalty/2026052872620">ThredUp Annual Resale Report 2026</a> wächst dieser Markt doppelt so schnell wie der gesamte Bekleidungsmarkt.</p>
<p>Die KI-Ebene scheint dieses Wachstum weiter beschleunigt zu haben. Das Suchinteresse an ‚KI-Shopping‘ lag bis Mitte 2024 in allen Märkten praktisch bei null. Es begann Ende 2024 zu steigen, als generative KI-Tools den Mainstream erreichten. Ab Juni 2025 schnellte es in die Höhe, wuchs innerhalb von zwei Jahren um über 3.000 Prozent und hielt sich seitdem auf einem Niveau nahe dem Höchststand.</p>
<p>Der auffälligste Befund in den Daten ist jedoch die Korrelation zwischen den beiden. Sowohl ‚KI-Shopping‘ als auch ‚Secondhand-Kleidung‘ stagnierten vier Jahre in Folge. Beide begannen sich im selben Monat zu bewegen, im Juli 2025, stiegen im August 2025 gleichzeitig an und halten sich seitdem auf hohem Niveau. Die Daten deuten darauf hin, dass KI kein bloßer Zufall bei der Beschleunigung des Secondhand-Marktes war, sondern möglicherweise eine wesentliche Rolle bei dessen skalierbarem Wachstum gespielt hat.</p>
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  <figcaption><em>Credits: The Data Fashion Brief Analyse</em></figcaption>
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<h1>Warum Secondhand ohne KI nicht skalieren kann – das Problem der B2B-Infrastruktur</h1>
<p>Der Wandel im Verbraucher:innenverhalten ist offensichtlich und durch Daten belegt. Weniger sichtbar, aber kommerziell wichtiger, ist das Infrastrukturproblem, das die Skalierung von Secondhand historisch erschwert hat. Deshalb ist KI hier keine optionale Ebene, sondern eine strukturelle Notwendigkeit.</p>
<p>Der <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.com/tags/resale">Resale</a>-Markt ist bekanntermaßen komplex. Plattformen müssen riesige, unvorhersehbare Bestände verwalten, die sich in Qualität, Größe und Echtheit unterscheiden. Diese Komplexität hat im Neuwarenhandel keine Entsprechung. Um die operativen Abläufe zu verstehen, sprach ich mit Sanket Agarwal, Mitbegründer von Fleek. Fleek ist eine der am schnellsten wachsenden KI-Plattformen im Secondhand-Großhandel und eine der Hauptbeschaffungsplattformen für Vinted-Wiederverkäufer:innen. Er half mir zu verstehen, warum die B2B-Ebene dieses Marktes eine grundlegende technologische Neugestaltung erforderte.</p>
<p>Das Kernproblem, wie Agarwal erklärt, ist eines der Skalierung, für das es im traditionellen Modegeschäft keine Entsprechung gibt: „Im klassischen Einzelhandel haben Geschäfte normalerweise einige definierte SKUs. Im Secondhand-Bereich gibt es jedoch eine so große Vielfalt an Epochen, Marken, Stilen und Abnutzungsgraden, dass es zu Millionen bis Milliarden von SKUs kommt. Im Wesentlichen ist jedes Stück ein Unikat, selbst wenn es sich um dieselbe Marken-SKU handelt“. Genau diese Einzigartigkeit macht es so schwierig, jeden einzelnen Artikel zu kategorisieren, zu bepreisen und einer:m Käufer:in zuzuordnen. Im Gegensatz zu Amazon oder Asos, wo KI auf strukturierten, konsistenten Produktkatalogen arbeitet, gibt es im Secondhand-Großhandel keine gemeinsamen Produktdaten. Es gibt keine standardisierten SKUs und keine Taxonomie, die den Zustand mit der Kaufabsicht verbindet. Das hat die Skalierung so schwer gemacht und macht KI hier so transformativ.</p>
<p>Über das Problem der Einzigartigkeit hinaus haben Wiederverkäufer:innen mit Variablen wie uneinheitlicher Beleuchtung auf Fotos oder Abnutzungsmustern zu kämpfen. Die Authentifizierung erfordert in der letzten Phase menschliches Fachwissen, selbst wenn KI den ersten Scan übernimmt. Die Preisgestaltung ist ein ständiges Kalibrierungsproblem. Darüber hinaus ist die traditionelle Lieferkette im Secondhand-Großhandel nicht nur unübersichtlich, veraltet und unglaublich komplex. Sie basierte auch auf persönlichen Beziehungen – Vertrauen zwischen Käufer:innen und Verkäufer:innen, das über Jahre des informellen Handels aufgebaut wurde.</p>
<p>Hier kommt Fleek ins Spiel. Die Plattform wurde im November 2021 gegründet. Sie entstand aus einem Problem, das Mitbegründer Abhi Arora während der Pandemie in der Brick Lane, Londons Zentrum für Vintage-Mode, entdeckte: Die Secondhand-Lieferkette war auf Chaos aufgebaut. In westlichen Ländern gesammelte Pre-loved-Kleidung – etwa 90 Prozent aller Spenden weltweit – wird in großen Mengen an Sortierzentren in Pakistan, Indien und ganz Afrika verschifft. Dort wird sie von Hand sortiert und an westliche Wiederverkäufer:innen zurückverkauft, seien es Secondhand-Läden oder die Großhändler:innen, die Vinted-Verkäufer:innen beliefern. Die manuelle Kategorisierung war mühsam und ungenau. Je granularer und genauer die Einstufung, desto besser verkauft sich die Kleidung – das Risiko, Fehler zu machen, war also hoch. Wiederverkäufer:innen wussten oft nicht, was sie bekamen. Transaktionen fanden über WhatsApp-Gruppen und informelle Netzwerke statt, in denen Vertrauen alles und Transparenz fast nichts war. Nur ein sehr kleiner Teil dieser Spenden wurde jemals wieder auf westlichen Märkten verkauft. Das System war ineffizient und strukturell fehlerhaft.</p>
<p>Wie Arora in einem Interview für The Industry.Fashion erwähnte, wurde die Plattform entwickelt, um direkt mit diesen Großhändler:innen zusammenzuarbeiten. Die Bestände werden über das eigene System von Fleek gelistet, kategorisiert, bepreist und verkauft. Ein:e Wiederverkäufer:in in London, Paris oder New York kann kuratierte Pakete durchsuchen oder Artikel per Videoanruf von Hand auswählen und eine Bestellung aufgeben. Diese Bestellung durchläuft eines der Qualitätskontrollzentren von Fleek, wo die Artikel auf Qualität und Echtheit geprüft und dann an die:den Käufer:in versandt werden.</p>
<h2>Wie materialisiert sich KI auf Fleek?</h2>
<p>Fleek hat das gesamte Beschaffungserlebnis von Grund auf neu aufgebaut. „Bei Fleek mussten wir unser gesamtes Such- und Entdeckungserlebnis neu gestalten, das jetzt von einer KI-gestützten Suchtechnologie angetrieben wird. Wir nutzen CLIP-Embeddings<i>*</i>, um semantische Eigenschaften von Mode wie ‚Verzierungen‘ oder ‚Pilz-Print‘ zu definieren – eine viel schwierigere Aufgabe für Modelle vor der LLM<i>**</i>-Ära“. Ein:e Käufer:in kann nun nach Stimmung, Stil oder ästhetischer Referenz suchen anstatt nach Produktspezifikationen. Das entspricht der Art und Weise, wie Menschen tatsächlich über Secondhand denken. Darüber hinaus gibt die Plattform eine Preisschätzung ab, wickelt Transaktionen ab, optimiert die Lieferkette, verwaltet Rückerstattungen und schafft auf beiden Seiten Vertrauen. Die kommerziellen Ergebnisse sind sichtbar: „Mehr als eine Verdopplung des Umsatzes von 2024 auf 2025“. Die Plattform verbindet über 10.000 Wiederverkäufer:innen mit mehr als 1.000 Großhändler:innen in 70 Ländern und hat insgesamt 50 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln erhalten, unterstützt von Investor:innen wie Andreessen Horowitz und Y Combinator. Agarwal äußert sich direkt zur Chance für Einzelhändler:innen, die noch zögern: „Heute sucht jede:r zweite nach Secondhand – das ist gut für die Umwelt und gut für das Geschäft. Wir sehen bereits, dass die Kund:innen von Fleek Secondhand- und Neuware nebeneinander verkaufen“.</p>
<p><small><i>*(CLIP steht für Contrastive Language-Image Pre-training – es ist ein von OpenAI entwickeltes Modell, das auf Hunderten von Millionen von Bild- und Textpaaren gleichzeitig trainiert wurde. Dadurch lernte es, die Beziehung zwischen visuellen Inhalten und Sprache zu verstehen. Die traditionelle Bilderkennung fragt: „Welches Objekt ist das?“ – sie erkennt eine Tasche, einen Schuh, eine Jacke. CLIP geht weiter – es versteht das Gefühl und den Charakter dessen, was es sieht. Anstatt also nur „Jacke“ zu erkennen, kann es „übergroße japanische Streetwear-Jacke aus den 90ern mit Acid-Waschung“, „Pilz-Print“ oder „verzierte Abendgarderobe“ verstehen).</i></small></p>
<p><small><i>**(LLM steht für Large Language Model – die Art von KI, die Tools wie ChatGPT, Claude und Gemini antreibt).</i></small></p>
<h2>Was das für Ihr Unternehmen bedeutet</h2>
<p>Secondhand gab es schon vor der KI. Aber ohne die Infrastruktur, um Bestände in großem Umfang zu beschaffen, zu authentifizieren, zu bewerten und zu bepreisen, konnte die Nachfrage nicht effizient bedient werden. Was Fleek auf Großhandelsebene beweist, ist, dass das kommerzielle Volumen folgt, wenn man die strukturellen Hürden beseitigt.</p>
<p>Dennoch sind die Herausforderungen nicht verschwunden. Die Logistik bleibt komplex und kostspielig. Secondhand-Artikel können nicht nachbestellt werden, und die Qualität der Präsentation eines Artikels beeinflusst immer noch die Genauigkeit der Bewertung und führt zu Rücksendungen. Konsistenz in großem Maßstab ist selbst mit Computer Vision schwer zu gewährleisten. Die Authentifizierung in der letzten Phase erfordert nach wie vor menschliches Fachwissen. Die Margen in der gesamten Branche stehen weiterhin unter Druck, und die meisten großen Resale-Plattformen sind noch auf dem Weg zur Rentabilität, anstatt sie bereits erreicht zu haben. KI verbessert all diese Probleme erheblich, aber sie beseitigt sie nicht. Marken, die ohne eine klare operative Strategie in diesen Bereich einsteigen, werden es wahrscheinlich schwerer haben, als die Marktzahlen vermuten lassen.</p>
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  <figcaption>Re-Commerce auf Vinted. <em>Credits: Vinted</em></figcaption>
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<p>Was KI tut, ist, diese Herausforderungen beherrschbar zu machen. Sie verschwinden nicht vollständig, werden aber so strukturiert, dass man ein skalierbares Geschäft darauf aufbauen kann. KI ist mittlerweile auf jeder Ebene des Resale-Stacks im Einsatz. Bei der Beschaffung nutzen Plattformen wie Fleek Computer Vision und semantische Suche, um große Mengen an Secondhand-Beständen auffindbar zu machen. Auf Markenebene übernehmen Resale-as-a-Service-Plattformen wie ThredUp die Annahme, Bewertung, Fotografie, Preisgestaltung und Abwicklung mithilfe von KI-Automatisierung. Dies ermöglicht es, ein Resale-Programm zu starten, ohne alles von Grund auf neu aufbauen zu müssen. Die Authentifizierung, historisch die größte Vertrauensbarriere im Secondhand-Bereich, wird von Computer-Vision-Modellen übernommen, die verdächtige Artikel vorsortieren, bevor menschliche Expert:innen sie überprüfen.</p>
<p>Dynamische Preisalgorithmen ersetzen das Rätselraten, das die Margen im Secondhand-Handel unvorhersehbar machte. Der kommerzielle Erfolg ist bereits bewiesen: Aymeric Déchin, Chief Executive Officer (CEO) von Faume, sagte gegenüber Vogue Business, dass Kund:innen, die den Inzahlungnahme-Service einer Marke nutzen, eine um 20 Prozent geringere Abwanderungsrate aufweisen als diejenigen, die dies nicht tun. Zusammengenommen bewirken diese Fähigkeiten mehr als nur die Optimierung einzelner Transaktionen. Sie normalisieren Secondhand als einen zuverlässigen, vertrauenswürdigen Kanal für Marken und Konsument:innen, und Fleek ist nur ein Beispiel dafür.</p>
<p>Die regulatorische Ebene beschleunigt all dies. Die EU-Verordnung für umweltgerechtes Design nachhaltiger Produkte (Ecodesign for Sustainable Products Regulation, ESPR) schreibt vor, dass jede Modemarke, die in Europa verkauft, ab 2028 jedem Kleidungsstück einen Digitalen Produktpass (DPP) beifügen muss. Dieser Pass ist eine maschinenlesbare Identität, die Materialien, Herkunft und Besitzgeschichte aufzeichnet. Für die KI ist dies transformativ: Ein Kleidungsstück mit einem Pass kann automatisch authentifiziert, bewertet und bepreist werden, da die Daten bereits vorhanden sind.</p>
<p>Ein Drittel der Führungskräfte der Branche bezeichnete Resale als eine Priorität für 2026, so der BoF/McKinsey State of Fashion 2026. Diese Lücke – zwischen dem, wo die Konsument:innen bereits sind, wie KI dies beschleunigt, und worauf sich der Großteil der Branche noch konzentriert (Neuware) – ist eine Chance, und sie schließt sich schnell. Wenn Sie Secondhand immer noch als zweitrangig oder KI als optional betrachten, sind die Daten eindeutig: Sie liegen nicht hinter dem Trend, Sie liegen hinter den Konsument:innen.</p>
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  <figcaption>Carmen Martínez Ferrer, founder of The Data Fashion Brief <em>Credits: Carmen Martínez Ferrer</em></figcaption>
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<p><small></small></p><div class="article-promo--alt"><p><small>Sources:</small></p><p></p><ul type="square"><small>
-The Guardian — Sarah Butler, “Secondhand Clothes Sales Forecast to Hit $289bn as AI Helps Shoppers Find Deals,” 2 April 2026.<p></p>
<p>-Retail Dive — Tatiana Walk-Morris, “US Resale Market Expected to Surpass $78 Billion by 2030,” 3 April 2026.</p>
<p>-Adobe — Vivek Pandya, “Generative AI-Powered Shopping Rises with Traffic to Retail Sites,” 21 August 2025.</p>
<p>-Modaes — “Inditex 2025 results: eight critical takeaways to watch,” C. De Agenlis / T. Alonso, 12 March 2026.</p>
<p>-Retail Boss — “Inditex Q1 2026 Results: Zara’s Best Quarter Yet,” Jenel Alvarado, 3 June 2026.</p>
<p>-Vinted Newsroom — “Financial Results 2025,” 2026.</p>
<p>-UNECE (United Nations Economic Commission for Europe) — UNECE and ECLAC propose measures to reduce environmental and health impacts of global trade of second-hand clothes’, 15 July 2024</p>
<p>-TheIndustry.fashion — “The Interview: Co-founder Abhi Arora on Building Second-Hand Wholesale Marketplace Fleek,” Camilla Rydzek, 16 April 2026.</p>
<p>-WWD — “How Vestiaire Is Using AI to Scale Its Business and Improve Customer Service, by Lisa Lockwood, June 14, 2024.</p>
<p>-The Impression — Vestiaire Collective Expands AI Capabilities With New Executive Hires.</p>
<p>-Vogue — “The Innovations Driving the Resale Renaissance,” byt Maghan McDowell November 19, 2024.</p>
<p>-GWI — How the circular economy is transforming fashion: Sustainable trends &amp; insights by Stephanie Harlow, Senior Trends Analyst.</p>
<p>-McKinsey &amp; Company — The State of Fashion 2026: When the rules change, November 17, 2025 by -Trellis — Circular boom(let): Resale and reuse surge as new fashion turnover slows, by Elsa Wenzel November 21, 2025 (Updated on November 24, 2025)</p>
<p>-Barclays Insights — The pulse of fashion: How the growth of the resale market has changed the game for retailers, by Melissa Pendlebury and Isabella Clough, April 2, 2026</p>
<p>-Fashionista — “Fashion Resale Tech: AI and the Future of Evolution,” by Emma Raydar, June 4, 2025. </p></small></ul></div><p></p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/B5rzq2AyqPCVQh5XStqHgg6kzDnIiG6Ae4sKxdp87c4/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMTIvMDQvcGV4ZWxzLW1ldmx1ZGUtYmlsZGlyaWNpLTU3MDE1Mzg0OS0xNzk1MjMzMC03NHk2NjBpOC0yMDI1LTEyLTA0LmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>Warnstreiks bei großen Handelsketten in Nordrhein-Westfalen</title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/warnstreiks-bei-grossen-handelsketten-in-nordrhein-westfalen/2026061267157</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/warnstreiks-bei-grossen-handelsketten-in-nordrhein-westfalen/2026061267157</guid><author>news@fashionunited.com (DPA)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 12 Jun 2026 06:42:46 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/-FGa8vqBd4Bjl247halteyQOQsTYHzoNcbBz-qUfLuY/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDMvMTIvaW5mbGF0aW9uLTIwMjItNzlqOXpzMmstMjAyMy0wMS0xOC1xdWI5emcyMS0yMDIzLTAyLTIwLThhc2NubDhuLTIwMjMtMDgtMTEtdGcxY3pzNnctMjAyNC0wMi0yOC0xY2dtbmtrcS0yMDI0LTAzLTEyLmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/cPSVLlH5xVELvAJqRT5g8tz2jagn1JhQiJX3uxxbPMs/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDMvMTIvaW5mbGF0aW9uLTIwMjItNzlqOXpzMmstMjAyMy0wMS0xOC1xdWI5emcyMS0yMDIzLTAyLTIwLThhc2NubDhuLTIwMjMtMDgtMTEtdGcxY3pzNnctMjAyNC0wMi0yOC0xY2dtbmtrcS0yMDI0LTAzLTEyLmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/-FGa8vqBd4Bjl247halteyQOQsTYHzoNcbBz-qUfLuY/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDMvMTIvaW5mbGF0aW9uLTIwMjItNzlqOXpzMmstMjAyMy0wMS0xOC1xdWI5emcyMS0yMDIzLTAyLTIwLThhc2NubDhuLTIwMjMtMDgtMTEtdGcxY3pzNnctMjAyNC0wMi0yOC0xY2dtbmtrcS0yMDI0LTAzLTEyLmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Bild zur Visualisierung" title="Bild zur Visualisierung"/>
  <figcaption>Bild zur Visualisierung  <em>Credits: Aygin Kolaei für FashionUnited</em></figcaption>
</figure>
<p>Im Tarifkonflikt im Einzelhandel kommt es erneut zu Warnstreiks.</p>
<p>Die Arbeitsniederlegungen am Freitag in NRW beträfen Handelsketten wie Primark, H&amp;M, Zara und TK Maxx, teilte die Gewerkschaft Verdi in Düsseldorf mit. Es gehe um Standorte in Bielefeld, Dortmund, Düren, Neuss, Münster, Wuppertal und anderen Städten.</p>
<p>Die Gewerkschaft ist unzufrieden, dass die Arbeitgeber:innen &quot;jede
substanzielle Bewegung&quot; verweigerten, wie es die Verhandlungsführerin
für Verdi NRW, Henrike Eickholt, formuliert. „Das spricht nicht für
einen ernsthaften Willen zu einem zügigen Tarifabschluss.“ In den
Verhandlungen zum NRW-Einzelhandel geht es um rund 700.000
Beschäftigte.</p>
<p>Verdi fordert eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, das sollen
mindestens 225 Euro im Monat sein. Die Laufzeit des neuen
Tarifvertrags soll nur 12 Monate betragen.</p>
<p>Den Arbeitgeber:innen gehen die Forderungen zu weit, sie halten sie
für nicht realisierbar. Der Tarifgeschäftsführer des Handelsverbands
Deutschland, Steven Haarke, wies darauf hin, dass es bei den
bestreikten Handelsunternehmen bislang keine für die Kundinnen und
Kunden spürbaren Streikauswirkungen gegeben habe.</p>
<p>„Es ist nicht davon auszugehen, dass sich daran etwas ändert.“ Es sei bedauerlich, dass die Gewerkschaft zu Streiks aufrufe, anstatt sich am Verhandlungstisch konstruktiv mit dem Angebot der Arbeitgeber:innen auseinanderzusetzen. “In der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage braucht es weniger Krawall und mehr Wille zur Einigung.“</p>
]]></description><media:content url="https://r.fashionunited.com/aM1WirDectvDZ5SctdlsJTEt51vUTT5ipmyfhEsNPns/resize:fill:600:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDMvMTIvaW5mbGF0aW9uLTIwMjItNzlqOXpzMmstMjAyMy0wMS0xOC1xdWI5emcyMS0yMDIzLTAyLTIwLThhc2NubDhuLTIwMjMtMDgtMTEtdGcxY3pzNnctMjAyNC0wMi0yOC0xY2dtbmtrcS0yMDI0LTAzLTEyLmpwZWc" medium="image"></media:content></item><item><title>LPP Group: Umsatzplus im ersten Quartal </title><link>https://fashionunited.de/nachrichten/business/lpp-group-umsatzplus-im-ersten-quartal/2026061267168</link><guid isPermaLink="true">https://fashionunited.de/nachrichten/business/lpp-group-umsatzplus-im-ersten-quartal/2026061267168</guid><author>news@fashionunited.com (Prachi Singh)</author><category>nachrichten/business</category><pubDate>Fri, 12 Jun 2026 05:27:36 +0000</pubDate><description><![CDATA[<figure>
  <img src="https://r.fashionunited.com/xf8TMsEMU3ruNRoZpshNP4hnWVfMZ7kwMiPui_vuNTw/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDcvMjUvbHBwLWtvbmZlcmVuY2phLXd5bmlrb3dhLTExLTA2LTI1LWZlYXR1cmVkLWltYWdlLXYxLTE5MjB4LTEyMDB4LTk2cHBpLTkzMHg2ODAtb2J2a210MHMtMjAyNS0wNy0yNS5qcGVn" srcset="https://r.fashionunited.com/SxdPdvsDNSVj6pKO9jobuDIo2TnQOKHRzQJXrpZ26DU/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDcvMjUvbHBwLWtvbmZlcmVuY2phLXd5bmlrb3dhLTExLTA2LTI1LWZlYXR1cmVkLWltYWdlLXYxLTE5MjB4LTEyMDB4LTk2cHBpLTkzMHg2ODAtb2J2a210MHMtMjAyNS0wNy0yNS5qcGVn 720w, https://r.fashionunited.com/xf8TMsEMU3ruNRoZpshNP4hnWVfMZ7kwMiPui_vuNTw/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjUvMDcvMjUvbHBwLWtvbmZlcmVuY2phLXd5bmlrb3dhLTExLTA2LTI1LWZlYXR1cmVkLWltYWdlLXYxLTE5MjB4LTEyMDB4LTk2cHBpLTkzMHg2ODAtb2J2a210MHMtMjAyNS0wNy0yNS5qcGVn 1080w" sizes="100vw" alt="Shopping at Sinsay" title="Shopping at Sinsay"/>
  <figcaption>Einkaufen bei Sinsay <em>Credits: LLP</em></figcaption>
</figure>
<p>Der polnische Modehändler LPP Group hat für das erste Quartal 2026 einen Umsatzanstieg von 10,5 Prozent im Vorjahresvergleich gemeldet.</p>
<p>Der Umsatz erreichte 5,5 Milliarden Polnische Zloty (etwa 1,3 Milliarden Euro. Das Wachstum wurde vor allem durch die fortlaufende Expansion des stationären Einzelhandelsnetzes angetrieben. Insbesondere die Marke Sinsay sowie die Erweiterung der gesamten Verkaufsfläche trugen dazu bei.</p>
<p>Die Umsatzwachstumsrate blieb jedoch hinter den ursprünglichen Erwartungen des Unternehmens zurück. Grund dafür waren ungewöhnlich niedrige Temperaturen zu Beginn der Frühjahr/Sommer-2026-Saison. Im Februar und April lagen die Temperaturen unter den langjährigen Durchschnittswerten. Dies dämpfte die Nachfrage nach frühen Sommerkollektionen. Infolgedessen verzeichnete LPP einen Rückgang der flächenbereinigten Umsätze (Like-for-Like, LFL) um 2,8 Prozent.</p>
<h2>Markenperformance und Omnichannel-Entwicklung</h2>
<p>Die Performance variierte deutlich innerhalb des Markenportfolios. Positives LFL-Wachstum verzeichneten House mit einem Plus von 14,6 Prozent; Reserved mit 3,1 Prozent sowie Cropp mit 0,7 Prozent. Negative LFL-Werte wurden hingegen bei Sinsay mit minus 6,8 Prozent und bei Mohito mit minus 15,5 Prozent registriert.</p>
<p>Trotz des LFL-Rückgangs blieb Sinsay der größte Umsatzbringer. Die Marke generierte 3,13 Milliarden Polnische Zloty, was einem Anstieg von 13,9 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Die stationären Umsätze der Gruppe stiegen um 15 Prozent im Jahresvergleich. Unterstützt wurde dies durch 121 Neueröffnungen, von denen 102 auf Sinsay entfielen.</p>
<p>Der Online-Umsatz wuchs moderat um 0,7 Prozent im Jahresvergleich auf 1,46 Milliarden Polnische Zloty. Der E-Commerce-Kanal litt weiterhin unter verlängerten Lieferzeiten in Südosteuropa. Ursache war ein Lagerbrand in Rumänien im Juni 2025. Zusätzlich führte eine strategische Reduzierung der Performance-Marketing-Ausgaben zur Priorisierung der Online-Profitabilität dazu, dass der E-Commerce-Anteil am Gruppenumsatz auf 26,6 Prozent sank. Im Vorjahr lag dieser noch bei 29,2 Prozent.</p>
<p>Geografisch betrachtet übertrafen die internationalen Umsätze das Inlandswachstum. Sie stiegen um 13,9 Prozent im Jahresvergleich und machten 56,8 Prozent der gesamten Omnichannel-Umsätze aus. Rumänien, die Ukraine, Tschechien und Ungarn entwickelten sich zu den stärksten Märkten.</p>
<h2>Rekord-Rohertragsmarge und steigende operative Gewinne</h2>
<p>LPP erzielte eine Rekord-Rohertragsmarge für ein erstes Quartal. Diese stieg um 4,5 Prozentpunkte im Jahresvergleich auf 58,5 Prozent. Dieser Meilenstein bei der Profitabilität wurde trotz eines wachsenden Anteils margenschwächerer Sinsay-Produkte erreicht.</p>
<p>Getrieben von der starken Margenentwicklung stieg das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 47 Prozent auf 688 Millionen Polnische Zloty. Die EBIT-Marge lag bei 12,6 Prozent. Der Nettogewinn für das Quartal belief sich auf 475 Millionen Polnische Zloty. Im Vorjahreszeitraum waren es 335 Millionen Polnische Zloty.</p>
<h2>Technische Investitionen und Zukunftsziele</h2>
<p>Im ersten Quartal beschleunigte LPP seine Logistik-Automatisierungsstrategie. Die Flotte autonomer Roboter wurde auf über 3.500 Einheiten in Polen und Rumänien mehr als versechsfacht. Zudem begann die Gruppe mit dem Bau eines neuen E-Commerce-Fulfillment-Centers in Tczew. Die Eröffnung ist für das erste Quartal 2027 geplant.</p>
<p>Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 strebt LPP einen Gesamtumsatz von etwa 26 bis 27 Milliarden Polnische Zloty an. Unterstützt wird dies durch eine geplante Erweiterung der Verkaufsfläche um 15 Prozent, einschließlich rund 750 neuer Sinsay-Filialen. Die Gruppe prognostiziert eine Jahres-Rohertragsmarge von etwa 56 Prozent und Investitionsausgaben von 2,5 Milliarden Polnische Zloty.</p>
<p>Mit Blick auf 2027 erwartet das Unternehmen Umsätze zwischen 30 und 31 Milliarden Polnische Zloty. Darüber hinaus plant das Unternehmen für die Jahre 2028 bis 2029 die Eröffnung von rund 750 neuen Sinsay-Filialen im Jahr 2028. Ab 2029 sollen jährlich etwa 300 bis 350 Filialen hinzukommen. Zudem werden ein positives LFL-Wachstum sowie ein Online-Umsatzwachstum von 15 bis 20 Prozent erwartet.</p>
<p><i></i></p><details><summary><i>Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools <span class="dropdown-icon"></span>übersetzt.</i></summary><i>
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</div></details-menu></i></details><p></p>
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  <img src="https://r.fashionunited.com/m5o_1BXRHnrt4GTk7pjOy6fuZ5C2iqEIsELSgyq1Mco/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDcvMTgvYm9zcy1kdWVzc2VsZG9yZi0xbHVyenhtOS0yMDI0LTA3LTE4LmpwZWc" srcset="https://r.fashionunited.com/Qv78jZvEW72-pn4wK55-a_F5OCexqZcUIyEPyDFdfbo/resize:fill:720:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDcvMTgvYm9zcy1kdWVzc2VsZG9yZi0xbHVyenhtOS0yMDI0LTA3LTE4LmpwZWc 720w, https://r.fashionunited.com/m5o_1BXRHnrt4GTk7pjOy6fuZ5C2iqEIsELSgyq1Mco/resize:fill:1080:0:0/gravity:ce/quality:70/aHR0cHM6Ly9mYXNoaW9udW5pdGVkLmNvbS9pbWcvdXBsb2FkLzIwMjQvMDcvMTgvYm9zcy1kdWVzc2VsZG9yZi0xbHVyenhtOS0yMDI0LTA3LTE4LmpwZWc 1080w" sizes="100vw" alt="Der Flagship-Store von Boss in Düsseldorf" title="Der Flagship-Store von Boss in Düsseldorf"/>
  <figcaption>Der Flagship-Store von Boss in Düsseldorf <em>Bild: Hugo Boss</em></figcaption>
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<p>Die Kurs des Modehändlers Hugo Boss ist am Donnerstag <a rel="noopener noreferrer" href="https://fashionunited.de/nachrichten/business/frasers-kundigt-ubernahmeangebot-fur-hugo-boss-in-hohe-von-2-milliarden-euro-an/2026061067143">nach einer Übernahmeofferte</a> angesprungen.</p>
<p>Mit 39,74 Euro erreichten die Aktien ein Niveau deutlich über den 38 Euro, die vom Großaktionär Frasers Group in einer freiwilligen öffentlichen Übernahmeofferte für die übrigen Anteile geboten werden. Am späten Vormittag wurden die Papiere 9 Prozent über dem Vortagesniveau gehandelt.</p>
<p>Der Einzelhändler Frasers, hinter dem der im Modebereich aktive Firmengründer Mike Ashley steht, kam bislang auf einen direkten Boss-Anteil von gut 26 Prozent. Frederick Wild vom Analysehaus Jefferies sieht in dem Vorgehen des Großaktionärs eher einen Versuch, die Beteiligung im Rahmen deutscher Gesetze weiter aufzustocken. Dieses besagt, dass beim Erreichen der 30-Prozent-Schwelle ohnehin ein Pflichtangebot notwendig geworden wäre.</p>
<p>Denn Analyst:innen bezeichneten die 38 Euro in ersten Reaktionen als nicht besonders attraktiv angesichts des geringen vierprozentigen Aufschlags, nachdem die Papiere zur Wochenmitte bereits bei 36,46 Euro geschlossen hatten. Für die Boss-Aktien bildet die Offerte laut Wild einen Boden, der vorerst wohl kaum unterschritten werden dürfte. Analyst Felix Dennl von der Privatbank Metzler bezeichnete es aber als unwahrscheinlich, dass ein alternativer Bieter mit einem höheren Gegenangebot kommen wird.</p>
<p>Mit dem Anstieg über die 38 Euro setzen Anleger:innen wohl eher darauf, dass Hugo Boss eigenständig mehr wert ist, als von Frasers geboten. Im vergangenen Jahr waren über Monate hinweg noch Kurse gezahlt worden, die mit bis zu 48 Euro deutlich darüber lagen. 2023 lag ein Zwischenhoch sogar bei knapp 76 Euro. Der Rekord aus dem Jahr 2015 beträgt 120 Euro.</p>
<p>Thomas Hofmann von der LBBW rät Anleger:innen denn auch dazu, das Angebot nicht anzunehmen. Denn seiner Einschätzung nach ist Boss derzeit im Umfeld eines verhaltenen Konsumklimas mit schwierigen
Rahmenbedingungen konfrontiert, was zuletzt die Kursentwicklung gehemmt habe. Unter „normalen“ Bedingungen würde er der Aktie ein Kursziel von deutlich über 50 Euro zutrauen.</p>
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